[User-Thread] - Fretless Bass User

Fidel
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Hi,
ich spiele nun seit etwa 1 1/2 Monaten fretless Bass (einen Squier VM fretless Jazzbass) und vermisse ein wenig ein Fretless-Unterforum, deswegen wollte ich hiermit immerhin schonmal einen Userthread eröffnen, weil Fretless-Bässe es einfach verdient haben :p.
(Falls es schon einen gibt, war ich zu blöd ihn zu finden).

Wie in allen Userthreads könnt ihr hier Erfahrungen, Fragen usw. weiter posten oder über die Frage Fretlines oder nicht streiten - wie auch immer.

Mir persönlich gefällt mein Fretless Bass nämlich super, ich find den Klang solcher Instrumente einfach toll und spiel kaum noch meinen "normalen" Bass, seit ich angefixt wurde . Außerdem bin ich Jaco Fan und da führt einen ja am Fretless Bass über kurz oder lang kaum ein Weg vorbei.;)

Neben dem Klang schätze ich besonders die spielerischen Möglichkeiten, die man mit so einem Instrument hat: Vibratos wirken viel eindrucksvoller, Slides natürlich auch (besonders gut gefällt es mir mit Pitch-Harmonics zu sliden, was ja mit nem bundierten Bass gar nicht möglich ist). Außerdem kann man seinen Linien mit kleinen Slides sowas lebendiges geben... schwer zu beschreiben irgendwie...^^.
Auf jeden Fall will ich meinen Fretless Bass nicht mehr missen und werd auf jeden Fall dabeibleiben. Ganz umsteigen werde ich zwar nicht, weil ein Fretless-Bass für manche Anwendungen einfach nicht ganz so gut geeignet ist wie ein normaler, aber vielleicht wird er mein Hauptinstrument werden... :)

Ich hab zudem auch direkt ne Frage:
Welche Saiten benutzt ihr so? Ich hab die Werkssaiten meines Basses direkt durch D'Addario XL ersetzt, allerdings mit nem Medium Satz (.050-.105). Da dieses Fretless-Schnurren aber umso präsenter klingt, je dünner die Saite ist (auf E- und A-Saite hört mans eigentlich nicht), überlege ich, ob ein Satz mit dünneren Saiten nicht vielleicht besser wär... Was meint ihr?

Ich hoffe mal, dass ihr anderen Fretless-Spieler interessiert seid und eure persönlichen Erfahrungen mit eurem Fretless Bass hier schildert oder vielleicht auch mal Fotos von eurem Instrument postet.

Außerdem können ja Leute, die mit dem Gedanken spielen das Fretless-Bassen anzufangen, hier diesbezüglich Fragen stellen. Soviel schonmal vorweg: es lohnt sich auf jeden Fall!;)

Viele Grüße und (hoffentlich) viel Spass!
Fidel
 
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Heike
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Fretlines oder nicht streiten

Eigentlich kein Grund zu streiten. Alles schon gehabt, ohne, mit, und mit welchen, die man im Zweifelsfalle eh' nicht sehen kann, weil der Kontrast zum Griffbrett zu schwach ist :cool:

spiel kaum noch meinen "normalen" Bass, seit ich angefixt wurde

Das ging mir am Anfang auch so — und inzwischen wieder :) Außer zum Slappen. Ist nichtmal das schlechteste, um das routiniert auf die Reihe zu kriegen. Allerdings sollte man's mit "jämmerlichen" Clichés nicht übertreiben. Was am "Grätenfreien" anderes ist, ist in Synthi-Jargon v.a. das Attack und die Hüllkurve, und das macht's schon attraktiv genug :cool:

Außerdem bin ich Jaco Fan und da führt einen ja am Fretless Bass über kurz oder lang kaum ein Weg vorbei.;)

Man sollte aber nicht unterschätzen, daß der viel auch auf bundierten Bässen gespielt hat, auch wenn der Klang beider bei ihm nicht so weit auseinander lag. Aber bei sowas wie "River People" (von Mr Gone, 1978) ist Fretless irgendwie unnötige Mühe.

