Noten lesen - Software

Mir gefällt das Vorhaben schon.

Vielen Dank MS-SPO :)

der mit Noten bereits Vertraute setzt ohnehin auf andere Hilfsmittel ;)

Dem kann ich mich auch nur anschliessen. Die Zielgruppe der Anwendung sind auch in erster Linie Personen, die wenige Erfahrungen mit dem Lesen von Noten haben. Jede Person, die auf dem Gebiet weiter fortgeschrittener ist, wird die Software nicht benötigen.

Programmfehler sind doch nicht unbedingt auch Sicherheitslücken, oder? Welchen Hack erlaubt beispielsweise ein fehlender Violinenschlüssel usw. ?

Eine Sicherheitslücke, eine Vulnubability, ist ein Programmfehler. Ein fehlender Violinschlüssel, welchen ich eher als Code Smell einordnen würde, ist auch ein Programmfehler. Allerdings wird ein Angreifer nicht viel mit einem Code Smell - wie z.B. einem fehlenden Violinschlüssel, anfangen können. Aber die Aussage von @Exordium bezieht sich - glaube ich - nicht auf diese Software (PianoNoteCoach), sondern einer ähnlichen Anwendung (welche als Webseite läuft) und Adobe Flash vorraussetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Zielgruppe der Anwendung sind auch in erster Linie Personen, die wenige Erfahrungen mit dem Lesen von Noten haben
Gerade dann wäre die Entfernung schlimmer inhaltlicher Fehler aus der App wesentlich.

Wenn man schon Viertelnoten in einem System mit Violinschlüssel zeigt, was für das einzige bis jetzt erkennbare Lernziel Tonbezeichnungen benennen gar nicht notwendig wäre, dann sollten auch bei einer Leistung vom Hobbyprogrammierer für den Hobbyanfänger zumindest
  • korrekte Taktangaben und Taktstriche angezeigt werden
  • Notenhälse bei Eintragungen im System auf der richtigen Seite des Notenkopfes sitzen
  • bei "Piano" im Namen eine Akkolade gezeigt und Notenbenennung im Bassschlüssel sowie im Übergang der Systeme geübt werden können
Grundregeln der Notation gehen aus den ersten Seiten bekannter Klavierschulen wie Heumann, Rupp, Nikolajew, Emonts usw. hervor, ganz fehlerfrei und dazu noch mit nützlichen Hinweisen versehen.

Gruß Claus
 
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Hobbyprogrammierer

Erstmal bin ich kein "Hobbyprogrammierer", ich habe den Beruf des Anwendungsentwicklers gelernt, also bitte mit solchen Titelbezeichnungen sparsamer umgehen.

Danke für die eingereichten Programmverbesserungen (die Stichpunkte).

korrekte Taktangaben und Taktstriche

Die Taktstriche kann man bei der aktuellen Version über die Optionen anzeigen.

Notenhälse bei Eintragungen im System auf der richtigen Seite des Notenkopfes sitzen

Der Fehler wurde bei dem aktuellsten Release (v1.4) behoben.

bei "Piano" im Namen eine Akkolade gezeigt und Notenbenennung im Bassschlüssel sowie im Übergang der Systeme geübt werden können

Das kommt in der Zukunft vtl. rein, wenn der Bedarf danach aus Seiten der Nutzer besteht. Aktuell dient die Software eher als handliches Hilfsmittel. So etwas zu implementieren ist natürlich machbar, wäre allerdings etwas Arbeit.
 
