was ist für euch "Feeling" ?

von ginod, 21.10.08.

Sponsored by
pedaltrain
  1. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    10.03.04
    Zuletzt hier:
    6.08.19
    Beiträge:
    1.655
    Ort:
    Osnabrück
    Kekse:
    6.852
    Erstellt: 21.10.08   #1
    Hey,

    Wollte gerne mal fragen, was eigentlich für euch "Feeling" ist??

    Also ich habe gemerkt, dass viele Leute unter Feeling ein langsames melodiöses Gitarrensolo verstehen.

    Eigentlich sehe ich das nicht so. Für mich ist eigentlich Feeling eine Sache des Rhytmus. Das heisst die Betonungen und den Rhythmus den man in sein Spiel legt. Man sagt ja auch "Shuffle Feeling" "Swing Feeling" . Also z.B. triolische Rhytmen.

    Für mich ist Feeling also mehr, wie man Akzente man in sein Gitarrenspiel setzt und wie viel Rhythmus man im Blut hat.

    DEshalb kann man auch meiner EMinung nach viel Feeling bei einem Lied reinstecken, was super schnell ist. Meistens kommen dann so Kommentare wie "nur schnell, viel zu wenig Feeling".

    Was ist für euch persönlich Feeling?
     
  2. MagetaTheLion

    MagetaTheLion Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.07.08
    Zuletzt hier:
    22.09.20
    Beiträge:
    185
    Ort:
    -
    Kekse:
    1.053
    Erstellt: 21.10.08   #2
  3. Flame-Blade

    Flame-Blade Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.06
    Zuletzt hier:
    5.12.19
    Beiträge:
    1.560
    Ort:
    Hannover
    Kekse:
    5.180
    Erstellt: 21.10.08   #3
  4. *Nirvana*

    *Nirvana* Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.01.07
    Beiträge:
    351
    Kekse:
    190
    Erstellt: 21.10.08   #4
  5. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.07.06
    Beiträge:
    11.679
    Ort:
    Benztown-area
    Kekse:
    20.658
    Erstellt: 21.10.08   #5
    Wie man durch die Gitarre "spricht".
     
  6. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.06.07
    Zuletzt hier:
    27.09.20
    Beiträge:
    3.375
    Ort:
    Leipzig!
    Kekse:
    35.159
    Erstellt: 21.10.08   #6
    Mal wieder ein Thread, der sich zu abonieren lohnt! :great:

    Ich finde "Feeling" is so ein großer Mythos und gleichzeitig auch irgendwie ein Zauberwort. Relativ schwierig zu definieren.

    Für den einen ist es die Ausrede für alle seine Verspieler und sein abgrundtief grausames Spiel und bei dem andern Macht es den Unterschied vom Gitarristen zum Gitarrengott aus.

    Man könnte auch meinen: Hör dir eine Guitar Pro Datei an und danach das Original ... das Feeling macht den kolossalen Unterschied :great:

    Meine beiden Favoriten dazu:
    http://de.youtube.com/watch?v=3W6hBI1SAL4

    http://de.youtube.com/watch?v=89yw7wqoaio

    Edit: Jau! Gary Moore ist da auch so ein Kandidat! :great:
     
  7. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    31.08.03
    Zuletzt hier:
    4.09.20
    Beiträge:
    10.924
    Ort:
    Hamburg
    Kekse:
    14.097
    Erstellt: 22.10.08   #7
    Für mich ist Feeling das, was die Musik übermittelt. Wenn ich ein schönes, langsames Gitarrensolo höre, kann es ein tolles Feeling übermitteln, wenn es in meinem Kopf irgendwelche Assoziationen, Bilder und Gefühle auslöst. Ein schnelles Gitarrensolo kann genau so viel Feeling besitzen, dann meistens aber ein anderes. Man kann (um mal in diesem schnell=kein feeling gleichnis zu bleiben) sowohl beim langsamen als auch beim schnellen solieren das Feeling verhunzen - und zwar dann, wenn der Hörer zwar Töne hört, aber nichts damit verbinden kann.
     
  8. Flame-Blade

    Flame-Blade Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.09.06
    Zuletzt hier:
    5.12.19
    Beiträge:
    1.560
    Ort:
    Hannover
    Kekse:
    5.180
    Erstellt: 22.10.08   #8
    Für mich bedeutet Feeling auch nicht zwangsläufig langsam zu spielen...jeder Stil hat sein Ziel ein Gefühl hervorzurufen und es muss ja nicht immer der traurige Blues sein.

