Diezel/Einstein-Review

von Ottochilli, 28.06.07.

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  1. Ottochilli

    Ottochilli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #1
    Moin Zusammen!

    Seit ca. 1 Woche steht besagter Amp bei mir rum. Da es hier viele Diezelfans und -user gibt, wollte ich mal kurz meinen Eindruck wiedergeben. Es geht um den Diezel Einstein 100Watt, Topteil.

    Features:

    Dieses sind wohl bekannt, hier noch mal in Kurzform.

    -100 Watt, Vollröhre, 4 EL34 in der Endstufe

    -2 Kanäle, jeweils mit B, T, M sowie jeweils Gain (Verzerrung) und (Vorstufen-)Volume
    Der 1. Kanale hat zusätzlich 3 Modes (Clean, Texas, Megacrunch oder s.ä.)

    - 2 Mastervolumes, 1 Deepregler (Tiefbässe), 1 Presenceregler (Höhen) für beide Kanäle

    - Fußschaltbar: 1. + 2. Mastervolume, Kanalwechsel

    - serieller und paralleler Effekteinschleifweg

    Erster Eindruck:
    Hochwertige, stabile Verarbeitung, leichte Bedienbarkeit, gute Übersichtlichkeit.

    Beim ersten Ausprobieren habe ich den Megacrunchmode des 1. Kanals aktiviert. Ein fettes Hardrockbrett kam mir zu Ohren. Es fehlten leider ein wenig die Höhen. Trotz Nachregeln über Presence und Treble kam es nicht zum gewünschten Erfolg. Erst das Herunterdrehen der Mitten und Bässe brachte den gewünschten Effekt.

    Der Megacrunchmode zeichnete sich durch schnelle Ansprache und satte Verzerrung aus. Für Heavyrhythmusspiel gut geeignet. Tatsächlich vermisste ich sofort das etwas Dreckige, was ich bei Marshall so gern mag. Die Verzerrung kam irgendwie brav rüber.

    Dann tauschte ich die Gitarren aus (zwei Les Paul Standards, eine Fender Strat, eine Hamer aus dem Customshop). Alle meine Gitarren haben Humbucker in der Bridgeposition, klingen aber trotzdem recht unterschiedlich....nicht so aber über den Diezel Einstein. Das hatte ich in der Form noch nicht erlebt, geschweige denn erwartet. Es waren zwar deutlich Unterschiede zu hören, allerdings klangen die Gitarren sehr viel ähnlicher, so wie ich das noch nie bei einem Amp in der Liga des Einstein gehört hatte. Man kennt das Phänomen ja eher von billigen Transistoramps oder billigen Modellern.

    In der Folgezeit habe ich dann auch ausgiebig über den Kanal 2 gespielt. Der Kanal 2 ist so mit der Hauptgrund, warum ich den Amp gekauft hatte. Ich hatte zwar keinen vorher getestet, hatte aber recht konkrete Vorstellungen über den Amp. Tatsächlich ist der 2. Kanal kein Schlechter. Es gibt eine recht harmonische Verzerrung, die so ein bisschen in die Vintageecke geht. Nicht schlecht. Allerdings hat die Verzerrung in Kanal 2 nicht den Biss und die Aggressivität, die doch schon ganz gerne habe. Es war mir irgendwie zu brav und nicht "heiß" genug. Das maximale Gainlevel ist mir auch nicht stark genug. Ich fand die Funktion des Gainreglers eher fragwürdig. Auch wenn man ihn 3/4 aufdreht, wird die Verzerrung nicht wesentlich stärker im Vergleich zu einem beispielsweise nur halb aufgedrehten Gain. Sie wird nur ein bisschen matschiger.

    Total fragwürdig fand ich den Cleanmode des 1. Kanals. Der ist zwar clean, erst mit Aufdrehen des Gain kommt ein moderates Anzerren hinzu. Der Kanal klang in meinen Ohren für einen Amp der Topliga sowas von mies. Ein lebloser, stumpfer, pappiger Sound. Nicht der Anflug von Brillianz, Draht und Holz. Ich habe so einen billigen Desktopmodeller, wenn man da auf Bypass stellt, klingt es fast genauso.

