Taylor 214ce-CF DLX - Schnarrende Saiten + Hals bereits auf minimum

hummal
hummal
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
04.04.24
Registriert
06.06.17
Beiträge
10
Kekse
0
Hallo werte Menschen!

Ich habe mir nach 10 Jahren günstiger Gitarren endlich mal eine etwas wertigere Westerngitarre von Taylor gekauft. Da es bei uns keinen Händler gibt, der diese Marke überhaupt führt (wohl wegen dem Scientology Mist) hab ich das gute Stück beim großen T gekauft.

Jetzt habe ich folgendes Problem und hoffe ihr könnt mir helfen:

Ich spiele Akkorde (viel Barré). Hauptsächlich bis 8ter Bund. Schnarren auch bei F dur Barré. Raumtemperatur ~21°

- Ich spiele die Gitarre wie meine Alte und merke, dass die Saiten schnarren. Das kann ich zu 70% beheben, indem ich wesentlich fester auf die Saiten drücke. Finde ich persönlich befremdlich. Ich spiele sonst .11 und jetzt sind .12 drauf. Auf meiner E-Gitarre merke ich beim stärkerem Drücken einen definitiv anderen Ton (.09) - Daher verstehe ich nicht, warum das eine Lösung sein könnte.
- Ich dachte mir, ich stelle den Hals ein, dass der Abstand der Saiten erhöht wird. Dabei habe ich eine 60-90° Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn gemacht. Das hat nur mäßigen Erfolg gebracht. Als ich eine weitere 1/4 Umdrehung machen wollte, war die Schraube bereits locker. Also auf minimum???

Wenn ich das also nicht durch Hals Einstellung wegbekomme, dann habe ich gerade die Befürchtung, dass ich die Gitarre zurückschicken muss? Ist das normal? Stell ich mich doof an?
Auf der Lakewood eines Freundes habe ich bei gleicher Spielweise keine solchen Probleme feststellen können.

Habe bald einen GIG für den ich die Neue eigentlich nehmen wollte. Jetzt bin ich unschlüssig.

Danke für Eure Unterstützung
 
Eigenschaft
 
Wie hoch ist denn die Saitenlage (Bd.12) jetzt, und wie hoch ist der "Durchhang" des Halses mit am ersten und am letzten Bund gedrückter Saite, in der Mitte?
Abgesehen davon:
Ich würde die Einstellung mal von einem Gitarrenbauer machen lassen. Ev. brauchst du ja für deine Spielweise eine höhere Stegeinlage (oder Sattel) oder ... Das planlose Herumschrauben am Halsspannstab bringt gar nix. Höchstens zusätzlichen Ärger.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Hallo, danke für deine Antwort:

E-Saite
Bd12.: ca 3mm
1. und letzter Bnd gedrückt - Abstand 12. Bd: ~0.2-0.3mm

Ich geh mal davon aus, das der Steg schon okay ist. Aber der Sattel könnte wirklich zu tief sein. Ich finde das aber für ein solches Instrument eine Zumutung, dass ich erst einen höheren Sattel einbauen muss, um ein klanglich einwandfreies Instrument zu haben. :/

Außerdem Gitarrenbauer bei einem neuen Instrument ist auch irgendwie nicht so mein Fall. Da erwarte ich irgendwie mehr. :/
 
Schnarren auch bei F dur Barré.

Aber der Sattel könnte wirklich zu tief sein.
Da würde ich jetzt einmal davon ausgehen, dass der Sattel damit raus ist.
Ansonst lesen sich die Einstelldaten eigentlich ganz normal. Kann natürlich sein, dass ein einzelner Bund irgendwo übersteht, schwierig aus der Entfernung zu beurteilen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich geh mal davon aus, das der Steg schon okay ist. Aber der Sattel könnte wirklich zu tief sein.

Der Sattel hat nur Einfluss auf leere Saiten und nicht auf gegriffene.

Das oben von Dir beschriebene Phänomen deutet auf eine zu hohe Stegeinlage.

Ist bei Taylor keine Seltenheit, da die sich nach meiner Ansicht hauptsächlich über leichte Spielbarkeit verkaufen.

Bei Thomann reklamieren oder wenn Du sie unbedingt behalten willst, dann ab zum Gitarrenbauer!

Ach ja und herzlich willkommen im Forum!
 
Der Trussrod ist bereits komplett gelockert? Und es schnarrt trotzdem?
Man kann bei Taylor-Gitarren den Hals komplett justieren, siehe Link, aber bei einer neuen Gitarre würde ich das natürlich nicht machen -dürfte auch nicht nötig sein.

