Craaft CV50 Röhrenverstärker

von johnnypuetz, 17.12.06.

  1. johnnypuetz

    johnnypuetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.06   #1
    Hi Leute,

    Ich hab nen Craaft Cv 50 Verstärker. Bin halt billig an das Teil gekommen. Die Verstärker sind wohl nicht ganz so bekannt. Ich wollte gerne der Combo was gutes tun :) Leider hab ich net so Ahnung von Röhrenverstärker. Die Combo ist halt schon ein bischen älter. Sollte man da vielleicht die Röhren wechseln oder die Box?! Oder alles beim alten lassen?!

    Ich will halt so viel wie möglich aus der Combo rausholen, da ich mir net für 1000 Euro nen Combo kaufen will.
     
  2. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #2
    schau mal hier

    https://www.musiker-board.de/vb/amps-boxen/155376-craaft-solton-ist.html

    ich besitze einen CR50, der hat die selbe Endstufe wie deiner, aber eine Transistorvorstufe. Klingt wirklich nicht schlecht!!!

    Ein Röhrenwechsel könnte deinem Amp durchaus noch etwas auf die Sprünge helfen, jenachdem wie alt die Röhren sind, die da jetzt gerade drin sind.

    Wie bereits in dem anderen Thread geschrieben, du brauchst 4XPL84 (KEINE EL84), der Nachteil ist, das nicht jeder Laden die führt.

    Der Vorteil ist, das du die hier für je 2,50 pro Röhre bekommst, also ingesammt nur 10 Euro für einen neuen Satz bezahlst

    BTB Elektronik-Vertriebs GmbH

    :great:

    den Speaker austauschen könnte natürlich was bringen, der in meinem Combo klingt aber ziemlich ordentlich...

    aus Interesse, was hast du für deinen Amp bezahlt?
     
  3. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #3
    Ja super! 2.50!! Da kann man nicht meckern. Werd mir die gleich mal bestellen. Ich schätze mal, dass die noch nie gewechselt wurden. Im allgemeinen bin ich sehr zufrieden mit der Combo. Die Einstellungen sind sehr varriable. Spiele mit nem Big Muff. Hört sich nicht schlecht an, bin aber noch am überlegen, ob ich nich nen Ds-1 vorklemmen soll. (Big Muff dann für Solo-party's, ähh parts) Die Combo hab ich so gut wie geschenkt bekommen. Weißt du, was so einen den ca. kosten soll? Ich finde halt im Internet keine mehr zu kaufen.

    Ps.: Röhrenwechseln, kann man da was falsch machen? Oder einfach wechseln :-D
     
  4. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #4
    also laut Solton hat der CR-50 damals in etwa 1500 Dmark gekostet. Gebraucht würde ich mal sagen, je nach Zustand 100-250 Euro...

    ist halt auch immer die Frage was die Käufer bereit sind dafür zu zahlen. Ich hatte für meinen knapp 150 Euro bezahlt, und für den Sound war das ein guter Preis :great:

    Der Hall ist Super, und wenn man den Amp aufreisst, hat man durch die Endstufenzerre einen klasse Crunch-Sound.
     
  5. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.12.06   #5
  6. Alex_Praise

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    Erstellt: 19.12.06   #6
    Nicht Box, sondern Lautsprecher (Speaker)

    Wenn der Speaker mehr aushält als der Verstärker hergint ist das kein Problem (ist normal immer so)
    Schau mal auf dem Lautsprecher wieviel Ohm da draufsteht!
    So wie es da draufsteht so einen brauchst du!
     
  7. wary

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    Erstellt: 19.12.06   #7
    ich meine das der CR-50 8 Ohm braucht, das müsste dann beim CV-50 gleich sein (gleiche Endstufe). Mit einem 50 Watt-Speaker müsste das schon passen.

    Fraglich ist, ob das den erwünschten Effekt bringt.

