Wenn du bei der Kamera den Ton extern einspeisen kannst (kann man von ausgehen), frag mal nach der Stereosumme bei den Kollegen
Klar, technisch wär das nicht das Problem, probelematisch ist da eher die Größe der Location. Da kommt extrem viel unverstärkt von der Bühne und auf dem Mix sind viel zu viel Vocals, Keyboards, etc. Auxwege wären zwar 24 vorhanden, aber ich möchte den FOH-Mann treffen, der mir einen extra Mix für die Kamera macht. Auf der anderen Seite, machen wir auch des öfteren, wenn von der Band gewünscht, einen Mehrspur-Mittschnit. (über MADI (ein Kabel) aus dem Digitalpult, bzw. dem Mixrack -> geil, wenn ich überleg, was wir mit dem alten Analogpult da für einen Kabelsalat hatten für theoretisch 48+24 Kanäle) Ich hoffe ja immernoch, dass es mal dazu kommt, dass der eine oder ander Song nachher abgemischt wird, den man dann mit dem Video synchen könnte.
Ok, kleiner Exkurs in die andere FOH-Ecke, zurück zum Licht. Ja, ich meinte den Strobe-Teil. Klar, wie das Publikum das ganze ganze interpretiert ist natürlich eh immer eine ganz andere Frage. Sehr gerne würde ich ein solches Konzert, mal durch die Augen eines Gastes sehen, der nichts mit Licht am Hut hat. Wir sind ja alle vorgeschädigt und achten übertrieben stark auf manche Dinge, während uns andere Dinge vielleicht zu trivial erscheinen, die für den Laien aber im Vordergrund stehen. Wichtig ist erster Linie erst mal, dass Band und Veranstalter happy sind. Oftmals vergisst man, für wen man da eigentlich arbeitet.
Der andere Punkt ist natürlich, die Länge das Konzert. Da sind rund 120min. Jeder Song sollte natürlich möglichst indiviuduell. Da wird ein zufälliger Spotcheck (in dem Fall wirlich zufällig, ich wusste weder, dass In the Air tonight mitgeschnitten wird, noch hab ich in irgendeiner Weise darum gebeten) natürlich übertrieben repräsentativ. Wir hatten's ja auf der letzten Seite schon mal zum Thema Zeit/Aufwand - gerade im Coverband-Sector. Und du hast natürlich Recht, auch wenn alles perfekt geplant ist, gibts im Nachhinein immer noch etwas, das nicht gefällt. Das ist ja auch gut so. Lieber 10-fach konstruktive Kritik, als Einfallslosigkeit. Und je kleiner das Rigg wird, desto mehr fallen die Fehler natürlich auf. Bei richtig größen Veranstaltungen (jetzt nicht unbedingt Tour, wo alles auf die Milisekunde abgestimmt ist) läuft sicherlich auch mal das eine oder andere schief. Aber, man denkt ja automatisch "da sitzten ja Profis, das ist bestimmt gewollt" und plötzlich gefällt auch das.
Liebe Grüße