Analoge Studio Konsole - wo gibt es sowas noch zu kaufen?

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Atomwolle
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Hallo,

wollte eigentlich nur fragen, ob man heutzutage noch Chancen hat eine ca. 32 Kanal Studiokonsole zu bekommen, ohne dabei 50.000 € ausgeben zu müssen.
Mir scheint es, der Markt ist nahezu verloren gegangen... :-(
 
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Jain. Geben tut es das durchaus noch, aber reine Analogkonsolen werden heutzutage vielmehr als Live Mixer beworben und verkauft. Wenn man sich diese Kategorisierung mal schenkt findet man durchaus noch studiotaugliche Konsolen in dieser Größenordnung in vernünftigeren Preisregionen. Und so ein paar ausgewiesene Studiokonsolen zu kleineren Preisen gibt es auch noch, ich denke da z.B. an die Soundcraft Ghost LE, Toft ATB, und dergleichen.
 
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Auch der Gebrauchtmarkt gibt eine Menge her! Ich habe mir vor 2 Wochen ein echtes Sahnestück gegönnt und nicht mal 2K bezahlt. Dazu gab es sogar 2 Netzteile und ein Case. Wonach suchst du denn?
 
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Bezüglich Live-Mixer: Ist die Audioqualität der Kanäle/EQs eines Allen&Heath bzw. Soundcraft Pults "ausreichend" für Studioanwendung? Das klingt zwar etwas stupide von mir, aber ich kann mir schon vorstellen, dass ein Hersteller auf Grund seiner Kunden und ihren Ansprüchen bei einem Livepult andere Ansprüche in den Vordergrund stellt. Was könnt ihr denn da vorschlagen im 32 Kanal Bereich?

@dererstemann: Ich suche im Prinzip vordergründig nach einer 32 Kanal Konsole zum Mischen. Ich bin mir aber noch nicht 100 %ig schlüssig, wie weit ich die Konsole in mein Aufnahme Setup einbinden möchte, denn eigentlich finde ich es ganz bequem mit dem Computer und einem oder zwei RME Octamic aufzunehmen, das Monitoring ist ja auch recht komfortabel per RME Totalmix. Andererseits wäre eine Inline Konsole schon auch praktisch, vorallem weil man die PreAmps sonst sozusagen ja "umsonst" hätte. Im Prinzip glaube ich, wird es schon darauf hinauslaufen, dass der Computer nur noch als "Bandmaschine" sozusagen laufen wird und ich eine 32 Kanal Inline Konsole möchte. EQs sollen sehr gut sein, Anzahl der Aux-Wege steht eigentlich nicht so im Vordergrund. 4 (oder mehr) Gruppen vor der Summe wären aber durchaus wünschenswert...

Ich denke es läuft darauf hinaus, ob man einen Inline Mixer will/braucht oder nicht, oder? Kann man sich ohne zufrieden geben, wird's wohl auch ein "Live" Pult tun...?!


EDIT: 24 Kanäle würden wahrscheinlich auch reichen!
 
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eigentlich finde ich es ganz bequem mit dem Computer und einem oder zwei RME Octamic aufzunehmen, das Monitoring ist ja auch recht komfortabel per RME Totalmix.

Ich habe die letzte Jahre auch so gearbeit, bis ich vor einiger Zeit das Summieren für mich entdeckt habe und so soundtechnisch ein ganzes Stück weiter gekommen bin.
Ein Inlinemixer ist ja nicht zwingend notwendig. Ich bin von diesem Konzept mittlerweile abgekommen, da der "zweite Kanal" meistens nur eine völlig abgespeckte Version des ersten Kanals darstellt und nur bei extrem teuren Konsolen als wirklich vollwertiger Kanal bezeichnet werden kann. Große "Live Pulte" können da manchmal ein Aha-Erlebnis auslösen und wesentlich nützlicher sein. Der Ausdruck Livepult ist eh nur als relativ anzusehen, denn ganz viele Firmen haben in der Vergangenheit ihre Konsolen sehr intelligent designt und für mehrere Anwendungen ausgerüstet. Von den Bauteilen und Messwerten stehen teure Livepulte Studiokonsolen in nichts nach.
 
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Okay, wenn ich das richtig verstehe, bringt die Sache wirklich nur fürs Mischen und analog summieren was.
Was spricht für dich dagegen mit Computer + Octamic aufzunehmen und dann wenn alles fertig ist, die Kanäle auf ein (Live)Pult zu schicken und dort zu mischen und zu summieren?
Ich hab' leider noch nie mit einen Recording Workflow mit einer Konsole durchlaufen, also weiss nicht was für Vorteile/Bequemlichkeiten das mit sich bringt bei der Aufnahme an sich...
 
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Was spricht für dich dagegen mit Computer + Octamic aufzunehmen und dann wenn alles fertig ist, die Kanäle auf ein (Live)Pult zu schicken und dort zu mischen und zu summieren?

