Warum Silent Stage ?

  • Ersteller Ersteller Bowhunter
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  • #181
Falsch. Es ist genau, also wirklich GENAU umgekehrt.

ah ich hab Eingriffsmöglichkeiten auf Eingriff und damit Abweichung in den angestrebten Grundsound interpretiert und eigentlich ging’s um den Eingriff in den mix, also Instrumente platzieren. Da geh ich bei dir vollkommen mit.

War ein klassisches aneinander vorbei, sorry 😉
 
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  • #182
Es gibt schon krasse Statements hier auf den letzten 3 Seiten

Zb.
macht es dem Mischer so einfach wie möglich

Dosenmusik

selbstverliebte Musiker

haben nicht mal ihre Pegel im Griff

Bin etwas sprachlos, ist auch ok so.
 
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  • #183
Es gibt schon krasse Statements hier auf den letzten 3 Seiten
Naja ich finde es schon ok, mal die wohlwollende Interpretation:
Zb.
macht es dem Mischer so einfach wie möglich
Wenn alle, Musiker und Mischer, möchten dass für das Publikum ein gutes Ergebnis dabei herauskommt, dann ist das ein durchaus legitimer Ratschlag.
Es geht nicht darum dass der Mischer einen faulen Abend haben kann. Aber wenn man nicht weiß: wie schwierig ist der Saal? Wie kompetent ist der Mischer - natürlich gibt es auch da Unterschiede in den Fähigkeiten. Nehmen wir mal drei Fälle:
a) relativer Anfänger, kann aber die einfachen Probleme schon gut lösen
b) in seinen Fähigkeiten völlig im Durchschnitt, Peak der Gaußschen Kompetenz-Verteilung in seiner Branche ;-)
c) höchstkompetenter Mischer mit Talent und jahrelanger Erfahrung
Natürlich kann man sagen "unsere Musik verlangt das nunmal" und den Mischer vor eine Situation stellen in der sich b) schon richtig anstrengen muss aber ein gutes Ergebnis nicht garantiert ist. Bei c) kein Problem, bei a) ein potentielles Desaster.
Vielleicht hilft es den Gedanken von der Person zu lösen:
macht es dem MIX so einfach wie möglich gut und transparent zu sein ;-)
Wer noch nie über Alleinunterhalter mit MIDI-Keyboard gelästert hat werfe den ersten Stein ;-)
selbstverliebte Musiker
Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen. Ich denke wir kennen aber alle Musiker die hier gemeint sein könnten. Wenn Anspruch und Wirklichkeit stark auseinander fallen, wenn Musiker nur ihre Stimme/ihr Instrument sehen und die Anforderungen/Gegebenheiten der anderen Musiker und des Mischers nicht wahrnehmen - da ist das Adjektiv durchaus angemessen.
haben nicht mal ihre Pegel im Griff
Hier auch - Anspruch und Wirklichkeit. Wer vom Mischer Arbeiten auf Profi-Niveau erwartet der sollte sein Signal auch auf Profi-Niveau anbieten.
Wer sagt "ich vertraue Dir dass Du nach vorne raus den Sound so gut wie möglich hinbekommst, mach wie Du meinst" - der würde es dem Mischer (s.o.) auch so einfach wie möglich machen wenn er keine großen Pegelsprünge hätte, aber er geriert sich nicht als ob er alles besser wüsste was am Pult zu passieren hätte.
Bin etwas sprachlos, ist auch ok so.
Ist auf jeden Fall ok so - wir haben alle unsere Wahrnehmung, meine ist meine und in keinem Fall objektiv "richtiger" als Deine.
Wollte trotzdem nur mal eine Gegenrede halten dass man nicht jedes Wort in einem Forum auf die Goldwaage legen sollte.
 
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  • #184
selbstverliebte Musiker

haben nicht mal ihre Pegel im Griff
Ich habe beispielsweise schon oft erlebt, dass man auf Konzert ist und sobald ein Solo kommt wirst du im Publikum Taub und hörst absolut nichts anderes mehr, es sei denn der FOH regelt kontiunierlich nach
... bei Mehrkanal aufs FOH kann man hier recht einfach reagieren, bei Stereo halt nicht

und ich lese das so, dass das eher so gemeint ist und der Selbstverliebte Musiker ist der, der das einfach nicht einsieht und trotzdem eisern seine Stereosumme aufs FOH abgibt.
 
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  • #185
Schön gesagt.
Es ist auch nicht so, dass ich die Sprüche nicht verstehe. Ich weiß ganz genau was gemeint ist und ich ziehe mir den Schuh sogar oft auch an.
Trotzdem ploppen diese Worte als Widerspruch in mir auf.

Zb. haben nicht mal ihre Pegel im Griff.
Ich habe der Cellistin zb. empfohlen, ein Umschalter zu besorgen.
Keine Ahnung, 2 Presets an einem kleinen Mixer oder so, um die beiden Signale anzupassen.

Damit hätten wir den Pegel "im Griff" wie ja zurecht gefordert wird.
Andererseits geht das ja genau in diese Richtung, die ich anfangs geschildert habe. Der Musiker mixt selbst.
Dann wird aber beklagt, dass der Toni keine Eingriffsmöglichkeiten mehr hat.

Allein an dieser Kleinigkeit prallen Welten aufeinander.

Ich verstehe das man es dem Techniker so einfach wie möglich machen soll. Ich empfehle meinen Schülern bei der Ausstattung ihrer Instrumente auch so wie bei mir selbst auf stereo oder überhaupt 2 Kanal zu verzichten. Sie sollen selbst am Instrument mixen und ein XLR Kabel rüber reichen.
Keep it simple.

