umgesetzt auf schulnoten wäre das eine solide 4. wäre eine 2-3 nicht besser?
man kann beim bass nie genug membranfläche haben und gleiches gilt für ampleistung. röhre ca. 400W, solid state ca. >800W.
wenn man sowas mit mäßiger lautstärke spielt, hat man headroom und einen satten sound.
Da spricht doch der Gitarrist in Dir.
Ich finde, dass die Watt-Leistung beim Bass oft überbewertet wird, weil uns dies die Hersteller viele Jahre lang mit ihren Geräten auch so suggeriert haben. 300 W Röhre, 1000 W Solid-State, etc.
Aber das hängt doch auch vom Sound ab, den ich will und auch der Wirkungsgrad der Boxen ist so wichtig. Im Gitarrenbereich weinen die Leute, wenn sie ihre (Röhren-)Endstufe nicht in die Sättigung fahren dürfen, aber beim Bass soll dann jeder das Amp-Pendant zu einem ultra-cleanen Fender Twin-Reverb spielen, der auch bei blutenden Ohren noch sauber klingt.
Da sprechen jetzt die wilden "Nach-dem-Jahrtausendwechsel-Jahre" aus mir, aber den Input muss ich geben:
Wenn wir "damals" (scheiße ich bin erst knapp über 40) in irgendwelchen kleinen Clubs / AJZ usw. gespielt haben, dann hattest Du gefühlt 100qm Fläche und 300 Konzertbesucher. Der Job der PA war den Gesang ordentlich hörbar zu machen und manchmal wurde auch noch die Bassdrum (ja wirklich) abgenommen. Mein Equipment war/ist eine Ampeg 100 W Röhrenhead oder ein Ampeg 300W Solid-State-Head der abhängig von den Transportmöglichkeiten über 6x10 (alte Mittelklasse Fender 4x10+Oberklasse Fender Pro 2x10) oder nur 4x10 gespielt wurde. Ich habe sehr selten die Rückmeldung vom Mischer/Zuhörer bekommen, dass der Bass lauter sein müsste. Ob sich der Bass "besser" im Raum verteilt hätte ist hier aus meiner Sicht auch nicht wichtig, weil mehr Watt keine bessere Verteilung des Sounds ermöglichen.
Bei größeren Clubs bzw. kleineren Open-Airs war es völlig irrelevant, da hier eine entsprechende Infrastruktur und Abnahme sämtlicher Instrumente vorhanden war. Da machst Du mit zu viel Lautstärke auf der Bühne nur den Gesamtmix schwieriger.
Wg. Membranfläche und Wirkungsgrad:
Zu der Zeit hat Hartke mit dem HA-3500 Amp stark auf den Markt gedrängt und deshalb waren auch leider oft die Hartke VX Boxen aus Backline verfügbar. Ich weiß ja nicht wie das heute so ist, aber damals hat man die Backline (Boxen) gerne auf die Bands aufgeteilt, dass weniger Zeug mitbringen musste. Die Hartke haben z.B. nur heiße Luft produziert, da war meine Fender Pro 2x10 hochkant in 5m Entfernung deutlich präsenter und in den letzten 20 Jahren haben sich die Boxen auch aus meiner Sicht deutlich verbessert.
In einer Sache bin ich bei Dir:
Bei gleichwertigen Boxen ist natürlich mehr Membranfläche immer fetter (war super, wenn ein Ampeg Kühlschrank als Backline vorhanden war), aber i.d.R. ist es aus meiner Sicht nicht notwendig