Wie komponieren Profis?

von creaa, 19.07.08.

  1. creaa

    creaa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #1
    Hallo,

    hab mal ne Frage an die professionellen Komponisten, undzwar wie macht ihr aus euren Ideen digitale Töne... oder besser ausgedrückt, was für Software nutzen die Profis???

    Stimmt es, dass z. B. orchestrale Film/Game-Musik außer Solo-Gesang vollständig mit VSTi / FX ... erzeugt wird?

    Welche Notationsprogramme werden verwendet und spielt man alles mit dem Keyboard ein?

    Ich möchte mich selbst auf dem Gebiet Komposition weiterentwickeln und würde deshalb zu gern wissen, wie die großen Komponisten arbeiten...

    Bin gespannt auf eure Antworten :)
     
  2. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #2
    Vornehmlich ihr Gehirn, das besser ist als alle Software dieser Welt.

    Nein. Es gibt jede Menge anderer Software. "Richtige" Filmmusik spielt ein Orchester ein.

    Meist Notenblatt und Bleistift. Das Keyboard wird zwar oft benutzt, es gibt aber auch andere Instrumente, die Midi-fähig sind.

    Da solltest du einige Instrumente lernen. Das Beherrschen des Klavieres ist Grundvorraussetzung. Zudem sind weitreichende Kenntnisse in der Instrumentenkunde, Harmonielehre, Tonsatz, Orchestrierung, Dirigieren usw. bis hin zu Tontechnik bzw. Aufnahmeverfahren notwendig.
    Du hast also noch einige Arbeit vor dir...;)
     
  3. creaa

    creaa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #3
    Danke für den Einblick :)
    Sieht ganz danach aus, als müsste ich mal Musik studieren.....
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 19.07.08   #4
    Das kommt darauf an, welche ansprüche du an dich stellst. Da gab es einen kauzigen schauspieler, Ralph Arthur Roberts, der in launiger runde etwas zusammenreimte und vor sich hinsummte, was ein anwesender musiker gleich zu papier brachte: das lied fehlte als stimmungsmacher auf keiner tanzveranstaltung, zierte alle GEMA-listen und brachte eine menge geld ein. So gesehen, war R-A-R ein überaus erfolgreicher komponist.
    Das gegenteil war Franz Schubert: er hörte nie seine größeren werke, tingelte im schatten eines sängers mit seinen liedern durch die provinz, und als Liszt und Schumann ihn bekannt machten, war er längst tot.
    Bach ließ einige seiner (1 000) werke auf eigene kosten drucken, eine reinschrift verstaubte ungesehen und ungespielt in Brandenburg, und hundert jahre nach seinem tod erinnerte man sich an ihn.
    Und - - - keiner der drei hatte musik studiert!
     
  5. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #5
    Nicht an einer Hochschule... studiert haben sie schon alle - im stillen Kämmerlein...
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 20.07.08   #6
    Das handwerkliche lernten sie in der familiären praxis, als sängerknaben oder in privatunterricht.
    Warum die zahl bahnbrechender komponisten mit der einrichtung und wachsenden zahl von hochschulen abnimmt, mag reiner zufall sein.

    Allen würde/gern-möchte/gern-komponisten empfehle ich "Dr.Faustus", das pathologische des schreibens kannte Thomas Mann aus eigener erfahrung, der leser erfährt etwas über die des komponierens.
    Komponisten sind/waren selten fröhliche, aufgeschlossene, gesellige, gesunde menschen, vorbildliche ehemänner und väter. Wie in theaterkreisen gilt, "stinknormal" zu sein, nicht als empfehlung.
     
  7. marktheshark

    marktheshark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.08   #7
    im Profibereich dienen Softwareinstrumente wie zb die Vienna Symphonic Library oft zur Erstellung von Mockups den richtigen Soundtrack spielt ein Orchester ein. Bei TV und Game kann es aus Budget gründen oft beim virtuellen Orchester bleiben.
    Gemacht wird das nicht mit einem Notationsprogramm sondern mit nem Sequencer wie Cubase, Logic oder ProTools.

