Meine Pedalboards, eure Meinung (und Expertise) :)

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Bluedog
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Hallo Leute,

ich sage erstmal Hallo in die Runde. Ich bin vor vielen Jahren hier mal angemeldet gewesen in dem Forum und war hier auch immer gerne unterwegs. Leider finde ich meine alten Anmeldedaten nicht mehr. Deshalb habe ich mich neu registriert.

Nun zu meinem Anliegen: Ich plane aktuell mit einem Mix aus vorhandenen und neuen Sachen ein Setup rund um mein Fractal AX8 (das ich immer noch lieb hab). Die Grundidee ist, dieses mit ein paar ausgewählten Effektgeräten zu erweitern. Außerdem möchte ich das Setup gerne aufteilen auf zwei verschiedene Pedalboards.
Das Board rund um das AX8 gepaart mit einem Eventide H90 und einem Tube-Preamp wie dem Tubesteader Magnezium soll im Heimstudio an der Wand hängen (befestigt mittels einer Monitorhaltung und dadurch ranziehbar). Das spart Platz auf dem Boden und die Effektparameter lassen sich direkt an den Geräten einstellen. Auf dem Schaubild liegt da noch ein kleines Relay von Morningstar, mit dem der Magnezium per Midi-Controller gesteuert werden soll. Ich nenne das ganze hier mal Board 1.
Das zweite Board (oder Board 2) soll neben zwei Expression Pedalen noch ein Digitech The Drop sowie ein Digitech FreqOut beherbergen. Der schwarze Platzhalter auf dem Bild steht für einen Voes MX-6 Midicontroller mit sechs Fußtastern. Die Grundidee dieses Boards ist, dass hier alles draufsteht, was mit den Füßen bedient wird.

Die Signalweg soll so aussehen: Gitarre --> The Drop --> FreqOut --> Magnezium --> AX8-In --> AX8-FX-Send (Stereo) --> H90 (Stereo) --> AX8-FX-Return (Stereo) -->AX8-Out (Stereo)
Die Command-Chain so:
- Midi-Controller MX-6 und ein Expression Pedal in AX8
- zweites Expression Pedal in H90
- Morningstar TRS/Midi-Relay in MX-6

Was ich noch nicht geplant habe und wozu ich mir sehr gerne euren Input wünsche:
1. Wie versorge ich die beiden Boards jeweils am sinnvollsten mit Strom? Ich habe noch ein Voodoo Lab Pedal Power 2 rumliegen. Das scheint mir etwas zu überdimensioniert für Board 2. Mit Strom versorgt werden müssen hier die beiden Treter von Digitech sowie wohl auch der Midi Controller (9-12v Power Adapter 2.1mm). Bei Board sind eigentlich ausschließlich stromhungrige Geräte mit eigenen Netzsteckern/Netzteilen drauf.
2. Wie organisiere ich den Kabelsalat zwischen den beiden Boards am schlausten? Das Signal muss im Grunde einmal von Board 2 zu Board 1. Aufwendiger wird es bei den Steuerkabeln. Die Expression-Pedale müssen mit jeweils einem Kabel rüber, der Midi-Controller mit einem Midi-Kabel von Board 2 zu 1 und das Relay von Board 1 zu 2 für die Relays. Da bin ich dann bei fünf Verbindungen. Ich habe gesehen, dass es dafür Interfaces bzw Patchbays gibt, an die man jeweils alles an einem Board ansteckt. Das wäre hilfreich, denn dann könnte man die Patchbays der beiden Boards einfach zusammenstecken. Weil das Setup nicht nur im Heimstudio sondern auch Live zum Einsatz kommen soll, will ich Auf- und Abbau möglichst effizient gestalten. Könnt ihr da was empfehlen?
3. Wie ist so generelle eure Meinung zum Setup? Was würdet ihr ändern/verbessern?
4. Habt ihr Empfehlungen für passende Pedalboards?
5. Auf Board 1 ist ja das blaue Relay zu sehen. Das soll letztlich unter dem Pedalboard landen. Dadurch wird hier noch ein bisschen Platz frei, der gefüllt werden darf. Habt ihr Ideen, welches Gerät den Platz hier noch sinnvoll ausfüllen könnte? Es dürfen auch gerne Empfehlungen für Pedale sein, die das Setup eurer Meinung nach bereichern.
Vielen Dank im Voraus, euer Bluedog! :)
 

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Hi @Bluedog

Wie ist so generelle eure Meinung zum Setup? Was würdet ihr ändern/verbessern?
Ich würde auf das Board, was live genutzt werden soll, auf jeden Fall noch einen Tuner packen, an die erste Stelle noch vor dem Digi Drop.

Gruß
P.
 
