Behemoth - The Satanist (2014)

von Genism, 01.03.14.

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  1. Genism

    Genism Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.14   #1
    So, das hier ist jetzt mein zweites Review... Zugegeben, ich war auch davor ein Behemoth Fan. Jedoch erst ab der Thelema 6, denn die alten Black Metal Scheiben sagten mir garnicht zu. Abgesehen vom schlechten Sound und auch den schlechten musikalischen Können zu dieser Zeit... Ich finde, Behemoth haben sich von jeden ALBUM stets steigern und verbessern können. Trifft auf beides zu, der Sound und auch das muskalische/spielerische Können. Richtig gut fand ich sie jedoch erst ab der "Demigod" obwohl diese Scheibe schon sehr stark von alten Morbid Angel (Covenant/Domination) und den Nile beinflusst war. Mit der Zeit trieben sie es mit den Albumsounds jedoch etwas zu weit meiner Meinung nach... es klang dann auf Alben wie The Apostasy und Evangelion waren dann sehr steril und glattgebügelt... Dennoch sehr gute Alben... durch sehr viele Touren konnten sie auch eine gute Fanbase und sich einen Namen in der Szene machen. Sieht man mal von ihren Liveaktivitäten mal ab (Sie spielen echt sehr viel) stelle ich mir trotzdem oft die Frage wie dass der Nergal (Mastermind und Hauptsongwriter) es schafft solche enormen guten Alben zu komponieren.

    Aber erstmal genug von der Vergangenheit, jetzt mal zu der neuen Behemoth - The Satanist (2014)

    Schon Wochen vorher wurde bedingt durch Facebook, Magazines u.s.w einen enormen Wirbel um das kommende neue Werk von Behemoth veranstaltet. Und ehrlich gesagt dachte ich mir auch oft (Ob das wirklich so berechtigt ist so eine Über Promotion zu betreiben ?) Ich kann vorweg sagen, ja, es hat sich echt gelohnt...

    Zu erwähnen ist jedoch auch eine Tatsache - die letzten 3 Jahre waren eine echt schwere Zeit für Behemoth. Bedingt durch Nergal´s Krankheit (Leukämie) war die Zukunft erstmal ungewiss und ein komponieren von neuen Songs unmöglich. Zum Glück konnte sich Nergal jedoch erholen, und ist jetzt einigermaßen Leukämiefrei.

    Deshalb nimmt diese Album nicht nur einen Kampf gegen das Christentum (Augenzwinker) vorallem auch mit sich selbst und gegen seinen Krebs dar. Man kann verstehen dass diese Album jetzt auch das wichtigste seiner Bandkarriere geworden ist.

    Begingen wir mal mit den Album :

    01. Blow your Tromphet Gabriel - zuvor schon als Video veröffentlicht, stellt sofort schon klar, dass der Sound und die Musik hochwärtig geblieben sind.... Der Track baut sich schön auf und auch der Bass ist jetzt viel besser zu hören als in der Vergangenheit (Der Bass steht dem Album sehr gut - denn die Basslines sind nicht einfaches sturres synchrom Gitarrengespiele) sondern haben oft eigene Lines und unterstützen den Gesamtsound.

    02. Furor Divinus - Der Song fängt schonmal gut mit gesteigerten Midtempo auf was dann auch in Geblaste übergeht. Wenn man hier genau hinhört erkennt man dass sich sehr viele kleine Details in den Riffs befinden - kein stumpfes rumgebolze - sondern echt gute Melodien.

    03. Messe Noire - Der Song beginnt schon etwas Episch - auffällig sind hier ebenfalls viele Wechsel die einmal mehr zeigen dass Behemoth einen guten "Organischen" Sound hinbekommen haben. Hier wird zum Ende hin eine gute Atmosphäre geschaffen und endet mit einen tragischen Gitarrensolo :)

    04. Ora Pro Nobis Lucifer - Hörbar wird hier dass der Black Metal Anteil zum Glück wieder zugenommen hat... Die Mschung ist echt gelungen und hat auch eines der besten Riffs auf der Platte. Die Idee mit den Bläsern ist auch hervoragend umgesetzt worden - Gut dass hier nicht einfach nur geknüppelt wird, sondern mit vielen Melodien ein Wand aufgefahren wird.... Klingt stellenweise wie alte Behemoth (Satanica/Thelema 6)

    05. Amen - Dramatischer Anfang der dann direkt in geblaste übergeht - hier wird man kurz das Gaspedal durchgetreten ;) Schneller Track mit guten Vibes

    06. The Satanist - Mein persönlicher Anspieltip und auch einer der besten Tracks der Platte - Beginnt etwas Rockig und mündet in einer unglaublich guten Atmospäre - klingt sehr verzweifelt und episch - hier fällt zudem auf dass Negal´s Stimme sich verbessert an und auf kleine Details wert gelegt wurde. Top !!! Endetet in einen Inferno mit Bläsern...