Ganz umsteigen werde ich zwar nicht, weil ein Fretless-Bass für manche Anwendungen einfach nicht ganz so gut geeignet ist wie ein normaler, aber vielleicht wird er mein Hauptinstrument werden... :)

Wiegesagt... Yup.

Welche Saiten benutzt ihr so?

Wenn schon Flatwounds, dann nicht die üblichen trägen Seile, sondern was feines wie Thomastik-Infeld Jazzbass Flatwounds (Review, Update) — wenn's zum entsprechenden Instrument paßt.

An Roundwounds gefallen mir vernickelte mit Rundkern wie DR Sunbeams sehr gut. Das funzt auf den meisten Instrumenten. Die von Status sind aber auch äußerst wohlklingend.

An Hexcore-Saiten haben mir so aus der Erinnerung SIT Rock Brights Nickel am besten zugesagt.

Vielleicht versuche ich als nächstes aber auch mal einen Satz Alembic CX-3/30LCB (.030 - .045 - .065 - .080 - .105 - .128).

Für Quintstimmung hab' ich derzeit D'Addario ProSteel (.030 - .050 - .080 - .125), aber wenn ich für dieselben Stärken DR Sunbeam Einzelsaiten kriegen kann, dann würde ich lieber dahin wechseln.

Ich hab die Werkssaiten meines Basses direkt durch D'Addario XL ersetzt, allerdings mit nem Medium Satz (.050-.105). Da dieses Fretless-Schnurren aber umso präsenter klingt, je dünner die Saite ist (auf E- und A-Saite hört mans eigentlich nicht), überlege ich, ob ein Satz mit dünneren Saiten nicht vielleicht besser wär... Was meint ihr?

Ja, D'Addario XL für Normalstimmung klingt in .045 - .100 sehr gut auf vielen Bundlosen.
 
Fidel
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Eigentlich kein Grund zu streiten. Alles schon gehabt, ohne, mit, und mit welchen, die man im Zweifelsfalle eh' nicht sehen kann, weil der Kontrast zum Griffbrett zu schwach ist :cool:

Ich meinte streiten im Sinne von: drüber diskutieren, ich persönlich spiel ja noch nicht lange und fands erstmal besser mit fretlines zu spielen, weils einfach schneller und intuitiver geht. Aber ohne siehts ehrlich gesagt ne Ecke cooler aus.

Man sollte aber nicht unterschätzen, daß der viel auch auf bundierten Bässen gespielt hat, auch wenn der Klang beider bei ihm nicht so weit auseinander lag. Aber bei sowas wie "River People" (von Mr Gone, 1978) ist Fretless irgendwie unnötige Mühe.

Das ist mir auch klar, ich selber spiel Portrait of Tracy trotzdem auf meinem Fretless, weils sich einfach besser anhört (ich hab sonst (noch) keinen Jazz-Bass), nur für den Schlussakkord musste ich mir ne passende Alternative einfallen lassen. Aber da ich den auf nem bundierten Bass auch kaum hinkrieg, wars eh nötig ;).


Wenn schon Flatwounds, dann nicht die üblichen trägen Seile, sondern was feines wie Thomastik-Infeld Jazzbass Flatwounds (Review, Update) — wenn's zum entsprechenden Instrument paßt.

Mmh, ma gucken ob ichs mal mit Flatwounds probiere, aber eigentlich bin ich eher Roundwoundler. Auch wenn ich das Griffbrett ab und zu polieren muss ;).

Was meinst du mit "jämmerlichen Clichés"? Vibrato, Slides & Co?
 
bassick
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...Was meinst du mit "jämmerlichen Clichés"? Vibrato, Slides & Co?
Meine Meinung: zuviel davon ist eher eine Persiflage auf Fretless. Zirkusvibrato, Posaunenslides à la Dixieland sind auf die Dauer nervend. Fretless ist durch seinen Ton (was Heike mit "Attack u. Hüllkurve" meint), nicht durch Effekte definiert. Eine gute Intonation macht hin- und herrutschende Vibratos überflüssig. In getragenen Passagen oder in Balladen ist ein leichtes Vibrato allerdings sehr schön und trägt auch zur guten Intonation vor allen in hohen Lagen bei.
 
