Ich habe mir jetzt auch recht günstig einen ID60 gekauft und musste ihn gleich mal aufschrauben. Das geht sehr einfach, die 4 Schrauben oben halten die komplette Elektronik, die sich einfach herausziehen lässt. Ein Umbau von Combo in Topteil und Lautsprecher wäre also kein großer Akt und kann ohne Umbauten an der Elektronik durchgeführt werden. Man muss nur ein Gehäuse fürs Topteil basteln und die Öffnungen im Lautsprechergehäuse verschließen.
Ansicht von unten, der Netztrafo ist außen am Gehäuse angebracht. Deshalb sind wohl auch die Topteile so unnötig hoch
😉
So sieht es innen aus:
Wie man sieht, ist noch jede Menge Luft. Einen Ringkerntrafo hätte man auch leicht innen untergebracht. Das wäre auch eine Idee, falls man in Topteil+Speaker umbauen will. Dann kann das Gehäuse sehr flach ausfallen.
Netzteil:
Ein konventionelles ungeregeltes Netzteil für die Endstufe sowie Festspannungsregler für die restliche Elektronik.
Die Endstufe:
Es handelt sich um eine Class-D-Endstufe, deshalb reicht der recht kleine Kühlkörper auch aus. Bei der 100W-Version (gleiche Platine) ist dann der Kühlkörper wohl größer und nimmt die ganze Breite ein. Wenn ich mich recht entsinne, wird eine Kombination aus IRS2092 und IRFI4019 verwendet.
Hier die Platine für die hinteren Buchsen:
Hier das Herzstück, der DSP:
Insgesamt macht alles einen ordentlichen Eindruck. Es sind hochwertige Epoxid-Platinen verbaut, der Aufbau und die Verkabelung ist sauber. Die Buchsen machen auch einen brauchbaren Eindruck, sie sind vom Aufbau der Neutrik M-Serie ähnlich. Für den Lautsprecheranschluß wäre natürlich eine Speakonbuchse eine bessere Lösung gewesen, da muss man dann auch keine Angst um Kurzschlüsse beim Herausziehen des Steckers im laufenden Betrieb haben.