Nichts :D!

So ähnlich arbeite ich ja auch. Die Mikrofonsignale gehen von der Stagebox in mein Pult, wo ich mit analogen EQ's und Outboardequipment (z.B. Compressoren) die Eingangssignale bearbeite. Durch die direct outs geht das Signal auf meine Wandler und von dort auf die HD. In Nuendo fertige ich dann einen Premix (Spuren säubern, grobes Vormischen etc.) an. Über Nuendo route ich dann die Signale durch den Wandler auf die Pulteingänge zurück und mische dort weiter. Ich arbeite sehr gerne mit Outboardhall und analogen EQ's, da ich von Plugins dieser Art nicht allzuviel halte, was aber letztendlich auch Geschmackssache ist.
 
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Ich glaube sowas wie die Soundcraft Ghost Konsole wären nach den ganzen Überlegungen fast das Richtigste für mich...
 
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Das Ghost ist kein schlechtes Pult, da kann man sehr gut mit arbeiten!
 
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Ich glaube sowas wie die Soundcraft Ghost Konsole wären nach den ganzen Überlegungen fast das Richtigste für mich...

Das Ghost ist ein wunderbares Pult für solche Anwendungen, vor allem wenn es "nicht die Welt" kosten soll.
Aber auch z.B. die größeren Pulte aus der GL-Serie von Allen&Heath sind durchaus eine Überlegung wert, weil man die "quasi inline" benutzen kann. D.h. zum Aufnehmen werden die Preamps genutzt und zum Mixdown schaltet man mittels der PAD/Line-Schalter auf den Line-In um.
 
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Aus reiner Neugier: Haben die grösseren GL Pulte eigentlich die gleichen Mic Pres wie mein 19" GL2?
 
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Welche GL Serie meinst du (2400-4800) oder (2200-3300) ?
 
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Sind die so unterschiedlich, was die pres betrifft?
 
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Ja! Zwischen der neuen und der alten GL Serie gibt es schon klangliche Unterschiede, denn bei der "neuen" GL Serie hat man größenteils das Schaltungskonzept (EQ's/Micpreamps) der ML Serie übernommen, was sich in einem etwas besseren Rauschspannungsabstand, nicht mehr so scharf klingenden EQ's und besser auflösenden Micpreamps bemerkbar macht.
 
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Ich denke das GL2 wird wohl eher der alten Version entsprechen. Die Mic Pres find ich nämlich eher durchschnittlich. Hab das Pult auch nur für Proberaum bzw unsere Amateur-Gigs.
 
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Ich denke das GL2 wird wohl eher der alten Version entsprechen. Die Mic Pres find ich nämlich eher durchschnittlich. Hab das Pult auch nur für Proberaum bzw unsere Amateur-Gigs.

Wie gesagt, mit der alten GL Serie würde ich auch keine Aufnahmen machen wollen. Ich habe habe aber schon von einigen Kollegen bzgl. der GL2800/3800/4800 sehr viel positives zum Thema Recording gehört.
 
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Das Ghost ist ein wunderbares Pult für solche Anwendungen, vor allem wenn es "nicht die Welt" kosten soll.
Aber auch z.B. die größeren Pulte aus der GL-Serie von Allen&Heath sind durchaus eine Überlegung wert, weil man die "quasi inline" benutzen kann. D.h. zum Aufnehmen werden die Preamps genutzt und zum Mixdown schaltet man mittels der PAD/Line-Schalter auf den Line-In um.

Hey, das wusste ich ja gar nicht :) Geht das zB auch bei einem GL 2400 ? Das hab ich mir nämlich schon mal überlegt zu holen, auch für Live.
Was ich nicht verstehe: Was hat der PAD Schalter damit zu tun? Ich kann also wirklich vollwertig Mic und Line Eingang nacheinander nutzen, ohne umzustecken? Toll!

Gehört das 2400er denn nun zu dieser neuen - angeblich besser klingenden - Konsolen oder welche würdet ihr da empfehlen?

Anscheinend gibt es die Ghost Pulte nicht mehr neu zu kaufen, das ist schade, war jetzt schon ziemlich auf Toft fixiert, aber Allen & Heath wäre mir auch lieb, die kann ich auch ab und zu dann mal live nutzen, ohne Angst um eine 7000 € Studiokonsole zu haben, das wäre schön.

@ Raumklang: Falls du dich noch erinnerst, ich hab von dir mal ein PA 12 gekauft, das hab ich immer noch, aber ich wollte jetzt eben eine 24 oder 32 Konsole mal kaufen, und dachte an GL2400 (preiswert!). Wenn audioqualitätiv bei teueren Konsolen noch mehr drin ist, wärs total super, wenn ihr mir dazu ein bisschen was sagen könntet :)
 
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Hey, das wusste ich ja gar nicht :) Geht das zB auch bei einem GL 2400 ? Das hab ich mir nämlich schon mal überlegt zu holen, auch für Live.

