Wann sollte man aus - der Band - aussteigen?

  • Ersteller Wüstenstaub
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Wird etwas gemacht (ein Vorhaben usw) bin ich der Jenige der sich Tage, Wochen, gar Monate vorher damit auseinander setzt, damit es funktioniert und wenig Zeit in anspruch nimmt!


Mich würde brennend interessieren was genau Du da monatelang ausgetüftelt hast.:gruebel:
 
Monatelang ist übertrieben, wobei es bei einem Song so lang gedauert hat! Aber ich beschäftige mich vorher damit, wie man am z.B. besten aufnimmt, abmischt (damit bin ich z.B. schon Jahre mit vertraut) oder sonst was macht...!

Zu dem Selbstkritischem:
Das bin ich sehr! Genau aus dem Grund mach ich mir vorher 1000 Gedanken um mögliche Fehler aus zu bügeln!
Es sind ja auch nicht soviele Punkte!
Es geht zum einem um die hoch stehende Box, zum anderen ums Abmischen selbst (unser Drummer meint das besser mit dubiosen Filtern hin zu bekommen, ein EQ brauch man garnicht beim Abmischen! Wen er abmischt klingts grauselig, knistert und der Gesang hat nen Hall wie der Pastor im Kölner Dom!). Gestern das Thema mit dem Aufnehmen (3 Songs, für jeden muss Bass und Gesang aufgenommen werden! Wenig Zeit, wir wollen alles an dem Abend einspielen! Dazu haben wir uns verabredet! Ich sag, lass erst den Gesang für alle 3 Songs aufnehmen dannach den Bass. Aus dem Grund weil die Sängerin sonst sagt "mir ist langweilig", sich 3 mal warm machen muss, und ich 3 mal alles neu auf-, abbauen, mikrofonieren und einstellen muss. (dazu hat sie am wenigsten Zeit und währe erst wieder in einer Woche im Proberaum und was im kasten ist, ist drin) Und das sind weisgott keine schweren Songs! Im enteffekt haben wir, weil wir es nach seiner Nase machen mussten nur 2 Songs Bass und 1 Song Gesang fertig bekommen, die Sängerin hat sich zu tode gelangweilt und der Bass musste sich ständig warm spielen!) und die Sache mit einem Song der erst gefiel und plötzlich alles doof war! Zu sagen das das doof klingt oder nicht gefällt ist eine Sache, aber keine Verbesserungsvorschläge zu bringen ne andere! Längere Geschichten alles.. nur als Beispiel)
 
Irgendwie liegt das Problem zwischen dir und diesem Kerl. Wenn du das Problem lösen willst dann musst du was an der Band ändern und wenn du das letzte Gründungsmietglied bist dann kam es ja davor auch schon Krawall oder so ähnlich. Wegen dem Post vor mir hast du zwar geschrieben "Zu dem Selbstkritischem" aber nanntest hauptsächlich wieder Schwächen deinen Bandmietgliedern. Entweder du gehst oder kickst den Kerl, der dich ständig nervt raus. Man kann ja auch noch eine Zwischenlösung finden.

Warum möchtest du lieber selber gehen bevor du Ihn einfach rausschmeißt?

Mfg
Finalstrike
 
Das ist ja eine Zumutung, dass Du mit ahnungslosen Versagern zusammen arbeiten musst! Es wird höchste Zeit, dass Konsequenzen gezogen werden!!!

Da Du der Erfahrenste von allen bist und alle Deine weisen Entscheidungen wohlüberlegt triffst, maße ich mir nicht an, Dir einen Ratschlag zu geben, sondern wünsche Dir einfach nur alles Gute für Dein Projekt!
 
