Wirklich wissen kann man es nie, aber meine Erfahrung sagt, es ist eine Wahrnehmung, die man gerne der Gitarre zuordnen würde, wahrscheinlich ist es aber Gewöhnung und der eigene Entwicklungsprozess, der dafür sorgt, dass man mit der Zeit wohl besser klingt.
Mich hat mein halbes Leben die Gitarre begleitet, deren Kopfplatte auf meinem Profilbild zu sehen ist. Ich spiele sie heute praktisch nicht mehr und wenn ich sie mal in die Hand nehme, bin ich wenig beeindruckt.
Im Laufe der Zeit ist immer mal wieder ein neues Instrument bei mir dazu gekommen und wie das so ist, waren genau das zum dem Zeitpunkt immer meine Favoriten. Nach 1-2 Jahren wurden sie aber auch wieder abgelöst. Verkauft habe ich nichts.
Wenn ich jedoch eines der "alten" doch so heiß geliebten Modelle wieder zur Hand nehme, dauert es immer bis sich wieder entsprechende "Deja Vus" einstellen. Sprich, und das liest man ja sogar vom Einschwingen (und da wirds mit einer physikalischen Erklärung dann völlig gewagt...), eine vormals gut klingende Gitarre verliert diese Eigenschaft, wenn sie nicht gespielt wird (... Warum sollte sich nach einem Einschwingen, der ursprüngliche Zustand wieder einstellen, wenn ja keine Energie zugeführt wird?).
Da ist für mich die Theorie, dass man sich an ein Instrument gewöhnt und lernt es charaktergerecht zu bedienen und dann auch vermeintlich besser klingt (Sound kommt halt aus den Fingern), wesentlich schlüssiger.