Mehr drücken ist auch keine Option. Ich merke hier bei einer günstigen E-Gitarre: es schnarrt wenig oder gar nicht, je näher ich mit den Fingern ans Bundstäbchen rücke (ohne zusätzlichen Druck). Bei mir sind es ein oder zwei Bundstäbchen, die noch etwas zu hoch sind. Könnte das bei Dir auch der Fall sein?

Wenn man den Übeltäter findet, hilft manchmal energisches Klopfen, z.B. mit einem Holzklotz, auf das Stäbchen, wenn sich dieses nach der Montage leicht aus seiner Nuz gehoben hatte. Ansonsten würde ich die Gitarre zurücksenden oder besser noch, vorher anrufen und einen (hoffentlich kostenlosen) Service vereinbaren, das sollte in der Preisklasse doch drin sein.

Ansonsten: Glückwunsch zur neuen Gitarre. Wenn sie erstmal richtig eingestellt, ist das doch ein super Instrument!

:eek: was hat denn Taylor mit Scientology zu tun? Es bleibt trotzdem meine Traumgitarre (die neue 314ce mit V-Bracing)
 
Gut dass Du da noch mal drauf hinweist! Zu niedrig meinte ich natürlich!!!
 
Der Sattel hat nur Einfluss auf leere Saiten und nicht auf gegriffene.

Das oben von Dir beschriebene Phänomen deutet auf eine zu hohe Stegeinlage.

Ist bei Taylor keine Seltenheit, da die sich nach meiner Ansicht hauptsächlich über leichte Spielbarkeit verkaufen.

Bei Thomann reklamieren oder wenn Du sie unbedingt behalten willst, dann ab zum Gitarrenbauer!

Ach ja und herzlich willkommen im Forum!

Auf eine zu hohe Stegeinlage?
Bitte hilf mir mal auf die Sprünge: Wenn der Steg zu hoch ist, dann stehen die Saiten doch gerade hoch genug um ein Schnarren nicht passieren zu lassen? EDIT: Ich sehe, du meinst zu niedrig

Danke für deine Infos und für das Willkommen heißen

Mehr drücken ist auch keine Option. Ich merke hier bei einer günstigen E-Gitarre: es schnarrt wenig oder gar nicht, je näher ich mit den Fingern ans Bundstäbchen rücke (ohne zusätzlichen Druck). Bei mir sind es ein oder zwei Bundstäbchen, die noch etwas zu hoch sind. Könnte das bei Dir auch der Fall sein?

Also jetzt mit Blick auf das Griffbrett, sehen die schon ziemlich tief aus. Ach Leute ich bin grad ziemlich down, wegen der Nummer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab ich das richtig verstanden, es schnarrt nur bei Baarré? Wie siehts aus, wenn du die Saiten normal drückst ??

Und weils mal wieder passt: Finger weg vom Halsstab !!!!!
 
Hab ich das richtig verstanden, es schnarrt nur bei Baarré? Wie siehts aus, wenn du die Saiten normal drückst ??

Ja, bei Einzelnoten ist es wirklich nur sehr selten.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich auch einen halben Ton tiefer gestimmt habe. Das Schnarren war aber auch vorher.

Also normal ist es weniger
 
Gerade mit Thomann telefoniert. Dass Halsschraube locker wird ist normal, die haben wohl eine Nullstellung. Ich soll einfach mal noch eine halbe Drehung weiter machen und sie müsste wieder fest werden. Das teste ich heute mal noch, ansonsten hat er gemeint, dass das bei der Gitarre so eigentlich nicht auftreten sollte und ich könne sie auch zurückschicken und die gucken die sich mal an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Dass Halsschraube locker wird ist normal, die haben wohl eine Nullstellung.

Ja, dann ist das eindeutig ein Doppelseitiger "Double Action Truss Rod". Aber auch mit Gefühl zu arbeiten damit.

double-action-truss-rod-adj.jpg
 
1. und letzter Bnd gedrückt - Abstand 12. Bd: ~0.2-0.3mm
Richtig wäre: am 1 und 12.Bund drücken und in der Mitte (7.Bund) messen. 0,2-0,3mm wären da OK.

Und ein weiteres mal: Der Halsstab ist nicht zur Einstellung der Saitenhöhe da, sondern zum Einstellen der Halskrümmung. Und diese Krümmung sorgt dafur, dass die Gitarre auch in hohen Lagen gut spielbar ist. Wer sich auf die ersten Bünde beschränkt, kann eine geringere Krümmung einstellen. Ist die Halskrümmung im grünen Bereich, wird die Saitenlage am Steg eingestellt. Und zwar durch Abschleifen, Unterlegen oder einen neuen, höheren Steg. Ich hab immer welche rumliegen. Gemessen wird mit Ventilleeren aus dem Autozubehör.
Bei korrekter Halskrümmung !!!! sollte bei korrekt !! gemessenen 3mm über ! dem 12. Bund nichts scheppern. Alle Saiten an allen Bünden ! drücken und mit einem Plektrum anschlagen. Wenns dann an einem oder mehreren Bünden scheppert, zurück in den Karton.

