Flöten-Motivation

Ein Großbass wiegt wohl mehr als 2 Kilo
Der Superio Großbass von Küng wiegt 1,8 kg; ok dazu noch Verpackung und wohl ein Koffer(?). Versicherung ist aber gewichtsunabhängig:

bis 2.500 Versicherungssume 3€50
bis 25.000 € Versicherungssumme 15€
 
Versicherung ist aber gewichtsunabhängig

Eben. In Deinem Post sieht es so aus, als würde das bis maximal 2kg Gewicht gelten. Aber das wird Dora ja wohl davon ab auch noch selber rausfinden können, was ein Paket in Deutschland so kostet.
 
Ein Großbass wiegt wohl mehr als 2 Kilo ;) Allerdings hebt man sich auch daran keinen Bruch.
Ne, aber wenn ich ein Auswahlpaket von 3-4 Großbässen hätte, dann wäre der Transport ohne Auto zur Post wohl etwas schwierig, mal abgesehen davon, dass ich glaube, dass dann die Rücksendungskosten doch recht hoch sein könnten.

Bist Du denn an einem Kauf interessiert, oder möchtest Du nur mal diverse Flöten anspielen. Nicht übel nehmen, aber irgendwie machst Du etwas den Eindruck, nicht so richtig auf etwas eingeschossen zu sein, was Bässe und Großbässe angeht ...
Naja, aber ist doch klar, dass man erst etwas Testen und sich damit vertraut machen muss, um festzustellen, ob etwas für einen sein könnte. ...und da ich hier niemanden bisher habe, bei dem ich das mal testen könnte, liegt es doch recht nahe, in so einen Laden zu fahren, um mal zu schauen, was es so gibt.

Ich werde einfach beim nächsten Rekorder Summit mal gucken, was ich da an Bass-Varianten so finde und mal gucken, in wie weit ich was höre, wenn ich die austeste. Der Saal da ist immer so erfüllt von Klängen testender Menschen, dass es mitunter schwer ist, genau hinzuhören, was man da selber grade macht bzw. wie die Flöte klingt. Ohne in Ruhe und Stille mal eine Flöte testen zu können, würde ich da nie eine kaufen, aber es durchaus als Inspiration sehen, sich für Flöte XY zu interessieren und sie ggf. dann in einem Auswahlpaket mit zu bestellen. Denn das ist ja das gute an diesen Ausstellungen: Man sieht viele Flöten live!!!

Manches kann man ja auch im Internet hören, aber grade bei den Bass-Variationen finde ich es schwierig, weil ich ja nicht Videos mit diesen Geräuschen suchen, sondern mit den Melodien. ...und während es von Sopran und Alt zig Videos Solo im Netz gibt, ist das bei den Bassvariationen echt schwierig!!!
Falls also mal jemand ein Video im Netz findet (oder Hörproben hat, weil er in einem Ensemble spielt), wo alle Bass-Flöten-Varianten nacheinander solo spielen (mit Zuordnung), dann freue ich mich sehr darauf, sie mal anzuhören!!!! :)
 
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Das Bessere ist ausserdem der Feind des Guten! Oder anders ausgedrückt: Wer die Wahl hat hat die Qual.

Ich finde es schon gut, dass es die Möglichkeit gibt, einen Wunschkandidaten über einen längeren Zeitraum zu Hause testen zu können. Wenn man dann noch ein gutes Gefühl hat, dass das Instrument passt, wäre eigentlich alles gut, wenn dann eben nicht das Gefühl übrig bleibt, dass es da noch ein besseres, passenderes oder preiswerteres Instrument gibt.

Von daher ist es wohl dann wirklich am besten, beim Summit oder anderen Veranstaltungen einen ersten Eindruck einzuholen, um dann später den Wunschkandidaten auf Herz und Nieren zu Hause oder im Spielkreis im Zusammenspiel mit anderen etc. testen zu können.
 
Eben!!!!!! :)
 
3-4 Großbässe zuhause testen zu können, kann man wohl sowieso abhaken. Ob die Auswahlversender so viele Modelle auf Lager bereit haben, wage ich dann doch zu bezweifeln. Zwei Stück sind durchaus machbar, aber bis zu vier? Da sollte man wohl wirklich zum Recorder Summit gehen und dort testen.