Umbedingt helfen tut ihm der Kommentar auch nicht, selbst wenn du damit auf Gold gestoßen wärst :\

Also ich kann ihn schon verstehen... da zieht man eine Band auf, hat eine bestimmte Vision, steckt sein ganzes Herzblut hinein und dann kommt einem Personalwechsel jemand, der mit diesen Interessen in Konflikt steht. Und dass es genug Bandleute gibt, die einfach nur machen, was man ihnen sagt, ohne große Eigeninitiative, ist auch kein großes Geheimnis. Von daher wäre selbst unter Anbetracht dessen, dass möglicherweise wirklich ein Kommunikationsproblem besteht (was mMn auf jeden Fall gegeben ist, selbst schon durch das "quatsch nicht" von den anderen), die Situation mehr als nachvollziehbar. Ich auf jeden Fall kann es.

Und ich bleibe auch dabei, wenn der Typ echt son K*tzbrocken vorm Herrn ist, wie hier beschrieben, kann er ja für die Band nicht überlebenswichtig sein -> weg mit ihm.

Interessant zu wissen wäre natürlich, wie die Bandsituation vorher war, und ob der neue Bassist nur die aufgestauten Emotionen und Gedanken der anderen zur Entfaltung bringt... dann wäre es wirklich nicht seine Alleinschuld, sondern der Missmut der anderen wöge da schwerer als die Nörgelei eines einzelnen. Da stimmt dann auch die Prämisse nicht.
 
Das klingt ja alles fürchterlich. Wenn die anderen sagen "quatsch nicht", dann verstehen sie dich nicht oder du machst dir zu viel Gedanken. Ich kenne das Problem auch. Ich überlege mir gerade beim Aufnehmen immer vorher wie man das am besten macht. Die anderen verschwenden da so gut wie gar keine Gedanken dran. Allerdings lass ich mich dann trotzdem auf Diskussionen ein und erkläre es in aller Ruhe. Ich habe es selten gehabt, dass die anderen dann nicht einsichtig waren oder wirklich eine bessere Idee hatten. Wenn sie eine bessere Idee hatten, habe ich nie auch nur eine Sekunde gezögert, meinen Ansatz zu vergessen und mit genau so viel Elan den anderen Weg in die Tat umzusetzen. Außerdem bin ich dafür zum Beispiel musikalisch nicht so kreativ wie einer der anderen. Wir haben alle unsere klaren Rollen. Das klappt super. :)

Bei dir in der Band scheint ein hohes Maß an Trotz und "Genervtsein" vorhanden zu sein. Wenn es so weit ist, dann sind die Fronten verhärtet und eine Einigung nur schwer zu erzielen. Das Schlimme ist ja, dass es nichts bringen wird die Sache schleifen zu lassen (so nach dem Motto: die werden schon merken, dass sie mich brauchen). Sie werden es nicht merken. Menschen sind ganz häufig sehr dumm und sehr trotzig zu gleich. Dieser Typ ist von dir genervt. Entweder weil du so viel laberst und er sich nicht drauf einlässt und denkt es ist alles Unsinn oder weil du die Dinge komplizierter machst als sie sind. Was auch immer davon stimmt - ner Frau würde man Blumen mitbringen und wenn sie einen lieb hat, ist alles wieder ok :) das geht hier nicht. Wenn die Blumen nicht helfen, ist es eh vorbei. Bei dir ist es vorbei so wie sich das anhört. Jetzt ist es nur noch die Frage offen: wer geht? Er oder du? Ich sage dir lass dich nicht noch einmal unterbuttern, wirf ihn raus. Wenn du noch in der Position bist das tun zu können, tu es, wenn nicht, schmeißen sie dich raus und alles ist egal. Es geht da nicht mehr um Musik oder um die Band sondern um zwischenmenschliche Beziehungen. Die sind so wie es aussieht vergiftet. Also muss ein Schlussstrich gezogen werden. Er wird vielleicht nie wieder ein Wort mit dir reden. Aber das muss dir erstmal egal sein. Egal ob du der Schuldige bis oder er, einer muss nun gewinnen. Dich scheint das ja richtig zu belasten. Also los: Tu was! Wirf ihn raus! - um deiner Selbst willen!
 
