Schlechtes Monitoring = Schlechter Gig!

  • Ersteller Tobler51
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Der Beamblocker klingt interessant, ist doch so etwas hier, oder?
I

Ja, genau sowas, bei Tubetown gibt`s die billigere Lösung...
Im Prinzip verhindert das Ding, daß jemand, der direkt vor dem Verstärker steht, die geballte Ladung an schrillen Höhen abbekommt (sehr angenehm in kleinen Clubs..). Der angenehme Nebeneffekt ist, daß der Sound auch auf der Bühne homogener wird. Ich muß jetzt den Combo nicht mehr mit den tiltback-legs kippen, was ihm ja auch irgendwie ein bisschen die Substanz raubt. Insgesamt eine recht einfache Lösung mit mehreren Vorteilen...
 
Ich weis ja nicht, aber ich bins auch gewohnt, nen scheiß monitormix zu haben, manchmal auch keinen Monitor, weil der Techniker zu doof war ihn einzustecken, das kam auch schon vor.
Allerdings versuche ich trotzdem möglichts tight zu spielen. das einize was da hilft ist proben proben proben, dass du die sachen auch im schlaf, und ohne dass du sie hörst gut spielen kannst. Am schlagzeug kann man sich ja meistens immer gut orientieren.
 
Auch wenns vielleicht überheblich klingt, da hilft nur üben, üben üben. Es gibt zwei gravierende Dinge, die ich als etwas älterer Mucker den meisten jüngeren voraus habe: ich kann jede Session mitspielen und ohne Monitoring auftreten. Warum ? weil zu meiner Zeit die PA Gesangsanlage hieß und Monitoring überhaupt nicht bekannt war und man einfach mit anderen drauflosspielte und sich überraschen ließ was rauskam.
Klar, das ist heute alles anders, aber ich habe mit meiner Band in den letzten Jahren auch große Bühnen gespielt wo zwar jede Mange Monitore standen aber man ja auch in Bewegungs ist und es somit auch egal ist ob die Dinger da sind oder nicht.
Und, den Bass und die Drums hörst du immer heraus auch ohne gutes Monitoring und wenn du mit nem zweiten Gitarristen spielst dann müsst ihr euch durch Proben so zusammenfinden damit es passt.
Klar möchte man sich selbst auch gut hören, aber am wichtigsten ists das es bei den Zuhörern gut ankommt, gelle !
 
Hi,

ich lese den Faden schon eine ganze Weile mit und es wurde auch schon viel richtiges geschrieben. Je länger der Faden wird, fällt mir verstärkt auf, dass auf die Techniker geschimpft wird und das finde ich nicht ok. Ich bin seit 45 Jahren mittlerweile auf der Bühne, 20 Jahre davon überwiegend auf großen Bühnen, heute zumeist in Clubs also kleinen Bühnen.
Meine Erfahrung mit den Tontechnikern deckt sich überhaupt nicht mit dem was hier geschrieben wird. Sicherlich machen auch die Techniker Fehler, wir Musiker übrigens auch!
Meiner Erfahrung nach hilft es am meisten, wenn man mit den Techniker seine (Monitor-) Bedürfnisse bespricht. Ein Stagerider und Kommunikation möglichst einige Tage vor Konzert mit den Technikern helfen zumeist. Manchmal lässt sich auch nicht alles realisieren, weil nicht genügend oder das falsche Material vorhanden ist, oft ist das dann eine Frage des Budgets. Dann muss man auch Kompromisse machen, wir haben zusammen mit den Technikern aber immer einen praktikablen Weg gefunden.
Aber eines will hier nochmals herausstellen, wir Musiker tragen zum Front- und Bühnensound entscheidend mit bei!
Das beginnt bei der Bühnenlautstärke, denn weniger wie den Fader auf Null zu ziehen kann der Toni nun mal nicht. Und es geht mit der jeweiligen Einstellung an den Amps weiter. Es ist beileibe nicht so, dass ein gut klingendes Einzelinstrument (oft sind die Bässe voll aufgerissen) im Bandkontext gut klingt. Ich kann nur empfehlen bereits in den Proben darauf zu achten, dass jedes Instrument diskret wahrnehmbar ist. Das ist viel Erfahrungssache, aber gereade deswegen kann man gar nicht früh genug beginnen, darauf zu achten.
Und noch eine Anmerkung zum Umgang zwischen Technikern und Musikern. Habt Respekt voreinander, verhaltet Euch professionell, das hilft ihr werdet sehen. Dann gibt es auch keine oder zumindest viel weniger "doofe" Techniker.

