ultralight 1x12 box projekt

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WARUM:
ich muss mein en amp und meine gitarre mehrmals pro woche durch berlin transportieren,und zwar zu fuss und mit der bvg.dazu kommt,dass ich vor etwa 5 jahren einen unfall hate,bei dem mein linkes knie zerstört würde,weswegen schwere lasten generell schwierig sind.
trotzdem möchte ich nicht auf mein eigenes equipment verzichten oder preamps/modeller verwenden,hab ich alles schon probiert.
aktuell benutze ich einen fame gta15,den ich recht heftig modifiziert habe.mit dem sound bin ich sehr zufrieden.nur leider rasselt er ein wenig,hab schon alles probiert(neue röhren etc.)aber das is ne andere geschichte.

DAS ZIEL:
gta15 chassis ausbauen und in ein leichtgewichties topteil einbauen,dass in einen grossen rucksack passt,was an sich auch kein problem ist.
interessant wird es erst bei der box.
die erhältlichen boxen wiegen alle so zwischen 12 und 15 kilo,viel zu schwer.dann gibt es noch fender ultralight,kostet aber viel geld und wiegt immer noch 7 kilo.
im optimalfall will ich die 5 kilos knacken

IDEEN
speaker wird wohl ein jensen neo,der wiegt knapp 2 kilos,bleiben noch 3 für das gehäüse.
bisher hatte ich 2 ideen für eine konsequente leichtbauweise:
1.möglichst dünnes multiplex mit eventuellen verstrebungen umzu hohe eigenresonanzen zu vermeiden.was wäre da die untergrenze?sind 12 mm zu wenig,oder geht gar noch weniger?

2.eine art gitterkonstruktion mit innenverstrebungen.stellt euch pro seite einen ramen vor.
2 seiten des ramens werden mit streben verbunden,wir haben also eine art kleine leiter.dieser ramen wird mit dünnem (1-2 mm) sperrholz beplankt und erhält dadurch auch seine steifigkeit.diese platten werden wiederum auf den ramen des späteren gehäuses aufgebracht.in der theorie erhält die box ihre steifigkeit erst,wenn sie vollends zusammengebaut ist.die hohlräume in den wänden werden unter umständen mit dämmmaterial gefüllt,um eigenresonanzen zu vermeiden.

wie sind eure meinungen dazu?
andere ideen?
oder soll ich mir doch ne box kaufen und schleppen?
bin ich vielleicht doch verrückt??
lasst hören

hier sind konstruktive ideen gefragt,das hier ist kein thread um über diverse meinungen zu philosophieren
 
Eigenschaft
 
Hi,

schöne Sache, ich habe seit längerem ein ähnliches Projekt vor.

Multiplex ist wohl das geeignetste Material, da es relativ leicht ist. Bei einer Materialstärke von 12mm hast du aber schon einen recht massiven Klotz ;)

Ich habe eine leicht oversized 1x12er gebaut und die war schon recht ordentlich. Da kann ich mich auch mit meinen 90Kg drauf stellen (ohne Innenverstrebungen).
Ich würde da eher 9mm MPX nehmen und dann lediglich das Baffleboard aus 12mm starkem Material fertigen. Dann hast du eine ziemlich stabile innen liegende Stütze mit dem Baffleboard. Sollte die Boxgeschlossen sein, würde ich die rückseitige Abdeckung aus noch dünnerem Material machen. 5-6mm sollten reichen mit gescheiter Verschraubung, sodass da nicht wild schwingt.

So sollte sich gepaart mit nem Neodym-Speaker ein ziemliches Leichtgewicht ergeben :)
Sofern man dann keine 100Kg auf dem "Böxchen" parkt, ist das Stabilitätsmäßig auch kein Problem.

Grüße,
Schinkn
 
klingt plausibel.
bei ner fiktiven grösse von 40x40x25cm und 9 mm multiplex(6,1kg/m2) knapp 4 kg mit baffleboard und kleinteilen +2 kg speaker=6kg

thx
 
Nabend,

das Schraubenmaterial und Tolex sollte man im Gewicht nicht unterschätzen!
Solche Sachen wie Schutzecken aus Metall, legen dann auch nochmal gut was drauf in Sachen Gewicht.