    Werden Noten für Musiker benötigt werden die in Notationsprogrammen wie Finale oder Sibelius erzeugt (entweder vom Komponisten oder von Notensetzern bzw Kopisten).

    Gruss Mark
     
  8. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.08   #8
    Spassvogel Marcel Reich-Ranicki würde das eventuell so beschreiben:

    Die heute von den Medien wie Kino, Fernsehen, TV-Spots und Seifen-Opern etc., verbreitete Musik besteht aus Klischees welche bei jedem erdenklichen grossen Komponisten der Vergangenheit abgekupfert wurde. Die musikalische Qualität und Intelligenz dieser gebastelten pseudomusikalischen Falsifikate, Sound Logos, Idents and Movie Soundtracks stimmt im generellen mit der inhaltlichen Qualität, dem Storyboard und mit der Bildqualität der Videos überein welche auf den Arbeitlosen-Kanälen läuft.

    Es gibt wahrscheinlich schon eine ganze Schicht von degenerierten Wohlstandsbürgern in der westlichen Welt, welche glauben, dass diese aufblasbare Musik (inflatable music) welche vielfach mit Mitteln der Synthese fabriziert werden, die einzig wahre Musik sind.

    Aber auch im akustischen Bereich gibt es Fans und Sammler welche allen Ernstes behaupten, dass John Williams, der Underscorer von "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" der grösste lebende klassische Komponist ist - an zweiter Stelle der ewigen Kitsch Hitparade käme dann theoretisch Richard Wagner, wenn ihn noch jemand kennen würde. Wenn das so weiter geht haben wir bald in Hildesheim ein zweites Bayreuth für Williams, wo dann Harry Potter und Star Wars als Oper inszeniert wird. Die Bayreuther Festspiele werden bald schliessen müssen, respektive muss an Andrew Lloyd Webber verkauft werden, wo dann Musicals und alte Aufzeichnungen vom kürzlich verstorbenen, und besten klassischen Pianisten des 20. Jahrhunderts, Liberace, abgespielt werden für Ticketpreise um die zweihundert Euro.

    Ausserdem hat das IRCAM Paris soeben eine Solo Instruments Sound Library veröffentlicht:

    http://www.univers-sons.com/player/player.php?id=3734

    welche die Avantgarde-Artikulationen der fünfziger und sechzicher Jahre beinhaltet. Es ist also nur noch eine Frage von Tagen bis der deutsche Fernsehkrimi, und CSI Hildesheim irgendwie nach Krzysztof Penderecki, Karlheinz oder György Ligeti tönt.

    Ich hab da noch eine Frage - findet ihr auch alle das das Musical ABBA besser ist als die Originaltruppe aus Schweden?

    .
     
  9. Real-JJCale

    Real-JJCale Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.08   #9
    ein Profi wird dir hier kaum seine Tricks verraten...:rolleyes:

    Nein

    Nein

    die sind leider alle schon tot...

    RJJC

    edit: oops,
    sorry für das Ausgraben dieses toten threads... (Fragesteller seit 13.08.08 nicht mehr aktiv...)
     
  10. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #10
    Keine Tricks

    Ja

    Ja

    Ich leb noch
     
  11. meister hubert

    meister hubert Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #11
    naja so alt ist der ja nicht.
    und jetzt meinen senf dazu.

    computer benutzt man normalerweise, um erstmal eine version (zB wie genannt mit Vienna oder east west) zu zaubern und zu schauen wies klingt und dem regisseur das zu präsentieren. billig filmproduktionen und vor allem games benutzen dann meist den müll - gute regisseuren bezahlen lieber nochmal extra für ein richtiges orchester.
    ein keyboard brauch man nicht zum einspielen und manche sachen kannst du auch gar nicht einspielen, aber es ist, vor allem mit dem mood-wheel ziemlich hilfreich.
    ls sequenzer kannst du eigentlich vieles benutzen. protools, nuendo, whatever.
    kommt am ende aufs können an und nicht auf den teuren müll, der zu hause oder im studio steht...
     
