Meine Eltern haben im wesentlichen Klassik gehört, ich glaub vornehmlich wg. des intelektuellen Anspruchs. Dann gab´s noch eine Cassette von Richard Clayderman. Die fand ich ganz gut, daher habe ich dann in der Musikschule gesagt ich will Klavier spielen als ich gefragt wurde. Ohne wirklich schnall zu haben.
Als ich dann ca. 9 war sind nebenan neue Nachbarn eingezogen, die waren schon ein bissi älter und da lief dann Kiss, ACDC. Von Kiss war ich dann erstmal hin und weg, logisch. Kiss war natürlich das gefundene Fressen, alles schlecht, schrott und vor allem böse. Das wurde dann bei jeder Gelegenheit rausgelassen. Vor allem wenn ich mal wieder was "angestellt" habe oder in der Schule mal ne Arbeit daneben ging, war die Begründung leicht gefunden. Aber sie haben es mich hören lassen, konnten ja eh nichts dagegen machen.
Jetzt kann ich es aus der anderen Perspektive beobachten. Meine Tochter ist 8 Jahre und hört auch gerne Musik, singt viel. Ich lasse oft die Dinge laufen, die ich früher schon gehört habe und heute auch immer noch wieder höre (Aerosmith, Guns n Roses, Queen, ACDC, Elton John, Rod Stewart, Dire Straits, Mike Oldfield, U2 ...). Irgendwie scheint sie einen Zugang dazu zu haben. Vieles trällert sie einfach nach. Hab hier neulich mal das Video von "I want to break free" vorgespielt.
Der Song gefällt ihr aber ich glaube sie war noch mehr vom Filmchen begeistert, das da gezeigt wurde. Sie will jetzt immer, daß ich ihr das Video mit dem Mann der da in Frauenkleidern rumrennt anstelle. Hat sie noch nicht gewusst, daß es sowas auch gibt.
Egal auf jeden Fall finde ich es toll, daß sie einen Zugang zur Musik bekommt, die mir auch wirklich was bedeutet hat ohne sie da jetzt in eine Richtung zu zwängen. Und wenn´s ihr gefällt, um so besser.