Im übrigen halte ich 40x40x25 schon für recht üppig.
Ich würde zumindest in der Tiefe nicht über 20cm gehen.
Zum Einen wegen der Größe/Gewicht, zum Anderen weil Amps eig auch nicht tiefer sind als 20cm. Ein klassischer Marshall ist z.b. 17cm tief.

Grüße,
Schinkn
 
Moin, zur Stabilität möcht ich noch anmerken, dass ich mich (85kg) auch locker auf mein Cajon stellen kann mit geschätzter Wandstärke zwischen 3 und 6mm. Vor langer Zeit ist auch mal jemand (schwerer als ich) aus Versehen auf meiner Akustik Gitarre rumgetrampelt, sie hat geknackt, aber überlebt. Also wenn du da geschickt Streben rein machst, ist Stabilität kein Problem egal wie dünn die Wände sind.
Es gibt sogar noch leichtere Speaker z.B. Celestion Century 1,8kg. Würd mich freuen, wenn du weiter drüber berichtest, da mich sowas auch interessiert.


Gruss
 
alles was unnötig liel wiegt lass ich weg.ich werd wohl kein tolex raufziehen,sondern die box lackieren.ich weiss noch nicht ob ich metallecken benutzen werde,wahrscheinlich nicht.ausserdem will ixh möglichst viel kleben und wenig schrauben.wahrscheinlich werde ich nur das baffleboard schrauben und vielleicht ein paar sicherheitsschrauben an den leisten in den ecken.
denkt ihr ich würde auch ohne schrauben zurecht kommen,wenn nich alles klebe?
die klebestellen würden kleine löcher bekommen,damit der leim sich besser verzahnt
 
Hi,

grundsätzlich ist eine gute Leimstelle deutlich stabiler als eine Verschraubung!
Bei Wandstärken unter 9mm wirds eh schwierig zu verschrauben, weil du dann die Kanten nichtmehr rund fräsen kannst ohne die Schraubenköpfe zu rasieren, ziemlich cool wenn die Funken fliegen :D

Nuja, also ich würde leimen und Holzdübel verwenden, sofern du nicht richtige Zinken herstellen kannst.

Wegen den "Leisten"...
Möchtest du in jede Kante eine Leiste setzen?
Das habe ich schon öfter gesehen, halte ich aber für überflüssig. Macht nur unnötiges Gewicht.

Lackieren würde ich auch nicht. Meiner Meinung sieht eine lackierte Box bei weitem nicht so hübsch und wertig aus, wie eine mit Tolex bezogene.
Ausserdem kann das Tolex stöße besser ab.

Soll dein Konstrukt denn offen oder geschlossen sein?

Grüße,
Schinkn
 
ich weiss noch nicht ob offen oder geschlossen.
ich steh nich so auf tolex,deswegen lackieren.ich werd das nicht einfach schwarz ansprühen,sondern wollte was ausgefallenes machen.mein vater hat lange zeit antike möbel und bilderramen rastauriert und hat noch ne menge lack,beize,wachs usw rumstehen.das wird was dezentes aber ausgefallenes mit passendem top dazu.bin mir noch nich sicher
ich dachte schon an jede kante bei den leisten,vielleicht dreikantleisten,spart gewicht
greetz
 
Hi,

meiner Meinung brauchts die Leisten nicht. Stumpf geleimt hält absolut ausreichend.

Wenn du beizen möchtest, dann musst du schon fast ein anderes Holz nehmen als MPX, denn das wird nicht so toll werden.
Ist aber evt. ne Überlegung wert dasaus einem Hartholz zu machen. Da kann die Wandstärke noch geringer werden und es ist dennoch stabil.

Grüße,
Schinkn
 
hast du vorschläge für alternative hölzer??
 
