Hallo! Seit meiner gestrigen Registrierung bin ich wohl einer der aktuell jüngsten Neuzugänge beim Musiker Board.
Doch zunächst zu meinem Nick: Ich fand es ungeheuer schwer, einen passenden Namen zu finden, da die meisten anderen guten Nicks schon vergeben sind. So bin ich zuletzt auf diesen Nick gekommen. Ich nenne mich Slashchord. Dies ist als kleines Wortspiel gedacht, da es ja einerseits den Gitarristen Slash gibt. Andererseits bedeutet Slashchord ja eigentlich nur Bindestrich-Akkord. Ich hoffe, ihr könnt meinen Humor verstehen. Aber das nur am Rande.
So völlig neu ist mir das Musiker Board jedoch nicht. Ich lese hier schon seit Ende 2020 ab und zu mit. Jetzt habe ich mich aber endlich mal entschlossen, mich zu registrieren und eventuell ein wenig mitzuschreiben.
Musikfan war ich jedenfalls schon, seit ich denken kann. So richtig musikalisch erwacht bin ich jedoch erst 1991. Da war ich sechzehn Jahre alt. Und ich begeisterte mich gerade stark für die Band Guns N´Roses. Diese animierte mich auch, dass ich selbst Gitarre spielen lernen wollte. Bis ich dabei richtige Erfolge feiern konnte, sind dann allerdings Jahrzehnte ins Land gezogen. In gewisser Weise bin ich ein Spätzünder. Circa 1993 oder 1994 kaufte ich mir in den Sommerferien eine Konzertgitarre und spielte mir die Finger wund. Ein Schulfreund von mir hat wohl auch damals gemeint, dass man zuerst einmal erst auf einer Konzertgitarre anfangen sollte, bevor man sich an eine
E-Gitarre* traut. Damals kaufte ich mir auch ein Anfängerbuch von Peter Bursch. Dieses half mir zwar, die Grundakkorde schnell zu erlernen. Dies ganz ohne Notenkenntnisse. Leider blieb mein musikalischer Horizont durch dieses Buch von Peter Bursch total beschränkt. Was den schulischen Musikunterricht betrifft, so habe ich diesen nach der 11. Klasse abgewählt, weil ich wohl zu schlecht war und damit nichts anfangen konnte. Trotzdem wollte ich mir 1995 eine
E-Gitarre* zulegen. Der Gitarrenhändler hat mir allerdings eine
Ibanez* Superstrat HSH andrehen können, da ich mich nicht klar ausdrücken konnte, dass eigentlich eine Les Paul mein Favorit war. Aber irgendwie spielte das alles sowieso keine Rolle mehr. Um in der Abi-Band mitzuspielen, war ich vermutlich nicht nur zu schüchtern, sondern mit meinen Kenntnissen der Lagerfeuerakkorde nicht gut genug. Meine Ibanez Superstrat wurde dann auf der Abifeier von einem Schulfreund gespielt. Und um bei einem Gitarrenlehrer Unterricht zu nehmen, dafür hatte ich damals weder das Geld noch die Zeit oder das Selbstbewusstsein. Ich nehme mal an, ich hielt mich zu blöd, um Noten zu lernen. Und danach kamen halt andere Entwicklungen im Leben, die meinen Traum vom Gitarre spielen erlernen immer weiter verschoben hatten. Erst 2012 erlebte ich einen Quantensprung, als ich wieder anfangen wollte, mir das Gitarre spielen selbst beizubringen. Ich kaufte mir den Lernband "Rock Guitar Basics" von Peter Fischer. Ich wollte damals auch sein 60-Wochen-Programm durcharbeiten, um besser zu werden. Aber die Liedbeispiele von Peter Fischer lagen mir nicht. Und letztendlich war ich dann doch nur damit beschäftigt, Gehörübungen etc. aus dem Buch zu machen, anstatt dass ich zum Spielen gekommen wäre. Danach hatte ich zwar etwas Unterricht bei einem ehrenamtlichen Gitarrenlehrer. Und die Konzertgitarre mit Nylonsaiten, die ich schon lange zuvor verkauft hatte, wurde ersetzt durch eine Ovation Akustikgitarre. Doch auch dies war nur eine Episode. Im Endeffekt brauchte es die Erholung von einer arbeitsbedingten Sehnenscheidenentzündung und einen Umzug in eine andere Stadt, bis sich alles verändern sollte.
