ES style Semi Hollow bis ~1000€

  • Ersteller Ersteller Alberto Balsalm
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  • #21
Ich schätze, dass die - sicher hervorragende - Casino nicht weiter hilft wenn die Stanford CR 30 nicht taugt. Ist diese zu Tele, ist jene es auch
So ist es. Wenn ich mir eine größere Gitarrensammlung halten wollte, wäre da sicher auch Platz für eine Hollowbody mit P90. Die sind schon cool. Aber im Moment suche ich was anderes.
 
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  • #22
Yamaha* darf man nicht vergessen! Die SA2200 sind gute Gitarren und gebraucht eine Alternative zur 335!

Von Gibson gibts auch noch die 335 Studio, die 333 und die Midtown…alles deutlich günstiger als ne „richtige“ 335 und durchaus hochwertige und gutklingende Gitarren!

Hast du D‘Angelico schon getestet?
Eine ältere Greco oder Tokai aus Japan könnte dir auch liefern, was du möchtest.

Ich habe seit viiiielen Jahren eine 335 von Gibson und werde wohl keine bessere Gitarre finden als diese! Sie liefert genau diesen Sound, der sich in Rock, Blues, Jazz, aber auch Pop stets passend anhört. Unglaublich!

Damit will ich nur sagen: die Suche lohnt sich!!! Eine gute 335 ist echt ein Hauptgewinn!!!
 
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  • #23
Es ist auch nicht so, das ich das Geld für eine Gibson nicht hätte aber ich habs auch nicht so dicke, das ich die dann mit gutem Gefühl im Proberaum lassen oder auf Wald- und Wiesen Gigs oder Jams mitnehmen würde. Das sollte aber der Einsatzzweck sein.
Ich bin ein großer Fan von Heritage-Guitars, das, was man Ibanez* nachsagt, dass es keine Gurken gibt, trifft auch auf Heritage zu. Alles was ich im Laden angespielt habe, war perfekt. Heritage ist Gibson, wenn nicht sogar die bessere Gibson (soll keine Diskussion werden)
Heritage lässt jetzt auch in China bauen, das ist eine gute Alternative, für das Geld, für Prestige (wenns denn eine Rolle spielt), es steht Heritage auf der Kopfplatte, ein Prädikat, wäre meine erste Wahl, vor Epiphone oder anderen Herstellern.
Die würde ich auch nicht im Proberaum lassen, wenn auch andere Bands den Raum nutzen. Eine gute Gitarre nimmt man immer mit, lässt sie nicht im Proberaum, weil man sie auch zuhause spielt.
 

  • #24
Jetzt habe ich seit Langem meine Hohner HS-35 (Made in Korea - 1998 neu geschenkt bekommen) mal wieder aus dem Koffer geholt und bin aufs Neue überrascht, wie gut die ist.

Seit einem guten Jahr habe ich fast nur Strats gespielt, meist die YJM-Scalloped Strat und entdecke den holzigen Ton der Semi gerade wieder. Nach dem ganzen Geschredde macht das richtig Spaß.

Vielleicht gucke ich im Juli mal beim Thomann*-Besuch, was da so geht.
 
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  • #25
...Seit einem guten Jahr habe ich fast nur Strats gespielt ... und entdecke den holzigen Ton der Semi gerade wieder.

So geht es mir derzeit mit meiner AS93, nachdem längere Zeit meine Classic 70 Strat Usus war.
 
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  • #26
Yamaha darf man nicht vergessen! Die SA2200
guter Tipp eigentlich, aber: oh, wo kriegst du die im anvisierten Preisrahmen?? Selbst die "Kleine" 2000er sehe ich nirgendwo unter 1500 ... da liegt dann ja schon wieder eine gebrauchte G. in Reichweite (ja, ich weiß, verlässlicher ist sicher die Yamaha*-Qualität)
... kommt die vom Wunschgewicht hin? Ich hatte mal eine, die war jedenfalls erschreckend schwer .... ich fand sie im Vergleich zu meiner 335 allerdings auch etwas sehr blass in der tonalen Gesamtausbeute, obwohl sie schön gefertigt war.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
... kommt die vom Wunschgewicht hin? Ich hatte mal eine, die war jedenfalls erschreckend schwer .... ich fand sie im Vergleich zu meiner 335 allerdings auch etwas sehr blass in der tonalen Gesamtausbeute, obwohl sie schön gefertigt war.
Finde sie nicht schwer, meine Strats (um 3.5kg) fühlen sich jedenfalls nicht leichter an.
Hab immer mal überlegt, die PUs zu tauschen, aber mit 10er Thomastiks macht sie einen schönen Jazzsound, mit 9er EBs kann sie rocken. Aber stimmt schon: besser geht immer... - Btw. eine 335 kostet ja auch ein Vielfaches.

