Amps im Laden testen aber nicht kaufen?

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Ben W.

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Hallo,

Ich weiß ja es heißt immer man solle einen
Verstärker anspielen, bevor man abwägt ihn (dann aber gebraucht) zu kaufen.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob man einfach in den gut sortierten
Musikladen in der Nähe geht, vorgibt an einem Verstärker interessiert zu sein,
dann aber mit der Absicht in besagtem Laden nichts zu kaufen ein paar Verstärker
durchprobiert, und letztlich dann doch das Inserat aus dem Internet zuhause stehen
hat.
Ich hätte auf diesem Weg ein sehr schlechtes Gewissen, da ich das Geschäft dadurch
schamlos ausnutzen würde.

Ist das trotzdem der allgemeine Weg, wenn einem vorgeschlagen wird,
"Amps anzutesten"?

Danke schonmal, Ben
 
Götterfunke

Götterfunke

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Ich mach das auch so, aber ich kauf auch immer wieder was in dem Geschäft, so muss ich kein schlechtes Gewissen haben.
 
LongLostHope

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Ja es ist der gängige Weg, beim Musikgeschäft Amps zu testen und keinen zu kaufen.

Ich gehe oft sogar noch weiter:
Ich bestelle sogar immer mal wieder extra Amps und Gitarren in meinem Musikgeschäft und sag aber gleich dass ich das Zeug nur zum Testen bestell und weahrscheinlich nicht kaufen werde. Wenn du ein gutes Musikgeschäft hast und keinen sehr ausgefallenen Wunsch hast, wird es sogar das ohne Probleme machen. Wenn du ihn nicht kaufst, kauft ihn eben ein anderer.

Ob man das, was einem gefällt dann auch in diesem Geschäft kauft, ist "Charaktersache". Ich kaufe alles dort, auch wenn sie es bestellen müssen und ich es bei Thomann um 10Eur günstiger und schneller bekomme.

Man bekommt es einfach durch super service gedankt, wenn man im Laufe der letzten 10 Jahren einige Tausender in dem Geschäft liegen lassen hat. Und ich persönlcih möchte den Laden einfach auch unterstützen. Mann kennt sich, kann sich leiden und es ist einfach ein Geben und Nehmen.
 
joeck

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Das muss jeder letztendlich für sich entscheiden... Ich teste im Laden und und kaufe dann auch dort, immerhin nutze ich die Möglichkeiten vor Ort, die mit entsprechenden Kosten für das Geschäft verbunden sind - Anschaffung der Ware, Lagerung und vor allem der Personaleinsatz... Wenn ich mit dem Vorsatz den Laden betreten würde, hier anzutesten (dabei Einsatz abzuverlangen und damit Kosten zu produzieren), um dann für ein paar Euronen weniger dann im Internet zu kaufen, käme ich mir wie ein Schnorrer vor. Die Frage ist doch, warum der Online-Anbieter im Zweifel billiger ist bzw. sein kann? Im Zweifel hat er eben nicht die Kosten, die ein "normaler" Händlerbetrieb vor Ort hat. VORSICHT - für die Betriebe, die sowohl einen Verkauf vor Ort genauso betreiben, wie den Internethandel, trifft dies nur sehr eingeschränkt zu (insbesondere für den Musikerservice...) - denn den Service und Wareneinsatz vor Ort bieten die eben auch...

Für mich kommt aber auch ein anderer Punkt dazu - wenn ich mit die Ware beispielsweise nicht klar komm oder diese nicht in Ordnung ist, will ich auch eine Person vor Augen haben, mit dem man diese Probleme aus der Welt schaffen kann. Das hat bisher immer einwandfrei geklappt und das ist mir auch einen (in Grenzen) höheren Preis wert! Kurz gesagt - wenn der Service stimmt, kaufe ich immer vor Ort beim Händler meines Vertrauens....

Gruß
Jochen
 
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Ben W.