    Einer meiner Lieblingsgitarristen die Geschwindigkeit und Feeling für mich verschmelzen lassen ist Guthrie Govan.Man merkt wie er mit den Tönen arbeitet

    http://www.youtube.com/watch?v=bUZK9dasP8s
     
  9. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    22.01.06
    Zuletzt hier:
    1.10.20
    Beiträge:
    7.749
    Ort:
    Speyer
    Kekse:
    54.440
    Erstellt: 22.10.08   #9
    "Feeling" ist das, was man nicht beschreiben kann, sondern nur fühlen.
    Ich finde eine Beschreibung für "Feeling" so schwer, wie eine Beschreibung nach dem Prinzip:
    - Beschreibe "süß"
    - Beschreibe "Schmerz" (ohne Synonyme zu verwenden)
    - Beschreibe "grün"
    Jemand, der keine Ahnung davon hat, wird es sich nicht vorstellen können. Letzter Punkt - beschreibe "grün" jemandem, der blind ist von Geburt an, dazu keine Erfahrungen hat. Das kann man nicht erklären. Auch jemandem, der sehen kann, kann man es nur durch Beispiele (wie hier die Videos) und Synonyme beschreiben (z.B. "Schmerz ist das, wenn es weh tut). Man muss es erfahren haben. Ebenso kann man wohl auch sagen, dass "Feeling" auch auf Erfahrungen beruht, man kann es ebensoschlecht erklären.
     
  10. el_hombre

    el_hombre Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.03.07
    Zuletzt hier:
    23.03.18
    Beiträge:
    522
    Ort:
    Berlin
    Kekse:
    1.593
    Erstellt: 22.10.08   #10
    Genau. Ich hab kurz überlegt und mich gefragt ob sich irgendwelche Hardstyle/Gabba/Schranz oder sonstwas Anhänger ähnliche Fragen stellen. :D
    Ich glaube, dass das Feeling das ist, was die Musik ausmacht und welche Gefühle sie in einem auslöst. Musik ohne Feeling würde sich niemand anhören. Sie würde nichts aussagen und somit überflüssig sein. Auch wenn man sich Gabba reinzieht macht man das weil es gewisse Gefühle in dem Hörer auslöst, eben das Feeling (ob das jetzt ein schönes oder schlechtes Feeling ist bleibt mal außen vor :rolleyes:).

    Also gibt es in jedem Stil und in jeder Geschwindigkeit ein gewisses Feeling in der Musik. Vielleicht gibt es auch Musik ohne Feeling, aber die würde wohl niemand freiwillig hören. ;)

    mfg hombre
     
  11. musix

    musix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.03.05
    Zuletzt hier:
    8.12.13
    Beiträge:
    299
    Ort:
    Germany
    Kekse:
    647
    Erstellt: 22.10.08   #11
  12. frankNfurter

    frankNfurter Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.06.06
    Zuletzt hier:
    8.01.10
    Beiträge:
    432
    Kekse:
    1.919
    Erstellt: 22.10.08   #12
    ich denke, musikalisches "feeling" - oder der eindruck davon - entsteht durch gekonnten, wohldosierten einsatz von ungenauigkeiten in der musikalischen darbietung: ein stellenweise minimal verschlepptes tempo ("vor-" bzw. "hinter dem beat"), auf der gitarre ein minimal zu hohes oder zu tiefes bending, ein bißchen gefühlvolle "schmiererei" mit dem takt und der intonation.

    ein beispiel: wenn man 'ne musiksoftware mit noten füttert (ich denke da gerade an was romantisches wie z.b. die "mondscheinsonate" von beethoven), dann nudelt die das beim abspielen einfach so runter - metrisch perfekt und total öde. wenn man einen guten musiker mit denselben noten füttert, dann wird der gezielt kleine ungenauigkeiten in sein spiel legen, einige stellen stärker betonen als andere, das tempo ein bißchen variieren - so daß es keinesfalls übertrieben wirkt, sondern so gerade eben spürbar ist - und auf die hörer vom emotionalen ausdruck her authentisch wirkt.

    sowas nennt man dann wohl "feeling".

    ;^)
     
  13. hyperthreader

    hyperthreader Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.02.07
    Zuletzt hier:
    23.03.15
    Beiträge:
    409
    Kekse:
    304
    Erstellt: 22.10.08   #13
    das november rain solo.

    Das is für mich der Inbegriff von feeling und hat mich zum gitarrspielen gebracht - ja ich kann sagen es war dieses solo:-)

    Ich finde es ist das einzige Instrument mit dem man arbeiten kann wie mit einer stimme mit all seinen facetten - und das alles ohne echte worte. und wenn man dann gefangen ist vom gesang einer gitarre und siemit einem redet - das ist feeling.
     
  14. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.06.07
    Zuletzt hier:
    27.09.20
    Beiträge:
    3.375
    Ort:
    Leipzig!
    Kekse:
    35.159
    Erstellt: 22.10.08   #14
    Sorry, ich will keine Diskussion vom Zaun brechen, aber meinst du nicht, dass man mit einem Sax oder mit einer Geige nicht mindestens genau so hervoragend arbeiten kann? Ich zumindest schmelze bei einem gefühlvollen Saxophonspiel regelrecht dahin! Vielleicht sogar noch eher, als bei manch einem Gitarrensolo ;)
     
  15. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.511
    Kekse:
    56.344
    Erstellt: 22.10.08   #15
    Feeling - wie man es immer definieren mag - hat immer mit dem Musiker zu tun und lässt sich deshalb nicht auf bestimmte Instrumente reduzieren.