Da müsstest Du nochmal ins Blockdiagramm schauen. Ich weiß, dass es bei der GL3300 geht, die hatte ich mal für einen Jugendclub als Alternative zur Ghost im Auge.


Was ich nicht verstehe: Was hat der PAD Schalter damit zu tun? Ich kann also wirklich vollwertig Mic und Line Eingang nacheinander nutzen, ohne umzustecken? Toll!

Wie gesagt: Bei einigen GLs geht das. Im Zweifelsfall hilft das Blockdiagramm oder eine Mail an Allen&Heath.
Bei vielen GLs schaltet die Klinkenbuchse, sofern ein Stecker drinsteckt, automatisch den XLR-Eingang ab, bei anderen muß PAD/Line gedrückt werden, damit das Signal von der Klinkenbuchse genommen wird. Das wird allerdings auch nur dann genommen, wenn ein Stecker drin ist, ansonsten wird nur ein Dämpfungsglied hinter den XLR-Eingang geschaltet.



Gehört das 2400er denn nun zu dieser neuen - angeblich besser klingenden - Konsolen oder welche würdet ihr da empfehlen?

GL2400, 2800, 3800 und 4800 sind die aktuellen. Davor gab es 2200, 3300, 4400 davor wiederum 2000, 3000, 4000.
Letztere sind wiederum mehr oder weniger identisch mit dem kleinen GL2 (dessen Nachfolger wurde der MixWizard der ersten Generation). 2200 etc. sind mehr oder weniger nur Facelifts der 2000er etc. Serie (u.a. wurden da ergänzt: Direct Outs je Kanal, LED-Ketten neben den Fadern). Die aktuelle GL-Serie hat viele Merkmale der ML-Serie bekommen, u.a. was die Optik angeht (Faderknöpfe und Bahnen). Die EQs sind definitiv andere als in den Vorgängerserien, die Preamps sind wohl ebenfalls überarbeitet worden.


@ Raumklang: Falls du dich noch erinnerst, ich hab von dir mal ein PA 12 gekauft, das hab ich immer noch, aber ich wollte jetzt eben eine 24 oder 32 Konsole mal kaufen, und dachte an GL2400 (preiswert!). Wenn audioqualitätiv bei teueren Konsolen noch mehr drin ist, wärs total super, wenn ihr mir dazu ein bisschen was sagen könntet :)

Was die GL angeht: Die Preamps dürften in der jeweils aktuellen Serie alle gleich sein. Ein Schritt nach oben wären die ML-Pulte, allerdings sind die finanziell auch oberhalb der GL angesiedelt...
 
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Ich habe im Uni-Studio fürher mit einem Amek Big-By-Langley gemischt und die Multitracks waren dort einfach in den Inserts platziert (bzw. die Inserts lagen auf 'ner Patchbay und die Bandmaschine dazwischen, so dass man noch Geräte einschleifen konnte). So habe ich während des Trackings immer schon mit allen Mitteln mischen können und hatte am Ende der Aufnahmen somit einen ganz ordentlichen Rough-Mix fertig.

Mich reizt so ein Analogpult auch immer mal wieder... aber: Die Teile haben jede Menge Bauteile im Bauch - und leider ist ein Fehler dann nicht mit einem Software-Update zu beheben. Reparaturen können schnell ziemlich teuer werden und Kondensatoren (Elkos) altern bei Wärme (also im Pult) auch ganz gerne - plötzlich knackst es irgendwo und dann geht der Spaß los... der Kostenfaktor und Aufwand beim Service hat mich abgeschreckt.

Klanglich würde ich eine GL-Serie nicht mehr dem ITB-Arbeiten vorziehen. Da halte ich ein gutes ITB-System mit ein paar netten Controllern (bei mir laufen 3x BCF-2000 parallel in Reaper), eine gute Soundkarte und ein paar gute Wandler für konkurrenzfähiger. Die GL-Serie ist im Prinzip das erste brauchbare Live-Mischpult. Aber professionelle Pulte, bei denen sich der gute Sound positiv auswirkt, die liegen wohl noch in einer anderen Kategorie. Die EQs der GL-Serie finde ich z.B. o.k. - mehr aber auch nicht. Da geht mit manchem PlugIn klanglich viel mehr.

Toft soll dagegen schon ein anderer Schnack sein - ich habe persönlich allerdings keine Erfahrung.

Wenn du einen großen Vorteil bei deiner Arbeitsweise siehst (viele Analog-Anschlüsse - z.B. externe Synths etc.) kann ein Analog-Pult auch in dieser Klasse sinnvoll sein. Sonst würde ich das eher in Zweifel ziehen, auch wenn ich gerne wieder mal auf dem Amek mischen würde.
 

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