Allerdings muss ich für mich persönlich sagen, dass ich statt einer Auswahlsendung aus bereits herumgereichten Flöten lieber eine neue Flöte notfalls nochmal zum Werk schicke, damit sie dort auf meine Wünsche eingestellt wird.

2.000-3.000 Euro für einen Großbass, 1.500 Euro und mehr, und dafür einen schon längere Zeit angespielten, nicht sorgsam eingespielten, und meist auch nicht sehr gepflegten Vorführer bekommen? Nein danke.

Ein bestimmtes Modell nach dem persönlichem Geschmack vor Ort aussuchen - an sich eine gute Sache, aber je nach Modell können das auch schon angejahrte, sprich gebrauchte, Teile sein.
 
Fröhliche und flötische Weihnachten wünsche ich!!!! :)
 
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Boah, schön. Jetzt habe ich hier auch schon ein paar Kekse und Zustimmungen bekommen. Das ist auch schön!!!! :rolleyes:

Gestern habe ich jemanden aus meiner Familie erklärt, wo der Unterschied zwischen den einzelnen Flöten ist bzw. wieso es schon Sinn hat, mind. Sopran bis Tenor zu haben. ....Er versteht nur noch nicht so ganz, warum Flöten dann so teuer sind. Naja, ich habe ihm dann mal erklärt, dass man bei ner Oboe und so, direkt schon im viertstelligen Bereich ist.

Ich will grade auch gar nicht vom Block-Flöten weg. Wäre ja auch doof, die Instrumente hier zu haben und dann wieder zu wechseln. Da muss man immer wieder neu lernen, dabei gibt es auch so schon noch Einiges zu üben und zu erfahren, auch wenn ich wohl nie wirklich richtig schnell spielen können werde, mit vielen Schnörkeln und Verzierungen drin,...aber...ich glaube, das können die meisten nicht!!!! ;)


Nachtrag, grade gefunden:
 
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Gestern habe ich jemanden aus meiner Familie erklärt, wo der Unterschied zwischen den einzelnen Flöten ist bzw. wieso es schon Sinn hat, mind. Sopran bis Tenor zu haben. ....Er versteht nur noch nicht so ganz, warum Flöten dann so teuer sind. Naja, ich habe ihm dann mal erklärt, dass man bei ner Oboe und so, direkt schon im viertstelligen Bereich ist.

Nicht-Musikern den Wert vom selbst-Spielen von Musik und deren Instrumenten zu vermitteln, ist nicht so ganz leicht. Zum Glück habe ich in meiner engeren Familie nur Musiker.

Die meisten guten anderen Instrumente sind weit im 4stelligen Bereich, da sind Blockflöten (und Gitarren) dann doch sehr preiswert. Allerdings bekommt die einzelne Flöte auch schnell "Geschwister" und so hat man bald eine ganze Flötenfamilie zu Hause.

Wäre ja auch doof, die Instrumente hier zu haben und dann wieder zu wechseln. Da muss man immer wieder neu lernen

Der Start mit der Blockflöte ist auch unendlich leichter als bei den anderen Blasinstrumenten. Oboe (die Du oben angeführt hast, wollte ich als Kind als Orchesterinstrument lernen, und ist für mich auch noch immer eines der schönsten Instrumente) lernt man nicht gerade einfach so, und es dauert seeeehr viel länger, aus dem Instrument auch nur einen halbwegs schönen Ton herauszubkommen - die ersten 3 Jahre sind schon eine Qual für die Umgebung, bis aus "Gequake" etwas Schönes wird.

Der Druck bei der Tonerzeugung am Blatt-Mundstück bei der Oboe, war der Grund, weshalb ich als 10jähriger nicht mit Oboe anfangen durfte (vom Lehrer aus). Viele Berufs-Oboisten haben auch wegen des hohen zu erzeugenden Druckes Probleme mit Kopfschmerzen - einer der Gründe, weshalb ich jetzt nicht Oboe als weiteres Instrument ausgewählt habe, abgesehen vom Preis und für mich mangelnde Einsatzmöglichkeiten in einem Orchester.
 