...Auf dieses Fullstack ist aber unser Basser sowas von schlecht zu sprechen, und will immer das ich meine Box auf den Boden stelle, weil er sich angeblich nicht hört...! Völliger Blödsinn! Ich höhre in überall im Proberaum, genau wie jeder andere!
Wen er mit seiner popeligen 100 Euro Endstufe und 1x10 Box nicht gegen meine V30 ankommt ist das in erster linie nicht mein Problem (soweit isses schon gekommen das mir das egahl ist)...
Du wärst ein Grund eine Band zu verlassen.
 
Mag sein, dass da die Verhältnisse der Stacks nicht zueinanderpassen, aber wenn der Basser wirklich son Besteck auffährt ist das ja schon fast lächerlich.

Wäre (für uns Bassisten) interessant, was genau er da spielt, vielleicht ja son Mini-Rig of Doom, die in letzter Zeit groß im kommen sind? (extrem leistungsstarke Stacks im Miniformat)

Dass er sich nicht hört, kann ja noch andere Faktoren haben, als dass das Gitarrenstack "zu groß" ist - Raumakustik, Positionierung des Bassers zum Amp, etc. Wenn er dann noch einen Badewannensound fährt und das chronische "ich-hör-mich-nicht"-Syndrom hat (was eigentlich eher gitarristentypisch ist :gruebel:), dann liegts auf der Hand...

Wenn er sich partout kein größeres Stack leisten kann, sollte man ihm kollegialerweise schon entgegenkommen - aber wenn er der einzige ist, der der Meinung ist, er höre sich nicht, dann ist da doch was faul.

Naja, alles Rumphilosophiererei und Mutmaßungen aus der Ferne von meiner Seite aus :redface:
 
Mein Statement in Ausführlich:
Wenn man auf seine Mitmusiker nicht eingeht, ist man nicht bandtauglich. Wenn er meint "ich höre Instrument X überall deutlich", sich Musiker X aber selbst nicht ausreichend hört, dann hat man das zu respektieren. Klar will ein Gitarrist den Bass nicht so hören wie der Bassist selbst. Das ist wohl klar.

Die grundsätzliche Einstellung, nicht mal die Positionierung (=Stapel) seiner Boxen anpassen zu wollen, und mit einem offensichtlich völlig überdosierten Setup zu proben, rundet das Bild irgendwie ab.

Das der Bassist sich schon drum kümmern sollte, bandtaugliches Equipment an den Start zu bringen, ist ebenso klar. Wie gesagt: Wenn man auf seine Mitmusiker nicht eingeht, ist man nicht bandtauglich.
 

Rein von dem Was du geschrieben hast wirkst du ziemlich emotional und dominant...

du bist das letzte gründungs mitglied!
(ohne zu wissen warum die anderen gründungs mitglieder nicht mehr dabei sind, will ich nicht voreilig urteilen)

es gibt grundsätzlich immer leute die, die band antreiben...
die fragen sind hier... ist es gut das nur einer die band antreibt? kommen die anderen damit kla und sind sie damit zufrieden?
oder wäre es besser wenn alle antreiben? können damit alle zufrieden sein?

wenn du im grunde im recht bist und die anderen bandmitglieder dir in den rücken fallen, schreit das meiner meinung auch irgendwie nach protest... oder warum geben sie nicht dir recht?
-> wenn es nur an einem liegt... das frag sie einfach: er oder ich... klingt kitschig bringt die sache aber auf den punkt... wen sie dich nicht wollen, bist du auch nicht in der richtigen band...

du solltest dir auch die frage stellen ob du ein solokünstler sein willst (eventuell auch mit begleitung aber das du sagst wo es lang geht)
oder ob du wirklich ein "Teamspieler" bist.. die frage ob du leute findest die deinen anfoderungen entsprechen ist eine andere...


grüße
 
möchtest du in einer beziehung hören, dass dir diese frau/dieser mann lieber war als kein mann/keine frau?

natürlich will man das nicht hören, aber wenn man diese als mittel zum zweck nutz um sich selbst ein weniger mehr zu verwirklichen ist das zwar moralisch schlecht aber schon eine option... :gruebel:

im prinzip war da natürlich mehr... "als besser etwas als nichts" aber die ausführliche beschreibung hab ich mir gespart : )

aber ! gute Anmerkung!
 