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Mir geht es hier vor allem um Gebrauchtkauf, bei dem die Ware schnell nicht nur 10,
sondern auch gerne mal ein paar hundert Euro billiger sein kann. Trotzdem will ich ja
nicht blindkaufen, was bei gebrauchten verstärkern ja warscheinlich noch fataler ist :).
Aber letztlich hast du/ihr warscheinlich recht, es kommt nur daraufan wie ich die Sache
mit meinem Gewissen vereinbare.
 
S

slaytalix

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Beim Kauf in Ladengeschäften gilt aber nicht das Fernabsatzgesetz, Rücknahmen zum Kauf auf Probe oder nach Probe ist dann Kulanzsache.

Ja, mache ich auch so. Der Laden um die Ecke bietet eben guten Service, gekauft dann über Versandhaus.

Sehr ulkig, wenn ich im Laden nicht bedient werde, wenn ich aus Kostengründen, um Parkgebühren im Parkhaus zu sparen, mit dem Fahrrad in die Stadt fahre, ziemlich naß bin & mit Regenjacke nicht als solventer Käufer angesehen werde.

Kleider machen eben doch Leute :rolleyes::redface:
 
uija

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Naja, du sagst, du kaufst eh im Versandhaus. Ich würde dich dann auch nicht bedienen. Wenn da ein "Kunde" seit Jahren ein- und ausgehen würde, seinen Fähigkeiten beim Testen nach definitiv Equipment haben muss, ständig irgendwelche neuen Sachen antestet, aber jedes mal ohne was rausgeht, dann wissen die, dass du so aggierst. Ich finds freundlich ausgedrückt eine Unverschämtheit. Die Ladengeschäfte sind desshalb teurer als einige Versandhäuser, weil sie Ladenfläche mieten, Personal für Service und Beratungsgespräche bezahlen und Produkte vorfinanzieren, die nach X mal anspielen nichtmehr als Neuware verkauft werden müssen. Das, was du im Ladengeschäft machst, produziert ja nun auch Kosten.
Daß du also nicht bedient wirst, wird also nicht unbedingt an deinen Klamotten liegen.

Ich geh seit 9 Jahren, die ich in dieser Stadt wohne im selben Geschäft einkaufen, kenn mittlerweile jeden Verkäufer mit Namen, hab jedes mal richtig Spaß da vorbeizugehen und bin auch in der Mittagspause mal da, nur um zu klönen. Über die Zeit zahlt man selten den Listenpreis für das gekaufte, oder bekommt Zubehör oben drauf, noch nie hatte ich Probleme, wenn ich ne Woche später wiederkam und meinte "Hmpf, der Amp klingt hier echt geil, aber im Proberaum mit der Band ist das nix". Da wird anstandslos zurückgenommen und mit dem selben Elan nach einer Lösung gesucht. Das kann mir kein Versandhaus bieten. Klar, ich hab auch schon beim großen T, hier bei MS selbst bei Ebay bestellt. Grundsätzlich aber nur aus Gründen, die mit Beruf und keiner Zeit fürn Laden zu tun hatte oder weils die Produkte einfach nicht gibt in "meinem" Laden.

Wenns um Gebrauchtgeräte geht, würd ich fast sagen: Wenn man Stammkunde in einem Laden ist und sagt: Hey, ich hab da nen Angebot für nen Gebrauchten XY, ihr habt so einen hier rumstehen, ist das okay, wenn ich mir den mal anguck" dann sollte das keine Probleme machen, weil die ja wissen, daß du nicht nur Beratungsschmarotzer bist.
 
S

slaytalix

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Nein, das hast Du mißverstanden. Ich bin selbst PA Vermieter, der Forenbetreiber hier kennt mich ja.

Ich trete eher mal als Testkäufer auf.

Siehe auch im Automagazin einen Beitrag, wo Mann & Frau in unterschiedlicher Kleidung jeweils Autos kaufen wollten.

Wenn man nur nach dem Aussehen potentielle Kunden abschreckt & nicht bedient, ist das schon sehr leichtsinnig.

