Wie soll der Akkord heißen?

Papsi
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Hallo,

Akkord.gif


ein Bitte an die Profis: Wie "taufen" wird den Akkord im zweiten Takt, wenn möglich ohne zu viele Zahlen ? GuitarPro 6 zeigt zwar einen
ziemlich schrägen Namen an, aber vielleicht geht es auch einfacher.
Bin übrigens der "Urheber", also kein Problem mit GEMA.

Danke schon mal und Grüße ...

PS: Zum schnellen Notieren einer Melodie benutze ich meist GP 6, aus reiner Gewohnheit. Das Eb würde ziemlich "im Keller" landen.
Deshalb hab ich es einfach mal drüber geschrieben.
 
Eigenschaft
 
Würde sagen Eb7dim., und würde es nach Em auflösen statt nach C.

LG - Thomas
 
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Hallo Thomas,

danke ! Dass es ein verminderter Akkord ist, war mir auch klar. Ich konnte nur das H nicht einordnen.
Das ist wohl so eine Art Vorhalt, oder wie man das nennt.
Der Wechsel nach C gefällt mir besser. Nach Em klingt für mich etwas zu "klassisch".
 
Ich denke, die Auflösung nach C ist schon gut - ich hab's mal schnell ausgesetzt (für Klavier):

20151211-p.PapsisMelodie.png

https://soundcloud.com/h-m-m-ller/20151211-ppapsismelodie

Das f# und das eb sind ja eigentlich nur Wechselnoten in einem C-Dur-Dreiklang, der durch den ganzen zweiten Takt bis in den dritten Takt reicht.

Nach diesem Hören ist das nur ein "variierter C-Dur-Akkord", ich würde ihn
  • C-5°+7 (c-moll-Akkord mit verminderter Quint und großer Sept)
  • oder gleich nur C-5° (die Durchgangsnoten in der Melodie sind nicht relevant für die Harmoniebezeichnung)
  • oder in anderer Notation CmMaj7b5
taufen. In allen Fällen kann man natürlich noch /Eb dahinterschreiben, wenn einem die Melodieführung im Bass auch noch wichtig ist (was sie m.E. ist) - nur muss man das dann auch bei den umliegenden Akkorden tun, damit die e->eb->e-Wechselnoten korrekt gespielt wird.

H.M.
 
Hallo H.M.

ebenfalls danke. Deine Umschreibung z.B. C-5°+7 u.ä. ist mir zu umständlich. Warum ? Wenn ich das heute spiele, brauche ich
sowieso keine Akkordbezeichnung. Um es nach Wochen wieder mal ohne große Überlegung spielen zu können, heißt der
Akkord für mich Eb°, auch wenn die Bezeichnung nicht ganz stimmt. Zum Spielen reicht mir ein Leadsheet, den Rest spiele ich
frei Schnauze ohne mich an irgendwelche Regeln zu halten. Ich spiele seit ca. 65 Jahren. Da sammelt sich so manches an.
Das mit den Durchgangsnoten habe ich inzwischen auch kapiert.
 
... C-5°+7 u.ä. ist mir zu umständlich ...
Mir auch :) - zum Spielen. Aber Du hast nicht erwähnt, ob Du eine Akkordbezeichnung zum Spielen oder zur Analyse brauchst - daher meine Ergänzung. Außerdem ist es ganz gut, sich zu überlegen, was so ein Akkord im Ablauf tut, also ein wenig Funktionsanalyse zu betreiben, und nicht nur einfach "Akkorde mit Zahlen malen".

Nebenbei: @turkos Auflösung nach Em erzeugt eine schöne lange, in Vierteln fortschreitende Quintfallkette: B (als Teil dieses C... oder D#°... oder ...-Akkords) - Em - Am - Dm - G - C. Mit einem "Organistenschwanz" ... - F - C hätte man dann 6 Fälle! :)

H.M.
 