Ja eben genau so würde ich es nicht machen. Ich würde mir einen Russen suchen, der mir zunächst das Reden beibringt, nicht das Schreiben.
Verstehen ist nicht vorgesehen? :)
Polemik beiseite: Ich denke, wir reden ein klein wenig aneinander vorbei. Es geht nicht um die naive Vorstellung nur mit Notenpauken was über Musik und künstlerisches Klavierspiel zu lernen oder die Anwendung als alleiniges "reicht vollkommen aus"-Übungsmittel zu betrachten.
Ich lerne wie gesagt relativ gut über Lesen und Durchdenken und anschließendes praktisches Üben (das wäre Dein Punkt "Reden"). Selbst beim Motorradfahren haben mir einige eigene und angelesene theroretische Überlegungen (Blickführung, Gewichtsverlagerung) mehr gebracht als einfach nur zu fahren. Dass man die Sachen natürlich praktisch ausprobieren und die Ergebnisse erfahren muss, steht außer Frage. Und nur in der Garage auf dem Moped rumturnen bringt auch nur bedingt was.
Ich halte um mal bei dem Beispiel zu bleiben das Reden etc auch für sehr wichtig (da will man ja hin), was ich parallel gern verbessern würde ist halt das Lesen (in dem Fall genaugenommen "Erkennen") samt zugehörigem Artikulieren (ums mal korrekt zu formulieren - Reden ist dann die nächste Stufe). Ein ganz einfaches Beispiel für mich war z.B. der Kaiserwalzer aus dem Heumann-Buch. Da sind die Takte 1-4 und 9-12 mehr oder weniger gleich, außer der Verschiebung g->a in Takt 9. Ich weiß, dass die da ist und wie sie klingen soll, hatte aber so meine Schwierigkeiten, mich daran zu halten. Die Note haben wir dann auch markiert, aber ich wäre halt gern in der Lage, schnell(er) beim Draufschauen zu sagen: "aha, das ist g". Eben auch um ohne den Russen permanent daneben sitzen zu haben mit Texten arbeiten zu können, ohne jedesmal von c aus zu Zählen. Das Wissen um die anderen Noten rundrum brauch ich natürlich trotzdem.
Ich würde mal sagen es geht hier (nur für den Aspekt Notenlesen!) um den Unterschied zwischen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Der Russe würde einem trotzdem sicher sagen, dass es nicht schadet, die Buchstaben zu kennen und halbwegs flüssig lesen zu können.

Nehmen wir mal Dein Beispiel:
Ich habe wirklich von Russisch nicht die geringste Ahnung, und kyrillisch Lesen oder Schreiben kann ich auch gar nicht. Griechisch habe ich mal ein bisschen geübt, kyrillisch nicht.
Nun ja, ich bin in Griechenland rein vom Lesen her auch ganz ok zurechtgekommen (Städtenamen etc) und habe da von meinen wirklich uralten Russischkenntnissen profitiert. Insofern würde ich das bei Dir schon einige Vorkenntnisse sehen.

Die ersten drei Buchstaben hast Du verraten: Fjod. Das r kenne ich, beim o vermute ich, das es dem deutschen o entspricht. Also: Fjodor (es scheint 2 verschiedene o im Russischen zu geben, oder heißt es Fjedor?). Das kleine d aus dem ersten Wort findet sich im letzten Wort wieder als Großbuchstabe, wiederum gefolgt von einem o. Fjodor Do ..., ha, denn kenn ich doch, das kann nur Dostojewski sein.
Da es Dir offenbar Spaß macht: Ich hätte doch dem ersten Impuls folgen sollen - was entnimmst Du "Фидо Догстоевский"? Wäre echt mal interessant. :)

[/quote]Und plötzlich kann ich das ganze Wort lesen, weil ich es schon vom Sprechen her kenne. Dann kann ich die Buchstaben des mittleren Wortes mit den bereits vorhandenen vergleichen: Da "falschrumme" N kommt wieder vor, es entspricht dem i, wenn es einen Bogen obendrauf hat, ist es wohl ein j.[/quote]Naja, das Letztere stimmt nicht wirklich. Insofern schadet es vielleicht dennoch nicht mal zu schauen, was der Buchstabe tatsächlich ist...

Mir hilft der sinnvolle Textzusammenhang dabei jedenfalls ganz enorm weiter.
Zweifellos. Das Wissen hab ich (noch?) nicht in dem Umfang, möchte aber trotzdem gern schneller optisch Erfassen, was da vor mir steht.