    Was stört dich denn am Sound? Es gibt halt keine Garantie das dir der Amp dann mit dem Speaker besser gefällt, vielleicht klingts mit dem Original-Speaker sogar besser
     
  8. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.06   #8
    Hätte halt gedacht, dass ein neuer Speaker noch besser klingen würde, da der alte so alt ist. Und außerdem sollen die Vintage-Speaker sehr geil sein. Aber wenn das wirklich net so viel bringt, oder nach hinten los gehen kann, dann kann ich mir das Geld auch sparen.
     
  9. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.06   #9
    Der Satz für sich genommen ist schon geil, du glaubst das ein alter Speaker schlechter als ein neuer ist, weil die Vintage-Speaker so geil sein sollen :p
    (Vintage=alt)

    aber ich weiß ja was Du meinst ;)



    ich will nicht sagen das es keine Verbesserung bringen kann. Allerdings finde ich das mein CR-50 so wie er ist sehr gut klingt. Ich hab den mal testweise an meine Marshall VS412 geschlossen (zugegeben nicht DIE Referenz :p ), und hatte nicht das Gefühl das der Sound besser war, hat halt nur aufgrund der geschlossenen 4x12 etwas mehr gedrückt.

    Wenn Du das machen möchtest, würde ich dir vorschlagen entweder mal einen Kollegen anzuhauen, der so einen Speaker hat, oder einen Gebraucht kaufen. So machst Du auf keinen Fall Verlust.

    Aber auch Neu kannst Du den Speaker natürlich auch später mal für einen anderen Amp verewenden, also wenn du Lust zum experimentieren hast, nur zu... dann kannst Du mir nachher berichten wie es klingt, vielleicht mache ich es dir dann nach :p
     
  10. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.12.06   #10
    :D
    Danke für die Antwort. Werde erstmal die Röhren wechseln.... aber wie ich mich kenne, werd ich mir mit sicherheit bald nen neuen - alten Vintage "Speaker" kaufen :-D Werd dann mal sagen, ob das was gebracht hat.
    Bin aber auch so schon recht zufrieden mit dem Sound. Außer die Verzerrung ist nicht so mein Fall. Aber da gibt's ja Fußtreter. Hast du mal deinen CR50 mit nem Boss-Effekt getestet?!
     
  11. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #11
    ich bitte darum :)

    Meinst Du die Endstufenzerre die einsetzt, wenn Du ihn voll aufdrehst, oder den zuschaltbaren Overdrive?

    Der zuschaltbare Overdrive gefällt mir auch überhaupt nicht, klingt eher nach Fuzz... halt sehr speziell und matschig, für ein par Sachen vielleicht interessant, aber ich nutze den auch überhaupt nicht. Wie gesagt, die einsetzende Endstufenzerre (satter Crunch) ist ne Wucht, und der Federhall braucht sich vor keiner Konkurrenz zu verstecken.

    Mit nem Boss Verzerrer nicht, nur mit nem Boss Chorus.

    Als Verzerrer davor habe ich ein Jekyll&Hyde verwendet (Tubescreamer Klon + Distortion-Einheit), sowie ein Korg A3... hat beides sehr gut geklappt, gerade mit Pedals harmoniert der Amp ganz hervorragen. Man kann den Jekyll&Hyde auch sehr gut nur als Booster einsetzen, und dann halt nach Geschmack noch mehr Verzerrung hinzugeben. Das reicht dann von leichtem Crunch bis zum satten Brett.

    Alles in allem verdammt viel Verstärker für wenig Geld :great:
     
  12. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #12
    Also ich kann bei mir Distrition und Reverb beischalten. Distrition ist halt (wie gesagt) nicht so der Hammer. Der Reverb dagegen schon ganz brauchbar. Da ich aber nen Ibanez BR 7 Bi Chorus davor hab, auch nicht so von nützen. Hab als Destrition den BigMuff davor und das gibt schon nen ganz guten Klang. Aber nicht so das was ich will. Der Big Muff wäre super für Soli's, aber net für Begleitung. Im Cleanen Bereich (+Chorus) ist der Verstärker schon ne Wucht. Werd mal die Röhren wechseln und mal paar Effekte ausprobieren. Werd wohl den Verstärker behalten und pflegen:rolleyes: Ist schon ein colles Teil. Perfekt fürn Proberaum.