    Um noch meine Definitionen anzufügen:

    1. Feeling ist der Ausdruck, den man jenseits der Noten mit seinem Spiel zu erzeugen vermag.

    2. Man kann Feeling für bestimmte Musik haben und für andere nicht. Z.B. wäre ich als Metal-Gitarrist eine ziemliche Pfeife. Ich habe viel Feeling - aber eben nicht speziell für diese Ausdrucksform sondern für andere Bereiche. Auch diverse Versuche von Klassik-Sängern im Jazzbereich sind trotz hoher technischer Qualität schon hoffnungslos baden gegangen - und umgekehrt auch.
     
  16. Crossfader_90

    Crossfader_90 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.04.08
    Zuletzt hier:
    16.10.15
    Beiträge:
    229
    Ort:
    Tirol
    Kekse:
    2.224
    Erstellt: 22.10.08   #16
    Ob Feeling oder nicht, dieses Wort wird viel zu häufig gebraucht :rolleyes:
    Jeder 2te der halbwegs Gitarre spielt kommt irgendwann mit nem Spruch wie "der ist zwar technisch gut hat aber kein Feeling" - also ist sein Können umsonst? :rolleyes:
    Für mich ist das meistens nur neid auf die Fähigkeiten des jeweiligen Gitarristen.

    Is doch egal, ob schnell oder langsam, ob traurig oder fröhlich, ob schmalziger Blues oder knallender sixties Pop. Wenn die Musik mitreißt und für etwas steht dann is da Feeling.
    Und wenn jetzt jemand "Are you dead yet" hinnagelt und es wie aus der Pistole geschossen klingt, dann ist das aber halt auch das Feeling von diesem Song.
    Niemand nimmt dich ernst wenn du so richtig böse auf 190bpm die 32tel Noten dahinshredderst und auf einmal ein langsames gefühlvolles bluesiges Break bringst (ganz krass überspitzt und umgekehrt genau so ;))

    Für mich ist es einfach... hmm... Ja die Authenzität.
    Und deswegen haben sogar Powerchord 8telnde Punk Spieler in meinen Augen Feeling ;) :D

    So und jetzt kann mich die selbsternannte alles wissende "Feeling Polizei" gerne einsperren ;)

    Die in hier enthaltene Meinung ist extrem subjektiv und soll höchstens zum Nachdenken anregen und soll niemanden missionieren.
     
  17. ginod

    ginod Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    10.03.04
    Zuletzt hier:
    6.08.19
    Beiträge:
    1.655
    Ort:
    Osnabrück
    Kekse:
    6.852
    Erstellt: 22.10.08   #17
    Ja so ähnlich sehe ich das auch.

    Feeling wird halt auch oft mit Balladen oder langsamen Blues in Verbindung gebracht. Natürlich kann da Feeling auftauchen. Aber gerade diese Begründung " schnell= kein Feeling von "Technikneidern" hört man so oft. Dadurch entsteht der Eindruck Feeling sei nur bei langsamen Stücken möglich, dabei ist Geschwindigkeit kein Minus für Feeling, wenn man es eben mit dem songdienlichen Feeling spielt. ^^ ...
     
  18. frankNfurter

    frankNfurter Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.06.06
    Zuletzt hier:
    8.01.10
    Beiträge:
    432
    Kekse:
    1.919
    Erstellt: 22.10.08   #18
    junger mann, sie wurden beobachtet beim begehen der ordnungswidrigkeit „erregung öffentlichen feelings“ in tateinheit mit humor und überhöhter geschwindigkeit von 190 bpm. sind sie mit einer verwarnung in höhe von einem „no feelings“ (sex pistols, 1976) einverstanden?

    jaja, genauso soll das ja auch sein. ;^)
     
  19. Beatler90

    Beatler90 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.07.07
    Zuletzt hier:
    16.08.20
    Beiträge:
    2.848
    Ort:
    Nähe Heilbronn
    Kekse:
    25.413
    Erstellt: 23.10.08   #19
    Rory Gallagher.

    MfG
     
  20. manulo

    manulo Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.11.05
    Zuletzt hier:
    9.04.14
    Beiträge:
    152
    Ort:
    Bayern
    Kekse:
    180
    Erstellt: 23.10.08   #20
    Für mich ist das "richtige Feeling" beim Spielen einfach da,
    wenn ich merke das ich den Song bzw das was ich grad im
    Moment spiele auch richtig fühle. Das gleiche gilt natürlich auch
    für andere Gitarristen, wenn ich merke, dass der Gitarrist oder
    Musiker das was er gerade spielt auch richtig fühlt und lebt, spreche
    ich von (GEILEM) Feeling :D
     
Die Seite wird geladen...

mapping