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Hi und Dankeschön!
Vielleicht muss ich mich in dem einen Punkt klarer ausdrücken: Live genutzt werden beide Boards. Ich teile das halt auf zwei Boards auf, damit ich daheim Board 1 an die Wand packen kann, aus Platzgründen und weil ich die Sachen, an denen man für die Parameter rumschraubt, auf Arbeitshöhe hat. Aber die zwei Boards kommen immer nur in Verbindung miteinander zum Einsatz. Live liegen sie nebeneinander und werden zusammengestöpselt, und im Studio liegt Board 2 auf dem Boden und Board 2 hängt am Schreibtisch.
Viele Grüße!
 
Habt ihr Empfehlungen für passende Pedalboards?
ich nutze zwar selber keine Pedalboards, aber ich schau auch gerne mal über den Tellerrand. dabei habe ich auch mal gesehen, dass es bei bei Rockboard, diese MOD Module gibt um sie in die Boards einzubauen:

https://www.thomann.de/de/search.ht... MOD&sp=solr_improved_sh&cme=true&filter=true

wenn du die anschaust, dann siehst du auch, dass es da Module mit DC Durchführung gibt, da könntest du z.B. ins Hauptboard ein Netzteil verbauen und dann einfach ähnlich wie bei ner Daisychain die Boards verbinden. bin da nicht ganz im Game, aber das sind schon coole features, bzw. falls du schon irgendwelche boards hast die du weiter verwenden magst kannst du ja auch schauen ob man sowas adaptieren kann, bzw. mit genügend handwerklichen Background ist sowas auch einfach aufgebaut.
 
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*edit*
Genial, danke! Das ist wahrscheinlich genau die Lösung, die ich gesucht habe: https://www.thomann.de/de/rockboard_mod_2_v2_midi_usb_patchbay.htm
Vier Mal TRS und dann MIDI. Ob der Netzstecker tatsächlich für Daisychaining gedacht ist, bezweifle ich ein bisschen, wahrscheinlich führt der nur einen Netzstecker des Pedalboards an die Patchbay. Wäre aber auch nicht tragisch. Selbst zusammenlöten könnte ich das schon und habe es vor vielen Jahren auch bei meinem Rack gemacht. Zumindest so ein leere Blende, in die man dann die TRS- und Midi-Stecker einschraubt, wäre aber schon notwendig.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hatte auch mal den Gedanken, meine Pedale auf zwei Boards aufzuteilen und stellte mir dann ähnliche Fragen wie du: Stromversorgung, Verbindungen zwischen den Boards usw. Bei mir war der ursprüngliche Gedanke zwar etwas anders als bei dir, aber letztlich sehr vergleichbar: ich habe zu Hause ein Rack und für die Probe ein Pedalboard. Allerdings will ich auch das Wah, den Tuner, das Digitech Ricochet vor dem Rack anschließen können. Deshalb wollte ich diese Pedale und vielleicht noch ein oder zwei weitere vielleicht auf ein kleines Board auslagern. Allerdings habe ich mich dann doch für ein einziges Board entschieden und stehe nun kurz davor, mit über eine kleine Connection-Box einen Anschluss zu basteln wie bei einem Klinkenbuchsen-Insert, d. h. eine Stereo-Klinkenbuchse kann das Signal hinter dem Wah nach außen leiten in mein Rack, und falls da nix eingesteckt ist, geht das Signal direkt weiter zum nächsten Pedal auf dem Board.
So ist weiterhin alles auf einem Board und dadurch insgesamt einfacher. Ich habe die ergonomische Erreichbarkeit der Regler so gelöst, dass ich mir was ans Rack gebastelt habe, womit ich das Pedalboard oben drauf stellen kann und solange ich nicht mit den Füßen das Wah oder Ricochet bedienen muss, kann ich auf Sitz- oder Stehhöhe schön an alle Bedienelemente und den Sound feinjustieren. Mit einem Handgriff kann ich das Board auch auf den Boden legen und ganz normal damit spielen.
Ich bin ein Freund von einfachen Lösungen und für mich ist es das so. Aber das Aufteilen auf mehrere Boards hat natürlich auch Vorteile. ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Sowas wie dieses Modul habe ich mir eben auch selbst gebastelt/gelötet. Ist ja sehr einfach und wenn du es selbst baust, bisst du maximal flexibel, wie du es machst. Hier ein Video, wo sowas auch vorgestellt wird:
View: https://youtu.be/-WnlbeG0tPo?si=WQDOMtoxhSpJJRNu
 
