Extreme: "Watching, Waiting"
Bei dem genial orchestrierten Werk erwartet man ein mehrstimmiges Gitarrensolo à la Brian May, aber Nuno hat das ganze Ding total zerschreddert wegen eines krankhaften Wahns zur Selbstdarstellung. Nun, der Mann ist nun uralt und jetzt hoffentlich weiser.
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das "Passion and Warfare Album" ist über jeden Zweifel erhaben .
Hauerha. Zu der Zeit, als das Steve Vai Album rauskam, hatte ich gerade an meiner Solo CD gearbeitet. Das Album sollte absolut perfekt werden. Nachdem ich alles eingespielt hatte, fielen mir überall Fehler in der Intonation auf. Also habe ich alle Soli noch mal neu eingespielt, weil irgendwo ein bending um 8 cent falsch war. Dann wieder neu usw. Ich kaufte mir extra für das Album einen neuen Amp usw. womit ich wieder alles neu einspielte. Es dauerte ewig.
Keine Ahnung, ob das alles sinnvoll war, die CD hat sich kaum verkauft. Aber ich habe eine Menge draus gelernt. Bei der Passion & Warfare, war ich vor den eigenen Aufnahmen großer Fan und ich habe mich inspirieren lassen, nach den Aufnahmen höre ich da nur noch schiefe Töne, die ich selber so nie veröffentlicht hätte. Vai hat für die Aufnahmen der CD höchstens 2 Tage gebraucht und so hört sie sich auch an.
Natürlich hat Vai gehört, dass es nicht perfekt ist, aber der Mammon ruft und es müssen Termine eingehalten werden...
Heutzutage hat sich das (glücklicherweise?) geändert. Die besten Gitarristen sind unbekannte Hobbygitarristen, die einen youtube Channel oder Instragram account haben - und viel Zeit zum üben...
Die Zeit, dass man wie Steve Vai ohne zu üben mit einer langen Mähne berühmt wird, sind vorbei. Die genialen Gitarristen von heute sind verpickelt und tragen Brille.
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Noch mal zum Thema "Child In Time" - Solo: passt es oder nicht?
Das ist sicherlich Geschmackssache, aber es ist so gewollt, weil der Song ohne den schnellen Zwischenteil zu langweilig geworden wäre. Man wollte das komatöse Nirvana "Come As You Are" - Feeling vermeiden.
Dass Lord/Blackmore oft übertrieben haben, kann ich bestätigen. Aber sie waren in der Lage, das Feeling im Studio zu reproduzieren. Als Kind wollte ich unbedingt die komplette "Made In Japan" nachspielen können, aber "Lazy" hab ich immer übersprungen. Jahre später habe ich die Studio Version gehört und war sofort vom ersten Ton an gefesselt. Das darauf folgende Gitarrensolo ist genial.
Übrigens: von allen "Smoke On The Water" Varianten, die jemals gespielt worden sind, ist die ursprüngliche Studioversion die beste.