Fidel
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In getragenen Passagen oder in Balladen ist ein leichtes Vibrato allerdings sehr schön und trägt auch zur guten Intonation vor allen in hohen Lagen bei.

Genau das meinte ich auch ;). In tiefen Lagen würd ich auch nicht unbedingt auf die Idee kommen, Vibratos zu machen, aber vor allem wenn man die Melodie spielt oder soliert... sehr schön :).

Edit: In tiefen Lagen machts aber bei längeren Tönen durchaus Sinn, mekr ich grad. Aber das gilt natürlich nicht nur für den Fretless-Bass sondern für die meisten Instrumente ;).
 
SpaRks22
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servus,
super idee fidel, so ein unterforum hat echt noch gefehlt ^^.
spiele seit 1 jahr einen warwick rockbass corvette fretless. P/L is bei dem garnicht mal so schlecht :D. spiele hauptsächlich (nicht erschrecken bitte:D) metal damit.

und letztens hat er mich echt umgehaun, hab mir an einem nachmittag mal gedacht... naja der fretless könnt wieder mal bischen pflege vertragen :rolleyes:
also:
saiten von der mechanik abgeschraubt (in der bridge gelassen) ... ein tuch genommen... cillit bang drauf getan (nein bin kein angestellter von dieser fírma :D)...2-3 mal mit dem zeug abgewischt... das griffbrett auch ein bischen mit einem mittel geputzt. und dann wars so weit
stimmen->spielen-> WOW o_O der unterschied war gigantisch... so gut hat er eig. noch nie geklungen :eek: nicht mal als ich die saiten ganz frisch draugetan hab.

sind übrigens D'Addario chromes die ich seit 1 jahr drauf habe :p
 
Fidel
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Hast du die Saiten mit Cilit Bang behandelt oder den Bass? Die Saiten, oder?

Wie gefallen dir die Chromes? Schnurren die schön?^^
 
Heike
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Die Saiten, oder?

Hoffen wir's mal :redface: Auf's Griffbrett sollte dann doch eher Zitronenöl, das schnell verdunstet. Gerade beim Fretless sollte das Micro-Geröll :eek: öfters mal abgeräumt werden, damit das nicht als ungewünschte Schmirgelpaste da herumschrappt.

Wie gefallen dir die Chromes?

Zu Metal könnte so 'ne kräftigere Saite, die doch 'n guten cut hat, sogar durchaus auch für meinen Geschmack sehr gut passen. Auch da würde ich erstmal den Fretless-Ton für sich selbst Sorge tragen lassen. Wobei die Rockbass-'vette eh' ein gelungenes konservativeres, Fender-ähnliches Design ist. Ich war eigentlich immer erstaunt, daß das gegen GItarren noch gut ankommt, ohne daß Gitarristen Sturm laufen, weil sie sich den Krieg erklärt fühlten. Das kann schon in entsprechenden Settings schön harmonieren. Problem ist allerdings, wenn man sich selbst mit einem Fretless nicht richtig hören kann, dann bewegt man sich mit der Intonation auf schmelzendem Eis :(
 
Moulin
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Das Einzige was ich noch zu dem Thema beitragen könnte habe ich gerade gestern verkauft:

f4t2p63n1.jpg
 
Fidel
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Hoffen wir's mal :redface: Auf's Griffbrett sollte dann doch eher Zitronenöl, das schnell verdunstet. Gerade beim Fretless sollte das Micro-Geröll :eek: öfters mal abgeräumt werden, damit das nicht als ungewünschte Schmirgelpaste da herumschrappt.

Naja, dass er sein Griffbrett auch damit behandelt, schrob er bereits...

Was das Griffbrett angeht bin ich ja eh etwas außen vor, da meins ja aus Plastik ist :D.
 