Sonst von der Verarbeitung, Bundierung, Finish (dunkles tobacco burst) ist die wirklich schön.
Und am Modeler mit etwas EQ, einem Treble Booster und einer passenden IR macht sie schon Spaß.
 

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  • #28
Btw. eine 335 kostet ja auch ein Vielfaches.
... das ist aber nach meiner Erfahrung durchaus kein Grund für bestimmte sound- oder gewichtsmäßige Ausrichtungen/Tendenzen, wenn man Glück hat, kriegt man bei höherer Investition eventuell wertigere Verarbeitung. Es gibt ja auch schwere und wenig schillernde G. ES-Varianten ... mir kommt da sofort eine Walnuss-ES aus den 70ern in den Sinn, da schlief einem selbst beim Spiel im Sitzen das Bein ein :)
 
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  • #29
Ich will hier jetzt keine Empfehlung abgeben, nur, wie kommen einige hier darauf die Stanford CR T30 klänge wie eine Tele?
Da ich eine habe und auch schon Tele `s hatte, das sind in allen Belangen absolut verschiedene Gitarren:rolleyes:.
 
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  • #30
Das hat, glaube ich, niemand so gesagt. Mein Eindruck von der Stanford, die mir sehr gut gefiel, war der, das meine Tele ein ähnliches musikalisches Spektrum abdecken könnte. Natürlich klingt die anders. Da ich nicht mehr als drei E Gitarren haben möchte, suche ich eine Ergänzung, die eher in die Humbucker Richtung geht.
 
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  • #31
So beim Mitlesen: Also diese Stanford hier:

Stanford CR Thinline 35 Cherry*
*
könnte mich schon schwach werden lassen. Da könnte ich es sogar verschmerzen, dass sie kein Pickguard hat. :gruebel:
 
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  • #32
Die Stanford CR 35 konnte ich gestern bei Session anspielen, an einem Marshall* JVM 410 (Monster Amp btw.). Für mein Metier reicht da der Clean Kanal mit seinen drei Settings voll aus.
Mein Eindruck von der Gitarre: Da stimmt vieles. Relativ leicht, 3,5Kg oder weniger würde ich schätzen. Der Hals ist breiter als bei meinen Fenders aber relativ schlank, damit komme ich gut zurecht. Der Klang hat mir auch gut gefallen, vor allem im Crunch Bereich. Verarbeitungsmängel sind mir nicht aufgefallen, allerdings habe ich mich in dem schummerigen Ampraum eher auf Sound und Haptik konzentriert. Das matte Finish mit angedeuteten Spielspuren, Relic würde ich es nicht nennen, gefällt mir auch ganz gut.
Auf der Negativseite steht, das der Hals aus mehreren Teilen besteht und die Kopfplatte angesetzt ist. Irgendwo müssen die halt sparen. Allerdings finde ich 1200€, trotz aller positiven Eigenschaften, etwas viel für Made in China.
Ich werde also weiter suchen. Gebraucht, in gutem Zustand und Preis unter 900€ könnte das aber was werden.

Laut Internet hätten sie bei Session auch eine Eastman T386 haben sollen, die hätte ich gerne im direkten Vergleich gesehen aber leider war die nicht aufzufinden.
 
  • #33
Allerdings finde ich 1200€, trotz aller positiven Eigenschaften, etwas viel für Made in China.
...mh, das ist schon eine interessante Note: früher kaufte man halt billige Chinesinnen nicht, weil sie Fertigungsmängel haben konnten, heute teure ohne Fertigungsmängel nicht, weil sie aus China kommen??:ROFLMAO: ich kenne diesen Impuls durchaus auch von mir, logisch ist der aber komplett so mgar nicht ....
 