    Ich habe eine Strat, die schon sehr vielen Gitarristen den Kopf verdreht hat. Sie klingt sehr ausgewogen, spielt man sie über den Hals PU kommt ein perlend-drahtiger glockiger Sound zu Gehör, bei dem besonders die Basssaiten, in den tiefen Lagen gespielt, saftig schmatzen. Über den Einstein war davon nichts zu merken. Da hatte ich viel mehr erwartet, und da bin ich ehrlich gesagt viel Besseres gewohnt.

    Über den Texas-Mode kann ich nicht soviel sagen. Das war nicht meine Baustelle. Bei Texas denke ich an Stevie Ray Vaughn. D.h. schmatzende, fette, sustainreiche Sounds, die schön in die Verzerrung reinkippen. Der Texasmode verzerrt zwar moderat, aber von einem richtig tollen Texasblueston würde ich nicht sprechen. Da gibt es wesentlich bessere Amps.

    Resumee:

    Ich habe mir den Amp gekauft, weil ich einen Amp für Heavy brauche. D.h. der Wunschamp muss zwei Kanäle haben, die für Heavy geeignet sind, wobei einer der Kanäle sich für High-Gain-Soli eignen muss, d.h. transparente, hochgradige Verzerrung. Das habe ich mir vom Einstein versprochen. Tatsächlich ist die Verzerrung gut brauchbar. Sie ist punchy und transparent. Für Solo reicht sie mir allerdings nicht aus. Da hätte ich gern mehr Biss und Aggressivität. Ich vermisse auch den typischen Marshallrotz. Der Amp klingt irgendwie brav. Ihm fehlt ein Trademarksound. "Clean" und "Texas" sind m.E. ziemlich traurig. Da gibt es andere, die sind dem Einstein voraus. Ehrlich gesagt finde ich den Clean meines Marshall MG 15 noch besser als den des Einstein. Rätselhaft bleibt, was die 3 Modes des 1. Kanals für eine Funktion haben. Man kann sie nur manuell umschalten. Macht man sie fußschaltbar, muss man sich Gedanken machen wie man die Abstimmung vornimmt (wahrscheinlich über den Volumeregler der Gitarre). Im übrigen ist es m.E. blödsinnig sich einen Amp zu kaufen, den man erst mal modden muss, damit man alle seine Funktionen sinnvoll einsetzen kann. Darüber hinaus dürften damit Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verkäufer flöten gehen.

    Nachtrag:

    Ich habe mich nach dem Kauf beim Diezelforum angemeldet hat. Ich habe mich da noch ein bisschen positver geäußert, als ich es jetzt tue. Da war ein bisschen Anfangseuphorie bei. Außerdem traut man sich nicht unbedingt in der Höhle des Löwen gleich mit allem so raus zu kommen. Was mir dabei einfällt ... Irgendwie hat das alles schon sektenhafte Züge. Da läuft eine Menge Propaganda. Da gibt es diesen Olaf, der irgendwie was mit Diezelamps zu tun hat und ständig die Amps lobt usw. Ich sage mal, Eigenlob stinkt ein wenig. Der Peter ist da schon wesentlich zurückhaltender. Insgesamt ist da eine Menge Euphorie, Hysterie und Einbildung bei, zumindest was den Einstein angeht. Die anderen Diezelamps kenne ich leider nicht vom spielen. Ich glaube, dass da noch positive Überraschungen drin sind. Für Metaller sowieso. Ich gehe davon aus, dass Einsteins von der Verarbeitung top sind. Da gibt es keine Zweifel. Der Einstein ist aus meiner Sicht wegen der praktischen Defizite und der in meinen Ohren unzureichenden cleanen und angezerrten Sounds leider überteuert. Nun geht er erstmal zurück zum Verkäufer.

