dürfen "Selbstkäufer" ebenfalls am Wettbewerb um den Preis teilnehmen oder nicht
Halte ich für sinnvoll. Das bisherige Procedere ähnelte ja mehr oder weniger einem Wahlkampf. Jeder Bewerber zeigt sich von seiner besten Seite. Der eigentliche Wettkampf kommt erst noch, und da zeigt sich dann, inwieweit das Ergebnis mit den schönen Worten Schritt hält. Die Rangliste kann sich noch stark verändern. Das Veränderungspotential ist sicher größer als beim im Sport üblichen System aus Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale, es ähnelt eher einer Bundestagswahl mit anschließendem Proberegieren und erneuter Abstimmung. Wenn hier jemand gegenüber der ersten Runde so stark aufholt, dass er/sie an allen anderen Bewerbern vorbei zieht, darf man das wohl einen verdienten Sieg nennen.
Das wäre doch irgendwie unfair.
Es ist auch irgendwie unfair, dass manche einen Vollröhren-Combo und ein gutes Mikrofon haben und manche ihren Diodenverzerrer (mit mehr oder weniger unbefriedigenden Filtern) direkt in den Mikrofon-Vorverstärker einstöpseln müssen. Und letztlich spielen auch die interpretatorischen Fähigkeiten des Erbauers eine Rolle. So gesehen bräuchten wir (wenn man mal von 75 Gitarren und 25 Bässen ausgeht) zur Schaffung gleicher Voraussetzungen einen Gitarristen, der Zeit und Lust hat, alle 75 Gitarren durchzuchecken und Soundfiles zu erstellen, und außerdem einen Bassisten, der dasselbe mit den 25 Bässen macht.
Da kann man eigentlich nur an die Objektivität und Nachsicht der Wähler appellieren und sie bitten, die Klangfarben in Relation zum verwendeten Equipment zu beurteilen und nicht nur nach den Soundfiles zu gehen. Zumal es noch zahlreiche Beurteilungskriterien gibt, die erst einmal nichts mit dem Klang zu tun haben. So sind einige Lackierungen schwieriger anzufertigen als andere. Die Anbringung einer zusätzlichen Tonabnehmerfräsung und die Vergrößerung der vorhandenen Fräsungen sind auch nicht ganz einfach. Eventuell will man sogar eine klassische Tele-Bestückung in einen irgendwo aufgetriebenen Korpus mit zwei Humbuckerfräsungen einbauen, dann muss man eine der beiden Fräsungen vergrößern und die andere verkleinern. Gerade letzteres ist alles Andere als trivial, wenn das Ergebnis sauber aussehen und womöglich noch transparent lackiert werden soll.
Ferner gibt es abgesehen von der Lackierungs- und Bestückungsfrage noch viele andere Möglichkeiten zur Schaffung eines iInstruments mit persönlicher Note. Einige Teilnehmer haben sich darüber sehr viele Gedanken gemacht und sind nun mit Feuereifer bei der Verwirklichung ihrer Ideen. Andere wiederum bemühen sich um eine möglichst unterhaltsame Präsentation ihres Bauvorhabens. All das will gebührend berücksichtigt werden.
die T-Style Bausätze sollen am 25.10. bei Thomann eintreffen.
Dann ist es ja quasi egal, ob ich noch 25-26 Tage auf meinen Zahlungseingang warte oder gleich heute bestelle. Eine Frage noch. Bis wann müssen die T-Style-Bastler fertig werden und bis wann die Anderen?