Ich schicke Dir mal eine PN
 
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switch

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Sehr ulkig, wenn ich im Laden nicht bedient werde, wenn ich aus Kostengründen, um Parkgebühren im Parkhaus zu sparen, mit dem Fahrrad in die Stadt fahre, ziemlich naß bin & mit Regenjacke nicht als solventer Käufer angesehen werde.
:rolleyes::redface:

Hallo
bin privat auch öfter mit dem Mountain Bike unterwegs.Manchmal auch mit Arbeitskleidung.
Macht mir nichts aus.Werde normal immer angemessen behandelt wenn ich daß mal so ausdrücken darf.Will heißen so wie in unserem Ländle der Kunde halt behandelt wird.Kurz ausgedrückt erst mal ignoriert.Hole ich dann 1000 oder 2000,- Euro aus der Hosentasche weil ich das Produkt XY kaufen will dann ändert sich die Situation schlagartig.Dann werde ich behandelt als wäre ich ein alter Bekannter der noch nie wo anders gekauft hat.Selbst wenn ich den Laden das erste mal im Leben betreten habe.Meisten quittiere ich solche Einkäufe mit brutalstem runterhandeln der Preise bis zur Schmerzgrenze.Ohne Scham.Ist meine Art der Ignoranz dem Verkäufer gegenüber.
Was das antesten von Equipment angeht und dem Kauf woanders z.B im Internet habe ich folgenden Rat.Nur keine falsche Scham.Es gibt nach wie vor sehr große Preisdifferenzen.
Also im Laden fragen ob am Preis noch was geht falls das möglich ist.Wenn nicht dann dem Verkäufer ruhig mal eine Absage erteilen und bei der Konkurrenz Billiger kaufen.
Ich habe dies meinem Händler meines Vertrauens auch schon gesagt.Röhrenverstärker!
Preisdifferenz 160,- Euro.Er hat mir gesagt am Preis gehe nichts mehr.Nicht mal 10,- Euro nach unten.Da habe ich Ihm gesagt das ich dann halt leider bei der Konkurrenz kaufen werde und habe.Und Ausstellungsware zum antesten unterliegt ja keinem Kaufzwang.
Also testen und verhandeln.

Gruß
switch
 
smello

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Also ich hab das bei meinem letzten Gebrauchtkauf auch gemacht, also da getestet und dann halt gebraucht gekauft.
Hab gefragt obs in Ordnung ist und sie meinten, dass sei kein Problem.
Liegt wahrscheinlich auch da dran, dass ich dort auch schon oft anderes Zeug gekauft habe und die mich kennen.
Und wenn ich dort oft kaufe, brauche ich auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich sie mal "ausnutze" ;)
 
adrenaline

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Hallo
.Meisten quittiere ich solche Einkäufe mit brutalstem runterhandeln der Preise bis zur Schmerzgrenze.Ohne Scham.Ist meine Art der Ignoranz dem Verkäufer gegenüber.
Was das antesten von Equipment angeht und dem Kauf woanders z.B im Internet habe ich folgenden Rat.Nur keine falsche Scham.Es gibt nach wie vor sehr große Preisdifferenzen.
Also im Laden fragen ob am Preis noch was geht falls das möglich ist.Wenn nicht dann dem Verkäufer ruhig mal eine Absage erteilen und bei der Konkurrenz Billiger kaufen.
Ich habe dies meinem Händler meines Vertrauens auch schon gesagt.Röhrenverstärker!
Preisdifferenz 160,- Euro.Er hat mir gesagt am Preis gehe nichts mehr.Nicht mal 10,- Euro nach unten.Da habe ich Ihm gesagt das ich dann halt leider bei der Konkurrenz kaufen werde und habe.Und Ausstellungsware zum antesten unterliegt ja keinem Kaufzwang.
Also testen und verhandeln.

Gruß
switch

Tja, ich kann aber auch den Verkäufer verstehen, wenn er kein Bock hat, 20 Minuten um 10 euro zu feilschen.
Es gibt nämlich auch Kunden, die glauben, nur weil sie Geld haben, könnten sie sich wie neureiche Russen benehmen und wenn man nicht an die Schmerzgrenze geht, dann freut sich eben die Konkurrenz.
Klar, das ist Kapitalismus, aber zum Verkaufen gehört eben doch noch mehr als den billigsten Preis und klar gibt es Verkäufer, die liebr nen anderen Beruf hätten wählen sollen.
Doch gerade weil es ziemlich vielen Kunden gibt, die nur testen, das Beste wollen und dann sich nen Plektrum kaufen und zum t gehen, sind sie ziemlich angekotzt auf Dauer, wenn man 20 solcher Kunden am Tag bedienen muss.