  12. Arky

    Arky Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #12
    Also die Sample-Qualität ist mittlerweile absolut topp. Es handelt sich ja auch um echte Aufnahmen mit "gescheiten" Mikros und mehreren Dynamikabstufungen usw. Die klingen sowas von lecker, jedenfalls was ich so gehört habe. Warum werden die einfach pauschal als "Müll" abgestuft? Mein lieber Mann, Ihr habt aber ein verdammt hohes Niveau. Ich habe ja nix dagegen, aber so schlecht sind meine Ohren auch wieder nicht. Warum sollte sich ein Studio die ganzen DVD-Packages für mehrere k€ kaufen, wenn es sich nur um "teuren Müll" handelt?

    Ich habe größten Respekt vor dem Wissen der Forumsmitglieder, aber diese relativ geschlossene (abwertende) Meinung überrascht mich schon ;-)
     
  13. meister hubert

    meister hubert Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #13
    weil ich diesen müll teils besitzte.
    die sample qualität ist natürlich top, sonst würd mans ja auch nicht kaufen und 90% der forenmitglieder träumt warscheinlich von dem sound (würd ich mal annehmen)
    aber mit einem richtigen orchester ist das nicht zu vergleichen. es ist halt ein funktionierender ersatz, der ganz hilfreich ist.
    und wenn man einige tage investiert, um auch noch das letzte aus den bibliotheken zu kitzeln, kommt man echtem sound auch schon sehr nahe. es gibt aber einen unterschied von tragender bedeutung.
    musizieren ist kommunikation auf mikroebene. außerdem ist musik für mich "Liebe" und "gefühl". emotionen... miteinander...
    ich glaube nicht das oma und opa vor der glotze den unterschied hören, aber er ist da. ich fühle ihn einfach und ihr solltest das als musiker eigentlich auch. Und dieser für manche menschen gar nicht emrkliche unterschied ist so unglaublich gewaltig... da hauts mich voll aus den socken:rolleyes:

    eine sache muss ich noch erwähnen: wenn ich nix zu tun habe, liebe ich den EAST WAST kram! es kommt einfach geil einen chor lobeshymnen über sich selbst singen zu lassen und nen orchester drunter zu packen. oder den chor unanständige sachen singen zu lassen ODER eine meiner lieblingssachen: totalabscheuliche musik mit richtig viel expression damit kreieren. durch den guten sound klingt das alles immer ziemlich professionell... und wenn man sowas dann anderen leuten zeigt assoziieren die dann damit gute musik und finden grausigen müll dann plötzlich gut: "hey das is voll jazzig mit nem geilen groove. da hattest du ja echt nen talentierten drummer" ... :great::eek:
     
  14. Arky

    Arky Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #14
    Danke für Deine Antwort. Ich gehöre jedenfalls zur "Träumer-Fraktion" und wäre mit der Kragenweite EAST WEST & Co. absolut bedient - lebenslang, egal was da noch kommen sollte.

    Die Idee mit den "unanständigen Sachen" im Chor-Format hat wirklich was... ;-)
     
  15. meister hubert

    meister hubert Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #15
    du - das mit lebenslang east west schreib dir mal gleich wieder ab. ich bin nicht der einzige der das gedacht hat - und irgendwann ganz hart auf dem boden der tatsachen landete, aber voll mit der fresse zuerst :rolleyes: und zwar auf granit (hrhr, bluuuuuut;))
     
  16. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #16
    Ich empfinde die ganze Angelegenheit in etwa so; desto höher die Qualität der sample libraries, desto höher der Frust das es immer noch nicht wie ein Orchester tönt. Aber trotzdem kauft man sich die ganzen sound libraies. Der Euphoriker glaubt natürlich nur zu gerne, dass er mit sound libraries die Mittel besitzt sich ein Orchester zu sparen, ja sogar mit ihnen konkurrieren kann.

    Es ist unmöglich als einzelner Mensch mit Hilfe eines Maschinenparks die kombinierte Intelligenz von hundert Menschen eines Orchesters zu erreichen. Ausserdem kommt noch einiges dazu, zum Beispiel der natürliche Hall eines Konzertsaals, oder die Reveberation einer sound stage. Der künstliche Hall ist nichts anderes als eine Simulation die irgendwie eine entfernte Ähnlichkeit hat mit den natürlichen Begebenheiten. Der Mensch der hört wie die natürliche Sache tönt, zum Beispiel der Unterschied der Empfindungen wenn man vor einem Cellisten steht, und die Scheusslichkeit eines Cello sample, für den sind sound libraries nur eine Simulation, aber trotzdem kauft man sich das ganze Zeugs und den Processingkrempel.