Monitor mache ich mir am liebsten selbst, das hieße für den Techniker auch, dass es einfach bleibt. Aber in der Praxis wird auch das nicht unbedingt gern gesehen. Wenn ich mich auf den fremden Monitor verlasse, klingt der aber immer anders - manchmal besser - oft aber auch schlechter als mein eigener.
Zudem bin ich so ein überaus gefürchteter dynamischer Spieler. Was passiert? Ich bekomme einen Compressor auch auf den Monitor.
Selbst wenn es nur vorn wäre, die Leute hören dann vielleicht Dinge, die ich selbst nicht höre auf der Bühne, oder ich gebe an bestimmten Stellen richtig Gas, und vorn oder sogar auf dem Monitor passiert nichts.

Das ist irgendwie auch schwierig für den Musiker.

Ich lese gerade

Ich habe beispielsweise schon oft erlebt, dass man auf Konzert ist und sobald ein Solo kommt wirst du im Publikum Taub und hörst absolut nichts anderes mehr, es sei denn der FOH regelt kontiunierlich nach

Vielleicht war es dann einfach nicht so laut gemeint und die Hälfte in der Summe hätte auch gereicht?
Oder der Solist rechnet einfach damit, dass der FOH das schon regelt.
Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass ein sorgfältig geprüfter Mix solche Schwächen aufweisen würde. Wenn doch, dann waren die Musiker Stümper.

Ich sehe schon, das führt alles zu nichts. Ich wollte eigentlich auch nichts mehr schreiben.
Alle haben irgendwie recht.
 
  • #186
Ich habe beispielsweise schon oft erlebt, dass man auf Konzert ist und sobald ein Solo kommt wirst du im Publikum Taub und hörst absolut nichts anderes mehr, es sei denn der FOH regelt kontiunierlich nach
... bei Mehrkanal aufs FOH kann man hier recht einfach reagieren, bei Stereo halt nicht

und ich lese das so, dass das eher so gemeint ist und der Selbstverliebte Musiker ist der, der das einfach nicht einsieht und trotzdem eisern seine Stereosumme aufs FOH abgibt.
Im Rock- und Metalbereich ist das meiner Erfahrung nach eher so:
Ich bin jeden Monat auf Konzerten – von kleinen Locations mit 100 Leuten bis hin zu Festivals – und meistens ist die Leadgitarre zu leise. Stattdessen knallen Bass und Drums alles zu. Das hat sich in den letzten Jahren leider stark eingebürgert.

und zwar völlig unabhängig ob Silent Stage oder nicht ,)
 
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  • #187
Moin,
bei meiner großen Kapelle soll ich mich beim Solo immer so laut machen, das bei mir in Summe nur noch Gitarre ankommt. Die restliche Band ist dann weg. Das ist auch doof und für mich eigentlich nicht mehr spielbar.
Liegt daran, es gibt keinen Monitor auf der Bühne, ich (und alle um mich herum) höre mich selbst über meine Gitarrenbox.
Aktuell mache ich einen Kompromiss mit etwas Erhöhung und vertraue dem Mischer, das er die Soli hochzieht.

Wenn das ausgeklügelte Mischerprogramm zur Kunst dazu gehört, kann man das machen. Das ist auch nichts Neues, das konnte ich in den 90er schon bei (Helmut) Hattler und Kraus bewundern, die hatten sogar noch eine Bandmaschine hinter der Bühne um Playback abzuspielen. Da kam nur die Summer nach vorne.
Klang aber gut, da gabs nix zu meckern. War aber wahrscheinlich aufwendig. Und auf einem Open Air.

Ciao
Monkey
 
  • #188
...dann waren die Musiker Stümper.....
ich mische ja auch meine bands.
bei 2 bands klappt das super, weil die musiker einsehen, sich der physik der akkustik unterzordnen und verstehen, was zusammenspiel heißt.
eine band hingegen, macht immer probleme. mittlerweile ist es mir egal, was dort die anderen machen.
aber bei besagter band, gibt es ein unverständnis in die grundlagen, was mikrofone, amps, lautsprecher, mischpulte alles machen.
dort wird einfach laut und leise nach gut dünken oder persönlichen vorlieben gemacht....mit der folge, wir hören dieses oder jenes nicht, und dann wird mir der vorwurf gemacht, daß ich das nicht kann und es bei professionellen auftritten viel besser klingt als im proberaum.
mag ja so sein, aber - wie gesagt - ich kümmere mich nicht mehr, soll jeder machen was er will.
 
  • #189
Stattdessen knallen Bass und Drums alles zu. Das hat sich in den letzten Jahren leider stark eingebürgert.
wir sind grob im gleichen genre unterwegs und ja, leider wird das häufiger, wobei ich dieses Jahr bei Konzerbesuchen den luxus hatte durch die Bank ausgewogene mixes zu hören, sogar bei experimentellen kram wie Dodheimsgard (März Braincrusher Festival)
 
  • #190
Im Rock- und Metalbereich ist das meiner Erfahrung nach eher so:
Ich bin jeden Monat auf Konzerten – von kleinen Locations mit 100 Leuten bis hin zu Festivals – und meistens ist die Leadgitarre zu leise. Stattdessen knallen Bass und Drums alles zu. Das hat sich in den letzten Jahren leider stark eingebürgert.

und zwar völlig unabhängig ob Silent Stage oder nicht ,)
Ganz schlimm, wenn Bass nicht als Instrument, sondern nur als Frequenz hörbar ist.
Ich kapier nicht, warum eine Gitarre, die in der Rockmusik doch einen Stellenwert hat, oft so untergeht, oder nur beiläufig hörbar ist. Das muss doch jedem Mischer auffallen. Und nein, das hat nichts mit einem überzogenen Ego zu tun.
 

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