Alles ein Geben und Nehmen :).

Versucht einfach mal zu schauen, was das Produkt für euch für einen Wert hat, dann sind glaube ich meistens beide zufrieden ..

Denn Thomann und die anderen machen auch meistens über 50% Gewinn, selbst beim billigsten Preis, da sollte man sich doch auch "betrogen" fühlen, oder ? :rolleyes:
 
Alucard2142

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also ganz erlich, was bitte ist bei so einer aktion dabei? ich hab selbst geplant in den osterferien mal zu thomann zu fahren und dort 5 verschiedene röhrentopteile nur anzuspielen. ich hab auch vor mir ein neues topteil zu kaufen, allerdings erst, wenn ich das geld zusammengespart habe:D.
ich hab mir auch listen für jeden einzelnen verstärker zusammengestellt, da kann ich schön notieren, was mir an dem amp gefällt und was nicht usw.
und warum sollten die dir schief kommen? ich mein, du bist ein potentieller kunde. und wer kann es sich heute noch leisten, potentielle kunden aus dem geschäft zu schicken?

oder hat es einer schonmal erlebt, dass er beim anspielen des X-ten verstärkers aus dem laden herausgebeten wurde? falls ja, bitte story ausführlich posten=)
 
OneStone

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Es geht nicht um solche Läden wie Thomann, sondern um Läden wie den kleinen Musikladen um die Ecke, der wegen solchen Läden wie Thomann oder Ebay immer weniger Geschäft machen und der eigentlich zu einer ausgelagerten Servicestation von Thomann und Co mutiert ist, weil die Leute bei ihm etwas antesten, was sie nachher bei Thomann oder Ebay kaufen, weils da nunmal billiger ist.

Der kleine Laden um die Ecke ist nicht in der Lage, mal eben 500 Amps zu bestellen, der hat vielleicht 1-2 Stück da und er bekommt auch keine Dumping-Einkaufspreise, wie man das teils bei Ebay und Co beobachten. Und das schlägt sich im Preis wieder.

Da heute ja Geiz geil ist, achten die Leute auch nicht auf den Service oder anderes, sondern nur aufs Geld und das führt dazu, dass kleine Läden ausgebeutet und große Läden unterstützt werden.

Wenn man in den jeweiligen Läden sonst immer mal wieder was einkauft, aber eben ein Gebrauchtangebot hat und eben dieses Gerät dann testet, dann sagt ja keiner was, aber wenn man die Läden ausschließlich als Teststation missbraucht, dann ist das einfach nicht besonders sozial.

Und wenn jetzt mal wieder einer kommt mit "das ist aber nicht verboten...", dann sollte sich derjenige mal überlegen, ob er noch einen Funken moralischer Grundbildung in sich hat oder ob er zu den Personen gehört, die alles mit Verboten regeln müssen und beispielsweise hier um die Ecke eine übersichtliche Straße auf Tempo 60 beschränken, weil einer so blöd war, betrunken und bei Regen mit 120 an nen Baum zu fahren - in einer Kurve, wo jeder sieht, dass die mit 120 nichtmal bei absoluter Trockenheit zu durchfahren ist.

Die Quintessenz desselben wäre, dass man das Antesten nur noch Priviligierten erlaubt bzw eben das Ganze komplett abschafft, nur noch leise, nur noch an bestimmten Tagen, wasweißich, weils eben Personal kostet usw.

Nimm das jetzt nicht als persönliche Kritik, aber denkt mal alle darüber nach, was dieses Verhalten, wenn es denn mal gehäuft auftritt, mit den Möglichkeiten zum Antesten machen kann und wird.

MfG OneStone

PS: Offensichtlich gibt es renommierte Mitglieder hier, die meine zugegeben etwas direkten Worte zu diesem direkten Thema teilen, sonst würden mich die wohl nicht für diesen Beitrag bewerten, also spreche ich wohl auch für andere und nicht nur für mich selbst...
 