    Gruß Otto
     
  2. Lum

    Lum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #2
    Gewagtes ReView...
    Hast du den Amp vorher getestet, oder wolltest du ihn einfach besitzen um ihn nicht zu mögen? :D Ich kauf mir ja auch kein recti und schimpf den runter, weil ich eig. Blues spiele.

    Naja.. ich kann deine Beschreibung leider wenig nachvollziehen. Für mich bietet der Amp jeden Tag auf's neue ne Soundwand.. und ich finde GERADE den Texas-Mode sehr überzeugend. (Nutze so ziemlich nur 2. Mode im Clean und 2. Channel)
    Gerade beim Einstein differenzieren meine Gitarren SEHR, wo sich doch meine Ibanez eig. überall wohl fühlt, will sie's beim Einstein nicht so recht, da fehlt die Tiefe. Meine Fretking knurrt endlich und mit meiner RBC kann ich nicht genug von kriegen :-)

    Mich würde a) intressieren, welche Box du benutzt?
    Was für Musik da überhaupt rauskommen soll?

    Klar.. es ist kein Marshall, auch kein Fender, aber das sollte dir schon vorher klargewesen sein, oder? ;)
    Für mich hört sich das ReView leider eben nicht sonderlich objektiv an, eher um gegen den Hype (Welchen ich ebenfalls nicht unterstütze) etwas zu drücken.

    Der Grund warum der Einstein mich überzeugt, ist sein Charakter in seinem Sound.. das haben nicht viele Amps.. gerade die Dynamik und wie er auf Volume/TonePoti anspricht ist sehr genial. Und bitte bitte.. ich hab das Gain im 2. Channel MAXIMAL auf 13 Uhr, wenn dir das nicht genug ist, mach was mit deinem Anschlag!

    Ich weiß ja nicht :rolleyes:
     
  3. Squealer

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    Erstellt: 28.06.07   #3
    Hey,

    die Meinung kann ich, obwohl es sehr radikal ist, zum Teil teilen!
    Ich habe erst den VH4 und den Herbert getestet und fand die mega affen titten geil. Das geilste was ich je gehört hab.
    Eine Woche später spielte ich dann den Einstein, weil der ja auch so gut sein soll und ja so günstig ist. Aber was mir da zu Ohren gekommen ist, ist den Namen Diezel nicht wert. War für mich verglichen mit den beiden großen Brüdern viel zu matschig und unpräzise. Ausserdem hat er kaum Druck. Regler auf 12 Uhr? Und dann????
    MÄUSEBRETT? Valvestate lässt drucktechnisch grüßen! Also da muss man schon gehörlich die Bässe und Deep reindrehen und selbst dann hat er nicht annähernd so viel Druck wie der VH4.

    Wie alle Firmen wollen die Hersteller ihre Amps verkaufen und dafür müssen auch billigere Amps hergestellt werden um auch die Leute mit weniger Geld "zufrieden" zu stellen. Das haben wir hier. Nen mittelmäßigen Amp für wenig Geld mit dem Aufdruck eines großen.

    Der VH4 hingegen wird mein nächster Amp werden, weil der einfach gigantisch tierisch klingt!
    @Ottochilli, den würd ich auch Dir mal ans Herz legen, weil wir wohl recht ähnliche Ansichten haben.

    Aber dennoch: Olaf Krampe (Duesentrieb - Amps) und Peter Diezel sind 2 enorm erfahrene und Hilfsbereite Menschen, die ihre MAterie kennen wie kein anderer. Und daher find ich es völlig unangebracht sie hier anzugreifen. Peter Diezel äußert sich natürlich gediegener...Immerhin hat er einen Ruf zu verlieren und Olaf ist einfach ein Diezel-Fan. Und ich bin mittlerweile auch ein Diezel-Fan. Aber auch als Diezelfan muss man nicht alle Amps mögen.

    Marhall-Fans mögen die Valvestates und MG's vielleicht nicht.