Viele Berufs-Oboisten haben auch wegen des hohen zu erzeugenden Druckes Probleme mit Kopfschmerzen...
Aus welchen Gründen auch immer es Kopfschmerzen geben mag, der hohe Druck wurde als Ursache bislang nicht bestätigt, er ist auf der Oboe zudem geringer als bei einigen anderen Blechblasinstrumenten wie Posaune, Horn, Trompete und Piccolo.

Quelle: Hinweis auf eine Untersuchung zur Musikermedizin an der Uniklinik Heidelberg mit Veröffentlichungsnachweis aus dem Jahr 2008 und Grafik, auf deser Seite ganz unten:
edition von der woeste
Abstract des Artikels: thieme-connect

Denkbar sind natürlich körperliche Beschwerden aufgrund von fehlentwickelter Spieltechnik. Das gibt es auch bei Berufsmusikern und gar nicht so selten, wenn ich in Youtube-Clips bei Nahaufnahmen von Orchesterstücken genauer hinschaue. Mir fallen dann besonders skurrile Ansatzstellungen auf. Aber für die Atemtechnik ist das genauso denkbar, z.B. erkennbar am hochroten Kopf mit hervortretenden Halsvenen bei anspruchsvollen Stellen.

Gruß Claus
 
und es dauert seeeehr viel länger, aus dem Instrument auch nur einen halbwegs schönen Ton herauszubkommen
Dann lasse ich es wohl mal mit dem Oboe-Versuch. Ich wüsste eh nicht, wo ich eine Oboe einfach mal testen dürfte. ...oder ich frag mal im Oboe-Forum nach, wie schwer die Oboe zu lernen fanden.

...und was die Blockflöten angeht: Wenn ich hier ins Forum schaue und manchmal so Bilder sehe, wie letztens bei dem Low-Budget-Thread, bekomme ich wieder Lust auf Flöte kaufen. Ich wollte ja sehr gerne mal eine Flöte in Pflaumenholz haben (Wobei ich gesehen habe, dass es bei Küng eine Garklein in Bubinga gibt. Das klingt auch interessant) und auch eine Traumflöte, in Natur und/oder bunt.
Ich habe nur schon drei Sopranflöten (und die Palisander-Sopranino ist ja auch ähnlich rotbraun gefärbt, wie eine Pflaumenholzflöte), eine Sopranino brauche ich nicht noch eine, ob ich eine Garklein überhaupt brauche, ist die Frage und naja, wenn man dann Alt, Tenor, Bass, etc. hat, wird es ja auch viel teurer, wenn man ein anderes Holz hat, als wie Birne, Ahorn, etc. . Selbst die Bassflöte würde ich wohl nur in Kunststoff holen.
Zudem ist meine Flötenschublade so gut wie voll und ich habe jetzt schon Sorge, dass die eingespielten Flöten sich wieder ausspielen, wenn ich manche weiterhin unregelmäßig spiele. Von dem her macht es wohl eher keinen Sinn, die Flötensammlung noch zu vergrößern, auch wenn so eine Pflaumenholzflöte und Adris-Traumflöte,...sicher sehr schön wäre.

Da könnte ich dann wohl eher eine Okarina-Sammlung anfangen. Die sind auch günstiger, kleiner und müssen nicht eingeflötet werden. Allerdings muss ich dann wieder neue Griffe lernen, die Schublade füllt sich dennoch weiterhin und alle Flöten kann man eh nicht dauerhaft beflötet lassen. Nun ja! :confused:
 
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Hallo Dora, für die Garklein braucht man sehr schmale Finger. Ich kann die leider nicht greifen. Und ich habe eigentlich schon recht schmale Finger.
Gruß Norbert
 
Danke schön. Ich habs mir für den Recorder Summit aufgeschrieben, dass mit dem Garklein probieren. Ich hatte schon mal eine in der Hand, aber ich denke, das ist wie es am Anfang bei allen Flöten außer der Sopran war: Neu und man muss sich erstmal was mit den Griffabständen vertraut machen, bevor man damit richtig spielen bzw. rausfinden kann, ob es was für einen ist. Ohne Auswahlpaket wäre es wohl nie eine Sopranino oder ein Tenor geworden!!! (Auswahlpakete sei Dank!!!! :):)).