Buckel im Hals sind leicht zu erkennen, wenn man flach drüberschaut
 
Okay, danke für euren Input. Ich hab das gute Stück jetzt in den Karton gepackt und es geht zurück.
Selbst laut Thomann sollte das nicht so sein. Meine 10 Jahre alte günstige Art & Lutherie macht fast kein Schnarren und die Lakewood eines Freundes mal überhaupt keines. Da macht das Spielen auf dieser Gitarre keinen Spaß.
Ich hoffe die Nächste wird besser
 
Besser wäre es, wenn sie genau diese Gitarre prüfen und ordentlich einstellen anstatt einfach die nächste aus dem Lager zu holen und (wieder ungeprüft) zu versenden. Vielleicht sind es nur 1 oder 2 Bundstäbchen, die ein wenig abgerichtet werden müssen. Die Thomänner bekommen das schon hin, KnowHow und Technik ist ja dort reichlich vorhanden.

Viel Glück.
 
Hey,

...Zurückschicken ist vorallem bei einer Taylor wichtig...!
Warum?...ist doch auch "nur" ne Gitarre!?

Ganz einfach: Taylor macht mit seinen Händlern Wartungsverträge. Die Händler dürfen nur bestimmte kleine "Korrekturen" an den Gitarren ausführen, für alles Weitere hat der Hersteller ein "Techniker-Zentrum".
Prinzipiell muss eine Taylor innerhalb der Garantiezeit zur Änderung der Saitenlage dort bei einem Lizensierten Taylor-Techniker eine neu-Ausrichtung des dafür erforderlichen Halswinkels bekommen, was über Unterlegplättchen in der Halsverschraubung erreicht wird.

KEINESFALLS darf hierfür (so Taylor offiziell!) die Stegeinlage bearbeitet werden.

Nach der Garantiezeit ist das übrigens egal, aber innerhalb müssen sich alle Beteiligten (Händler sowie Käufer) daran halten, denn das Bearbeiten der Stegeinlage würde hier die Garantie erlöschen lassen! (was sonst nicht die Regel ist)

Gruss,
Bernie
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
...Zurückschicken ist vorallem bei einer Taylor wichtig...!
Warum?...ist doch auch "nur" ne Gitarre!?

Mal abgesehen von den Garantiebedingungen: Wenn ne Gitarre dieses Fabrikats nicht schon mindestens "sehr gut" eingestellt verkauft wird, ist irgend etwas anderes falsch gelaufen, aber sicher nicht die Höhe der Stegeinlage. Hier wurde bereits vor Auslieferung viel (teure) Zeit in das Setup reingesteckt, und wenn etwas daran nicht mehr stimmt, liegt es womöglich an einem anderen Grund. Und sollte es doch am Setup liegen, würde Taylor sicher wissen wollen, welcher "Azubi" das Ding nun in den Sand gesetzt hat. Es kann durch den Transport ja auch mal was verzogen werden. Ebenfalls lassen andere Wetterbedingungen so einen Gitarrenhals schon mal ein wenig Dehnung/Zug zukommen, weshalb man die Halskrümmung kontrollieren sollte. Passt die und es scharrt trotzdem, dann ab in den Karton und "Return to Sender".
 
Thomann ist etwas kompliziert bei der Rücksendung gewesen. Wollten noch einen Karton um den Karton um den fixierten Koffer um die Gitarre. :D
Da ich den Karton beim Auspacken zerstört habe und nur den Original Karton eben noch habe, hab ich direkt in Absprache die gleiche Gitarre nochmal geordert und mit der RMA Nummer im Kommentarfeld angegeben, dass die bitte vorher mal geprüft werden soll. Sie kommt heute an und ich bin sehr gespannt. Der nette Mensch von Service (also 1 von 4) hatte mir auch gesagt, dass wenn die Trussrod schon so weit gedreht ist, dass sie locker ist, dann stimmt was nicht. Ansonsten hätte er gemeint, ich soll die Saiten wechseln, da das in 8 von 10 Fällen der Grund fürs schnarren ist.
Ist mir zwar etwas fremd, aber sollte es heute wieder so ein, werden die Saiten drauf gezogen, die auch von Werk aus drauf sind und wir schauen weiter.

Kann mir das einer erklären, warum neue Saiten ungespielt, aber vlt 8 Monate alt, ein Schnarren verursachen können?
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben