E-Gitarren-Voodoo - meine (nicht ganz ernst gemeinte) Abrechnung

  • Ersteller DerZauberer
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Gute HiFi Boxen sind und bleiben der HIT! Und sind durch nichts zu ersetzen, definitiv. Meine Kappa 100 werden mich noch eine gute Weile begleiten :)

Ich muss allerdings teils widersprechen:

True-Bypass hat seine Vorteile, und warum sollte ich das Risiko eines Tone-stehlenden mittelmäßigen Buffers eingehen, wenn's mit True Bypass gefahrenfrei getan ist? Alles, was du brauchst, ist ein Buffered-Pedal am Anfang der Kette, oder man kauft sich einen Buffer (oder baut sich für 15€ einen zusammen) und der "lange Kabel"-Effekt, den True-Bypass Geräte mit sich tragen, ist gegessen. Bei aktiven Gitarren ist das sowieso wurscht. Und im FX-Loop ist der Effekt sowieso nicht wirklich wichtig, da hier i.d.R. sowieso niederohimige Signale aus dem Amp kommen. Ich habe absolut keinen! Mehrwert durch einen haufen Buffered-Pedale, nur das Risiko von mittelmäßigen Buffern. True Bypass juckt das nicht, und die Schwachstelle die hier so gern gebasht wird, ist fix erledigt. Ich bin kein Hardcore True-Bypass Fanatiker, aber ich verstehe dieses Anti-True-Bypass Bashing nicht. Ich schätze durchaus, dass vor meinem Amp alle Pedale True Bypass sind, mit meinem Buffer direkt am Anfang absolut kein Problem. Und kein Tone-Sucking. Knackfreies Aus-/Anschalten ist ebenfalls realisierbar mit TrueBypass.

Und: Dicke Saiten klingen fetter! (bis zu einem gewissen Maße) Ob das genau das ist, was man haben will und besser findet, ist wieder was anderes. Geschmacks- und Musikrichtungs-/ und Stimmungsfrage. Dicke Saiten = fetter aber nicht (!!!) = besser. So würde ich das nennen.

Aber insgesamt: Super Beitrag, und triffts doch ziemlich gut! :)

Und ich gestehe mir nicht den ganzen Thread durchgelesen zu haben. Sorry falls oben genannte Kritik schon durchdiskutiert wurde :redface:
 
Voll-Voodoo ist meine aktuelle Suche nach meiner "Coodercaster"-Version, mit "Gold Foil" Pickups - ich mach' das nach, was ein halbwegs bekannter Gitarrist macht - der aber vorher auch ganz andere Gitarren gespielt hat und da auch schon toll klang. Aber warum nicht? Jedem das Seine, auch mir.
Na, da ich ja ein ähnliches Ziel habe, kann das gar kein "Voodoo" sein...;) :D....

Benutze seit einiger Zeit nur noch HB-Saiten für 0,99 € 9er und 10er Sätze für alltags.
Geht gut, und sind recht haltbar, da ich oft an Gitten rumschraube...
Ja, auch ich nutze immer mehr die günstigen Saiten vom Thomann und habe bisher noch keine Nachteile fest gestellt... auch keine Qualitätsstreuung...
 
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...und hier sehe ich für den 'mündigen Konsumenten' irgendwie einen gravierenden Nachteil
Welcher Konsument ist schon mündig? Mündig sein bedeutet abwägen können und wenn da nichts zum abwägen ist, hilft es auch nichts, eine Entscheidung selbst treffen zu dürfen, wenn man nichts hat anhand dessen man die Entscheidung treffen könnte.
hairmetal81 schrieb:
Du als Konsument hingegen brauchst ständig zuverlässige(!) Informationsquellen und beinahe schon ein Diplom, um ausfindig zu machen, was nun tatsächlich Qualität ist, und was nur blumigste Werbebotschaft.
Eben. Anderenfalls kann man nur hoffen, nicht über den Tisch gezogen zu werden.
Alles, was du brauchst, ist ein Buffered-Pedal am Anfang der Kette,
Da tut es schon ein Bad Monkey, der das auch im ausgeschalteten Zustand macht. man kann darüber sagen was man will, aber da hat man weniger Verluste als durch das beste Instrumentenkabel, wenn es über eine größere Bühne oder durch einen größeren Raum reichen soll.
Dicke Saiten = fetter aber nicht (!!!) = besser. So würde ich das nennen.
Eben. Deswegen nehme ich recht dünne Drähte, weil die sich einfach besser benden lassen und ich am Klang nichts auszusetzen habe.
Bei Roundwounds nehme ich gern die Billigen vom Misic Store, ich spiele aber auf vielen Gitarren Flats, die gibts leider nicht in billig.
 
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...fühlst du dich denn im Vergleich zum Standardmodell auch mindestens fünfmal besser?

Ich kenne Gitarristen, die dir das sehr überzeugt mit einem "Ja" beantworten werden.

Ob sie denn wirklich selbst davon überzeugt sind, das wird sich zeigen.

Ich kann mich noch sehr gut an das "aha!"-Gefühl erinnern, als ich von meiner 250 DM Made in GDR Strat-Kopie auf meine mehr als fünfmal so teure Ibanez Radius umgestiegen bin... das war definitiv eine Erleuchtung, die über das fünffache hinausging. Wenn ich aber jetzt meine treue E-Acoustic (die vor etwa 15 Jahren 300 Taler gekostet hatte) gegen ein Modell für 1500 austauschen würde, würde sich dieses Gefühl vermutlich nicht wiederholen.
 
Zum Thema Buffer habe ich schon böses erlebt. Rauschen und Klipping sind die Kinder schlechter Buffer. Ich habe meinen Buffer im Elektronikfach, da würde ich auf zusätzliche und unnötigen Buffer auch verzichten.

Bei den Saiten predige ich es immer wieder. Den Hauptunterschied macht nicht der Durchmesser des Kerndrahtes, sonder die Spannung der Saite, die den Spielstil beeinflusst. Wenn man richtig reinhauen kann, ohne dass der Ton sofort abstirbt dann klingt das nunmal anders als Saitenstreicheln ;)
Mehr Bass kann man auch über den EQ einregeln, da braucht es keine dicken Saiten.
 
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Rauschen und Klipping sind die Kinder schlechter Buffer.
Dabei ist ein guter Buffer nicht mal teuer. Die dafür nötigen (wirklich guten) ICs sind spottbillig.
Heute muss auch ein billiger Buffer weder rauschen, noch clippen.
Beim Monkey ist zum Beispiel Ruhe und da clippt auch nix, selbst mit den kräftigeren Tonabnehmern.
Was hinter einem voll aufgedrehten Booster passiert, kann ich allerdings nicht sagen, da kann ich Clipping nicht ausschließen. Nur wer macht schon sowas?
 
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Coole Liste.

Aber wie sieht es denn mit dem Holz aus? Ich habe den Eindruck, dass da auch seeehr viel Voodoo betrieben wird.

Ich hatte beispielsweise vor einiger Zeit mal die Möglichkeit einen Ibanez Soundgear-Bass (SR505) mit "Ebenholz"-Griffbrett (wenn es das war) gegen einen mit einem Ahorn-Griffbrett zu vergleichen: die Ahorn-Variante klang bei sehr genauem hinhören leicht "schärfer", hatte ein ganz klein bisschen mehr Attack... nur: lag das jetzt wirklich am Griffbrettholz oder waren das allgemeine Schwankungen in den Hölzern und bei der Produktion? Oder war das gar nur meine Einbildung?

Und bei meinem Custom-Bass habe ich das Griffbreit rein aus optischen Gründen gewählt, einfach weil mir das wichtiger war, Stichwort: das Auge frisst mit. :)
 
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Aber wie sieht es denn mit dem Holz aus?

Hm, auch ein sehr "heißes Eisen", mit dem sich wohl diverse Seiten füllen lassen würden... Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als "Basswood" (Pappel, Linde) als absolutes "NO GO" galt... Es kam, auf der "Unbeliebtheitsliste" gleich hinter Sperrholz... Heute ist es völlig normal, dass diese Materialien verwendet und sogar erwünscht sind... Warum auch nicht... Es muss halt passen, dem "User" gefallen, was ja auch wieder eine zu höchst subjektive Angelegenheit ist und zu kontroversen Diskussionen führt...
 
Oh bitte nicht dieses Thema, da hat wirklich jeder eine eigene Meinung zu und das Thema Holz und seine Klangeigenschaften ist extrem schwer halbwegs wissenschaftlich zu definieren und Sachen zu "beweisen".