Was ich mich grade frage: Was braucht man so in einem Durchschnitts-Ensemble alles für Flötenkenntnisse? Was ist so das Mindestmaß, wieviel man spielen können muss? Ich weiß, dass das auch auf die Gruppen ankommt. Ja. Ich frag mich das grade, weil ich gar nicht so richtig abschätzen kann, wie gut ich eigentlich mittlerweile bin. Meine Flötendozentin meint, ich käme gut voran und kann sich auch vorstellen, dass ich mal Bassflöte lerne!!!....und seit wir an der Altflöte dran sind, spielen wir auch nicht mehr so streng nach Lehrbuch, wie es bei der Blockflötenfieberreihe für Sopran so war. D.h. ich wollte alle Stücke aus der Buchreihe spielen. Wir hätten es auch anders machen können. Seit ich mit der Altflöte dran bin, hat sie immer wieder andere Bücher mitgebracht bzw. bin ich eben mit ihrer Gruppe nun mal aufgetreten.

Wenn ich alleine übe, merke ich, dass ich manchmal nicht schneller werde, auch wenn ich die Stücke mehrmals übe. ...und ich merke, dass ich immer wieder Schwierigkeiten mit den drei letzthöchsten Tönen habe, egal ob auf Alt oder Sopran. ...oder wenn ich schnell umgreifen muss, von jenen sehr hohen überblasenen Tönen zu nicht überblasenen Tönen und wieder zurück. Das Verzieren bzw. Trillern habe ich ja bisher nur am Rande geübt. Da kann ich sicher noch was dazu lernen. Bei den anderen Sachen auch und ich mache auch weiter. Trotzdem wäre es mal interessant mit zu bekommen, was so die durchschnittlichen anderen Flötengruppen so spielen, also bis zu wieviel Vorzeichen, welches Tempo, wie hoch die Töne.
Klar habe ich die tiefen Töne bisher viel öfters gespielt, weil sie in den Lehrbüchern auch früher dran kamen. Ich bin nun mit der Bornemann-Altflötenreihe fast am Ende (sehr hohes e und sehr hohes f,....danach kommt nur noch das ganz hohe g). Da ist natürlich klar, dass man alle anderen Töne schon viel öfters gespielt hat, manche seit dem 1. Bornemannbuch. Das Gleiche gilt für die Blockflötenfieberbuchreihe für Sopran. Da gab es auch viel mehr Stücke, wo ich die tieferen Töne geübt habe, als für die hohen, weil ich bei den Stücken für die hohen Töne, die tiefen ja gleich weiter mit trainiert habe und die ganz hohen Töne erst am Ende der Buchreihe Lieder zum Üben hatten.

Ich denke, bei jedem wird es irgendwann mal ein Punkt geben, wo es nicht weiter geht. Vielleicht geht es erstmal nicht weiter und dann später nochmal...oder man bleibt bei dem Stand stehen und kann sich freuen, so gut Flöte (oder übertragen auch auf andere Instrumente) gelernt zu haben und spielen zu können, wie man es eben kann!!!! :great:
 
Was braucht man so in einem Durchschnitts-Ensemble alles für Flötenkenntnisse? Was ist so das Mindestmaß, wieviel man spielen können muss? Ich weiß, dass das auch auf die Gruppen ankommt. Ja.
Ja genauso ist es leider - es kommt stark auf die Gruppe, ihre Fähigkeiten, ihre Ansprüche und den Dirigenten/Leiter der Gruppe an.

Das Gruppenspiel verlangt noch andere Fähigkeiten, als das reine Beherrschen der eigenen Noten. Auf die Intonation, damit es nicht schief klingt, Tempo und Rhythmus halten, wenn man einen Fehler macht oder "herauskommt" wieder den Faden aufnehmen. Aus den Einzelstimmen einfach Musik machen.

Dabei sind die Einzelstimmen oft einfacher als bei Solostücken. Der Gruppenklang macht die Musik. Dabei kommt es nicht nur auf die Virtuosität der Einzelstimmen an, sondern wie das Musikstück gesetzt ist!