Keep'n rocking
Helmut
 
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Bin selber Tontechniker und habe regelmäßig mit Bands diskussionen über Ampeinstellungen (Volume) und und und...

Die Techniker bieten euch im allgemeinen mehr als ihr mitunter warnehmt.
So z.B. die Wahl des mikrofons für den Amp o.ä., sowie die genaue Positionierung dieses Mikrofons. All das kostet nichtnur Geld (Material) als auch Erfahrung und soll zu einem besseren Sound beitragen.

Als Techniker frage ich mich ab und zu, warum ich mir die Mühe mache und extra die guten Sennheiser an die Amps hänge, weil es eben besser klingt, wenn doch dieser Klangvorteil von der Band durch den viel zu fetten Bühnensound wieder zu nichte gemacht wird. Dann kann ich eigentlich auch was für 5€ von Conrad davorhängen, hört ja eh keiner.

Bitte verwechselt nicht die Bühne mit dem Proberaum. Wenn ihr euch im Proberaum das Gehör wegballert ist das euer ding. Aber ein Techniker wird eingekauft um dem Publikum einen guten Sound zu liefern und der Techniker wird immer sein möglichstes tun um den Sound gut zu fahren. Wenn es dennoch negatives Feedback vom Sound gibt, dann liegt das in 90% der Fälle außerhalb des Machtbereiches des Technikers. Dann liegt das Problem an der Schallquelle!

Achtet darauf, dass ihr eng mit dem Techniker zusammenarbeitet und auch mal auf ihn hört, der Techniker hat öfters mit Bühnen zu tun als ihr!

Denn sowohl Band als auch Techniker will nur eins: Gut beim Publikum ankommen!

mfg Alex
 
Einfach die Backkline lauter wenn der Tontechnicker nix kann. Ich find es sowieso komplett irritierend wenn meine Gitarre von vorne über den Monitor kommt
 
Einfach die Backkline lauter wenn der Tontechnicker nix kann. Ich find es sowieso komplett irritierend wenn meine Gitarre von vorne über den Monitor kommt

Du hast da denke ich einen Smilie vergessen, um die Ironie dieses Beitrags mehr hervorzuheben. :D
 
Einfach die Backkline lauter wenn der Tontechnicker nix kann. Ich find es sowieso komplett irritierend wenn meine Gitarre von vorne über den Monitor kommt

Falls dies kein Scherz war, solltest vielleicht doch mal diesen Thread genauer studieren.
Das was du hier propagierst, führt fast immer zu schlechtem Sound im Publikum, während du allein auf der Bühne evtl einen guten Sound hast.
Sehr fragwürdige Ansicht.

//Edit:
Da muss man zwischendurch mal raustabben und schon kommt der Martin daher. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag: :D
 
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Denn sowohl Band als auch Techniker will nur eins: Gut beim Publikum ankommen!