Morgen,

Ich muss grad lachen, den Karacho versteh ich nur zu gut :)
Wir haben auch einen bassisten, der erstmal garkein Equipment hat und sich auch keines zulegen will. Bässe leiht er sich immer irgendwo, statt einem Bassamp spielte er eine Weile ueber ein Konstrukt aus Preamp eines kaputten Basscombos ueber eine PA Endstufe in eine von mir schnell zusammengeschusterte 2x12. Als ich die 12er selbst brauchte war er ziemlich angepisst, weil ihm der Sound ueber die PA nicht gefaellt. Was wieder nur daran liegt, dass er den EQ am Preamp voellig irrwitzig einstellt und man ihn wirklich nicht mehr hoert. Nur der Boden bebt bis zur 200m entfernten S-Bahn Station :)

Der Unterschied zu Karachos Story ist die, dass wir beide sowas mit Humor nehmen und uns gut leiden koennen. Drum kriegen wir sowas schnell in den Griff ohne zu streiten. Wie generell der Umgang miteinander der wichtigste Punkt ist. Mit einem Bassisten von dem wir uns nach ein paar Monaten getrennt haben, treffen wir uns privat heute noch. Weil wir das ganze damals entsprechend freundlich und respektvoll mit ihm kommuniziert haben.
Gleiches gilt in der Band beim Technischen. Da seh ich mich in der Rolle vom Karacho, da lass ich keinen ran, da greift mir keiner was an. Da ich das beruflich mache, kann ichs auch besser. Das läuft dann aber auch nicht unter dem Motto - ich Gott, du Wurm - ich seh mich mehr als Dienstleister an der eigenen Band. Diverse Wünsche und das "ich hör mich nicht" Problem werden da von mir möglichst im Sinne der Burschen erledigt. Und wenn doch mal einer die Grenzen der Physik sprengen will, dann sag ich nicht, "du bist ein Trottl", sondern, "das krieg ich nicht hin".

Ich bin uebrigens auch das letzte Gruendungsmitglied, das muss nichts heissen. Bei uns hat es der erste Saenger vorgezogen sich ganz dem heroin zu widmen, der erste Bassist hat ganz einfach keine Zeit mehr, der Drummer geht lieber Motorradfahren. Mit allen ausser dem Saenger treff ich mich heut noch regelmaessig bei nem Bier und auf diversen Parties.

Oder ums zusammenzufassen - wenn jemand scheisse baut, oder Blödsinn redet und man gerechtfertigte Kritik anbringen will, so braucht das Gegenueber immer ein gesichtswahrendes Ausstiegsszenario (nicht aus der band, sondern aus der Situation). Sonst gibts Stress und keiner wird nachgeben wollen. niemand spielt gern in einer Band, in der er das Gefuehl hat, eh bloss die geduldete Begleitung fuer nen Egomanen zu sein. Und selbst wenn man wie ich einer ist - muss man das halt ein bisschen "tarnen" :D
Oder einfach mal die Klappe halten. Ich dachte immer ausser mir macht keiner Songs. Und letztens hat unser Drummer stockbesoffen in der Probe unsern bisher wohl besten Song angeregt. Teamwork! Fuer mich ungewohnt, aber effektiv :)

cu
martin
 
Wenn du meinst, dass du aus irgendwelchen Gründen (Songs geschrieben und arrangiert, letztes Gründungsmitglied, bester Abmischer, Proberaumeigentümer, etc.) irgendwelche "Rechte" ableiten kannst, dann solltest du nicht in einer Band spielen, sondern ein Soloprojekt mit Begleitmusikern starten.

