Diezel VH4 + 4x12er Box durch Mini-Topteil + Zerrpedal + 1x12er Box ersetzen (zu Hause)

  • Ersteller Saitenhexer0711
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Die Empfehlung von Diezel selber war G12H65 Heritage für Blues bis Rock.
Danke für den Hinweis, das deckt sich ja mit meiner Vermutung. Gab/gibt es auch eine Empfehlung von Rock bis Metal?

Den EVH bevorzugst Du aufgrund seines neutralen Klangcharakters?
 
Die Vintage 30 die sie nunmal auch in ihre eigenen Cabs bauen oder die G12K100. Ich find die Vintage30 eigentlich ein guter Kompromiss, die G12K100 sind nicht meins.
Peter empfiehlt bei eher Metal ein frontloaded Cab und bei Rock eine Backloaded, außerdem bei Metal das Cab mit stabileren Füßen und bei Rock eher auf Rollen, aber ich glaube da wirds dann schon nerdig ;)
Ich hab meine Vintage30 Cabs alle geschlossen mit Backloaded ...
Naja die EVM lassen den Amp klingen wie er nunmal klingt, ist sehr sauber und Detailgetreu, beim Clean und Edge of Breakup klingen die "sehr groß und mächtig". Sehr leise sind die Höhen etwas überbetont, da muss man zurückdrehen und die 1x12er Thiele ist damit so schwer wie eine 2x12er.

https://www.youtube.com/results?search_query=zilla+evm
 
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Hallo allerseits,

kurzes Update: Ich habe mich letztlich für den WGS ET65 entschieden (welcher ja ein etwas „feiner“ klingender Celestion G12-65(H)-„Klon“ sein soll).
Da der Speaker meines Erachtens wesentlich mehr Tiefmitten als der V30 bietet, halte ich ihn für eine ideale Ergänzung zum Diezel Paul, insofern ist Peter Diezels Empfehlung auch schlüssig.

Zwei Aspekte waren für mich ausschlaggebend:
1.) Der Kennschalldruck ist relativ gering, da ich zu Hause ohnehin nur relativ leise spiele, passt das gut.
2.) Der V30 ist - wie allgemein bekannt - sehr hochmittenlastig. Da der Paul, aller Vielseitigkeit zum Trotz, grundsätzlich einen (sehr modern interpretierten) Vintagecharakter bietet und von Haus aus mittenreicher ist als der VH4, finde ich die Kombi mit dem ET65 für meine Bedürfnisse passender.
Dreht man am Amp die Mitten heraus, klingt das in der Regel etwas „dünn“, bietet der Lautsprecher aufgrund seines Grundcharakters die Möglichkeit, die Mitten am Amp bis zum Anschlag hochzuregulieren, finde ich das charmanter.

Eine im geringeren Maße soundverändernde Alternative wäre der WGS Veteran 30 gewesen, dieser hat wesentlich weniger dominante Hochmitten.

Eingebaut habe ich den Lautsprecher allerdings noch nicht, ich werde euch nochmals Rückmeldung geben.
 
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Hallo zusammen,

das Wochenende hat - mal wieder - eine überraschende Wendung genommen.

Mein Bekannter, der mir den Diezel Paul vermacht hat, „mistet“ gerade aus.
Er wollte sich dementsprechend auch von einer Marshall 1936 Vintage 2x12er Box trennen.

Nachdem das gute Stück neuwertig und recht preiswert zu haben war, konnte ich nicht widerstehen. Auch wenn ich mich damit ein Stück weiter von meiner ursprünglichen Intentionen wegbewege.

Die Tatsache, daß das Cab die „besseren“ (für Marshall gemachten) Celestion-Speaker G12 Vintage (Made in UK) besitzt, fand ich auch sehr reizvoll.

Da ich nun drei verschiedene Lautsprecher zur Verfügung hatte, wolllte ich, der besseren Vergleichbarkeit wegen, diese jeweils hintereinander in der Orang PPC112 testen.
Mein Musik-Kabuff im Souterrain wurde damit zum Testlabor.

