Ich habe gerade ein unerfreuliches Erlebnis auf Kleinanzeigen:
Habe eine Jackson King V gekauft, 400€ inkl. Versand Gigbag und Zubehör.
Kommunikation der Verkäuferin war super(schnell, freundlich und zuvorkommend), war "Top" bewertet, deswegen dachte ich mir nichts bei der Überweisung.
Versand wurde per DPD abgewickelt und sie hat mir Auftrags- und Abholbestätigung weitergeleitet.
Gitarre hatte dann einen etwas beschwerlichen Weg, da sie im Zustellzentrum wohl mal "verloren" und vom 28.12 bis 02.01 rumlag.
Am 03.01 war sie dann endlich in Zustellung, Fahrer hat sie dann einfach vor die Tür gestellt (ohne Ablagevertrag!!!).
Schon beim Hochtragen des (Fernseher-)Kartons habe ich gemerkt, dass die Gitarre ziemlich locker drin liegt.
Also aufgemacht und festgestellt. dass Gitarre, Gigbag und Verpackungsmaterial(Styroporklötze) gerade so 50% des Kartons gefüllt haben.
Gitarre ausgepackt, erst sah alles gut aus, dann ist mir aufgefallen, dass die Spitze der Kopfplatte abgebrochen war.
Erst dache ich, dass muss ich übersehen haben in der Anzeige, da hab ich die Spitze im Gigbag liegen sehen.
Laut Staufer belaufen sich die Rep-kosten auf ca. 50€
Fotos gemacht und der Verkäuferin geschickt - keine Reaktion.
DPD angeschrieben, diese sagen mir Versender ist zuständig für Reklamationen -> Screenshot an VK weitergeleitet.
Nach 10 Minuten kommt eine pampige Antwort welche ich einfach mal zitieren:
"Das muss auch der Empfänger können. Vor Allem wenn der Paketbote das Paket einfach so abgestellt hat, hat er ja Ihre Unterschrift gefälscht.
Ich habe meinen Teil erledigt und das Paket ordnungsgemäß abgegeben. Ich bin nicht Amazon und werde jetzt nicht in meinem Namen eine Reklamation beantragen. Und wohlmöglich noch mit DPD Ärger bekommen.
Das können ganz gewiss auch Sie machen.
Sie haben die Sendungsnummer und sind der Geschädigte.
Ich habe ausdrücklich erwähnt, dass ich keinerlei Haftung übernehme.
Sorry, aber ich bin hier raus. Zudem die Gitarre mehr als gut verpackt war und dieser Schaden niemals im Gigbag stattgefunden haben kann."
Meine Antwort darauf:
"DPD sagt dass ich mich an den Absender wenden soll, damit dieser die Reklamation anleiert.
Gut verpackt?
Sehe ich anders, die Gitarre hat in dem Karton rumgewackelt ohne Ende, da wundert es mich eher, dass nicht mehr passiert ist."
Ihre Reaktion:
"Niemals. Und habe ich Zeugen! Ich wende mich nicht an Dpd. Basta!"
Alle Nachrichten die ich danach gesendet habe, hat sie ignoriert:
"Ich habe auch Zeugen, die bei Paketöffnung anwesend waren und gesehen haben wie die Gitarre verpackt war und in welchem Zustand sie beim auspacken war!
Verstehe auch nicht, wo dass Problem ist sich mit DPD in Verbindung zu setzten, einfach den Schaden melden.
Wie sollten SIE dafür Ärger von DPD kriegen?!
03.01.2020
Hier auch noch die entsprechende Stelle aus den AGB von DPD
03.01.2020
Gerade auch noch mal nach geschaut, um eine Reklamation einzureichen brauche ich Informationen/Belege die ich nicht habe:
- Bezahlnachweis
- Einlieferungsbeleg/Abholbeleg
Diese hat nur der Versender...
04.01.2020
Nachdem keine Reaktion oder Kooperation von Ihnen kommt machen ich das jetzt ganz einfach und teile Ihnen das auch klar mit:
Auf Grund Ihrer unfreundlichen Reaktion auf eine einfache Bitte eine Reklamation einzuleiten und dem jetzigen kompletten Kontaktabbruch gehe ich von einer mutwilligen schlechten Verpackung aus.
Den mir dadurch entstandenen Schaden werde ich, wenn es sein muss, mit rechtlichen Mitteln einfordern!"
Wie soll ich bei ihrer Reaktion auch nicht den Verdacht schöpfen, dass sie es verpackt hat nach dem Motto "Wird schon passen und heil ankommen" und jetzt nicht dafür gerade stehen will und sämtliche Verantwortung die sie hat abstreitet!
Gestern kam dann unerwartet eine E-Mail von ihr an der eine PDF angehängt war mit einer Schadensabtrittserklärung.
Darauf entgegnete ich ihr, dass laut AGB von DPD der Versicherungsanspruch nicht abtretbar ist...
Ihre Antwort:
"Ich habe heute mit meinem Anwalt gesprochen und dieser hat mir gesagt ich solle diese Schadensabsatzerklärung aussprechen.
Dann habe ich zusätzlich bei DPD angerufen und auch die Dame am Telefon hat gesagt, dass das vollkommen in Ordnung ist.
Mit meinem Schreiben können Sie sich also an DPD wenden und dann selber alles klären.
Schließlich bin ich kein Privatdetektiv und kann nicht rausfinden, wem die Unterschrift gehört, oder was sonst gelaufen ist.
MfG "
Schriftliche Bestätigung hat sie weder vom Anwalt noch von DPD, nachdem ich aber langsam keine Lust mehr auf den Zirkus habe, habe ich jetzt die Reklamation per Brief gestartet, mal schaun was DPD sagt....
(Das Fertigmachen der Reklamation samt ausdrucken aller Belege etc. und Onlinekauf einer Briefmarke hat 10 Minuten gedauert, ist also nicht mal großer Aufwand...)
Ich kommuniziere nebenher rege mit DPD auf Facebook, dort wird mir mittlerweile empfohlen Anzeige zu erstatten...
Je nach dem was bei der Reklamation rauskommt wird das wohl mein nächster Schritt werden...
Meine Lehre daraus: Gitarren nur noch abholen, oder wenn Versand nur noch per PayPal mit Käuferschutz zahlen, egal wie der Verkäufer bewertet ist!