OK, wenn man den besagten Akkord als B (=H) ansieht, er hat ja einiges damit gemeinsam,
dann gibt es den von dir beschriebenen Quintfall.
Warum in C-Dur ein H7 vorkommen kann, weiß ich aber immer noch nicht.

Übrigens spiele ich gern mit "C - H7 - B - A - D9 - G7 -C" drauf los und da fällt auch
ein Teil davon die Quint-Treppe runter. Vorsicht Stufe !

Ich weiß, dass man einiges mit Tritonussubstitution erklären kann. Also keine weitere
Erklärung in der Richtung nötig.
DANKE
 
Hallo Thomas,

du enttäuscht mich ein wenig. Ich hätte dazu eine Ladung Theorie erwartet.
( Nicht erst gemeint ! )

Da ich gerne zur Entspannung (brauche ich als Pensionist eigentlich gar nicht) drauf los
klimpere, kommen mir manchmal Akkorde unter die Finger, die scheinbar gar nicht
passen, die in dem Zusammenhang aber ganz gut klingen.

Ich schwanke so zwischen "Harmonielehre, nein danke !" und "Ich will es doch wissen."
 
Gerade von MIR wirst Du in der Regel enttäuscht werden, wenn Du Dir eine Ladung Theorie erwartest ...

Gerade deswegen will mir ja auch nicht in den Sinn kommen, wie man auf die Idee kommen kann, daß ein H7-Akkord nichts in einem Stück in C-Dur zu suchen hätte. Dieser Gedanke hätte doch nur dann einigermaßen Berechtigung, wenn man davon ausginge, daß Musik ganz streng diatonisch zu sein hätte, also nur mit Tönen auskommen müßte/sollte, die aus der Grundtonart des Stückes stammen.

Aber ... welches Musikstück tut das schon ... ?

LG - Thomas
 
Wie wäre es mit einem verkürtzem D7 mit Sextvorhalt, danach das g wäre die Dominate und das c danach die Tonika. Somit hätten wir einfach eine Doppeldominate.
Also meine Akkordverbindung ab Takt 2:
C D7 G C
 
Der Akkord ist: H7b9 (gebrochen). Der Akkord steht auf doppeldom. Stufe, wird aber direkt in die Tonika aufgelöst. Er könnte gegen Ab7 ausgetauscht werden - der würde dann typisch nach C/5, also den Quartsextakkord , oder aber nach Gsus4 fortgesetzt werden, seit der Romantik auch direkt zum Akkord G. C/5 ist diatonisch schon die Tonika - deshalb kann man sich den Zwischenschritt über eine Dominante auch sparen. Nur kommt hier die Dominante noch hinterher (über zwei Quintfälle angesteuert und das streckt den Schluss) und dann nochmals die Tonika : Ganzschluss. Also ganz klassisch. Was soll da "verboten" sein?
Warum soll ein Ton Eb "erlaubt" sein, ein Akkord H7 aber nicht? Diatonisch sind beide nicht.

Wenn ich den Vorhalt und dessen Auflösung beschreiben möchte: F#6sus4(#4) => F#m6(#4) ( = F#°7 = DDv )

P.S:
Wenn ich die Noten als Wechselnoten auffasse (siehe HMMueller) - dann könnte ich F# auch als Gb schreiben. Die Töne E und G würden nach Eb und Gb "gleiten".
 
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Hallo RMCAD,

du hast mir um 1:29 vielleicht eine Hausaufgabe verpasst ! Gut, dass ich da schon geschlafen habe, sonst hätte das doch
einige Zeit im Hirnkastl rumort.

Der Akkord ist: H7b9 (gebrochen). Der Akkord steht auf doppeldom. Stufe

Das verstehe ich nicht ganz. Wenn ich von H7 zurückrechne, komme ich nach E7 und dann nach A7... und dann ? Was soll, falls ich richtig
gerechnet habe, der A7 ?

Der Rest deines Beitrages hat mich dazu inspiriert, einiges auszuprobieren. Was nicht schadet, weil ich sonst seit Jahren immer den selben
Sch... spiele.
 