Hier das Resultat (bei jeweils identischer Einstellung des Verstärkers):
  • Celestion G12 Vintage 30 (Made in China): Allseits bekannter Sound mit prominenten Hochmitten.
  • Celestion for Marshall G12 Vintage (Made in UK): Klingt etwas klarer und höhenbetonter, dadurch auch mehr Fuzz. Die Hochmitten wurden im Gegensatz zum V30 merklich „gekappt“. Der Speaker mit dem ausgewogensten Sound. Sehr straff und definiert im niedrigen Frequenzbereich (z.B. bei p.m. Drop D).
  • WGS ET65: Geringfügig mehr Tiefmitten, jedoch fast schon kratzige Höhen. Die Tiefen klingen etwas weniger definiert als beim G12 Vintage.

Der Einfluss auf den Klangcharakter des Diezel Paul sieht damit so aus:
  • V30: Definitiv Richtung Classic Rock/Hard Rock gehend. Im Bandkontext aufgrund der Hochmitten durchsetzungsstark, daheim mit der Zeit nervig.
  • G12 Vintage: Sehr vielseitig, für Blues ebenso wie Heavy Metal geeignet.
  • ET65: Geht definitiv am meisten Richtung Heavy Metal. Und der Amp nähert sich damit deutlich dem VH2/-4 an. Die prominenten Höhen können mit der Zeit auch etwas nerven, Treble und Presence sollten zurückgedreht werden.
Als mögliche Limitation wäre an dieser Stelle die niedrige Lautstärke während des Tests zu nennen.

(Zwischen-)Fazit:
  • Der Paul reagiert erheblich auf unterschiedliche Lautsprecher.
  • Keiner der getesteten Lautsprecher ist wirklich „schlecht“, je nach Grundcharakteristik - welche bei jedem Exemplar deutlich unterschiedlich ist - sind die eigenen Bedürfnisse zu prüfen.
  • Die 1x12er Box von Orange ist wirklich gut und für zu Hause ausreichend.
  • Die (ebenfalls hinten geschlossene) 2x12er Box von Marshall liefert etwas mehr Druck im Bassbereich, was wenig überraschend ist.
Welche Konsequenz habe ich für mich daraus gezogen?
  • Der Vintage 30 eignet sich für meine Bedürfnisse am wenigsten.
  • Der G12 Vintage stellt aufgrund seiner Vielseitigkeit den besten Kompromiss dar.
  • Auch wenn die 1x12er Box vollkommen ausreichend wäre, entscheide ich mich (zunächst) für die 2x12er Box, da diese nur unwesentlich größer ist, aber die Möglichkeit bietet, zwei unterschiedliche Speaker zu betreiben; in meinem Fall den G12 Vintage und den ET65.
  • Der ET65 scheint in dieser Kombination leicht zu dominieren (auch wenn sich der Fuzz des G12 Vintage subtil ins Klangbild einschleicht), was durch den geringeren Kennschalldruck erklärt werden könnte.
  • Die 2x12er Box ist (bei identischer Amp-Lautstärkeeinstellung) nur geringfügig lauter.
  • Die größere Box bietet für zukünftige weitere Änderungen des Equipments mehr potentielle Ressourcen, was die Belastbarkeit angeht (aktuell 135 Watt).
  • Eine Alternative zum G12 Vintage wäre der Veteran 30 von WGS, wobei sich beide Lautsprecher sehr ähnlich sind. Insofern werde ich von einem weiteren Speakerwechsel absehen.
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Die drei Kontrahenten.

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Impression während des Tests.

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Größenvergleich 1x12“ vs. 2x12“.

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Dito.

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Sozusagen das Endergebnis.
 
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Da betreibst du ja wirklich viel Aufwand, um ans Ziel zu kommen. Respekt! Aber irgendwie sagt mir ein Gefühl, dass das noch nicht das Ende ist;)
 
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Sozusagen das Endergebnis.

I told you so :ROFLMAO:
hole dir eine 2x12er Box. Dann passt das mit der Breite
Mini-Head + 1x12 ist jetzt nicht sooo viel kleiner als Head + 2x12.

Jetzt musst du nur noch ein Paar gut eingespielte G12-65 ausprobieren und dein Setup wird komplett sein :)

Quatsch beiseite: Glückwunsch zum neuen Setup! (Sieht top aus und klingt sicherlich amtlich.)
 