In unseren Gemeinde- und Netzwerkbands spiele ich mein Instrument und bringe mich ein, so gut ich kann. Das ist so, wie ich eine Band verstehe. Aber nebenbei spiele ich gelegentlich mit "meiner eigenen" Band, die eigentlich ein Soloprojekt mit Begleitmusikern ist. Selbstverständlich gehe ich mit denen so respektvoll, nett und rücksichtsvoll um wie ich kann, aber letztlich treffe ich die Entscheidungen, und das muss den Beteiligten klar sein - ist es auch, und da ich kein menschenfressender Diktator bin, können die damit ganz gut leben. Die machen ja auch noch andere musikalische Sachen neben "meiner" Band.

Peace and Love :)

Alex
 
Als ich meine Ex-Band (aus Frust ueber unzuverlaessigkeit, Arroganz und Ignoranz einiger Bandmitglieder) verlassen habe, fiel mir das auch nicht sehr leicht. Ein Freund, mit dem ich mich darueber damals unterhalten habe, sagte mir dann "Denk dran, dass Du Musik nur und in erster Linie fuer Dich machst. Wenn sie Dir nicht so viel Zurueckgibt, wie Du investierst und Du auch nicht glaubst, dass sich das in dieser Konstellation aendern kann, dann lass es sein".
Er hatte recht, ich hab damals hingeschmissen und bin jetzt sehr froh drum!

Ich kenne das sehr gut... Nur X-Riff's Unterteilung schön und gut. Ich habe die Erfahrung gemacht: Reden bringt nur etwas, wenn sonst alles passt

Damit meine ich, wenn ihr euch musikalisch versteht und ein gutes Fundament habt, ist Reden kein Thema. Wenn man allerdings immer wieder Probleme hat
und die Basis einfach nicht besonders gut ist, bringt es meistens nicht viel. Gerade die Leute die immerzu kritisieren tun meistens am wenigsten für die Band...

Ich habe aber die Erfahrung gemacht: Ignorant bleibt ignorant. Oft werden aus den Leuten die auf der Kippe stehen zeitweise "korrekte" Leute sprich sie kommen dann pünktlich und machen auch mal was, ein paar Monate später ist aber wieder alles beim alten. Das gleiche kannst du in einer Beziehung zwischen Mann und Frau sehen. Selbst da wo Paartherapeuten ansetzen... Man kann eine Beziehung NICHT schönreden und man kann soviel reden wie man will, wenn das Vertrauen im Arsch ist, kannst du es vergessen.

Und das ist auch gut so, nur so fidet man über die Zeit Leute, die es Wert sind die Zeit gemeinsam zu investieren :D
 
Hi Martin.

Ich hab mir ja lange überlegt ob ich zu deinem Beitrag meinen Senf dazu gebe....
Aber ich mein auch mal eine andere Sichtweise auf deine Erzählung zu legen.
Alles was ich schreibe gilt nur für mich und hat keine Allgemeingültigkeit...außer, dass sämltiche Verhaltensweisen/Umgangsweisen untereinander mit dem gesteckten Ziel der Band als Ganzes und der gesteckten Ziele der Einzelnen abhängig sind.

Morgen,

Ich muss grad lachen, den Karacho versteh ich nur zu gut :)
Wir haben auch einen bassisten, der erstmal garkein Equipment hat und sich auch keines zulegen will. Bässe leiht er sich immer irgendwo, statt einem Bassamp spielte er eine Weile ueber ein Konstrukt aus Preamp eines kaputten Basscombos ueber eine PA Endstufe in eine von mir schnell zusammengeschusterte 2x12. Als ich die 12er selbst brauchte war er ziemlich angepisst, weil ihm der Sound ueber die PA nicht gefaellt. Was wieder nur daran liegt, dass er den EQ am Preamp voellig irrwitzig einstellt und man ihn wirklich nicht mehr hoert. Nur der Boden bebt bis zur 200m entfernten S-Bahn Station :)

Der Unterschied zu Karachos Story ist die, dass wir beide sowas mit Humor nehmen und uns gut leiden koennen. Drum kriegen wir sowas schnell in den Griff ohne zu streiten. Wie generell der Umgang miteinander der wichtigste Punkt ist.