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Ich bin ein Freund von einfachen Lösungen und für mich ist es das so. Aber das Aufteilen auf mehrere Boards hat natürlich auch Vorteile. ;)
Ja, verstehe ich und bin da auch voll bei dir! Je einfacher desto besser. Ich komme selbst aus der Rack-Ecke und hatte mir vor vielen, vielen Jahren eins gebaut mit Mesa Boogie End- und Vorstufe, TC-Electronic-Multieffekt und Effektschublade gesteuert über einen Midi-Controller. Alles an einer 4x12 Box. Ist heute einfach alles viel zu schwer und zu laut für mich und der Platz ist auch nicht mehr da. Dank AX8 konnte ich dann endlich wieder daheim Musik machen, ohne dass die Wände wackeln. Auch wenn das Rack mehr Spaß gemacht hat...
Im Grunde kannste mein Board 1 als so eine Art Rack betrachten mit dem AX8 als zentrale Unit. Nur dass es eben nicht in einem 19-Zoll-Gehäuse steckt. Ich habe auch schon drüber nachgedacht, auf eine Rackunit umzurüsten. Aber so ein Axe-FX III und Co ist mir grad ein bisschen zu teuer und auch völliger Overkill. Hatte auch mal mit einem ENGL Ironhead SE Miniamp (Vollröhre plus IRs) geliebäugelt. Aber am Ende ändert es nichts am grundlegenden Setup.
Deine Lösung klingt super-elegant! Ich habe leider nicht den Platz, weder für ein großes Board auf dem Boden noch um das irgendwo draufzustellen. Ich habe das Ax8 jetzt halt schon freischwebend mit einer selbstgebauten Kontruktion überm Schreibtisch (siehe Foto, da ist noch ein bisschen viel Kabelsalat, der sortiert werden will). Das Board 2 wird dann ganz klein und fein und ich kann dann mit dem kleinen Voes Midi-Controller im Studio schalten (plus die beiden Pedals und Expressions) und live auf der Bühne gibt mir dann das AX8 weitere Schaltmöglichkeiten. Im Grunde ist es also ebenfalls eine Art Rack-Pedalboard-Lösung, aber mit zwei Pedalboards. ;)
 

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Jeder hat ja auch eine andere Situation, sowohl vom Platz her, von den Vorlieben, den vorhandenen Geräten usw. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Es ist doch sowieso eine endlose Reise mit dem Equipment. Man denkt sich zu einem Zeitpunkt: so soll es sein, so wäre es perfekt. Und dann setzt man das so um und in der Zwischenzeit hat man schon wieder andere Ideen oder Anforderungen. Wichtig ist, dass man sich das Leben leichter macht und nicht schwerer. Mit der Zeit habe ich einfach mal erkannt, dass es möglichst einfach sein sollte, Musik zu machen, Ideen auszuprobieren und auch aufnehmen zu können. Alles sollte spiel- und aufnahmebereit da stehen, hängen oder liegen. Das ist das allerwichtigste. Der Rest ergibt sich dann und vor allem bekommt man immer wieder Impulse durch andere, indem man sieht, wie die was machen. Das passt nicht immer 1:1 für einen selbst, aber mit etwas Kreativität kommt man dann auf gute Ideen, die für einen passen. So eine Connection/Junction-Box zum Beispiel ist zwar nur ein ganz einfaches Ding, aber genau das Richtige für ein Pedalboard. Ich habe meins an der Seite unter mein Palmer-Board geschraubt. Hat sich schon sehr bewährt.
Viel Erfolg bei deinem Projekt. ;)
 
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Ob der Netzstecker tatsächlich für Daisychaining gedacht ist, bezweifle ich ein bisschen
Das sind einfach nur zwei Buchsen mit Durchkontaktierung wenn ich das richtig gesehen habe, d.H. du kannst einfach mit kaltgeräte ins Hauptboard, da dann auf AxeFX und DC Supply gehen und und über die DC-Buchse halt das Satellitenboard danstecken. im Grunde hast du da keine vorgegebene Richtung. Simpel aber durchaus praktisch.


AAAAH CATCORE!!!
was mir grad noch eingefallen ist, alternativ zu den Rockboardeinsätzen kannst du auch Catcore/Netcore/name what you want verwenden.
da kommen quasi 4 Symmetrische Kabel auf einen ethercon, das kannst du dann wahlweise via billigen Patchkabel oder teuren Ethercon verbinden. Spoiler: billige CAT 5 reichen dicke, hab nichtmal asymetrisch auf 35 Meter irgendwelche Probleme. hab ich z.B. um meine Racks zu verbinden, ich nutze da Pronomic:
https://www.kirstein.de/?type=search&query=netcore&cl=search_result
aber im Grunde ist nahezu wurst welcher Hersteller, Thomann hat auch ne Günstige Serie:

Adam Hall hat sowas z.B. auch sehr Platzsparend im Angebot:
 
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@suckspeed
Vielen lieben Dank, das hast du perfekt formuliert! 🫶
Ich finde den Austausch ebenfalls sehr spannend - bei allem was sich um unsere Leidenschaft dreht: Equipment, Genres, Stile. Davon lebt die Musik! 😊
Ich bin super dankbar, dass ich davon profitieren kann und wenn andere sich davon inspirieren lassen, umso schöner.
 
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