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Punka
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Ist das Ebonol wirklich nur Plastik? *g*

Spiele morgen mal im Store den FL von Squier an, beim ersten in die Hand nehmen habe ich das Board ohne Bünde geliebt. :)
 
Peter Venkman
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Ich finde auch das der frettles ein sehr edles gerät ist. Man hat das gefühl noch mehr mit dem Instrument zu verschmelzen. Aber trotz allem wird der FL für mich nie mehr als ein zweit instrument sein. Allein schon weil ich Rock spiele. Und wenn es nicht gerade balladen sind wüsste ich echt nicht wie ich den sound rechtfertigen soll ;)

LG
 
Fidel
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Ist das Ebonol wirklich nur Plastik? *g*

Spiele morgen mal im Store den FL von Squier an, beim ersten in die Hand nehmen habe ich das Board ohne Bünde geliebt. :)

Ebonol ist wirklich "nur" Plastik. Soweit ich weiß, ist es sozusagen "künstliches Ebenholz", mit fast den gleichen Eigenschaften, vor allem was die Härte des Materials angeht. Der Vorteil ist, dass es viel billiger ist, als echtes Ebenholz und das dafür keine Bäume gefällt werden müssen.

Der Nachteil ist, dass es sich natürlich nicht so gut anfühlt, wie echtes Holz. Auf das Gefühl kann ich aber verzichten :).
Ein weiterer Nachteil könnte folgendes sein: Wenn man Bendings macht, entstehen graue Spuren auf dem ansonsten schwarzen Griffbrett. Die sind zwar in den meisten Fällen nicht tief, d.h. auch mit dem Fingernagel kaum zu spüren, aber sie sehen nicht so toll aus. Kann sein, dass man die Spuren auf einem echten Ebenholz-Griffbrett nicht so gut sehen kann :confused:.

Man darf Ebonol wirklich nicht unterschätzen, Gary Willis spielt auch Ebonol-Griffbretter.
Und Jaco hatte ja auch ein Epoxid-ummanteltes Grifftbrett, ich könnte mir vorstellen, dass sich das ähnlich anfühlt wie Ebonol... hab ich aber noch nie gespielt.
 
Fidel
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Bendings auf dem Fretless? Würde ich nicht machen, dafür kannst du doch sliden...

Mmh, schonmal versucht ein e' auf einem Jazz-Bass zu erreichen? ;) Ok, Pitch Harmonic :(.

Aber ansonsten hast du Recht, ich bins nur eben noch vom normalen Bass gewöhnt, Bendings zu machen. Ich werds versuchen in den Griff zu kriegen, wobei es wie gesagt eigentlich nur ein kosmetisches Problem ist.
 
palmann
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Die Tage war es soweit, bei Aufnahmen einer meiner Bands kam die befürchtete Frage, ob ich noch einen Fretless besitze. :redface: Nun ja, klar, aber ich hab seit Jahren das Teil nicht mehr ernsthaft gespielt. Hat dann aber doch ganz gut mit der Intonation geklappt. Scheint mir ähnlich dem Radfahren, so ganz verlernt man es nicht. Mein Hohner B2Afl hat ja auch noch angedeutete Bundmarkierungen, dass hilft einem auf jedem Fall, wenn man nicht mehr ganz so sattelfest ist.

Auch wenn die Saiten ca. 15 Jahre alt sind :rolleyes: hat es übrigens dennoch recht annehmbar geklungen.

Fretless als Hauptbass käm bei mir auch nicht in Frage, aber Spass machen tut es schon...

Gruesse, Pablo
 
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hübsch gerät.
ich spiele n harley benton fretless mit fünf saiten und hab die gls black nylons drauf. sehr schöner sound.
 
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Dieser Dienst ist ja sowieso die Härte. Da kann man den (z.B. den Remington Steele) ausprobieren. Vielleicht mach ich das mal...
 
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oder in köln im musicstore den phantom metalguru. hängt da fröhlich vor sich rum.
 

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