Das verstehe ich nicht ganz. Wenn ich von H7 zurückrechne, komme ich nach E7 und dann nach A7... und dann ? Was soll, falls ich richtig
gerechnet habe, der A7 ?

Wenn man das Tonmaterial anguckt: Die Töne H,C,Eb,F#,A sind die Töne des H7b9. Einen kürzeren Namen gibt es nicht.
Was passiert, wenn man bei diesem Nonakkord den Grundton streicht? Wir erhalten einen Vollverminderten. Der Vollverminderte legt sich nicht fest, ob er auf Db, E, G oder Bb zielt. Em wäre eine gute Wahl, denn tatsächlich folgt C und Em steht zu C in einem Gegenklang-Verhältnis.
Dass der Akkord "klingt", hat HMMueller gezeigt.

Weil der dargestellte Vollverminderte dominantisch zur Dominante von C steht, ist er zu C doppeldominantisch. Weil der Akkord H7b9 den Vollverminderten erhält, ist er ebenfalls auf doppeldominantischer Stufe. Im konkreten Fall setzt er sich atypisch fort. Atypische Auflösungen gibt es - ich hatte als Beispiel die German Sixth genannt - diese wäre, auf die Tonika bezogen, ein bVI7 und daher ein Ab7. Der Ab7b9 enthält wiederum den gleichen doppeldom. Vollverminderten wie der H7b9 . Er steht somit auch auf doppeldom. Stufe. Wie auch D7b9 ...
 
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Ok, ich hab einiges kapiert z.B. das mit der Doppeldominante, wenn es sich um vollverminderte
Akkorde handelt.

Ich werde mir einige Teile deiner Anworten kopieren und dann ausdrucken als "Lernmaterial".
Man ist ja nie zu alt, um (für mich) Neues zu lernen.

Danke und Grüße ...
 
danke ! Dass es ein verminderter Akkord ist, war mir auch klar. Ich konnte nur das H nicht einordnen.
Das ist wohl so eine Art Vorhalt, oder wie man das nennt.
Das H (international B), also das B ist eine sogenannte Tension (Akkorderweiterung) dieses verminderten Akkordes.
Verminderte Akkorde sind symetrische Akkorde. Wenn man die Enharmonik außen vorlässt ist der o7 Akkord eine Stapelung von kleinen Terzen.
Die erlaubten (available) Tensions stehen nun immer einen Ganzton ÜBER ihrem darunterliegenden Akkordton. Das heißt:

Akkordtöne in Deinem Fall sind: Eb, Gb, A und C.
Die Tensions dazu sind (jeweils einen Ganzton darüber): F, Ab, B und D
Also die Tension F liegt einen Ganzton über dem Eb, Ab einen Ganzton übern Gb etc.

Umgangssprachlich bezeichnet man nun die Akkordtöne LOW und die Tensions HIGH.
Wenn Du nun beide (Akkordtöne und Tensions) in einer Tonleiter anordnest, ergibt sich Folgendes:

Eb, F, Gb, Ab, A, B, C, D

Es wechseln sich also immer Low und High ab.
Um o7 Akkorde mit Tensions zu bilden, nimmst Du immer 3 Lows und 1 High. Also z.B. Gb, A, C, und F als High.
Oder A, C, Eb und Ab als High.

In Deinem Beispiel war der Ton B das High.

Die Tensions (High's) in einem o7 Akkord werden NIE im Akkordsymbol angegeben!!!


Der Wechsel nach C gefällt mir besser. Nach Em klingt für mich etwas zu "klassisch".

Ebo7 ist ein sich abwärts auflösender o7 Akkord. Er löst sich also naturgemäß zum D hin auf.
Bei einer Auflösung zum E hin würde man D#o7 schreiben (Enharmonik!).

In Deiner harmonischen Situation steht aber dieser o7 Akkord zwischen 2 Tonika-Akkorden.
Er wird somit im Regelfall nicht als Ebo7 bezeichnet sondern als Co7. Du kannst also getrost das C bei diesem Akkord im Bass lassen.
Aber das ist natürlich auch Geschmacksache!
 
