ES style Semi Hollow bis ~1000€

  • Ersteller Ersteller Alberto Balsalm
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  • #41
Wenn eine Gitarre mir nicht liegt oder sackschwer ist, kann sie klingen, wie sie will.
Da sind wir unterschiedlich: Ich setze mich dann zum Spielen einfach hin :rofl:

Selbst clean führen andere Amps und sogar Kabel zu anderen Ergebnissen, mal ganz abgesehen von meinem eigenen Wohlfühfaktor zuhause ;)

Good luck und viele Spaß
 

  • #42
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  • #43
@schnitzolaus Danke für den Tipp, davon hatte ich noch nie gehört.
 

  • #44
Bei Zerre (das Verhalten mit Zerre wurde ja hier schon angesprochen) gibt es grob zwei Arten von Semi Hollows prinzipiell...und zwar eher preisunabhängig: Exemplare die schlechter werden mit mehr Gain (leider die meisten) und welche die nochmal aufblühen. Wobei gut zu beobachten ist, dass auch Semis die Zerre mögen ab gewissen Lautstärken regelrecht "übersättigt" klingen, kommt wohl daher, dass so ne Gitarre doch ordentlich mitschwingt (deutlich mehr als ne Solidbody) wenn sie laut vom Amp beschallt wird.
Vielleicht mag ich deswegen die T486 so, denn die lebt richtig auf mit fetter Rhythmus-Zerre und Medium High-Gain Lead Settings und klingt dann ungemein fett mit zischenden Obertönen und ungemein knackiger Kante sowie frappierender Räumlichkeit - das kenne ich so von keiner anderen Semi...selbst mit dahingehend guten Gibsons (nur ca. 50% von denen mögen Zerre) sind wir bei solchen Sounds im schwammigen Matsch Bereich.
Fazit: es kommt (wie so oft) bei ner Semi darauf an, was du damit machen willst...die T486 ist eben (auch) die Rock-taugliche Variante, während es für Blues sicherlich klanglich luftigere Modelle gibt...
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Sigma ist prinzipiell n Antesten wert, denn die sollten aus der Cort-Factory kommen wo man sehr gut weiß wie sehr gute Budget-Gitarren gebaut werden...
 
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  • #45
Hi,

bin zwar alles andere als ein erfahrener Semi-Experte, der Wunsch wurde aber seit ein paar Jahren immer größer. Von daher habe ich so ziemlich alles, was bezahlbar war, im Laufe der Jahre angespielt, und danach waren Eastman und Stanford auf jeden Fall auch bei mir auf der Liste. Tolle Gitarren, für mein Budget leider immer etwas zu teuer. Trotzdem würde ich beide jeder Gibson vorziehen. Ich habe bei China auch erstmal die Nase gerümpft, aber Eastman ist in der Ausführung wirklich meilenweit entfernt von den No-Name-Massenproduzenten. In China gibts inzwischen schon auch etliche qualitätsorientierte Hersteller, die nicht nur ein weiterer Zweig eines anonymen Konzerns sind. Eastman Strings z.B. ist, wenn man der Website glauben darf, die Firma eines Herrn Quian Ni, der sie 1992 als kleinen Handwerksbetrieb gegründet und dann weiter aufgebaut hat. Man sieht es den Gitarren auch an, dass sie einen eigenen Charakter haben und keine Kopien sein wollen.

Allerdings habe ich auch mal eine Epi ES-335 angespielt, die auch über den Amp einen wirklich sehr schön holzigen Ton hatte, sehr typisch und eigentlich das, was man sich darunter vorstellt. Das Raspberry Burst (oder so ähnlich) war leider gar nicht meins, und die ganz klassische ES-335 Form mit den dicken Micky Maus-Ohren erschien mir immer ein Spur klobig. Aber wie gesagt: fast in jeder Preisklasse kann es nach meinem Eindruck sehr gute 335s geben, und die Streuung scheint mir noch größer zu sein als bei Solidbodys. Könnte daran liegen, dass sie viel mehr Leimstellen haben, die jedesmal etwas anders ausfallen, vielleicht auch Verspannungen der dünnen Hölzer und mehr. Ob da ein ein- oder mehrteiniger Hals noch viel ausmacht, ist für mich noch die Frage, zumal mehrteilige Hälse durchaus Vorteile in Stabilität und selteneren Dead Spots haben können. Angesetzte Kopfplatten dagegen müssen zwar nicht schlecht sein, sind in der angepeilten Preisklasse aber etwas, das ich jetzt auch nicht unbedingt akzeptieren würde.

Bei Ibanez* fand ich fast alle Semis für ihre Preisklasse ziemlich gut, wobei mir die John Scofield-Modelle immer besonders gefallen haben. Die "große" JS wird dann aber auch schon richtig teuer, und darunter hat mich von Ibanez* immer der dämlich früh dicker werdende Halsfuß abgehalten, der leider in allen für mich erschwinglichen Preislagen verwendet wird. Nur die richtig teuren haben den Ansatz da, wo er mMn hingehört. Warum, weiß ich nicht, Epi kann es in den unteren Preisklassen schließlich auch so bequem wie beim Orginal.