Erst ab Februar 2018 kam die entscheidende Wendung. Gibson ging irgendwie in Konkurs. Und ich nutzte die Gelegenheit, mir endlich den Traum von einer echten Gibson Les Paul Tribute zu erfüllen. Gleichzeitig jedenfalls traute ich mich, auch bei einem richtigen Gitarrenlehrer Unterricht zu nehmen. Anfangs war dies eine holprige Sache, da ich etwas anderes wollte als mein Gitarrenlehrer. Nach ein paar Monaten hatten wir uns jedoch einigermaßen zusammengerauft. Ich wollte zwar ursprünglich ausschließlich meine Lieblingslieder erlernen, während er mir das sogenannte "Rockschool Grade System" näherbringend wollte. Aber schließlich sind wir dann bei der "Schule der Rockgitarre" von Andreas Scheinhütte gelandet. Seitdem hat sich jedenfalls alles verändert. Die Musiktheorie, die mir vorher so schwierig und überflüssig erschien, war plötzlich leicht verständlich. Er konnte mir außerdem die Angst davor nehmen, Noten zu erlernen. Und tatsächlich ist das Spielen nach Noten gar nicht mal so schwer. Meine Motivation ist nach wie vor ungebrochen. Mittlerweile sind wir mit der "Schule der Rockgitarre" auch schon sehr weit durchgekommen. Meine anfänglichen Ansprüche an mich selbst, dass ich spielen können muss wie ein "Gitarrengott", konnte ich ablegen. D.h., ich spiele mittlerweile mit weniger selbstgemachtem Druck. Und das Lob meines Gitarrenlehrers kann ich auch annehmen, da wir bisher noch jede Lektion in dem Buch gemeistert haben. Glücklicherweise habe ich auch Skype auf dem Computer bzw. WhatsApp auf meinem Handy installiert, so dass wir selbst in Zeiten des Corona-Lockdowns und der Kontaktbeschränkung dann übers Internet den Unterricht weiter machen können.
Wenn wir Band 1 der "Schule der Rockgitarre" von Andreas Scheinhütte fertig haben werden, nehme ich mal an, dass wir dann gleich mit Band 2 weitermachen können. Daneben habe ich mir irgendwann einmal auch das Effektgerät "Trio+ Band Creator plus Looper" gekauft. Damit kann ich mich selbst per Loop aufnehmen. Und das Gerät erschafft dann passend dazu eine Bassbegleitung und Drums. Oder ich habe auch schon Akkorde eingespielt. Und kann dann entweder mein eigenes Spiel abhören oder beispielsweise nach einer Bluesskala Soli dazu spielen. Aber das ist noch ausbaufähig. Künftig will ich jedenfalls auch versuchen, mich per Computer aufzunehmen, um in Bild und Ton zu sehen und zu hören, wo bei mir Verbesserungsbedarf besteht. Ansonsten versuche ich für mich, die Mischung aus neuen schwierigen Herausforderungen und Spielspaß beizubehalten. An das bandmäßige Zusammenspiel mit anderen Leuten ist jedoch nicht nur coronabedingt noch nicht zu denken. Bevor ich so etwas anfange, will ich noch um einiges besser werden. Und irgendwie will ich bis dahin auch ein gewisses Maß an ganzen Liedern spielen können.
Musikalisch stehe ich vor allem auf alle Arten von gitarrenlastiger Rock- und Bluesmusik. Teilweise höre ich aber auch Folkmusik.
So. Das war es jetzt für das erste Mal von mir.
Bis zum nächsten Mal,
Slashchord