    All das heisst aber nicht, dass wir die ganze Technologie nicht gebrauchen, sondern sogar täglich einsetzen.


    sound stage

    [​IMG]
    [​IMG]


    processing

    [​IMG]
    [​IMG]


    [​IMG]
    hagenwil
     
  17. Arky

    Arky Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #17
    Hagenwil,
    sag mal (ich wage kaum zu fragen), ist das etwa... DEIN Studio?? Falls ja - boah!! Ich habe im Homestudio mittlerweile um die 80HE zusammengekauft, bin aber kein Profi, und in den nächsten Tagen trudelt eine minimal gebrauchte InnerTUBE Atomic Squeezebox Dual ein, aber mit dem obigen Niveau kann ich ansonsten geschätzt zu 1% mithalten ;-) OK, vielleicht zu 5%, wenn's hochkommt. Immerhin, wenn ich bedenke, dass ich bis vor ca. 8 Jahren noch ein "Nur-(Hobby-)Gitarrist" war.

    Masterlink, Furman und Apogee steht bei mir auch, aber nicht doppelt und dreifach...

    EDIT
    @ Hagenwil: *sprachlos, staun, sabber* [Wer braucht 25 Mega-Racks...]
     
  18. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 06.11.08   #18
    Eine widersinnige situation: komponisten heute geben sich große mühe, dass ein orchester nicht wie ein traditionelles orchester klingt, sie suchen nach neuen "klangräumen". Und wer mit virtuellen klängen arbeitet, verzweifelt daran, dass es nicht wie ein traditionelles orchester klingt.
    Es gibt einige beispiele von gelungener synthese, etwa, wenn in Paul Dessaus "Lucullus" das trautonium mit seinem synthetischen klang dazwischenfährt und den hörer überrascht.

    Mir scheint, es mangelt an ideen, nicht an klängen, und die reizüberflutung tut ein übriges. Ich warte darauf, dass auch die tagesnachrichten musikalisch untermalt werden, wie es jetzt bei allen möglichen dokumentarsendungen der fall ist, sodass man das gesprochene wort kaum versteht.
     
  19. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #19
    Günter, Du hörst nur die "falschen" Radio-Sender, Nachrichten mit Hintergrundmusik gibt es schon, aber wohl nur bei Sendern, bei denen eh kein Mensch auf die Musik/Moderation/Nachrichten hört - und hier wird der Schritt nicht mehr all zu groß sein, während laut gespielter Musik irgendwo im Hintergrund alibimäßig ein paar Nachrichten zu verlesen...??!

    Hat den großen Vorteil, man kann sich den Lautstärkeregler für die Musik sparen.
     
  20. Hagenwil

    Hagenwil Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #20
    Ich wage es kaum Dir zu antworten...

    Das sind zwei verschiedene Studios. Die oberen zwei Bilder sind im Angel Studio, Studio-1 in London.
    http://www.angelstudios.co.uk/
    gemacht anlässlich einer Aufnahme im Herbst letzen Jahres mit den LSO Streichern; wem die Angel Studios gehört weiss ich nicht. Was du dort siehst ist ein improvisiertes "Decca-Tree spaced microphone array", weil sie da keinen richtigen Decca-Tree Ständer hatten.


    Die unteren drei Bilder, das ist bei uns im "West Viking Studio". Übrigens, von den zwei abgebildeten mannshohen Racks, nicht erschrecken, gibt es 25 Stück, die der Engineer schon mal mitnimmt wenn er irgendwo anders als zu Hause arbeitet. Der Besitzer ist der MixMasterDeLuxe (links), ich bin nur der rucksacklose komponist/arrangeur/produzent (rechts):


    [​IMG]

    links und rechts vertauscht:

    [​IMG]
     
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