Hellfire schrieb:
Mit "der Kunde ist König" ist heut leider nich mehr viel
Und das aus gutem Grund.
Was passiert denn, wenn die Läden ultimative Anspiel-Bedingungen schaffen (die im übrigen sehr teuer wären)
Jeder 14 jährige Anfänger könnte dann einfach so rein und an die Rectifiers ran
der Laden würde kaum noch was verkaufen, weil Parasiten die Räume belegen
und "echte" Kunden kämen kaum zum Zug
Und hier spiegelt sich das Problem wieder
Geht jemand in ein Café, dann bestellt man auch etwas und wenn es nur eine Cola ist
In einem Gitarrenladen ist das eben nicht so
Stell dir vor du bist Verkäufer in einem Gitarrenladen
und da kommt so ein Typ, sagen wir ca. 25 Jahre alt mit schwarzer Lederjacke und kaputten Jeans
und will den Roadking anspielen. Kein Problem und du drückst ihm eine angeschlossene Gibson Les Paul in die Hand
30-40 Minuten zeigst du ihm Einstellungsmöglichkeiten, spielst ihm was vor,
plauderst ein wenig und hörst dir zwangsweise seine Licks an, weil du einfach da sein musst
Am Ende sagt er "Geiler Amp, aber ich bin mir nicht sicher. Der Preis...ich überleg es mir"
Wenn der Typ nicht wiederkommt, dann hat er es sich wohl anders überlegt (anderer Amp oder Gebrauchtmarkt)
Wenn der Typ jetzt ein viertes, fünftes und sechstes mal kommt mit immer anderen High-End-Wünschen
nichts kauft und dir jedes mal deine Zeit und Nerven raubt und dabei die Geräte verschleißt,
was würdest du dann denken?
Daraus lassen sich zwei Rückschlüsse ziehen
1. Musiker wissen Service nicht zu schätzen und beuten ihn deswegen rigoros aus
2. Musiker wissen Service zu schätzen und beuten ihn deswegen rigoros aus
Speziell im Musikgeschäft ist optimaler Service sehr schwierig zu bewerkstelligen
Das Maximum, was man erwarten kann sind nette kompetente Verkäufer und große Geräteauswahl