Was ist so das Mindestmaß, wieviel man spielen können muss?
Also besser als Deine Dozentin werden wir das nicht beurteilen können. Wenn es eine Spielgruppe gibt, dann nimm Kontakt auf, frag nach was gespielt wird und lass Dir Noten geben, die Du gezielt mit Deiner Dozentin üben kannst.

Je besser ein Spieler ist, desto eher kann er das vom Blatt spielen oder mit nur geringem Übungsaufwand aufführungsreif machen. Aber es sind noch keine Meister vom Himmel gefallen.

Ich denke, bei jedem wird es irgendwann mal ein Punkt geben, wo es nicht weiter geht. Vielleicht geht es erstmal nicht weiter und dann später nochmal.
Beim Lernvorgang kommt jeder mal an einen Punkt, wo man meint es gehe nicht weiter; das ist aber falsch. Bei der Blockflöte ist generell am Anfang die Lernkurve erstmal sehr hoch, von Woche zu Woche lernt man neue Töne und schon nach kurzer Zeit kann man erst einfache, dann etwas schwierigere Melodien spielen.

Und dann kommt man an einen Punkt, wo es einfach heißt, üben, üben, üben.... (Meine Mathelehrerin sagte damals immer: "Ergänze, ohne Flei? kein Prei?" Der Erfolg stellt sich nicht immer unmittelbar ein; oft ist es so, als müsse man einen Hügel oder Gipfel erklimmen und kommt kein Stück näher. Wenn man aber dran bleibt, wird man irgendwann merken, daß man doch plötzlich den Gipfel erklommen hat. ...und dann sieht man in der Ferne den nächsten Gipfel, den es zu erklimmen gilt.

Motivation ist alles, diese Durststrecken durchzuhalten, oder besser gesagt, das Setzenlassen des Gelernten.

Wenn ich alleine übe, merke ich, dass ich manchmal nicht schneller werde, auch wenn ich die Stücke mehrmals übe. ...und ich merke, dass ich immer wieder Schwierigkeiten mit den drei letzthöchsten Tönen habe, egal ob auf Alt oder Sopran. ...oder wenn ich schnell umgreifen muss, von jenen sehr hohen überblasenen Tönen zu nicht überblasenen Tönen und wieder zurück.

Vieles hängt vom richtigen, effektiven Üben ab!

Auf Geschwindigkeit kommt es zunächst gar nicht mal so sehr an! Sondern gleichmässig spielen zu können, das Tempo halten, sauber intonieren, auf die Musik hören, etc.

Üben muss man auch effektiv gestalten. Du musst Dir ganz genau darüber klar werden, was Dir Schwierigkeiten macht oder wo Du hängst, ob es nur 1 oder 2 Takte sind, die Dir technische Schwierigkeiten machen, oder Koordination des Lesens der Noten mit der Greifbewegung.

Witzigerweise kann man schnelleres Spielen durch bewusst langsames Üben erreichen; in der halben Geschwindigkeit, mit der Du ein Stück spielen kannst, ganz bewusst jeden einzelnen Ton spielen. Und dann evlt. nur 1 oder 2 oder 3 Takte und dann wiederholen.

Bei der Gitarre hab ich z.b. in den letzten 2 Wochen eine besonders schwierige Stelle in einer Etüde gahabt, direkt der 2. Takt, bei dem aussergewöhnliche und neue Koordination der Greifhand, Aufbau von Kraft nötig war, und diesen Takt hab ich zu Beginn jeder Übungs-Session dann wortwörtlich 100mal geübt. Immer und immer wieder. Das ist eine spezielle Griffkombination, die ich für viele weitere anspruchsvolles Stücke benötige und jetzt hab ich den o.b. Gipfel erreicht und es geht weiter.


Es gibt für alle Schwierigkeiten, die man hat, spezielle Übungen oder Übungsstücke, die Etüden. Tonleiterspiel erhöht z.b. die Geläufigkeit, Terzsprünge, Oktavierübungen, etc.

