Ich habe nicht gesagt, dass man das Zeug aus den Niedriglohn-Ländern nicht kaufen soll. Ich habe gesagt, dass man sich nicht im gleichen Atemzug über entsprechende Missstände im eigenen Land aufregen darf.
Okay, das ist jetzt grauenhaft OT, aber erlaube mir noch eine Bemerkung dazu:
Wenn jemand eine Ware kauft, die er sich nur leisten kann, WEIL sie aus einem Billiglohnland kommt, so schädigt er die heimische Wirtschaft gar nicht. Null.
Könnte er ein "einheimisches" Produkt zum selben oder minimal höheren Preis kaufen, so würde er es garantiert tun. Diese Frage stellt sich aber nicht (mehr), weil die Gesetzmässigkeiten des Kapitalismus ganz einfach so funktionieren. Jeder Anbieter verkauft so teuer wie möglich und nur so billig wie nötig. Lange war man in Europa und besonders Deutschland der Meinung, man sei so dermassen brilliant, das einem keiner was anhaben könnte. Aus Arroganz wurde Ignoranz und nun steckt die Karre im Dreck.
Mit dem steigenden Ölpreis wird sich das vermutlich wieder etwas ändern, weil der Transport aus den "billigen" Ländern dadurch deutlich teurer wird und die Lohnkosten oft genug nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtpreises ausmachen.
Nochmal - niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er einen Yamaha-Bass kauft, weil er sich den Clover nicht leisten kann. Dadurch verkauft Clover nicht einen Bass weniger.
Viel dramatischer ist, dass ein Preisvorteil oft genug nicht an den Kunden weitergegeben wird (z.B. Dollar-Verfall, wo sind denn amerikanische Produkte billiger geworden?). Die Importeure stecken den Devisenvorteil in die eigene Tasche, das sind die eigentlichen Gauner!
So, nochmal sorry für OT an alle, ich halte jetzt wieder die Klappe, weil :rulez:
Gruss!