Spätestens als der Mensch wegen der Box angepisst gewesen ist wäre bei mir Schluss mit lustig gewesen!
Aber, der Volksmund sagt: "So wie man "sie" (i.d. R. die Kinder ;) ) zieht, so hat man sie später auch."


Gleiches gilt in der Band beim Technischen. Da seh ich mich in der Rolle vom Karacho, da lass ich keinen ran, da greift mir keiner was an. Da ich das beruflich mache, kann ichs auch besser.
Das läuft dann aber auch nicht unter dem Motto - ich Gott, du Wurm - ich seh mich mehr als Dienstleister an der eigenen Band. Diverse Wünsche und das "ich hör mich nicht" Problem werden da von mir möglichst im Sinne der Burschen erledigt. Und wenn doch mal einer die Grenzen der Physik sprengen will, dann sag ich nicht, "du bist ein Trottl", sondern, "das krieg ich nicht hin".

Richtig, hier muss man nur aufpassen dass man nicht vom "Dienstleister" zum DVD (Depp vom Dienst) mutiert. Das hat sich schnell weils für die anderen ja so schön bequem ist.

Ich bin uebrigens auch das letzte Gruendungsmitglied, das muss nichts heissen. Bei uns hat es der erste Saenger vorgezogen sich ganz dem heroin zu widmen, der erste Bassist hat ganz einfach keine Zeit mehr, der Drummer geht lieber Motorradfahren. Mit allen ausser dem Saenger treff ich mich heut noch regelmaessig bei nem Bier und auf diversen Parties.

Naja, aus dem lese ich jetzt einfach mal heraus das es bei euch grundsätzlich nur um den Spaß an der Freud geht. Von daher ist das ein oder andere eher nachzusehen.

Oder ums zusammenzufassen - wenn jemand scheisse baut, oder Blödsinn redet und man gerechtfertigte Kritik anbringen will, so braucht das Gegenueber immer ein gesichtswahrendes Ausstiegsszenario (nicht aus der band, sondern aus der Situation).

Kommt auf, ich sach einfach mal, die "Schwere der Schuld" an oder wie die Kritik, der geredetete Blödsinn vorgetragen wird :)

Wenn sich z.b. jemand andauern an anderer Leute Sachen bedient oder diese sogar beschädigt und vielleicht noch dabei ein dumm-dreistes Lächeln im Gesicht hat, oder Kritik mit den Worten " ey, du Ars..." usw. anfängt - gibt es bei mir kein gesichtwahrendes Ausstiegsszenario mehr...


....sonst gibts Stress und keiner wird nachgeben wollen. niemand spielt gern in einer Band, in der er das Gefuehl hat, eh bloss die geduldete Begleitung fuer nen Egomanen zu sein. Und selbst wenn man wie ich einer ist - muss man das halt ein bisschen "tarnen" :D
Oder einfach mal die Klappe halten.

Kommt auch wieder drauf an wo ich/man hin will und mit welchen Mitteln ich dies erreichen kann. Die "Verstelltaktik" geht aber nicht immer...irgendwann ist Schluss mit Lustig.

Ich dachte immer ausser mir macht keiner Songs. Und letztens hat unser Drummer stockbesoffen in der Probe unsern bisher wohl besten Song angeregt. Teamwork! Fuer mich ungewohnt, aber effektiv :)

Der Drummer hieß nicht zufällig Andy???
Bei unserem Ex-Drummer war das ähnlich. Er war auch wirklich gut.
Die ersten beiden Proben hat er aber schon gezeigt das er ganz alleine innerhalb von 2,5 Std. einen halben Kasten Bier trinken konnte und in der dritten, seiner letzten, zeigte er uns das er im Suff, auch wenn er nicht mehr richtig laufen geschweige denn sprechen konnte, noch halbwegs passabel die Drums bedienen konnte.
Im Hinblick auf anstehende Gigs, Stichwort Zuverlässigkeit bzw. der dann zu erwartenden "Dienstfähigkeit", war es seine letzte Probe.