Vielleicht könnte man aber auf die Form der Gitarre und deren zugewiesene Klangeigenschaten fachsimpeln?
 
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Vielleicht könnte man aber auf die Form der Gitarre und deren zugewiesene Klangeigenschaten fachsimpeln?

Reicht da nicht schon die Frage: geleimt oder geschraubt?

Ich bin ja bekennender Fan von U2 und mag den Gitarrensound von The Edge... aber irgendwo habe ich mal einen Kommentar gelesen, der brachte es recht gut auf den Punkt: Edge würde zig verschiedene Gitarren spielen (Strat, Explorer, Rickies etc.), eine exzellente Auswahl an FX, aber irgendwie hört er sich immer sehr ähnlich an.

Vielleicht beruhigt mich das auch einfach nur, weil ich weiß, dass ich eben nicht mit einem Rack so groß wie ein begehbarere Kühlschrank auf die Bühne muss um ähnlich zu klingen? :)
 
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Reicht da nicht schon die Frage: geleimt oder geschraubt?

Hmmmmm… anderer Vorschlag: ich habe doch eine ganze Menge Gitarren, die völlig gleich konfiguriert sind und sich nur in der Farbe unterscheiden. Vernünftig lässt sich das nur rechtfertigen, wenn man jeder Farbe einen anderen Sound zugesteht. Sollten wir… äh… ?

:D… oder doch … :evil: ?
 
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Ganz ne andere Richtung: Was passiert denn wenn ich meine Pickups mal einfriere??
 
moin, moin
gerade diesen Thread entdeckt
Ich lach mich kaputt :rofl:
 
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:D… oder doch … :evil: ?
oh ja.... Ich behaupte mal, dass rote "Strats" höhenreicher klingen, als braune "Les Pauls"... ;-) OK, ich höre ja schon auf...

Und wenn man seine PU einfriert... na, dann könnte das Wachs zerbröseln und die Wicklung könnte auch einen Schaden bekommen... und wenn die dann immer noch ihren Job erledigen... dann muss es Voodoo sein...
 
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Ich kann mich noch sehr gut an das "aha!"-Gefühl erinnern, als ich von meiner 250 DM Made in GDR Strat-Kopie auf meine mehr als fünfmal so teure Ibanez Radius umgestiegen bin


Die Frage bleibt: Reden wir bei der GDR Strat-Kopie von einem wertigen, soliden Instrument? ...ich will ja nicht auf den Vergleich "Scheixxe zu Gold" hinaus, sondern eher "solide Hausmannskost vs. überteuerter Gourmet-Voodoo" *

Gehen wir davon aus, die Ibanez Radius war solide: Hätte ich für das fünffache von 1250 (also in € ca. 6250) irgendwas gekriegt, was der Ibanez merklich fehlte...?


Nochmal:
Ich beziehe mich auf 'workhorse' ...solide Hausmannskost... nicht auf "Scheixxe zu Gold..."


:hat:




*...verflixt, der Schinken gestern vom Zauberer scheint nachzuwirken! [:D]
 
Beim Monkey ist zum Beispiel Ruhe und da clippt auch nix, selbst mit den kräftigeren Tonabnehmern.

So wie ichs ja sage: ein Buffered-Pedal, bzw Buffered-Bypass Pedal an den Anfang und True Bypass ist dein Freund ;) Da mein erstes Pedal allerdings ein Polytune mit TB ist, gabs dann den Buffer Bausatz von Musikding davor. (Wobei ich noch mit 'nem Op-Amp Buffer Bausatz liebäugele. Hast 'ne Empfehlung? :D)
Und Tatsache ist nunma, ist mein Signal am Anfang der Kette wie auch immer gebuffered, habe ich danach keinen Mehrwert, auf True Bypass zu verzichten. Ein Hoch hier auf TC-Electronic Treter: Die haben mitlerweile oft einen Wahlschalter ob man True Bypass will oder nicht. Könnten sich einige Firmen ma abgucken.:great: Wer allerdings kommt mit "True Bypass ist Voodoo, und macht nur Höhenklau", hat sich nicht ordentlich damit beschäftigt. TrueBypass-Höhenklau kann ich gegen an, Höhenklau bei schlechten Buffern nicht. Geschweige denn Rauschen & Co in schlecht konstruierten Pedalen.
 
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