    Grüsse
    Dennis
     
  4. UncleReaper

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    Erstellt: 28.06.07   #4
    Es ist nicht alles Gold was glänzt und der Name "Diezel" glänzt für manche,
    wie man auch hier oft genug sieht schon geradezu blendend.
    Der Einstein gehört aber definitiv zu den besseren Amps.
     
  5. benny barony

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    Erstellt: 28.06.07   #5
    Man sieht's...
    Sorry, musste sein...
     
  6. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #6
    der name ist nunmal nicht alles!war ganz baff wie das review ausfiel,hatte da 08/15 wie sonst erwartet,wurde aber eines besseren belehrt!allerdings formt kritik und ist somit konstruktiv,dickes lob von mir.:great:
     
  7. Ottochilli

    Ottochilli Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #7
    Zu A. Ich habe ihn mir gekauft, weil ich nach dem üblichen Quellenstudium im WWW. der Meinung war, er wäre der Richtige. Testen war leider nicht möglich. Erstens hatte Peter Diezel totale Lieferantenprobleme. Es gab bei keinem der großen Verkäufer einen vorrätig. Alle warteten auf die nächste Lieferung. Ich komme übrigens aus Norddeutschland. Ich fahre nicht 600 km um einen Amp zu testen, der noch nicht mal irgendwo vorrätig ist. Da bleibt einem nur die Bestellung übrig.

    Zu B. Das freut mich für Dich. Ich weiß ja nicht, wie viel Erfahrung Du mit Amps hast oder gar besessen hast. Ich sag mal so: Bei der Ersten denkt man noch, es wär´ die große Liebe...

    Zu C. Habe ich doch gesagt: Heavy. O.k. Du willst es genauer. Ich stehe auf KingsX, Dokken, Van Halen, also Old School-Metal, aber auch modernere Sounds aus der Fusionecke

    Zu D. sag ich nichts

    Zu E. sag ich mal, dass es sich nicht nicht um ein objektives Review handelt. Das ist für mich so etwas wie die Quadratur des Kreises.

    Zu F. siehe B.

    Gruß Otto
     
  8. Iggi

    Iggi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #8
    Sieht man selten, so ein Review.
    Naja, ist halt alles irgendwo Geschmackssache, wenn dir der Amp nicht gefällt ist es eben so, egal ob er z.B. für Lum der "Traumverstärker" ist (ich gehe mal davon aus ;) ).
    Wenn du das so wahrnimmst, dann ist es halt so, wenn mir der Diezel nicht gefallen würde, würde ich es genauso sagen/schreiben.
    Das hat nix mit einem "gewagten" Review zu tun.

    Schönen Abend,

    Iggi
     
  9. rabbitgonemad

    rabbitgonemad Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #9
    Ich find das total gut, dass du ehrlich deine Erfahrungen mit dem Amp beschrieben hast. Es werden schon genug Dinge schön geredet und gehypt, nur so kann man sich auch mal ein Gesamtbild der pos/neg Meinungen machen. Und wenn dann ein paar Fans einer bestimmten Marke oder eines Produktes beleidigt sind, wen juckts...
     
  10. Ottochilli

    Ottochilli Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #10
    Der Amp ist in der Highgainabteilung kein schlechter Amp. Aber da hörts dann schon für mich auf. Die Modes sind nur nach entsprechend Modding ansatzweise vernünftig nutzbar. Soll ich beim Konzert zum Amp gehen, das Plek ablegen und den Switch für einen Clean-Part per Hand umlegen. Zum Modden habe ich schon meine Meinung gesagt. Warum soll ich einen Amp kaufen, den ich dann erst mal anpassen soll, um ihn halbwegs brauchbar zu machen. Du hast ja in dem Moment ein gewaltiges Abstimmungsproblem, wenn du von Megacrunch auf Clean umschaltest, weil Clean dann auf einmal sehr laut ist. Im Übrigen stehe ich voll zu der Bewertung von Clean- und Texasmode. Das sind in meinen Ohren Hilfssounds, die hat man noch dazu gepackt, damit der Einstein nicht ganz nackt darsteht. So wirkt das auf mich.