So ein Käse,.... ich will als Tonkutscher gut bei der Band ankommen :p Publikum nervt so wieso meistens, Gitarren zu laut oder leise, Bassdrum drückt nicht, kickt nicht, klingt nicht, kann man den Gesang auch verständlich machen, nei der Sänger spricht undeutlich,..... :rolleyes: :D

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, je sparsamer mit dem Monitoring umgegangen wurde, desto besser war der Klang fürs Publikum gerade in Locations unter 200qm
Und die Erfahrungen aus Post #27 haben sich weiter bewahrheitet. "Eigentlich alles aufm Monitor, ist auch keine Lösung"

In meiner letzen Band als Bassist habe ich auf Monitoring, ja sogar auf einen Amp vollkommen verzichtet, ich hatte nur einen MXR DI80 Bass Preamp. Orientiert habe ich mich an dem was ich hörte, mal die Snare, mal die Gitarren, mal die eine, mal die andere.
Auch der Sänger hat oft ein gesteckt und ist dann auf In-Ear gegangen. Letztlich hatten wir nur eine wichtige Monitoreinstellung. Gitarre für den Drummer :rock:

Weniger ist mehr,...


Grüße cat...
 
Wieviel man als Einzelmusiker raushören muss und wie sehr man dabei auf Monitoring angewiesen is, hängt auch sehr von der Musikrichtung bzw von der Art zu spielen ab. Wenn die Songs einen festgelegten und ausgezählten Ablauf haben, isses natürlich unproblematischer als wenn man auf Feinheiten und Zeichen der anderen Musiker spontan reagieren muss.


Übrigens einen Tipp an die Livemusiker:
Erwartet nicht, dass der Mischer euch von sich aus auf Soundprobleme anspricht.
Ich habs schon sehr oft erlebt, dass der Mischer sich NACH dem Konzert zB drüber beschwert hat, dass der Bass viel zu laut von der Bühne kam und er deshalb nich gescheit mischen konnte weil er ihn eh von der PA runtergenommen hat.
Deshalb geh ich immer nach dem Soundcheck (und nochmal nach dem ersten Set) zum Mischer und frag ihn, ob es noch irgendwelche Anpassungsprobleme gibt oder ob irgendein Instrument zu laut von der Bühne kommt. Meine Erfahrung hat mich auch gelehrt, dass es oft nicht reicht, einfach "is alles ok soweit?" zu fragen, sondern dass man da wirklich ganz deutlich und explizit nachhaken muss.
 
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Ich hab mir angewöhnt bei den Songs für meine Einsätze (Gesang) auf den Teil zu achten der immer am deutlichsten zu hören ist. Und wen man den Part mal nicht hört kann ich mich aber auch an was anderem Orientieren.So schaffe ich es auch bei Totalen Sound Matsch mene Einsätze sauber zu finden. Wen ich mich selber schlecht höre ist natürlich wirklich blöd. Ich sing zwar , nach Zuhörer aussage, noch gerade und richtig neige aber dazu verkrampft zu werden wodruch ich extrem schnell nen Trockenen Hals und leichte Heiserkeit kriege, was dan wiederraum bei manschen passagen zum wegknicken der Stimme führt.
Ich steh noch nicht lang auf der Bühne also wird das bestimmt auch noch besser. Leztendlich ist es mir wichtiger das es vor der bühne klingt.
Spielen Necksten Monat in nen sehr kleinen Laden da bin ich mal gespannt.
 
Wir haben am Samstag nen Gig gespielt, und der passt einfach zu gut zu dem Thema:

Kurze Vorgeschichte:
Proberaum ausgeräumt, Bus eingeräumt. Sänger hat es geschafft mit unserem In Ear Rack an einer Kante hängen zu bleiben und es umzuwerfen. Mit Schwung. Gut, schon passiert. Kurz reingeschaut, alles sieht ganz aus. Los gehts!

Wir waren dritte von vier Bands, als nur dürftig alles was ging auf die Bühne gestellt und erstmal die ersten beiden Bands spielen lassen. Umbauzeit:20 Minuten.

Ok wir sind dran:
Bauen alles auf. Verkabeln In Ear Rack. Shit, da kommt nix. Der "Sturz" hat einen A/D Wandler gekillt, der da drin zum Aufnehmen fest verbaut und verkabelt ist. Keine Zeit zum umstecken! Ok scheiß drauf! Wir spielen ohne In Ear bzw. nur mit Klick auf einem Ohr, da der zweite Wandler, auf dem der Klick hängt, ging.