Durch bloßes Buchstaben pauken wäre ich jetzt nach einer halben Stunde üben noch nicht so weit. Ohne sinnvollen Zusammenhang wäre das für mich wie Telefonbuch auswendig lernen.
Ich glaube, wir missverstehen uns weiterhin. Es geht nicht um "bloßes" Pauken von Buchstaben, sondern um die Verbesserung der Erkennung (und für mich noch Zuordnung der entsprechenden Taste auf der Klaviatur) derselben als ein kleiner Baustein des Lernens. Dass das für sich alleine sinnfrei ist, bestreitet (vermutlich) niemand. Und dass man das dann auch gern in "Worten" bis hin zu Sätzen anwenden möchte auch nicht.
BTW: LESEN (selbst "Vorlesen") kann ich alle Noten. Nur halt noch nicht so schnell wie gewünscht. Selbst wenn das perfekt klappen würde - daraus dann einen schönen Gedichtvortrag zu machen bedarf natürlich nochmal weiterer Dinge, ansonsten würde man auf dem Level eines stumpf heruntergehämmerten von Noten generierten midi-Files landen.

Genau das ist mein Beruf, davon lebe ich. Ich habe schon ziemlich vielen Erwachsenen von NULL an das Notenlesen und Klavierspielen beigebracht.
Aus echtem Interesse: Wie bringst Du Deinen Schülern die Verbindung "Note - Klang - Taste" näher? Hast Du eine reine "Noten-Erkennen"-Übung in Deinem Ausbildungsplan oder eher nicht?

Ciao
Jan
 
Der Fehler wurde bei dem aktuellsten Release (v1.4) behoben.
Ich finde nur ein Release 1.3 vom 14.10. War das ein Tippfehler oder bin ich nur zu blöd, die 1.4 zu finden?
Auch die 1.3 sieht deutlich schon schicker aus, enthält aber noch ein ziemliches Ei (zumindest bei meinem Setup): Man muss über Midi alle Noten eine Oktave zu tief spielen (scheint über alle Darstellungen/Schlüssel etc. gleich zu sein). Ich hab mal versucht, es hier mit Midi-Debug einzufangen. Eigentlich sollte man c´´ spielen, wenn ich die Taste betätige wird als Debug-Wert 72 angezeigt und nichts passiert (also wie Fehler). Wenn ich c´ spiele (Debug-Wert 60) wird das als korrekt erkannt. Laut kurzer Recherche im Netz müsste 72 als korrekt erkannt werden.
upload_2019-10-15_22-35-50.png


Ciao
Jan
 
Aus echtem Interesse: Wie bringst Du Deinen Schülern die Verbindung "Note - Klang - Taste" näher? Hast Du eine reine "Noten-Erkennen"-Übung in Deinem Ausbildungsplan oder eher nicht?
Für erwachsene blutige Anfänger: 3 Noten links, drei Noten rechts. Damit kann man schon ein paar bekannte Melodie spielen. Dann Ton um Ton, Lage um Lage erweitern, bis man alles kann. Dabei muß man langsam vorgehen, denn dann lernt man es schneller.

Die "Noten-Erkennen-Übung" besteht einfach darin, daß man Noten nimmt und sie liest. Man kann das z.B. im Zusammenhang mit Tonleitern- bzw. Tonarten-Üben machen, indem man Stücke in der Tonart liest, die man gerade übt. Tonart-Üben heißt: Tonleiter beidhändig, Dreiklangsumkehrungen L + R, Stufendreiklänge spielen und benennen können, Kadenz in allen Umkehrungen, bestimmte Akkordverbindungen (I VI II V etc. Das ist je nach Könnensstand beliebig erweiterbar.) All das kann man dann in einem Stück in der entsprechenden Tonart in Noten aufgeschrieben wiederfinden.