    Letztendlich ist das Ganze ist doch eine Frage des Preises. Überleg mal 1900,- Euro und du hast im Grunde einen 1 1/2-Kanaler Zusatzfunktion, die man aber nicht richtig nutzen kann (mMn). Wenn die Gainabteilung des Einstein genau das hätte, was ich suche, wär´s mir andererseits egal. So hammermäßig finde ich die Zerre aber auch nun wieder nicht. Dann lieber einen echten Dreikanaler.

    Gruß Otto
     
  11. Squealer

    Squealer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #11
    Wie den VH4, der ist wirklich ein Tier! Antesten wert! Ohne Mist!
     
  12. UncleReaper

    UncleReaper Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #12
    Jop, ein kleines Mäuschen.. :)
     
  13. explorer76

    explorer76 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #13
    Ich teile die Meinung des Threaderstellers zum Großteil.
    Der erste Diezel den ich anspielen durfte war ein VH-4 und der gefiel mir persönlich (bis auf den nicht ganz so tollen 4. Kanal) wirklich gut!
    Als dann der Einstein rauskam war ich natürlich auch sehr gespannt und hatte sehr hohe Erwartungen an den Amp, die aber leider auch nicht erfüllt wurden.
    Den ersten Kanal mit seinen 3 Modes finde ich noch sehr gelungen. Alles sehr brauchbare Sounds und bei weitem nicht so kompliziert in der Einstellung wie manch ein Mesa.
    Aber der zweite Kanal... ich sags mal so... ich weiß nicht was Peter Diezel sich dabei gedacht hat. Ok, für Soli find ich den Kanal noch akzeptabel, aber Riffing... dafür ist mir der Soundcharakter zu loose... mir fehlen die Ecken und Kanten im Sound (ok, ich bin Marshallianer, ich weiß dass ich nen Schuss habe).
    Geschmäcker sind absolut verschieden und ich gönne es jedem der mit nem Einstein glücklich wird, aber mein Ding ist der Einstein auch nicht!
     
  14. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #14
    Ich teile die Meinung über den Einstein, das kleine Mäuschen hingegen ist Gottes Wort in mein Gehörgang.
     
  15. Iggi

    Iggi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #15
    Was für eine Metapher :p :D
     
  16. the_paul

    the_paul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #16
    hast du denn noch ne chance den amp zurück zu geben? weil offensichtlich ist der amp ja nichts für dich und dann solltest du dir lieber einen holen, der 100 oder zumindest 90% passt. ich könnte mit keinem amp leben der nicht mindestens einen mir gefallenden clean und higain hat die ich ohne probleme hin- und herschalten kann.

    du könntest dir im baumarkt auch kordeln und räder kaufen und dann ein komplexes analoges boutique-flaschenzug-system bauen, welches gleichzeitig den mode umschalten und den volume nachregeln kann... ;)
     
  17. Thorgeir

    Thorgeir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #17
    Ty Tabor macht der Amp ohne Probleme. Dokken und Van Halen sind vom Ton her bei anderen Amps besser aufgehoben, die modernen Fusionsounds macht er wieder gern. Der Amp ist vom Charakter etwas britischer, als die beiden großen Brüder, allerdings bedeutet das nicht, daß er klingt wie ein gammeliger Plexi, der 30 Jahre auf dem Buckel hat. Er klingt über den integrierten V30 (ich habe den Kombo) auch komplett anders, als über meine 1960 mit G12ern. Möglicherweise vertrug er sich nicht mit deiner Box.