    Ps.: Hat auch nich' jeder :great:
    Ich werd mal die Tage mal Fotos machen, das du mal gucken kannst, was zu deinem Unterschiedlich ist.
     
  13. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #13
    finde ich wie gesagt auch. Taugt ziemlich wenig. Aber wenn Du den Amp Clean einstellst, und dann voll aufdrehst (Gehörschutz nicht vergessen), klingt es durch die Endstufenzerre wirklich sehr gut.

    Zum vorschaltenprobier mal was Tubescreamermäßiges aus, da gibt es ja genügend Versionen.

    Ich werde den Craaft auch nicht mehr so schnell hergeben, der Sound ist gut, und man würde wohl nicht das Geld bekommen, was der Amp wert. Bei einem Neupreis von 1500 DM wären imho 300-350 Euro angebracht, aber ich tippe mal das mehr als 250 nicht drin sind.


    Ich hab den halt für alle Gelegenheiten, wo kleineres Besteck gefragt ist...
    Nicht überall macht ein 100 Watt Röhren-Halfstack Sinn, und der Solton ist zwar kein Leichtgewicht, aber immernoch gut zu transportieren.

    Die Endstufe ist übrigens Class A (so wie z.B. auch ein Vox AC30), und hat eine Röhrengleichrichtung. Die PL84 sollen klanglich ziemlich den EL84 entsprechen, sind ja auch beinahe die selben Röhren.

    mach das. Wenn Du ganz Sicher gehen willst, könntest Du nochmal Solton anschreiben, bezüglich der verwendeten Röhren. Allerdings hatte mir das mit den PL84 ein Besitzer des CV50 im TubeTown-Forum mitgeteilt, der wird schon wissen was in seinem Verstärker werkelt. Und bei mir hat es auch gepasst.

    Vorstufenröhren kannst Du immer per Plug&Play wechseln. Dafür bräuchtest Du vermutlich ECC83 (12AX7). Allerdings halten Vorstufenröhren sehr lange. Da der Amp aber auch schon über 30 Jahre alt ist, könntest Du mal versuchsweise die Vorstufenröhren mittauschen. Wenn es nichts bringt, einfach wieder die alten Röhren rein, und die neuen einlagern.
    Bei Class A kannst Du AFAIK auch einfach die Endstufenröhren einfach ohne einmessen wechseln. Das liest man jedenfalls immer wieder, ob es stimmt bin ich mir nicht zu 100% sicher. Ich habe es bei dem Amp aber auch einfach so gemacht, also

    1. Verstärker aus
    2. Röhren abkühlen lassen
    3. Neue Röhren rein
    4. Die Röhren mit Handschuhen oder Tuch anfassen. ( weil eventuell doch noch etwas heiss, und auf die neuen Röhren sollte nicht unbedingt ein Fettfilm kommen)
     
  14. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #14
    Ok, jez mal langsam..
    1. Was ist der Unterschied von Vorstufenröhren und den normalen Röhren?? Ich dachte ich brauche nur die 4 ?!:confused:
    2. ECC83 (12AX7) sind das normale Standartröhren, bzw. Ausdruck darfür?

    3. Class A Verstärker?! Was hat der für Vorteile? Heißt das nur, das die Röhren in Reihe geschaltet sind?

    Fragen über Fragen, bin halt noch nicht so fit in Sachen Verstärker :o

    Ps.: Ich kann zurzeit leider nicht den Verstärker voll aufdrehen, da ich noch Nachbarn hab :D Bekomme aber im Januar nen neuen Proberaum und dann wird kapelle gemacht. Muss ich mal ausprobieren (Clean voll aufgerissen).

    Ich weiß aber noch von früher das die Combo sehr laut ist, aber leider nicht so richtig Druck (tieferen Frequenzen) erzeugt :( Ich schätze mal, dass liegt daran, dass ich nur einen Speaker habe?!
     
  15. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #15
    Es gibt Vorstufenröhren und Endstufenröhren.
    Vorstufenröhren sind die kleineren, die Endstufenröhren sind die großen.