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Aber irgendwie sagt mir ein Gefühl, dass das noch nicht das Ende ist;)
Ha, ha - das möchte ich nicht ausschließen. Wenn sich die Lieferschwierigkeiten bei Mesa Boogie wieder bessern, werde ich (als ehemaliger Verfechter) auf jeden Fall auch dort meine Augen offen halten.

...Glückwunsch zum neuen Setup! (Sieht top aus und klingt sicherlich amtlich.)
Freut mich, daß es Dir/euch gefällt!

Der Sound ist nun wirklich - auf höchstem Niveau - vielseitig, insbesondere auch bei geringer Lautstärke.

Und ja, manchmal ist auch der Weg ein (Zwischen-)Ziel.


P.S.: Wenn mir jemand sagt wie, lade ich gerne einen kurzen (Smartphone-)Mitschnitt hoch.
 
Grund: Vollzitat Vorpost reduziert
Zuletzt bearbeitet:
Hier das Soundsample (kurz mit dem Smartphone aufgenommen; den Riffs mangelt es an Rhythmik):
Soundbeispiel Diezel Paul + Gibson Les Paul

Details für die Enthusiasten:
- Amp: Diezel Paul, Kanal 2
- Box: Marshall 1936V 2x12“ (bestückt mit Celestion G12 Vintage & WGS ET65)
- Gitarre: Gibson Les Paul Standard 60s mit Seymour Duncan SH-6 am Steg.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Saitenhexer0711 schönes Equipment hast du da :great: Ich finde die Marshall 1936V Box auch sehr gut. Und ich habe daneben noch eine Mesa Rectifier und Orange PPC 212 ;) Keine Ahnung warum die Marshall hier im Forum oft unbeliebt ist.

Falls du weiter an deinem Sound feilen willst, kann ich dir für die Marshall Box die Speakerkombi V30/G12M-65 Creamback sehr empfehlen. Der Creamback fettet den Sound der V30 ordentlich an.
 
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@Saitenhexer0711 schönes Equipment hast du da :great: Ich finde die Marshall 1936V Box auch sehr gut.
Bereits ab Werk klingt die Box ordentlich und die minimale Abschrägung ist auch sinnvoll.

Falls du weiter an deinem Sound feilen willst, kann ich dir für die Marshall Box die Speakerkombi V30/G12M-65 Creamback sehr empfehlen. Der Creamback fettet den Sound der V30 ordentlich an.
Klingt interessant, wobei diese Kombi meinem aktuellen Setup ein Stück weit ähneln würde.
Der ET65 ist jedoch etwas knackiger und glatter als der Creamback, der G12 Vintage besitzt weniger prominente Hochmitten als der V30.
 
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Hallo allerseits,

nachdem etwas Zeit vergangen ist und ich mit dem Paul ausführlicher experimentieren konnte, ist es Zeit für ein Fazit: Für sich gesehen ein guter, vielseitiger Amp mit netten Gimmicks ([separat regelbarer] Hall, abspeicherbare [MIDI-]Voreinstellungen sowie zuschaltbare Effekt-Loops [seriell und parallel] und [eher mäßiger] Recording-Ausgang).

Nun das große Aber: Das Bessere ist des Guten Feind. Als ich bei meinem Bekannten den VH2 angetestet hatte, hat dieser meine Neugier geweckt.

Schließlich konnte ich beide Amps nebeneinander testen. Zweifellos sind sie sich vom Grundcharakter bzw. Voicing sehr(!) ähnlich, was sicherlich auch an der - zumindest aktuell - fast identischen Röhrenbestückung liegt (JJ KT77 in der Endstufe, TAD 7025 in der Vorstufe [V1]).