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  • #34
Das ist vielleicht der ex Controller in mir, der sich denkt, das da irgendwer zwischen China und DE eine unangemessen fette Marge einstreicht. Da kann die Gitarre nix für. Und die Chinesen auch nicht :)
 
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  • #35
Ich werf - auch trotz anfänglich genannter "Abneigung - mal die Ibanez AS73-TCD

Ibanez AS73-TCD*
*

in die Runde. Ich hab die als 12-Saiter Ibanez AS7312-TCD (eine von ganz wenigen Gitarren, die ich neu gekauft habe)

Ibanez AS7312-TCD*
*

Mein Review zur 12-saiter ist hier: [Gitarre] Ibanez Artcore AS7312-TCD

Ich habe 8 E-Gibsons (7 LPs und eine Florentine, die ja das Erfordernis der symmetrischen Cutaways von @Alberto Balsalm nicht erfüllt) und 2 LP Junior Epiphones und möchte schon behaupten, dass mir der Klang einer Gitarre sehr wichtig ist. U.a. hat mich da die Ibanez wirklich positiv überrascht (ansonsten habe ich von Ibanez nur noch die X-ING, die ja einfach in einer eigenen Klasse "spielt", in der ich aber auch noch drei Gitarren habe). Und, ich scheu mich auch nicht vor hohen Preisen, wenn mir die entsprechende Gitarre wichtig ist und sie einfach den Sound liefert, den ich will. Trotzdem habe ich ein paar "günstige" Exemplare, bei denen es mir weder Suchaufwand noch Mehrkosten wert sind, auf Top-Namen aufzurüsten.

Die Ibanez AS7312-TCD tut einfach genau das, was ich von ihr will und ich gehe davon aus, dass auch die 6-Saiter-Schwester dieselben Qualitäten hat. Mich dürstet also nicht danach, mehr Geld auszugeben. Und wenn wirklich mehr als das Doppelte "raus muss" wie die Ibanez AS73-TCD kostet, dann würde ich das Geld für eine zweite Gitarre mit anderen Klangeigenschaften ausgeben ;) .

Letztlich ist es aber grundsätzlich schwierig, Gitarren auch auf noch so detaillierte Beschreibungen und selbst Soundbeispiele hin zu empfehlen. Erstens ist die persönliche Wahrnehmung halt individuell und zweitens beeinflussen alle Komponenten "hinter" der Gitarre bis hin zu Spieleigenschaften, -stil und -fähigkeiten das, was klanglich rauskommt. Ich verweise immer gerne auf dieses Beispiel:


View: https://www.youtube.com/watch?v=ZkGCvLstPrE&t=50s

Eine Gitarre direkt ohne Zwischengeräte in einen Amp, an dem nichts verändert wird! Man muss also eine Gitarre kennen- und bedienen lernen und schon hat sie mehr als nur einen Sound (Bonamassa sagt am Ende des Videos sogar: "There is a million different guitar sounds in the guitar"). Nicht umsonst holen Profis selbst aus einem Bügelbrett ihre Sounds heraus :D.
 
  • Ersteller
  • #36
Ibanez werde ich auch noch eine Chance geben. Die die ich hatte, war eigentlich toll. Nur der Sound gefiel mir nicht. Als der Käufer sie bei mir angespielt hat, dachte ich: oh mein Gott, was für ein gruseliger Sound, der dreht direkt wieder um. Aber er fand sie super und hat sie mitgenommen. So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein.
 
  • #37
Laut Internet hätten sie bei Session auch eine Eastman T386 haben sollen, die hätte ich gerne im direkten Vergleich gesehen aber leider war die nicht aufzufinden.
Die T386 habe ich als etwas "ungeschickt kombiniert" empfunden, was mich als Eastman Dealer damals etwas überraschte, weil der Hersteller sonst ein so gutes Händchen bei den Feinheiten seiner Gitarren hat.
Was war?
Nun die T386 ist von der Holzkonstruktion her fast auf einer Ebene mit der T486, hat einen minimal dünneren Hals und die verspielte Ausführung ala "wir zeigen mal was wir handwerklich so drauf haben" (und das ist bei Eastman ne Menge!) ist bei der T386 deutlich vereinfacht...was sie vom reinen Klangpotenzial der Konstruktion eigentlich nicht gegenüber der T486 abwertet...auch Sattel und Hardware, Potis/Schalter sind auf dem gleichen Niveau (CTS!).
Das Problem sind die Dan Armstrong HPAN Pickups....
Die sind eigentlich sehr gut, nur nicht so richtig passend zu der T386...die klingt damit etwas flach und ungelenk...gegenteilig zur T486, die mit den Duncans keinerlei Wünsche offen lässt.