Diese technischen Übungen und Etüden machen oft den Schülern keinen Spass, und gerade bei Lehrwerken für die Blockflöte gibt es ganz große Unterschiede. Die Blockflötenschulen für Kinder setzen sehr stark auf Spaß und bringen viel Spielstücke und man setzt auf Erfolgserlebnisse durch das Spielen neuer Stücke.
Bei Schulen für Erwachsene (ich kenne die Schulen von Mönkemeyer, Zimmermann aus der Bibliothek; die von Hintermeier/Baude habe ich gekauft) gibt es eine Mischung von Spielstücken und technischen Übungen. Die Didaktik und der Anteil der Übungen und deren Schwierigkeitsgrad variiert.

Ich hab mir z.B. direkt am Anfang ein Heft mit täglichen Übungen gekauft, die ich am anfangs oft nur teilweise spielen konnte, aber da schreite ich deutlich voran. Durch den klassischen Kontrab
http://www.stretta-music.com/search...ensum-fuer-altblockfloete-1956-nr-112983.html

Ich bin (momentan noch) ohne Lehrer für Blockflöte und muss meine Übungen autodidaktisch planen; Du solltest Deine Übungen mit Deiner Dozentin absprechen.
 
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Ja, das Buch scheint zum Üben gut geeignet zu sein, so weit ich in dem Stretta-Link sehe. Ich bin ein bisschen genervt davon (frustriert?), dass das mit den hohen Tönen nicht so ganz klappt. Bis zum hohen c bei der Altflöte (bzw. hohem g auf der Sopran) läuft es gut. Der nächsthöhere Ton geht auch noch, aber ab dann wird es kritisch bzw. gibt es max. ne 50/50-Chance, dass da ein annehmbarer, grader Ton raus kommt. Ich meine, ich habe die ja auch eine Weile nicht gespielt, weil ich nach dem letzten Band des Sopran-Lehrbuches zum ersten Band des Alt-Lehrbuches übergegangen bin. Dadurch kamen die hohen Töne, die ja auch bei der Sopranreihe im Vergleich nur wenig vorkamen, auch erstmal eine Weile wieder nicht, weil die bei der Altreihe ja auch erst am Ende kommen. Naja, mal sehen, wie oft man die im Flötenleben so braucht und wann die besser klappen. Meine Dozentin meinte was von grade stehen und Spannung in den Lippen. Ich werde in den nächsten Tagen nochmal weiter üben, aber hohe Töne lassen sich für die Ohren eben nicht so lange am Stück üben. Ich bin auch mal gespannt, wann ich wieder meine nächste Flötenstunde habe. Ich hab noch keinen neuen Termin.

Einen schönen Abend noch.
 
Hallo Dora, die hohen Töne zu spielen ist einmal eine Sache der Grifftechnik, aber auch der Flöte. Ich kann das c'''' auch nicht auf allen meinen Sopranfloeten spielen. Es kann also sein, dass es bei dir auch an der Flöte liegen. Und das ist nicht unbedingt eine Frage des Preises.
Gruß Norbert
 
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Ich glaub, irgendwann sollte die Vernunft eine Rolle spielen. Wieviele Flöten braucht man? Reichen die, die jetzt da sind, nicht? Ich weiß, dass noch einige Instrumente da sind, die mich interessieren würde. Im Moment denke ich aber: Meine Schublade ist schon so voll. Wenn ich was Anderes, als die Blockflöte brauche, setze ich mich mit meiner Okarina (da dürfte ich ja die Noten nutzen können) und/oder meiner Gitarre auseinander.


I love flöten (tun) und Gitarre (hören)! :heartbeat:
 
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Wieviele Flöten braucht man? Reichen die, die jetzt da sind, nicht?
Eine gute Sichtweise. Die Flöten möchten auch gespielt werden und nicht als Sammelobjekt in der Schublade verbringen. Durch den Kauf neuer Flöten kann man nicht Defizite im Spiel ausgleichen (auch nicht durch Kauf von Noten, die man nie spielt).

Die Blockflöte hat schon eine besondere Stellung im Vergleich zu anderen Instrumenten; als Holzflöte hat sie die Besonderheit des Blockes, zudem eine große Familie unterschiedlicher Tonhöhen. Ein Streicher kauft sich sein Instrument, spielt wann immer und wie lange auch immer er/sie Lust hat, und wenn die Ansprüche an das Instrument nicht mehr ausreichen, kauft man sich ein besseres. Andere Instrumentenfamilie haben wie die Blockflöte unterschiedliche Tonhöhen oder Klangfarben, so dass ein Saxophonist z.b. auch mehrere Instrumente in unterschiedlicher Tonhöhe hat.