Das Resultat war, dass wir quasi komplett taub gespielt haben, da auch keine Zeit für nen Monitorsoundcheck war und diese auch sehr beschissen gemischt waren.

Und was kam dabei raus?
Es war spielerisch sicher einer unserer besten Gigs. Sagte zumindest unser Techniker/Mischer, der das ganze vom FOH aus gesehen hat. Also wir haben es ganz klar bestätigt: Wenn das Material sitzt, kann man auch quasi taub spielen. Macht zwar überhaupt keinen Spass aber egal. Zählen tut das, was beim Publikum ankommt.
 
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Vor einem Jahr war mein Plan: Bass und Gesang nur über ein Line 6 X3 Pro laufen lassen, dem Mischer 2 Strippen in die Hand zu drücken und alles wird super.

Tja, beim ersten Gig im JZ lief das noch super, da waren Monitore da, und der Sound war genau so wie im Proberaum. Die nächsten 3 Gigs liefen dann alle im kleinen Club ohne Monitore... da funktionierte das ganze dann nicht mehr.

Meist war aber eine Bassanlage da die ich nutzen konnte, von da her war ich gerettet, mittlerweile besitze ich einen kleinen Brüllwürfel wie peegee (meiner is 'n Hartke), demnächst hole ich mir dann noch 'n Stack mit 1x15, 4x10, und das sollte dann für alle Fälle reichen.

Ansonsten bin ich generell relativ anspruchslos auf der Bühne, ich will mich halt nur hören, der Sound ist dabei Zweitrangig. Wichtig ist vorallem, dass der Sound im Publikum gut ist, mit dem Rest muss ich Leben.

Kleine Anektode dazu: in besagtem kleinen Club hatte ich übrigens beim dritten Gig dann einfach die PA als Gesangsmonitor genutzt, ich stand direkt daneben, und der Klang war besser als über den eigentlichen Monitor. :D

Und noch ein Punkt der sehr wichtig ist, der hier auch vielfach erwähnt wurde aber gerne mal untergeht: Kommunikation ist sehr wichtig. Wenn ich mein Maul nicht aufreiße und Probleme anspreche, egal ob als Musiker oder Techniker, dann muss ich es mir hinterher auch nicht über mangelnde Qualität des Gigs zerreißen...
 
Hallo King Artus,

das ist ein super Beitrag. Gibt direkt mal ein paar Kekse. :)

Zum eigenen Beitrag am schlechten Bühnensound noch ein Nachtrag:
viele Bands sind auf der Bühne einfach viel zu laut, damit man überhaupt noch mit Monitoren arbeiten kann. Gerade mal so laut, dass man sich hören kann, ist fast schon zu laut. :D

LG Peter
exakt!!! - vor der Kritik am Mixermann und an der "doch so schlechten Anlage" sollten gewährleistet sein, dass auf der Bühne "Ruhe" herrrscht, d.h. jeder muss sich zurücknehmen. Bass über DI ins Pult und max. on Stage die eigene Anlage nur minimal. Bei Git (bin selbst aus der Ecke) ggf. mit Power Soaks arbeiten, um den Top sound auch bei geringerer Lautstärke zu bekommen. Drums ist immer kritisch, aber auch hier gilt - ein Schmied (im Sinne von Schlagwerkbearbeitung) garantiert noch lange nicht, ob's groovt - auch hier gilt Selbstdisziplin. Aus meiner Sicht sind für den Sänger die Vocals auf dem Monitor am wichtigsten - Bass und Git müssen NICHT zwangsläufig auf den Monitor - wenn ja, dann sehr dezent. Wir haben uns angewöhnt, über die Monitoranlage zu proben, somit kommt erst gar nicht das Begehren auf, auf der Bühne so zu klingen wie im Auditorium.
ABER - ich pflichte bei - Monitoring auf der Bühne bleibt immer ein Thema - InEar - zumindest für Drums, Vocals, Keys hilft auf jeden Fall.
 
Beat Poet
  • Gelöscht von Xytras
  • Grund: Hat nichts mit dem Thema zu tun.

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