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Das H (international B), also das B ist eine sogenannte Tension (Akkorderweiterung) dieses verminderten Akkordes.
Verminderte Akkorde sind symetrische Akkorde. Wenn man die Enharmonik außen vorlässt ist der o7 Akkord eine Stapelung von kleinen Terzen.
Die erlaubten (available) Tensions stehen nun immer einen Ganzton ÜBER ihrem darunterliegenden Akkordton

So gesehen ist jeder X7b9 Akkord ein um eine Tension erweiterter o7 Akkord.

Bleibt die Frage, was passiert, wenn man einen o7 Akkord um eine "nicht erlaubte" Tension erweitert, nämlich um einen Halbton oberhalb eines Akkordtons.
 
So gesehen ist jeder X7b9 Akkord ein um eine Tension erweiterter o7 Akkord.

Bleibt die Frage, was passiert, wenn man einen o7 Akkord um eine "nicht erlaubte" Tension erweitert, nämlich um einen Halbton oberhalb eines Akkordtons.
Die Frage hast Du Dir doch sicher schon selbst beantwortet. Eb Gb A C und E oben drauf als Tension klingt sehr bescheiden. Legst Du allerdings E in den Bass (dann ist E aber keine Tension mehr), dann erhälst Du einen dringend auflösungsbedürftigen Vorhaltsakkord.

Ich dachte allerdings jetzt zunächst mal an den Thread-Eröffner, dass er meine Information verarbeitet und sich dazu äußert.
 
Hallo ihr beiden,

erstmal bedanke ich mich, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, mich aufzuklären, obwohl mir ein paar
Sachen noch nicht ganz klar sind.

Ebo7 ist ein sich abwärts auflösender o7 Akkord. Er löst sich also naturgemäß zum D hin auf.
Bei einer Auflösung zum E hin würde man D#o7 schreiben (Enharmonik!).

Auflösung nach D hörst sich für mich etwas seltsam an, nach E gefällt mir besser.

In Deiner harmonischen Situation steht aber dieser o7 Akkord zwischen 2 Tonika-Akkorden.
Er wird somit im Regelfall nicht als Ebo7 bezeichnet sondern als Co7. Du kannst also getrost das C bei diesem Akkord im Bass lassen.
Aber das ist natürlich auch Geschmacksache!

Da ich mich nicht an einen Regelfall halten muss, bleibe ich beim Eb als Bass, klingt für mich besser.

Die Tensions (High's) in einem o7 Akkord werden NIE im Akkordsymbol angegeben!!!

Das gefällt mir besonders gut und vereinfacht für mich die Lesbarkeit eines Akkordsymbols.

Habe übrigens das Ganze nach F-Dur bzw. G-Dur transponieren lassen, weil ich auf der Gitarre dann manchen Akkord besser greifen kann.
Den besagten Akkord finde ich inzwischen selbst raus.

Nochmals danke. Genauer möchte ich in die Theorie nicht mehr einsteigen.

Grüße von einem, der jetzt mehr weiß ...
 
Hallo ihr beiden,

erstmal bedanke ich mich, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, mich aufzuklären, obwohl mir ein paar
Sachen noch nicht ganz klar sind.



Auflösung nach D hörst sich für mich etwas seltsam an, nach E gefällt mir besser.

Der Regelfall für Ebo7 wäre:

|| C6 Ebo7 | Dm7 G7 | C ||




Genauer möchte ich in die Theorie nicht mehr einsteigen.
Trotzdem, zieh Dir folgende Übung rein und transponiere sie durch sämtliche Tonarten. Wenn Du schon bei diesem Akkordtyp bist, dann trainiere ihn und versuche die Hi-Lo's ins Ohr zu kriegen. Viel Spass dabei. -->
htgt1.jpg


www.cisum.info/gtht.jpg
 

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