Ein Kunde der bei mir ne T386 kaufte ließ die direkt von mir auf Duesenberg Great Vintages umbauen...womit die Gitarre dann (natürlich etwas anders) das Niveau der T486 erreichte. Dieser Kunde überließ mir die HPAN Pickups, die in einer von mir restaurierten doppel HB-Telecaster wunderbar klingen.

Typischer Fall von Dismatch...kommt vor bei Gitarren...die HPANS waren wohl das hochwertigste das Eastman vom Budget her in die T386 einbauen konnte...die passen aber (trotz ihrer guten Qualitäten!) nicht zu dieser Semi...zumindest nicht optimal...so mein Fazit.

Also: wenn die T386 dann evtl. später das Budget für andere Pickups im Auge behalten...wie gesagt: die Basis der Gitarre ist absolut top!

Gruß,
Bernie
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Soll das alles nicht sein, würde ich empfehlen trotz der für dich kleinen Unstimmigkeiten der Stanford am ehesten noch ne Chance zu geben...ich kenne den Vertriebler mit den Markenrechten....er holt aus den Zulieferern immer das Beste raus was geht...bei Stanford (China) wird richtig gebaut...ähnlich und deutlich unter dem Niveau bei Eastman, aber doch sehr (!) deutlich über dem (hüstel, hüstel) kopflosen Pfusch den man oft bei E....oder auch bei I...und anderen so antrifft und vor allem ohne Abzocke der Preisklasse entsprechend...und 1200.- ist eben kein allzu pralles Budget für ne bautechnisch recht aufwändige Gitarre wie ne Semi wenn die dann auch noch aus gescheitem Material sein soll und gut ausgestattet...
 
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  • #38
Danke, Bernie für die Einsichten! Schade, das man die Eastmans nicht so häufig zum anspielen findet. Aber ich habs nicht eilig mit dem Kauf.
 
  • #39
(...) nicht so häufig zum anspielen findet.
Meine Erfahrung ist, dass man mit beliebigem Equipment hinter der Gitarre in einer beliebigen Umgebung auf selbst eine Stunde Rumdudeln nicht wirklich beurteilen kann, welche Sounds eine Gitarre bringt. Daher habe ich halt, wenn der Preis gepasst hat (wer mich noch nicht kennt: ich bin geizig :D ), gekauft und in Ruhe und ausgiebig bei mir zuhause und mit meinen Amps etc. so lange getestet und verglichen, bis ich wusste, ob mir die Gitarre das bietet, was ich will. Natürlich mussten da einige wieder gehen, was aber bei günstigem Einkauf nie maßgeblich oder überhaupt ein Draufzahlgeschäft war. "Leider" :D führt das aber auch dazu, dass sich "ein paar" Gitarren ansammeln, aber die passen wirklich optimal.

Zudem weiß ich bei dieser Strategie, dass ich "nichts verpasst" habe.

Überraschungen gab's in beide Richtungen, aber Erfahrungen hab ich massenhaft gesammelt.
 
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  • #40
Meine Erfahrung ist, dass man mit beliebigem Equipment hinter der Gitarre in einer beliebigen Umgebung auf selbst eine Stunde Rumdudeln nicht wirklich beurteilen kann, welche Sounds eine Gitarre bringt.
Da bin ich bei Dir. Man kriegt eine gewisse Indikation und wenn, dann eher im Clean Bereich, weil mit zunehmendem Gain die Feinheiten der Gitarre verloren gehen. Wenn ich allerdings im Laden keinen befriedigenden Sound aus der Gitarre kriegen sollte, würde ich weiter schauen. Die Haptik ist für mich an der Stelle sogar wichtiger als der Sound. Wenn eine Gitarre mir nicht liegt oder sackschwer ist, kann sie klingen, wie sie will.
 
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