Custom Bass Skervesen Bronto 6

von mar_nic_s, 13.07.19.

  1. mar_nic_s

    mar_nic_s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.19   #1
    Hallo alle miteinander!
    Noch bevor meine neuste Customgitarre fertig ist, habe ich heute das nächste Projekt in Auftrag gegeben: Einen 6 Saiterbass von der polnischen Gitarrenbaufirma Skervesen. Ich besitze bereits 3 Customgitarren von Skervesen, habe mich aber aufgrund des Preises lange davor gesträubt, einen Bass anfertigen zu lassen. Da ich als wiederkehrender Kunde einen gewaltigen Rabatt bekomme und seit Januar endlich fest arbeite, war die Zeit reif. Wie bei einigen vorherigen Instrumenten möchte ich auch hier den Ablauf von der Bestellung bis zur Fertigstellung dokumentieren, was unter anderem mit Bildern, die ich als Update bekomme, unterstrichen wird.

    Zunächst zu den Specs (Wie immer bleibe ich der Einfachheit halber bei Englisch):
    -Model: Bronto 6
    -Construction: Neckt Through Body
    -Scale: Multiscale 35"-37"
    -Body: Swamp Ash
    -Middle layer/tone block: Wird von Skervesen festgelegt
    -Top: Poplar Burl
    -Bridge: ABM saddles
    -Headstock: Bronto (neu designed)
    -Number of frets: 24
    -Neck: 7 pieces, Maple-Wenge stripes-Bubinga
    -Fretboard: Birdseye Maple
    -Binding: Black
    -Side Dots: Luminlay
    -Inlay: Offset dots
    -Finish: Satin
    -Color: Blackish burst that still brings out the poplar burl's grain yet highly contrasts the birdseye maple
    -Hadware color: black
    -Tuners: Hipshot bass
    -Straplocks: Dunlop
    -Preamp: Dark Glass
    -Pickups: 2x Nordstrand Dingstrand
    -Tuning: D A E A D G
    -Case: Hiscox

    Zum Tonblock: Dieser ist standardmäßig in der Bronto-Serie vorgesehen und wird, solange man nicht ausdrücklich einen Wunsch äußert, von Skervesen ausgewählt, um sowohl einen optimalen Sound zu gewährleisten und sich optisch an die anderen verwendeten Hölzer anzupassen.

    Die Kopfplatte wurde für mich neu designed, bzw. wurde ich der 5 Saiterversion für 6 Saiten ummodelliert, da mir diese besser gefiehl:
    Bronto Headstock.png
    Diese Überarbeitung wurde ungefragt angegangen und kostet keinen Aufpreis. Es war eine nette Überraschung, da ich in unserem Schriftverkehr angemerkt hatte, dass mir der "speerähnliche" Headstock besser gefällt, aber den Bass so oder so mit 6 Saiten bestellt habe.

    Die Farbe habe ich recht vage beschrieben. Man kann auch spezifische Bilder mitschicken, deren Farbe nachgeahmt wird, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei Skervesen wirkliche Künstler arbeiten, die mit freier Hand die schönsten Instrumente entstehen lassen. Orientiert habe ich mich an einem 5 Saiter Bronto von Skervesen, dessen Optik mit zu diesem Modell bewegt hat:
    Bronto Beispielfarbe.jpg

    Da ich in erster Linie Gitarrist bin, habe ich um ehrlich zu sein relativ wenig Ahnung, was Preamps und Basstonabnehmer angeht. Mein Hauptfokus liegt auf härteren Genres wie Djent und Deathcore, in welchen vor allem in den letzten Jahren Bässe von Dingwall auf fast jeder Bühne zu sehen sind. Die Nordstrand Dingstrand sind, wie der Name schon sagt, an eben diesen Sound angelehnt und wurden mir neben dem Nordstrand Big Split von Skervesen empfohlen.
    Alles in allem beginnt dieses Projekt genauso, wie die bisherigen geendet haben: Mit einem hervorragenden Service und wirklich Mühe seitens von Skervesen, genau das Instrument zu designen und bauen, welches der Kunde möchte.

