palmann schrieb:
Zum Sample, klingt sehr gut. Was mich ein bisschen wundert, es klingt nach einem Zwischending aus mit Fingern und mit Plektrum gespielt. Was hast du denn da angestellt?
das sind meine finger. doch, erhlich!

es ist zum einen die anschlagstechnik, die ich aber nicht genau erklären kann. das ist rein intuitiv. du musst es dir bei gelegenheit einfach mal ansehen. außerdem ist es die hornhaut auf den fingerspitzen, in verbindung mit den fingernägeln, die den anschlag so hart machen. und dabei hab ich mich noch zurückgehalten. in der band lang ich meisten noch deutlich fester rein.
Driver 8 schrieb:
Es klingt so, als würdest Du relativ hart bei recht niedriger Saitenlage spielen, oder irre ich?
hart, ja, wie oben schon geschrieben. aber die saitenlage ist gar nicht so niedrig. 4 mm über dem 12. bund, das würde ich als "mittelhoch" einstufen.
ich schätze, meinen fingerstyle habe ich daher, dass ich in meiner ersten band (mitte/ende achtziger) lange zeit nur einen 45 watt 12" combo von carlsbro zur verfügung hatte und damit gegen gitarre und schlagzeug ankommen musste. ich hatte ständig das gefühl, lauter spielen zu müssen, und da der kleine amp nunmal nicht lauter konnte, hab ich halt instinktiv härter angeschlagen. plektrum war für mich nie eine option, weil der ton mit den fingern einfach viel fetter ist. außerdem haben meine beiden bass-helden, john deacon und john entwistle, auch (fast) nur mit den fingern gespielt.
wenn wir vor konzerten häufiger als einmal die woche geprobt haben, hatte ich meist eine mit blut gefüllte blase unter der hornhaut des rechten zeigefingers. die ging dann irgenwann auf, und das nackte fleisch kam zum vorschein, aber auch das hat mich nicht am bass spielen gehindert. das war manchmal schmerzhaft, aber heute profitiere ich davon. mein rechter zeigefinger ist eine waffe.
ich hatte aber schon viele jahre keine blutblase mehr am finger, weil ich inzwischen eine bessere anlage habe und meine kraft weiser einsetze.