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VintageBalu

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Es geht nicht um solche Läden wie Thomann, sondern um Läden wie den kleinen Musikladen um die Ecke, der wegen solchen Läden wie Thomann oder Ebay immer weniger Geschäft machen und der eigentlich zu einer ausgelagerten Servicestation von Thomann und Co mutiert ist, weil die Leute bei ihm etwas antesten, was sie nachher bei Thomann oder Ebay kaufen, weils da nunmal billiger ist.

Der kleine Laden um die Ecke ist nicht in der Lage, mal eben 500 Amps zu bestellen, der hat vielleicht 1-2 Stück da und er bekommt auch keine Dumping-Einkaufspreise, wie man das teils bei Ebay und Co beobachten. Und das schlägt sich im Preis wieder.

Da heute ja Geiz geil ist, achten die Leute auch nicht auf den Service oder anderes, sondern nur aufs Geld und das führt dazu, dass kleine Läden ausgebeutet und große Läden unterstützt werden.

Wenn man in den jeweiligen Läden sonst immer mal wieder was einkauft, aber eben ein Gebrauchtangebot hat und eben dieses Gerät dann testet, dann sagt ja keiner was, aber wenn man die Läden ausschließlich als Teststation missbraucht, dann ist das einfach nicht besonders sozial.

Und wenn jetzt mal wieder einer kommt mit "das ist aber nicht verboten...", dann sollte sich derjenige mal überlegen, ob er noch einen Funken moralischer Grundbildung in sich hat oder ob er zu den Personen gehört, die alles mit Verboten regeln müssen und beispielsweise hier um die Ecke eine übersichtliche Straße auf Tempo 60 beschränken, weil einer so blöd war, betrunken und bei Regen mit 120 an nen Baum zu fahren - in einer Kurve, wo jeder sieht, dass die mit 120 nichtmal bei absoluter Trockenheit zu durchfahren ist.

Die Quintessenz desselben wäre, dass man das Antesten nur noch Priviligierten erlaubt bzw eben das Ganze komplett abschafft, nur noch leise, nur noch an bestimmten Tagen, wasweißich, weils eben Personal kostet usw.

Nimm das jetzt nicht als persönliche Kritik, aber denkt mal alle darüber nach, was dieses Verhalten, wenn es denn mal gehäuft auftritt, mit den Möglichkeiten zum Antesten machen kann und wird.

MfG OneStone

PS: Offensichtlich gibt es renommierte Mitglieder hier, die meine zugegeben etwas direkten Worte zu diesem direkten Thema teilen, sonst würden mich die wohl nicht für diesen Beitrag bewerten, also spreche ich wohl auch für andere und nicht nur für mich selbst...

Deswegen nutz ich den Kölner Musikstore immer aus, indem ich da Tops und Gitarren anspiele, aber letztendlich die Sachen beim örtlichen, kleinen Laden kaufe. :)
 
Dredg

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Zum Thema Service muss ich jetzt aber auch einmal einhaken. Oft wird ja behauptet, dass ich im Einzelhandel, bzw beim kleinen Händler um die Ecke deutlich besser behandelt würde. In meiner Region, Sprich Trier/Saarland, siehts dort aber zappenduster aus. Erstens habe ich hier keinerlei Auswahl, die Verkäufer legen ihre Preise teils über die uvp. und mit Service siehts auch düster aus. Vergleich Thomann. Will ich einen neuen Overdrive haben, könnte ich theoretisch 10 bestellen, bequem im Proberaum testen was mir gefällt und die 9 schlechteren zurückschicken. Hier wurde ich zum testen einer Gitarre an einen 5 Watt Übungsvox für 100 Euro gesetzt, mit wurde ein Marshall AVT als "schweinegeiler Vollröhrenamp" angepriesen etc.
Klar die kleinen müssen auch Geschäfte machen und Geld verdienen, aber allein die Preisdifferenzen kann ich als Student nicht zahlen. Es macht imo doch einen Unterschied ob ich für einen Satz Saiten 3 oder 9 Euro Zahle.
Wenn die Preisdifferenz jetzt nicht allzuhoch ist akzeptiere ich das Argument das wir die kleinen Läden unterstützen müssen. Wird im Service aber so geschlampt wie hier konkret am Standort Trier, dann bestell ich doch lieber Stressfrei beim Thomann.
Dass es jedoch ganz anders geht beweist das Six and Four in Sulzbach, die zwar auch relativ wenig Auswahl haben, aber ich werde als Kunde ernst genommen und die Preise sind diese paar Prozent über dem was die Internethäuser haben. Dafür aber super Beratung und man kauft gern dort.
 
