genau, es wird in der Regel immer kopiert, was irgendwann, irgendwo in einem Studio aufgenommen wurde. ...
Wir sollten bremsen, sonst landen wir bei "Coverband und wenn ja, wie?" - da schreibe ich mich dann aber in Rage.
... Wie sich das live anhörte, ist eine ganz andere Geschichte. ...
Niemand bei klarem Verstand will live so klingen wie die Beatles in der Hollywood Bowl oder gar im Shea Stadium.
Da wir ja von E-Gitarre und entsprechenden Bands in diesem Zusammenhang reden, sei noch angemerkt, das die anderen Musiker auch einen gehörigen Anteil an der Musik haben, speziell die Rhythmussektion, die machen den Groove. Für den Zuhörer resultiert der Wiedererkennungswert, und entsprechendes Wohlgefühl, der alten Geschichten aber in der Hauptsache durch die Melodie, sprich, durch den/die Sänger****innen. Wir Gitarristen sollten uns da dann auch nicht so wichtig nehmen, und was wir benutzen interessiert ausser uns sonst niemanden, höchstens aus Höflichkeit. Da können wir mit abgeranzten Sachen auftauchen oder hochmodernem Zeug, wofür wir uns auch immer entscheiden, es dient nur unserem eigenem Wohlgefühl.
Ich denke auch, dass die 1:1-Original-Klangereignisse unerheblich sind (und sowieso meist nicht erreicht werden, wer singt schon wie McCartney oder spielt wirklich so wie Hendrix?).
Melodie, Harmonien und Text sind ja gegeben, damit sollten man nur granular herumbasteln.
Ansonsten sollte, wer covert, die "Seele des Songs" spielen, was auch immer das jeweils sein mag (ein bestimmtes Riff, ein bestimmter Groove, whatever).
Aber das ist ja das "was spielen".
Beim "worauf/womit spielen" denke ich:
Spielen sollte mensch das, was ihn oder sie sowie die restliche Band erfreut, anmacht, kickt, um genau die Mucke zu spielen, die gespielt werden soll.
Ich bin ein Glückspilz und brauche dazu keine sündhaft teure Vintage- oder Edelware.
Offtopic:
Für mich ist es so, dass verschiedene Instrumente mich verschieden spielen lassen.
Bis hin zu dem Effekt, dass es Sachen gibt, die ich auf bestimmten Instrumenten kaum hinkriege, obwohl sie "technisch gesehen viel besser" sind als das Instrument, auf dem ich Fragliches am besten spielen kann.
Ich hatte vorgestern mal wieder meine erste
E-Gitarre in der Hand - technisch ein wirklich übles Teil (Egmond Princess II, 60er Jahre Billig-Klampfe aus Holland).
Aber bestimmte Rockabilly/RocknRoll-Rythmussachen kann ich darauf besser spielen als auf jeder anderen Gitarre.
Vermutlich, weil ich den Scheiss genau darauf gelernt habe.
Dito kontrolliertes((!!) Feedback - mit der Egmond (Hollowbody-Gitarre) kriege ich das am besten hin.
Wohl auch, weil ich mir damit halbe Nachmittage vertrieben habe.
/Offtopic