    Zum Abschluss hier noch ein Beispiel eines fertigen 6 Saiters dieser Serie:
    bronto1.JPG
    bronto2.JPG
     
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  2. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.19   #2
    Eine schöne Werbung für eine Firma, die mir noch nicht bekannt war ;) - macht aber durchaus "Appetit". Multiscale-Bässe baut auch nicht jeder, also hat das schon was.

    Schön zu hören... - aber mich würde interessieren, in welcher ungefähren Preisregion wir uns da ohne Rabatt bewegen.


    Das halte ich bei Custom für normal. Der Design-Aufwand ist minimal und das "neue" Design ist beim nächsten 6-Saiter wiederverwertbar.

    Ich bin gespannt, wie Dein Bass dann letztlich aussieht und klingt. Halte uns hier bitte auf dem Laufenden!

    Bässte Grüße
    Hauself Zwo
     
  3. mar_nic_s

    mar_nic_s Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.19   #3
    Skervesen verdienen es wirklich bekannter zu werden, auch wenn es sich jetzt auch nicht um einen kleinen Gitarrenbauer handelt. Der Fokus liegt vermutlich einfach auf Gitarren, weshalb der Name unter Bassisten noch kein so großer Begriff ist.

    Der Basispreis für einen 6 Saiter dieser Serie liegt bei 3590€. Hinzu kommen dann noch 50€ Versand, der Koffer ist bereits im Preis mitinbegriffen. Zum Basispreis gehört bei jedem Model eine kleine Auswahl an Hölzern und Elektroniken. In diesem Fall kommen noch 135€ für das Birdseye Maple dazu, also unterm Strich wären es 3775€ inklusive Versand. Die 5 Saiter Variante wäre natürlich etwas günstiger und fängt bei 3525€ an. Gitarren gehen in der Regel in etwa bei 2000€ los, wobei meine 8 Saiter in der gleichen Preisklasse, wie dieser Bass spielt. Auch wenn ich verstehe, dass Bässe teurer sein müssen, alleine was die Menge der Materialien angeht, ist Skervesen damit um einiges unattraktiver für die Bassfraktion.

    Bei einem Vollcustominstrument ist das durchaus normal, aber gerade dadurch, dass man in dem Standardformular nur Hölzer und Elektronik auswählen kann, ist zumindest der Arbeitsaufwand mit einer CNC Maschine relativ gering, was sich im Preis wiederspiegelt, weshalb ich es wirklich erwähnenswert finde, dass so eine Änderung nicht nur kostenlos, sondern sogar ungefragt vorgenommen wurde.

    Ich bin auch gespannt, was dabei herauskommt, aber die vorherigen Projekte mit Skervesen und der Beginn dieses, stimmen mich sehr zuversichtlich.
     
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  4. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.19   #4
    Vielen Dank für die Info.

    Tja, da bin ich dann draußen.... Diese Stange Geld hätte ich vielleicht noch vor 25 Jahren für einen Bass ausgegeben, jetzt nicht mehr. Das ist einfach nicht (mehr) meine Preisklasse.
    By the way: Ich habe mir in den 80-er Jahren zwei Instrumente gekauft, die jeweils über 3000 DM gekostet haben (ich spare heute genau so lange an 3000 € hin wie damals an 3000 DM). Aber wahrscheinlich bin ich viel pragmatischer geworden, auf jeden Fall älter :opa:...

    Bitte nicht falsch verstehen: Das Instrument kann diesen Preis wert sein, evtl. ist es um diesen Preis sogar ein echtes Preis-Leistungs-Schnäppchen (wenn ich an die Preise denke, die z.B. bei Fodera abgerufen werden...). Das soll jeder selbst entscheiden.

    Also ehrlich, diese 65 Euro reißen es wirklich nicht raus...

    Trotzdem: Viel Spaß damit, und ich bin neugierig, wie das "Endprodukt" aussieht und klingt! Ich werde immer wieder mal hier reinschauen!
     