    Ich habe den Eindruck, du bist mit völlig falschen Erwartungen an den Amp herangegangen, ihn derart schlecht zu schreiben, hat der nicht verdient. Aber vieleicht wars ja auch ein Montagsmodell =}
     
  18. Ottochilli

    Ottochilli Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #18
    Vielleicht habe ich micht falsch ausgedrückt. Ich will nicht unbedingt so klingen wie die Genannten. Kurz zu Ty Tabor: Ty Tabor hat im Laufe seiner langen Karriere alles mögliche gespielt. Von Line6 Modellern in der Vorstufe mit Mesa-Endstufe bis hin zum Rectifier (Tapehead). Es gibt nicht unbedingt den typischen Ty Tabor Amp-Sound. Ich stehe im Grunde auf High-Gain, nur eben mit etwas mehr Biss, Aggressivität und, ganz wichtig, Charakter. Der Einstein ist kein schlechter Amp. Aus meiner Sicht ist er aber nur dann brauchbar, wenn man genau die Zerre will, die er produziert. Ich halte es nicht vorstellbar, dass man ihn wegen des Clean oder Crunchmode spielt. Das ist meine Meinung. Da finde ich ich ihn für einen Amp seiner Liga recht bescheiden.

    Gruß Otto
     
  19. Lum

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    Erstellt: 29.06.07   #19
    Klar, ich lass jedem sein Bild von dem Amp, aber das ReView ist für mich eben genausowenig objektiv, wie eines, welches einen Amp total hochhyped. Schade, wenn er deinen Vorstellungen nicht entspricht, aber verdammt nochmal, der Amp hat wenig bis nichts mit Herbert und VH-4 zu tun. (Und das ist, zumindest in meinem Falle, auch gut so)

    Peter Diezel hat sich schon was bei dem Amp gedacht (Ist nicht umsonst sein Liebling) ;) ich zumindest komme mit dem 2. Kanal wunderbar klar. :-) Halte mich halt mit dem Gain zurück und hole Druck/Punch aus dem Anschlag wieder raus.

    Warum der Amp ein "billiger" (Wohl eher günstiger :-) ) Diezel ist? 2 Kanäle, 3 modes im 1. , kein Midi. Verarbeitungs- sowohl Soundtechnisch ist er mit den großen Brüdern gleichauf. Nur eben liefert er ein anderes Konzept an den Tag.

    Die Box ist wie bei jedem anderem Amp natürlich auch sehr wichtig, wo sonst V30 gut kommen, bevorzuge ich ne etwas direktere/mittenbetontere-Box. Wenn es dann eben um furztrockene Rythmusbretter geht, habe ich immernoch nen sehr guten Zweit-Amp :-)
    Effektiv nutze ich aber den Einstein für gute Crunchsounds (jaja, texaschannel) und eben Highgain Riffing/Soli. Ich gebe zu, dass dieser Channel etwas an kompression bietet, aber das muss man mit nem tighten Anschlag eben wieder wettmachen.

    Ich würde den Amp halt nicht sofort pauschal als so schlecht darstellen, da eben einige wenige auf ihn schwören und diese damit in ein recht ahnungsloses Licht gestellt werden
    (Und joar, gibt sogar User die von nem ENGL SE auf nen Einstein umgestiegen sind ;) )

    Gruß
    Lum
     
  20. Ottochilli

    Ottochilli Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #20
    Hi Lum,
    ich merke da, dass Du irgendwie angep... bist, weil ich DEINEN Amp beschmutzt habe. Das Gefühl kenne ich. Damit muss man leben können. Ich werde allerdings nicht einen Satz revidieren. Ich meine das alles genau so, wie ich das geschrieben habe. Vielleicht nehme ich die Behauptung, dass ich meinen Marshall MG 15 im Cleankanal besser finde, zurück. Ich würde sagen, für den Preis des MG 15 finde ich ihn WESENTLICH besser. Aber im Grunde vergleicht man Äpfel mit Birnen. Ich habe anderer Stelle schon geschrieben, dass ich nicht den Anspruch erhebe, "objektiv" zu sein. Harmonycentral ist voll von positiven Reviews. Da kann doch mein Negativreview niemals mit einem geschmacklichen Alleinvertretungsanspruch verbunden sein. Ich spreche nur für mich. Ich habe von Peter Diezel eine hohe Meinung. Die Qualität seiner Produkte muss gut sein. Nur der Einstein hat mit ob seines Klangs regelrecht erschrocken. Damit hätte ich niemals gerechnet.

    Gruß Otto
     
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