So noch zum Abschluss, ohne dir ans Bein treten oder dich persönlich irgendwie angreifen zu wollen, mit vielen Smilies und einem Augenzwinkern.

Aus dem von dir geschriebenen kann man davon ausgehen das du ein absoluter Gutmensch bist, der sich nahtlos in die Riege der Stings und Bob Geldorfs einreihen kann und der alles für die Harmonie in einer Gruppierung tut.....trotz leichtem Egomanismus :);) Wer`s glaubt.....irgendwann kommt auch dein Teufel zum Vorschein :evil::eek::D

grüssle
Klaus
 
Aus dem von dir geschriebenen kann man davon ausgehen das du ein absoluter Gutmensch bist, der sich nahtlos in die Riege der Stings und Bob Geldorfs einreihen kann und der alles für die Harmonie in einer Gruppierung tut.....trotz leichtem Egomanismus :);) Wer`s glaubt.....irgendwann kommt auch dein Teufel zum Vorschein :evil::eek::D

grüssle
Klaus

Hallo,

Das triffts eigentlich garnicht. Ich bin keineswegs ein Gutmensch, eher ein berechnender Arsch.
Weil ich recht genau weiss, was ich tun muss um die Leut dazu zu bringen, das zu tun was ich will und dabei zu glauben es war ihre Idee :)
Das klappt nicht immer, aber weit oefter als eine direkte Konfrontation mit verhärteten Fronten.

Allerdings hast du recht - unsere band is ne Spassband mit gelegentlichen Gigs.

cu
martin
 
Hallo,

Das triffts eigentlich garnicht. Ich bin keineswegs ein Gutmensch, eher ein berechnender Arsch.
Weil ich recht genau weiss, was ich tun muss um die Leut dazu zu bringen, das zu tun was ich will und dabei zu glauben es war ihre Idee :)

cu
martin

wenn das deine mitmusiker lesen, bist du wahrscheinlich die längste zeit bandmitglied gewesen. :rolleyes:
 
Noe, die wissen das mit dem nötigen Augenzwinkern zu interpretieren.
Wie gesagt, haben wir einen ausgesprochen guten Draht und genaugenommen ist es nichts schlimmes, wenn man, ob nun aus innerer Ueberzeugung oder Berechnung, jemandem nicht gleich mit dem A... ins Gesicht faehrt, sondern ihn mit dem gebotenem Respekt behandelt. Und auch sich selbst mit einer gewissen Selbstironie darstellt.

Was anderes ist es bei richtigen Jobs. Da kann auch ich unwirsch werden wenn die Zeit knapp wird. Mach ich ne Veranstaltung und kuemmere mich auch ums technische, sagt mir der Drummer eh immer, dass er mich nicht mehr leiden kann :)

cu
martin
 
wenn du dich selbst als "berechnender arsch" bezeichnest und deinem mitmusikern etwas vormachst, damit sie sich so verhalten wie du das möchtest, hat das nichts mit respekt zu tun. es ist allerdings höchst verabscheuungswürdig.
 
Ich mach niemandem was vor. Ich beherzige nur ein paar Grundregeln der Kommunikation, das aber auch wenn ich eigentlich grad explodieren moechte.
Sowas lernt man aber eh schon in der Schule in solziales Lernen, der Rest ist einfach Selbstbeherrschung.

Ansonsten darf man meine Postings sowieso auch immer mit einem Augenzwinkern lesen und selbstironisch interpretieren (so man sich die Muehe machen möchte), das mag im Forum manchmal etwas grob rueberkommen, im real life klappts gut und hier is es ja eigentlich wurscht ;)

unser Drummer is eh auch hier, ich werd ihn heut bei der Probe auf den Thread ansetzen wennst willst.

cu
martin
 

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