    Während die Vorstufenröhren durchaus 10-20 Jahre verwendet werden können (bzw. auch noch viel länger), sind Endstufenröhren "relativ schnell" verbraucht.

    Man sagt bei häufigem spielen auf hoher Lautstärke sollte man aus Soundgründen alle 2 Jahre die Endstufenröhren wechseln, man kann aber auch durchaus nur alle 10 oder 20 Jahre. Da die PL84 so günstig sind, solltest Du auf jeden Fall neue Röhren einsetzen.

    Ich würde an deine Stelle auf jeden Fall die Endstufenröhren wechseln. Die Vorstufenröhren müssen wahrscheinlich nicht unbedingt gewechselt werden, aber wenn Du Lust hast, kannst Du auch das machen. Wenn es nichts bringt, kannst Du die neuen Röhren wie gesagt wieder raus nehmen und erst einmal lagern.

    Ja!
    ECC83 bzw. 12AX7 (meint das gleiche) ist die Bezeichnung für einen Röhrentyp. Dieser ist als Vorstufenröhre sehr verbreitet, und wird zumindestens als Phase-Inverter bei diesem Amp verwendet. Wahrscheinlich auch in der Vorstufe, das weiß ich allerdings nicht mit Gewissheit. Eventuell mal bei Solton anfragen.

    Es gibt Class A und Class A/B (Gegentakt).

    Beides klingt verschieden, objektiv besser ist keins von Beidem. Class A sagt man nach, das es eine besonders "weiche" Endstufenzerre mit sich bringt, und generell etwas wärmer klingt.

    Der kann schon ganz ordentlich drücken, aber die Hosenbeine kriegt man natürlich mit einem Halfstack besser zum Flattern. Der Sound ist genauso druckvoll, aber das physiche Erlebnis ist ein anderes. Der Amp kann ganz gut Rotzen und bei Bedarf auch schön singen, für tiefergelegte Metalriffs hingegen ist er besipielsweise weniger geeignet.

    Ich sag mal tendenziell ist Sound eher wie Brian May als wie Metallica
     
  16. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #16
    doppelpost
     
  17. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #17
    Dickes Dankeschön! Man lernt immer dazu :great: Hier sind mal paar Bilder.
     

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  18. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #18
    auf dem Bild mit den Röhren erkennt man ganz gut, was welche Röhren sind.

    Die 4 großen Röhren sind die PL84 (steht auch drauf), also die Endstufenröhren.

    In der Mitte von den 4 Großen ist eine kleine unter eine Haube, das ist die Phase-Inverter Röhre (=Gleichrichterröhre). Wie gesagt, bei mir ist das eine ECC83, und da die Endstufen bei beiden Amps baugleich sind, wird es bei deinem Amp wohl genauso sein.

    Dahinter sind die beiden Vorstufenröhren, auch jeweils unter Abdeckhauben. Wie gesagt sind das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch ECC83, eventuell steht das auch auf den Röhren drauf, wenn du die Abdeckhauben abnimmst.

    Übrigens ist der Amp ja auch noch in Top-Zustand, sowas für Umme oder wenig Geld, ist doch klasse. Das Gehäuse bin den Kantenschutz ist auch für die Ewigkeit aufgebaut, das hält einiges aus. Mein Amp hat übrigens auch noch Phaser und Tremolo (als Vibrato bezeichnet, vermute aber das es ein Tremolo, also eine Lautstärkeänderung sein wird). Die habe ich leider beide noch nicht aktiviert bekommen, da mir der Fußschalter fehlt. Beim Overdrive habe ich das geschafft, und der Reverb ist scheinbar immer an (aber regelbar).
     
  19. johnnypuetz

    johnnypuetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #19
    Hab mal unter die Abdeckhauben geguckt. Sind Ecc83 Röhren.
    Ps.: Der Reverb ist nicht durchgehend an! Ich kann den komplet ausschalten. Aber der Reverb-effekt ist ja nicht schlecht.
     