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  5. Tobi18

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    Erstellt: 18.07.19   #5
    Ich bin gespannt. Hadere selbst schon längers mit einem neuen Bass und da wir zwei Gitarren von den Jungs in der Band haben, hatte ich auch direkt dort angefragt. Meine Anfrage nach einem 'Custombass' in der Art, dass sie ihre vorhandenen Formen mischen sollten (Bronto oder Rhino Bodypieces statt der komischen Chickenhawk als Headless an den Hals kleben) wurde mit saftigen Aufpreisen im Vierstelligen Bereich und einer sehr unfreundlichen Mail quittiert. Von wegen komplette Neuentwicklung des Basses und so Kram. Letztlich lächerlich, da die Formen ja bereits in der CNC eingespeichert sind und ich keine special Eigenkonstruktion wollte. Hab mich dann dagegen entschieden bei denen zu bestellen. Die Anfrage nach einer dritten Gitarre mit experimentellen Customideen wie Piezo PU am Headstock und Wooden PU-Cover (einfach nur ein Furnier vom ausgefrästen Teil ziehen) wurden strickt abgelehnt. Das wären beides Projekte gewesen mit denen sich ein Customhersteller wirklich mal ganz dem Kundenwunsch hingeben könnte. Aber auch bei unserer zweiten Gitarre hatte sich dies abgezeichnet. Wir haben nun den Eindruck gewonnen, dass die Jungs zu groß geworden sind und den eigentlichen Custom nicht mehr nötig haben. Man soll am liebsten vorgefertigte Stockinstrumente in Auflage 1 bestellen. Schade eigentlich, das hat für mich nichts mit Custom zu tun.
    Aber ich bin sehr gespannt auf den Sound deines Basses, da die Qualität der Instrumente mEn überragend ist. Würde mich auch über Soundsamples freuen und darf dich schon mal beglückwünschen!
     
  6. mar_nic_s

    mar_nic_s Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.19   #6
    Dass deine Erfahrungen mit Skervesen nicht so gut waren tut mir leid. Für sie als Firma verstehe ich natürlich den Sinn darin, Modelle nur durch Komponenten verändern zu lassen. Das erspart eine Menge Arbeitsaufwand und damit auch Kosten, was wiederum an den Kunden weitergegeben werden kann.
    Meine letzte Gitarre von ihnen war eine veränderte Vorlage der Tamanduaserie mit zusätzlichem Top und einem Headstock eines anderen Modells. Der Headstock alleine war, wie bei dir, ein ordentlicher Aufpreis und das wurde mir so erklärt, dass man gerade dabei nicht einfach zwei CNC Vorlagen zusammenfügen kann, weil die Instrumente auch ausbalanciert sein müssen. Eine schwerere oder leichtere Kopfplatte als vorher kann eine Gitarre schnell kopflastig machen, was beim Spielen extrem störend ist. Ich denke, dass der Schritt von Headless zu Headstock, oder umgekehrt, noch größere Auswirkungen auf die Balance hat, von daher verstehe ich den Aufpreis. Das Unfreundliche ist aber definitv nicht zu entschuldigen.
    Also meiner Erfahrung nach sind Skervesen offen für Customideen, aber der Aufpreis für diese steht vermutlich in keiner Relation zum Basepreis. Vielleicht stimmt mein Bass ja dein Bild der Firma wieder etwas positiver, oder vielleicht erwische ich auch (in meinem Fall zum ersten Mal) einen schlechten Tag beim Kundendienst. So oder so, halte ich das Thema hier mit Updates auf dem Laufenden.
     
  7. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.19   #7
    Das hat aber nun mit Custom überhaupt nichts mehr zu tun.

    Ich möchte nicht nörgeln, aber für eine noch eine dümmere Ausrede hätte ich bestimmt seeeehr lange nachdenken müssen. Wenn ich jetzt nicht gerade von der minimalistischen Parker-Kopfplatte zur voluminösen Dean-Kopfplatte wechsle, sind das ein paar Gramm rauf und runter, die ich mit einem entsprechenden Korpus bzw. anderer Positionierung des Gurtpins leicht ausgleiche.

    Aber ich bin immer noch gespannt, wie's bei Dir wird. ;)
     
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