Hört man etwas genauer hin, fallen einem bei gleicher Einstellung jedoch folgende Dinge auf:
  • Der Paul ist etwas mittenreicher, während der VH2 (tatsächlich nur etwas) mehr Gain liefert.
  • Dreht man das Gain im jeweils 1. Kanal ziemlich weit hoch, liefert der Paul einen leicht langweiligen Crunch-Sound, der VH2 stößt dagegen beinahe in Regionen des Plexi vor. Wirklich super.
  • High Gain können beide, wobei im 2. (bzw. 3.) Kanal weniger mehr ist. Der Paul verliert dabei etwas schneller an Klarheit und Differenziertheit aufeinanderfolgender Noten und Riffs.
  • Der Overdrive-Kanal des VH2 klingt entsprechend etwas klarer und deutlich differenzierter als die Kanäle 2/3 des Paul.
  • Der VH2 liefert überdies ein interessantes Phänomen: Während der Sound komprimierter, also „fetter“ bzw. fülliger/voluminöser erscheint, ist beim Anschlag mehr Attack vorhanden, er klingt direkter; das ist vor allem bei stärkerem Anschlag der Fall.
  • Interessanterweise liefert der VH2 einen leicht „perligeren“ Cleansound, was vielleicht an der höheren Leistung bzw. mehr Headroom liegen mag.
  • Die 100 Watt des VH2 lassen sich auch zu Hause sehr gut beherrschen (was beim VH4 nicht der Fall ist).
  • Noch eine Anmerkung: Der Charakter beider Amps lässt sich ungewöhnlich stark durch unterschiedliche Lautsprechertypen formen; eine Mischbestückung scheint optimal (was mir nach wie vor etwas Kopfzerbrechen bereitet.)

Ihr ahnt es schon: Da ich auf die vorgenannten Zusatzfeatures keinen wirklichen Wert lege und der VH2 doch viele Dinge besser - bzw. „sehr gut“ statt nur „gut“ - beherrscht, bin ich nun stolzer Besitzer eines VH2.
Daß dies der Tatsache geschuldet ist, daß ich ein alter VH4-Jünger bin, würde ich nicht sagen.
Der Cleansound des VH2 ist um Klassen besser, die Plexi-esquen Sounds des VH2 können mit dem 2. Kanal des VH4 mehr als mithalten, der Klang des berühmten 3. Kanals des VH4 wohnt dem VH2 definitiv inne, allerdings in etwas „pfiffigerer“ Form (was vielleicht auch an den Röhren liegt). Einzig Ultra-High-Gain-Leadsounds hat der VH4 besser drauf, was aber zu verschmerzbar ist.

In diesem Sinne: Haltet Augen und Ohren offen!
 
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Meiner Ansicht nach ist kein Röhrenverstärker, und sei er noch so leistungsschwach, gut für zuhause geeignet. 10 Watt sind ja nur doppelt so laut wie 1 Watt und 100 Watt doppelt so laut wie 10 Watt, d.h. auch ein voll aufgedrehter 1 Watter macht noch mächtig Alarm wenn man nur die Sättigung der Röhre haben möchte. Meine besten Erfahrungen hatte ich bisher mit einem analogen Modeller, dem Trademark 60 von Tech21. Ist ein 60 Watt Transistorcombo mit 112 Speaker der auch leise toll klingt.
Einen VH2 besitze ich übrigens auch, der wird aber in der Band gespielt. Zuhause nutze ich zur Zeit ein Boss GT-100 zusammen mit einem 5 Watt RöhrenCombo mit 10“ Speaker.
 
Ich habe in letzter Zeit 2 Sachen für mich entdeckt, nach denen ich auf nichts anderes mehr Lust habe.

Hesu 212er mit demon speaker. Solange man mehr high-gain als clean spielt ist die Box so gut das alles andere zu viel ist.

Axe fx 3. Muss man einmal gespielt haben.
 
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@mr.coleslaw dem kann ich nicht beipflichten. Es kommt ganz stark auf das Cabinet an. Meine Erfahrung ist, dass open back Cabinets da wesentlich entspannter sind als closed back Cabinets.
Ich spiele einen Revv 40-7 auf 40 Watt, einen JCM 800 2203 und einen SLP Clone auf Zimmerlautstärke (jeweils 100 Watt).
ABER: mit jedem Lautstärkesprung ändert sich sich der Sound des Gefüges. Das Gesamtkonzept muss einfach stimmen.

@NikiRaveolte genau meine Erfahrung mit der Hesu.
 

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