  20. yxyxyx

    yxyxyx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.09   #20
    Solton war eine bair. Firma, die wie viele andere dachten, gerade in der Zeit des booemenden Gitarren-Rocks innovativ für neue Technologien sein zu müssen, da ja gerade der E-Gitarre der Nimbus besonders progressiv zu sein vorausging.
    Es stellte sich heraus, dass es aber komplett anders kam - der Konservativismus, welcher auch andere Branchen der Musikindustrie befällt, machte gerade vor der E-Gitarre am allerwenigsten halt (Fans von Guarneri und Stradivari-Geigen mögen mir verzeihen!).
    So durchdacht die Verstärker von Solton auch sein mochten, niemand wollte so ein tran(sistor)ig steriles identitätsloses Ding.
    Daher sannen die Techniker von Solton auf einen Kompromiss: es sollte ein Röhrending her, welches aber die Errungenschaften moderner Audiotechnik impliziert:
    da kam zuerst der CV50. Dieser war ein reiner SS (na -kein Wiederbetätigunsgverdacht -meinte Solid State- nicht das, was man vorschnell mit Deutscher Qualität assoziiert) Amp, der halt mit einer Röhrenendstufe angefettet wurde (ähnlich den Music Man Amps der frühen Leo Ära).
    Dieser Amp wurde dann allerdings ziemlich ignoriert, da korrekt, er als bloss ein weder Fisch noch Fleisch Ding empfunden worden war.
    Die logische Folge: der CV60 sollte beide Lager, die angeblich verbohrt konservativen Röhrenpuristen und die angeblich progressiv halbgeleiteten Progressivisten versöhnen.
    Warum wählte man aber dann generell die PL84 Röhre für die Endstufe?
    Die PL84 er ist irriger Weise nicht das TV-Äquivalent zur EL84er (was sie nach den Regeln der Nomenklatur aber sein müßte!!), sondern der EL86er. Besagte Röhre wurde entwickelt, um einen Ausgangstrafo zu ersparen. Die EL86er ist zwar zur EL84er Pin-kompatibel, hat aber einen geringeren Widerstand, der einen Ausgangstrafo erübrigt. Sie setzte sich aber nicht durch, da dafür ein wesentlich höher ohmiger Lautsprecher von Nöten war. Diese sind und waren sehr teuer und verschlissen schneller.
    Jetzt hätte man gedacht, bei Solton wäre desewegen die Wahl auf PL84 er gefallen, da man sowohl einen Netz- auch Ausgangstrafo sich erspart hätte (das Gewicht, was alleine schon das Gehäuse produziert, ist schwer genug), doch wieder Fehlanzeige: Der CV60 hat beide!
    Den PL84er schlug nur deshalb die Gunst, weil sie die billigsten Endstufenröhren (eigentlich für Endstufenverstärkung brauchbare Röhren - ihr eigentliches Betätigungsfeld war die Empfangsverstärkung beim TV-Gerät) waren und SIND (!!), die am Markt erhältlich waren und nach wie vor sind!
    BTW: jemand hat gefragt, warum man als Vorverstärkung ECC83er nahm. Das ist nicht so mystisch. Die P Röhren im Fernseher waren mit ihrer 300mA Heisstärke so konzipiert, dass damit gewöhnliche ECC Röhren in der Vorverstärkung ihre 6.3 V Heizspannung bekommen (die ECC83er ist die PCC83er!!).
    Blöder Weise erkennt man erst durch den Vergleich beider Kanäle (Kanal 1 der Hybridkanal und Kanal 2 der (fast) Vollröhrenkanal), warum reine Röhrentechnik im Gitarrenbereich den Halbleitern derartig überlegen ist.
    Das stand sicherllich nicht in den Intentionen von Solton!
    Noch ein Tipp: nehmt eine ECC81er anstatt einer ECC83er als Treiberröhre. Diese hat zwar für niederfrequente Signale eine geringere Verstärkung (~0.6 fache der ECC83) dafür aber eine höhere Leistung (=kann Signale leichter verarbeiten: ~2.5 fache der ECC83). Eigenschaften, die für eine Treiberröhre besser geeignet sind.
    Ich tue es prinzipiell bei allen Verstärkern, die ich besitze, und habe es bis heute nicht bereut!
     
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