Riegelahorn (heißt doch so auf deutsch oder?).
schau mal hier

edit: wie genial die ganzen teile doch aussehen
 
Buche ist sehr hart, das dürfte gehen, weiß aber nicht, wie schwer das ist, weshalb es ggf. nicht sonderlich zu empfehlen wäre.
Ich würde vielleicht eine dunkle, braune Beize nehmen, sieht gut aus. Aber Eckenschoner würde ich schon nehmen, aber aus Plastik. Die sind auch nicht so dick.

EDIT: Stimmt, Buche ist sehr schwer.
 
ich würde mir garnicht so ein tolles teil bauen wenn es ständig on tour ist
 
Ahorn und Buche würde ich definitv nicht nehmen, da das beides sehr schwere Hölzer sind.

Ich würde Fichte oder Esche nehmen und Open Back. Wobei wenn du sie bepinselst mit irgendeinem Zeug, dann eher Esche, sieht schöner aus, ist aber etwas schwerer.
 
Oder aber einfach Furnier aufkleben - gebeizt sieht das zumindest was aus....
 
Ein Furnier, bekommt man meiner Laienhaften Auffassung nicht um die Kanten geschlagen, sodass die Möglichkeit ausscheidet.

Hierzulande günstig zu erstehen sind Kirsche oder Nusshölzer. Die sind sehr hart und schwer, können aber durchaus mit entsprechend geringer Wandstärke verbaut werden, sodass sich das wieder aufhebt.

Grüße,
Schinkn
 
Ich würdeda auch empfehlen mal über einen Sackkarren nachzudenken.

Es gibt davon auch moderne ausführungen, also nicht an einen alten Sackkarren denken....

Da könnte man den Combo draufstellen und noch einen koffer mit den kleinteilen, ggf. sogar auch die gitarre mit drauf.

Da dann hinter sich hergezogen ist sicher recht einfach zu transportieren
 
Ich würdeda auch empfehlen mal über einen Sackkarren nachzudenken.

Es gibt davon auch moderne ausführungen, also nicht an einen alten Sackkarren denken....

Da könnte man den Combo draufstellen und noch einen koffer mit den kleinteilen, ggf. sogar auch die gitarre mit drauf.

Da dann hinter sich hergezogen ist sicher recht einfach zu transportieren

sowas hab ich in den letzten paar wochen benutzt,ich hab verschiedene moderne sackkarren,aber es hat sich nicht bewärt.
auf strecke is das ding von vorteil,aber sobald treppen,türen,busse,ubahnen usw ins spiel kommen macht die sackkarre alles nur noch schlimmer(versuch mal mit ner 20 kilo sackkarre in der einen hand und nem gigbag in der anderen eine tür am ender einer treppe zu öffnen)

stabilität und nutzwert stehen bei dem projekt definitiv an erster stelle,also werd ich wohl be multiplex bleiben.schönes hartholz is zwar optisch ganz nett,aber wenns schwerer wird(und riegelahorn is verdammt schwer) und womöglich unstabiler,dann hat keinen sinn.
.nOx hat eigentlich völlig recht,ich bau das ding ja,weil ich ständig unterwegs bin,da krigt es ne menge schläge und kratzer ab,also warum die mühe machen,wenn in einem halben jahr wieder alles im a... ist.ob die box jetzt jemand schön findet oder nicht is mir latte.
ich wollte sie nur nicht holzfarben lassen oder billig mit lack zukleistern.ich denke ne schöne beize und eine schutzschicht klarlack werden ausreichen um ikeaoptik und schmutz vorerst fern zu halten
 
Meine bescheidene Meinung dazu....

Sicherlich scheint es optisch besser zu sein, ein "Massivholz" zu verwenden. Dazu brauchst Du aber wirkliches Massivholz und kein Leimholz (versetzt aneinandergeleimte Klötze) aus dem Baumarkt. Diese Regalbretter lassen sich ohne weiteres mit der Hand in Einzelteile brechen (gerade Kiefer, Fichte und Buche). Massive Bohlen aus dem vollen Stamm hingegen kosten richtig Geld.