Die (Holz-) Blockflöte hat die Besonderheit des Blockes, die Aufnahme der Feuchtigkeit, und möchte dagegen erst eingespielt werden, danach täglich gespielt werden, vorher noch angewärmt, gespielt aber auch nicht zu lang am Stück (empfohlen 20-60 min), mit Pausen, die lang genug sind, damit der Block auch wieder trocknen kann (also mind. 10-12 Std.). Blockflöte ist in der Hinsicht sehr anspruchsvoll.

Der Klang soll dann noch im Zusammenspiel in einer Gruppe passen, oder als Solist eben kräftiger sein. Oder man möchte in den anderen Tonhöhen spielen.

Das bestimmt die Anzahl der benötigten Flöten (begrenzt durch den eigenen Geldbeutel). Spiele ich also täglich länger als 1 Stunde, benötige ich eine Ausweichflöte, sei es Holz und/oder eine aus Kunststoff.

Ich bin froh, dass ich zum Üben der Alt-F Flöte meine Aulos habe, deren Klang ich sehr mag
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
I love flöten (tun) und Gitarre (hören)! :heartbeat:

Ich liebe beide, Flöte als Melodieinstrument, und bei der Gitarre habe ich gerade eine neue Schallmauer durchbrochen (eine neue Tür geöffnet, nach 8 Wochen blutigen Fingern und Konditions- ,Kraft und Beweglichkeitstraining) und kann nun die Stücke spielen, die ich mir vorgenommen habe. Das nächste halbe Jahr ist schon verplant.

Und auch die Lust am Piano ist wieder zurückgekehrt - vor 30 Jahren sagte ich mir nach 10 Jahren Unterricht: "Nie wieder Klavier". Noch vor 1 Jahr hatte ich wenig Lust zum Piano zurückzukehren. Ich hatte beim Beginn mit der Gitarre starke Schmerzen im linken Zeigefingergelenk und meinem li. Schultergelenk, das nach meinem Motorradunfall neu zusammengepuzzelt wurde und bleibende Bewegungseinschränkungen hat, musste erst einmal ein paar Wochen pausieren. Da wollte ich dann doch auch meine Kenntnisse im Tastenspielen wieder auffrischen und hatte mir ein preiswertes Keyboard mit Midi Anschluss an meinen Computer gekauft, mit dem Ziel per Computer und Sequenzern etc. Musik zu machen. Bei dem Vorsatz ist es aber zunächst geblieben.

Als es mit Gitarre wieder ging, habe ich das Keyboard verpackt in die Ecke gestellt und dann monatelang nicht wieder angeschaut.

Nachdem ich dann mit der Flöterei angefangen hatte, fielen mir Noten für Flöte und Cembalo in die Hände und ich dachte mir: "Den Cembalo-Part kann ich auch allein spielen und aufnehmen." (In Ermangelung von Mit-Musikern). Da habe ich das Keyboard ausgepackt und steht mir jetzt immer auf dem Weg zum Schreibtisch im Weg, so dass ich einfach spielen muss.;)

Jetzt mache ich so viel Musik wie noch nie in meinem Leben (2-3 Std. Gitarre, 1-2 Std. Flöten, 30-60 min Keys) und es geht mir so gut wie schon lange nicht mehr.:cool:

Instrumente müssen einfach immer spiel- und griffbereit sein.
 
Oh, ja. Vor allen Dingen dann noch das Ein- und Auspacken und wenn man mehrere Flöten in der Schublade hat und die schon übereinander liegen, muss man erst d oberen wegräumen, wenn man an die unteren will. ...und dann ist ja noch das Einspielen, Anwärmen, Auspusten und trocknen da. Das braucht auch seine Zeit. Naja.

Ich kann mich aber, obwohl ich derzeit nicht trommle, nicht entschließen, meine Percussion-Sachen wegzugeben. Das geht nicht.
 
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