Am schwierigsten sind Erwachsene, die schon ohne Noten spielen können, und dann doch noch Noten lernen wollen. Z.B. die "Youtube-Tutorial-Opfer". Die brauchen einen eisernen Durchhaltewillen, denn sie könen besser spielen, als sie lesen können, und müssen zum Lesen Lernen ihr Spielniveau deutlich herunterfahren. Und das ist echt schwer. Für diese Leute wäre es gut, wenn mal jemand, der im Notenlesen und im Programmieren sehr versiert ist (was z.B. Tonarten, Akkordumkehrungen, Arpeggien etc. angeht) eine Notenlese-Übungsapp entwickelt, die das alles beinhaltet. Da müßte dann z.B. so etwas kommen:

upload_2019-10-16_2-19-6.png

Und dann müßte man bltzschnell die Antwort parat haben: H-Dur, zweite Umkehung, Alberti-Bässe, dazu richtige Fingersätze wissen und das Ganze auf einer MIDI-Tastatur spielen können.
So etwas in der Art würde mMn Sinn machen. Wenn man schnell Notenlesen lernen will, muß man Gruppen von Noten lesen, nicht einzelne Noten.

Viele Grüße,
McCoy
 
Ich finde nur ein Release 1.3 vom 14.10. War das ein Tippfehler oder bin ich nur zu blöd, die 1.4 zu finden?

War ein Tippfehler, ich meinte die 1.3

Wegen dem zweiten Punkt: Ich hab das mal selber getestet und bei mir war C5 auf der 60. Vielleicht hab ich mich da auch versehen. Aber wenn das so offiziell da steht, kann ich das auch ändern.
 
Wegen dem zweiten Punkt: Ich hab das mal selber getestet und bei mir war C5 auf der 60.
Hmm. Welches C5 meinst Du denn? Soweit ich gelesen habe, ist nicht einheitlich vorgeschrieben, ob das mittlere C als C2, C3, oder wie auch immer bezeichnet wird. Z.b. hier wird ein Unterschied zwischen Yamaha und diversen anderen erwähnt.
Andererseits ist das quasi egal: Der Wert 60 sollte Mittel-C entsprechen. Welches C auf Deinem Midi-Keyboard muss Du denn spielen, damit die oben dargestellte Note (oder z.B. das mittlere C) als richtig anerkannt wird?

Ciao
Jan
 
Es gibt verschiedene Bezeichnungen, außerhalb der (akademisch-)klassischen Musik mit dem Helmholtz-System richtet man sich aber längst nach den bei Ton-Großmeister Sengpiel seelig schön dargestellen Bezeichnungen, die das "mittlere C" oder "Schlüsselloch"-C als C4 bezeichnet.
Die C-Tasten wurden dafür am 88 Tasten Piano einfach von links nach rechts durchgezählt.
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-notennamen.htm
Übersichtstabelle bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Tonsymbol

Das folgende Zeichen <-> hat keine Bedeutung außer dem eines Abstandshalters, Komma und Minus wären hier missverständlich.

Am Klavier ist der Ton der tiefsten Taste nach klassischer Lesart das
Subkontra A auch ,,A und darüber folgen
Kontra C <-> ,C <-> C1
Großes C <-> C <-> C2
Kleines c <-> c <-> C3
eingestrichenes c <-> c' <-> C4
und so geht es weiter bis zum fünfgestrichenen c

Keyboards haben unterschiedliche Tastenumfänge, aber immer das eingestrichene c und das ist immer Midi-Note 60.
Tabelle dazu: https://www.inspiredacoustics.com/en/MIDI_note_numbers_and_center_frequencies


Gruß Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit C5 meine ich das mittlere. Soweit ich weiß wird das auch so vorgeschrieben.
Wurde ja schon ausführlich beantwortet. Vielleich noch als Ergänzung: Das C4=Mittel-C ist, ist eine von mehreren Konventionen. Also kann bei Deinem durchaus das mittlere C als C5 bezeichnet sein.

Ich muss das dritte C von links spielen. Aber vielleicht unterscheidet sich das auch von Hersteller zu Hersteller.
Öhm, was ist das für ein Gerät, bei dem c'' das dritte C von links ist? So oder so sollte der Midi-Wert 72 für mein Beispiel korrekt sein.

Ciao
Jan
 
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