Weiterhin ist Massivholz sehr klimaanfällig und verzieht sich durch diese Einflüsse teilweise so drastisch, daß die Verleimung aufgibt. Gerade weiche Hölzer wie Kiefer und Fichte biegen sich da in sämtliche Himmelsrichtungen.

Daher Multiplex. Stabil, zäh, klimaunempfindlich.
Übrigens ist Multiplex keineswegs ein häßliches Holz. Natürlich sind die Schnittkanten, und damit die verschiedenen Lagen (9mm 7-fach verleimt) zu sehen. Aber je dunkler Du das Holz beizt oder lasierst, desto weniger ist das zu sehen. Auf die Ecken kommen eh Chromschutzecken, oder?
Bei meinem Amp ist es jedenfalls nicht zu sehen, wenn man e snicht weiß:
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Weiterhin möchtest Du größtmögliche Stabilität bei geringstem Gewicht.
Mein Leben würde ich diese 9mm Platten nicht stumpf verleimen! Das hält nicht von morgens bis Frühstück! Ohne das Baffleboard und die (hoffentlich geschraubte) Rückwand fällt die Kiste beim draufpupsen zusammen. Statik ist anders. Sorry, wenn ich hier die Party sprenge.

Ich habe jahrelang Automobil-Messebau gemacht und habe da schon schlimme Sachen gesehen (unter anderem ist da mal ein Podium zusammengebrochen, daß ähnlich simpel konstruiert war. Der Deutschlandchef von Honda sah ziemlich geschockt aus zwischen den Trümmern liegend. Oder der damalige BMW M5, der beim Befahren seines Austellungsstandes wieder schlagartig 40 cm tiefer stand. etc.)

Fehlende Kontaktfläche kann man nur kompensieren, indem man.....Kontaktfläche ergänzt:D.

Also, mein Ratschlag wäre:
Das Multiplex verzahnen/verzinken, was ungefähr +125% an Leimfläche hinzuaddiert (und übrigens äußerst professionell aussieht. Nicht umsonst werden hochwertige Combos/Boxen so gebaut).
In die Ecken würde ich ebenfalls Dreikanthölzer (20mm Kantenlänge, im Baumarkt sind diese meist aus dem Hartholz Buche. Funzt sehr gut) verleimen.
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Wenn das alles ordentlich gemacht wird, hast Du eine Box auf der Du einen Airbus 380 parken kannst.

Kleiner Tipp am Rande. Zum Verleimen bitte kein Ponal Express oder Pattex Fast oder wie die schnellabbindenden Leime alles heißen. Der additive Zusatz an Lösungsmitteln läßt manche Weichhölzer an den Leimflächen faserig werden weil der Leim nicht tief genug in das Material eindringen kann. Also auch Pappel und Birke (Multiplex).
Das macht sich dadurch bemerkbar, daß nach der Trocknungszeit und dem Entfernen der Schraubzwingen/Spanngurten die Bretter bei kleinster Belastung schlicht wieder auseinanderfallen.
Also ganz normalen Ponalleim, und die Welt ist wieder rund.


Greetz,


Oliver
 
vielen dank für die infos rockin daddy
stumpf wollte ich die teile eh nicht zusammenleimen,sondern mit dreikantleisten.
eine verzahnung ist ohne cnc fräse so eine sachen,da kann man sich leicht ins eigene fleisch schneiden...
deine box enstpricht im aufbau etwa dem was ich geplant hatte(sogar die farbe stimmt;-)
allerdings wird die etwas kleiner(gewicht).hast du da einen 12er oder 15er drinne?sieht gross aus.
weisst du was deine box leer wiegt??
ein vorbild für die grösse hätet ich schon:kennt jemand die alten roland cubes?ich meine diese orangen kisten,wo noch kein modeling drinne war.von der grösse her optimal,da wurde das gehäuse um den 12er speaker gebaut und ist nur ein kleines bischen grösser als der speaker selbst
 

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