tom181

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Ich habe meine größeren Anschaffungen (Gitarren, Amps oder Boxen) immer im Musikladen gekauft bzw. direkt beim Hersteller (TubeTown) - also immer dort, wo ich beraten wurde bzw. die Sachen angetestet hatte.

Die Preise meines Musikladens liegen in etwa auf T und MS-Niveau. Die paar Euro mehr zahle ich gerne für den kostenlosen Service und die Möglichkeit, Instrumente anzspielen.

Ich hätte Skrupel (bei Gebrauchtkauf sieht das vielleicht anders aus) einen x.000-Verstärker beim Händler um die Ecke zu testen und ihn dann beim Versand zu kaufen. Aber anscheinend gehen die "guten Sitten" verloren und es ist zum allgemeinen Sport geworden: man testet einen JVM beim Musikladen an und bestellt ihn dann 300,- günstiger in England.

Dann sollte man so fair sein und dem Musikladen einen Fuffi für's Testen auf die Theke legen ;)

Gruß

Tom
 
Samuel_Groth

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Dann sollte man so fair sein und dem Musikladen einen Fuffi für's Testen auf die Theke legen ;)


Tom

Guter Vorschlag.:great:

Am besten wäre es wohl für die Verkäufer, wenn man im Laden gleich fürs Testen zahlen müsste.

Über den Betrag den man für die Testzeit gelöhnt hat, gibt es dann eine Quittung und die kann beim Kauf eines Instruments/Artikels in dem Laden dann bis zu einem bestimmten Höchstbetrag als Gutschein angerechnet werden.

So stelle ich mir das optimale Vorgehen vor. Aber da sich die Läden ja im gegenseitigen Wettbewerb preismäßig immer weiter unterbieten müssen wird das wohl nicht eintreten.:)
 
Degg

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Dass es jedoch ganz anders geht beweist das Six and Four in Sulzbach, die zwar auch relativ wenig Auswahl haben, aber ich werde als Kunde ernst genommen und die Preise sind diese paar Prozent über dem was die Internethäuser haben. Dafür aber super Beratung und man kauft gern dort.

Guitar24 in Saarbrücken, dort hab ich meine Jackson her!
30€ Rabatt bekommen und die Leute dort sind echt nett! Hab nach der Jackson gefragt, er hat mir die sofort gegeben und gesagt, wenn ich ma aufdrehn will kann ich in den Ampraum gehn!
Das 6&4 hatte leider die Jackson die ich wollte nicht da...dafür hab ich von dort mein Cry Baby, meinen Toneport und Diverse Saitensätze :D


Zum Topic:

Mir sind örtliche Läden lieber...beim Groove hier in Bamberg...der Verkäufer ist echt der Hit!
Super freundlich, hat auch mal Zeit für Tratsch... die haben momentan so custom Gitarren dort, für den 20. Geburtstag vom Groove...Preis 1700€...
Und obwohl ich dort bisher nur nen Gitarrenständer, nen Kopfhörer und 3 paar Saiten herhab, hat er mich direkt gefragt ob ich die mal spielen will, weil sie mir gefallen hat!
Die sind echt super! :great:
 
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... ist jetzt nicht euer ernst oder?

sicherlich, es gibt leute, die auch zum pinkeln eine regelung brauchen, aber ich denke gesunder menschenverstand und angemessenes soziales verhalten sind hier die lösung und nicht so etwas krass abgefahrenes!


EDIT: sorry, mein post bezieht sich auf tom181 und samuel groth....
 

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