Aging ist nur für Weicheier und Luschen…
… wenn man sich anschaut, wie manche Gitarre "in echt" für's Leben gezeichnet wird. Diese GM-4 hier stammt aus 1990, als bekanntlich ein Body-Lieferant irgendwas mit der Lackmischung anders gemacht hat als sonst. Das Ergebnis sind die stark gilbenden und rissigen Lackierungen auf (primär) weißen Instrumenten, allerdings habe ich ähnliche Spuren auch schon bei metallic-blauen und schwarzen Instrumenten gesehen. Letztere werden aber selbstverständlich nur rissig, nicht gelb. Es sind auch - selbst wenn's so aussieht - keine Nikotinspuren, sondern einfach nur dieser Lack + Licht + Zeit, außerdem ein (wieder entfernter) Roland GK-Pickup nebst vormals aufgeklebtem Controller dafür.
Ich habe die Gitarre mit gebrochenem und verbogenem Trem (mit festgefressenen Sätteln) und elektrischem Überholungsbedarf erworben, inzwischen ein neues S-Trem mit guten Sätteln draufgebaut, komplett neue Potis drin, und bin jetzt am "Finetuning". Sogar ein neuer "rubber string retainer" ist jetzt am Headpiece. Ein Arbeitstier, nicht unbedingt schön, aber für sowas zahlen andere in Custom Shops tausend Euro extra
Falls sich jemand für eine günstige echte Newburgh-GM interessiert, ich schwanke derzeit noch zwischen Neulackierung und Abgeben an Steinbergerhabenwoller mit begrenztem Budget… wie gesagt, ich sorge dafür, dass sie technisch in gutem Zustand ist, aber schöner mache ich sie dann nicht. Also bitte ggf. melden, wen Interesse besteht.
Grüße,
Bernd