ich selbst habe zu einer zeit mit dem spielen angefangen, als gerade diese ganzen high gain amps aufkahmen (
Engl Savage, Peavey 5150, Boogie Rectifier). die waren aber preislich in unereichbaren regionen. so standard waren alte einkanaler.
Marshall 2203/4, Plexis, Hiwatts, Laney Pro Tubes z.b.. vielleicht mal einer der neuen Marshall 900er. für das, was ich machen wollte (Metal und da hauptsächlich Thrash) war da immer ein pedal notwendig. alle meine lieblingsalben damals sind mit pedalsounds aufgenommen worden. die amps hatten einfach nicht dieses gain, das man von den alben oder auch live her gewohnt war. man konnte gar nicht anders, als pedale zu verwenden.
das ist bei mir bis heute irgendwie hängengeblieben. mir fällt spontan kein amp ein, der nur von sich aus den sound liefert, den ich mir z.b. für Thrash vorstelle (natürlich kenne ich auch nicht alle. also gut möglich, daß es da etwas gibt). "meinen" sound erreiche ich eigentlich nur mit pedalen (ich liebe Marshallverzerrer). perfekt ist für mich z.b. ein recht cleaner Marshall mit einem Drive Master oder, wenn es noch heftiger werden soll, einem Guv'Nor davor. kein anderer sound hat mir bis jetzt ein so agenehmes kribbeln beschehrt, wie diese kombination.
mir ist es eigentlich egal, wie ich zu meinem sound komme. einem amp gegenüber, der das schon von sich aus könnte, wäre ich sicherlich nicht abgeneigt. sehe es in anbetracht der vorhandenn möglichkeiten aber sicherlich nicht als "muß" an.
lustig in diesem zusammenhang finde ich immer spieler, die ja ach so wert auf ihren röhrenamp und röhrensound legen, und dann ein pedalboard mit was weiß ich wie vielen effekten drauf vor sich liegen haben (oft dann auch noch mehrere zerrer). aber sich dann z.b. auch noch über die ach so schreckliche diodenzerre in einigen Marshall JCM900er modellen regelrecht aufregen. ist mir schon öfters aufgefallen.
gruß