    07. Ben Sahar - Das Intro fängt sofort episch an und der Song steigert sich immer mehr zwischen Episch und Geblaste und hat generell viele Wechsel was der Dynamik zugute kommt.

    08. In The Absence Ov Light - Gleich zu Anfang wird man mit hoher Geschwindigkeit erstmal weggepustet - Der Song verändert sich jedoch in einen Mix aus Schnell und Episch mit schönen Akustik und Sprechpassagen. Sehr fettes Ende ;)

    09. O Father O Satan O Sun - Letzter Track des Albums - beginnt mit Chören und einer theatralischen Melodie - der Song baut sich recht langsam auf und steigert sich in vielen guten Atmospärischen Parts. Sehr guter Abschlusstrack eines Albums.

    Bei der Limited Edition ist noch eine DVD dabe der die Band (Live Barbarossa) authentisch und äussert professionell wiederspiegelt. Man merkt Ihnen an dass sich bedingt durch die vielen Konzerte einiges dazugelernt haben.

    Am besten gefällt mir jedoch die Tatsache, dass meiner Meinung nach alles an Behemoth passend ist - Sound - Aufmachung der Alben, Visuell auf der Bühne und auch in den Videos die oft an Hollywood Produktionen erinnern.... Hier ist alles bis ins kleinste Details ausgearbeitet und geplant. Ausserdem ist Nergal ein äusserst intelligenter und gute Songwriter. Niemand der nur durch Pseudosatanismus auffällt oder anders rumlabbert.

    Vielleicht werden auch einige die letzten Scheiben von Behemoth nicht mögen oder ihnen auch Ausverkauf vorwerfen und nur an die alten Black Metal Scheiben Spass haben...
    Was soll man dazu sagen ? Geschmackssache ? Eines kann man ihnen jedoch nicht vorwerfen, dass sie halbherzig agieren oder sinnlos auf ihren Instrumenten rumeiern....
    Hat schon alles Hand und Fuss was die hier abgeliefert haben und ich bin mal gespannt was es noch für klasse Scheiben in 2014 geben wird. Insgeheim ist The Satanist dennoch schon einer meiner Faves und Bands in diesen Genre müssen sich echt warm anziehen um sowas toppen zu können.

    Lg
    Th
     
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  2. Drummer-Kev

    Drummer-Kev Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.14   #2
    Kann ich nahezu alles so unterschreiben. Für mich sehr wahrscheinlich DAS Metalalbum 2014. Das noch zu toppen dürfte schwer werden.
     
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  3. Genism

    Genism Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.14   #3
    Finde ich genauso, obwohl es erst Anfang 2014 ist. :hail:
     
  4. <°}}}<

    <°}}}< Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.14   #4
    Die haben bereits auf dem "From the Pagan Vastlands"-Tape hervorragende Fähigkeiten gezeigt und Sventevith war sowohl vom Raspelsound als auch von den Liedern her mit das beste, was je im Black Metal fabriziert wurde. Alle Veröffentlichungen nach Grom interessieren mich nicht mehr sonderlich. Einmal ist das ganze viel zu glatt und Infernos Schlagzeugtechnik kann sich einfach nicht mit der von Baal messen, viel zu generisch und unemotional.

    Die sind heute einfach ne reine Liveband, vllt eine der besten Livebands im Metal, was auch für die neuen Lieder gilt.
     
  5. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 13.04.14   #5
    Ich hab echt einen heiden Respekt vor den Jungs! Gerade nach der Krankheit von Nergal SO zurückzukommen, ist absolut bemerkenswert! Viele Gruppen würden es dann wohl sein lassen bzw. sich erstmal komplett zurückziehen. Aber Behemoth machen jetzt erst gerade weiter, nach dem Motto: Leukämie konnte uns nichts, uns kann keiner was und deswegen rocken wir die Welt jetzt erst recht!!! :rock:

    :hail:
     
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