Richtig verliebt habe ich mich dann in die D'Angelicos. Zugegeben habe ich eine Vorliebe für etwas Bling, Gold-Hardware und schöne Einlagen, aber auch vom Spielen und dem Ton her finde ich die eigentlich durchweg toll. Ich bin immer noch nicht ganz durchgestiegen bei der Verdrahtung (weil viel Schrumpfschlauch und wenig Einblick), aber es scheint mir sogar ab Werk ein 50s Wiring zu sein, jedenfalls gehen auch die Höhen beim Zurückdrehen der Volumes nicht gleich flöten. Bei mir ist es dann eine Mini DC geworden, da super bequem und 3,3 kg leicht. Hat vielleicht eine Winzigkeit weniger Holz-Ton als die größere DC, aber es war halt die erste, die mir so erschwinglich über den Weg lief. Gebraucht etwas über 400 € - halber Neupreis, da konnte ich nicht nein sagen. Wurde ganz schnell meine meistgespielte Gitarre für jeden Tag. Eine Excel DC oder eine SS wären aber schon auch noch was...

Für höhere Ansprüche gibt es bei D'Angelico die Deluxe- und besagte Excel-Serie, letztere ist ehrlich gesagt noch immer nicht aus meinem Kopf raus. Begeistert hat mich schon bei meiner einfachen Premier die hervorragende Verarbeitung bis ins Detail, trotz (oder wegen?) der Fertigung in Indonesien. Vor allem die Qualität der Bundierung war immer top. Die Excel hat dann teurere PUs (wobei ich ihre in den Premiers verbauten eigenen Supro Bolts ebenfalls richtig gut finde), echte Perlmutt/Abalone-Einlagen, Ebenholz-Potiknöpfe mit eigenelten Markern und dergleichen. Die Hälse finde ich halt auch sehr angenehm, weil etwas schlanker/moderner, ohne jetzt zu dünn zu werden. Für mich so unaufgeregtes Medium-Maß, mit dem vermutlich die meisten gut zurecht kommen. Ich war halt noch nie ein Fan von extremen Hälsen, weder in die "Vintage Fat"- noch in die Speed-Richtung.

Gruß, bagotrix
 
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  • #46
Habe bei Session Walldorf paar Semi Hollow angespielt.
Bin zwar eher der Jazzgitarren Freund, mit noch größerem Body, aber die AS93 Modelle von Ibanez* haben eine sehr gute Haptik und hohe Verabreitungsqualität. Klang war schön voll am Amp, im Gegensatz du den Epi, die waren dünner.

Auf der Guitar Summit sind mir die Eastman sehr positiv aufgefallen, lagen aber auch alle eher Richtung € 1500
 
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  • #47
Inzwischen konnte ich ein Paar Modelle anspielen, alle gefühlt um die 3,6Kg und bei etwa 1100€. Also etwas ausserhalb des ursprünglichen Rahmens aber vielleicht erwische ich mal ein leichteres Modell und ggf. gebraucht, etwas günstiger.
1. Ibanez* JSM20
Die sah auf den Fotos im Internet schon sexy aus mit dem mattschwarzen Finish. Reviews waren überwiegend gut, obwohl einige Exemplare wohl sehr schwer sein können. Wie gesagt, war das hier nicht der Fall. „In Echt“ gefiel sie mir optisch nicht wirklich. Das Binding ist nicht „aged white“ sondern orange. Auf der Rückseite der Kopfplatte waren die Poren vom Holz zu sehen, dort wurde also gespart. Insgesamt wirkte die Verarbeitung weniger wertig, als an der günstigeren Ibanez*, die ich mal hatte. Der mini Switch (coil Split) war schon lose und brachte klanglich nichts, was mich umgehauen hätte. Haptik und Sound ok aber nicht umwerfend. Die wird es nicht werden.
2. Epiphone 1962 ES335 Reissue
Da ich selbst auch ein 62er Modell bin (leider kein reissue) gabs da eine gewisse Sympathie. Finish gefiel mir besser, als bei der Ibanez. Bespielbarkeit und Verarbeitung waren gut der Sound vielleicht ein Bisschen brav.
3. Eastman T386
Diese ist bisher mein Favorit. Das Finish ist sehr gut. Sie liegt mir gut in der Hand, obwohl der Hals recht breit ist im Vergleich zu meinen Fenders aber daran kann ich mich gewöhnen. In allen drei Pickup Positionen habe ich schöne Sounds gefunden. Ich werde versuchen, auch eine T486 anzuspielen, ich habe aber Zweifel, das die in dem Gainbereich, wo ich unterwegs bin, so viel besser klingt.
 
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  • #48
Ich kann nur wiederholen:
Die OEM Kent Armstrong PUs in einer Eastman 386 sind gewiss keine schlechten Tonwandler. Einige halten sie für etwas flach, aber das ist Ansichtssache.
Die Duncans in der 486 sind tried and true und einfach gut.

Ich gehöre allerdings zu der Fraktion, die behauptet, dass der PU je cleaner desto relevanter ist....

Trotzdem - im Ernstfall holst Du die Unterschiede eher aus Potiwerten, Caps und Kabelqualität in der Gitarre, als aus den PUs.

Und das behaupte ich als jemand, der ausgiebig Humbucker gegeneinander abgeschmeckt hat und dabei auch wichtige Unterschiede gehört und gespürt zu haben meint.

Nevertheless - the music is in the Beschaltung.
 
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  • #49
Danke für den Tipp
...habe ich vielleicht überlesen? Bist du zum Kauf gekommen inzwischen?
Nebenbei: mir ist die Tage mal wieder eine Samick SAN 450 aus den End-90ern über den Weg gelaufen und sie hat meine bisherige Annahme, dass Korea ab Anfang der 90er Japan-Fertigungslevel erreicht hat, voll bestätigt. Bis auf einen winzigen Lacküberdenrand-Spot am Ende der Griffbretts tadellos, klanglich rund und glitzernd, angenehme Halsmaße, gutes Gewicht, direkte Ansprache. Hatte offenbar auch Fans, die wohl wissen sollten, wie eine Semi zu klingen hat :)
Samick SAN-450 Artist series ABS.webpScreenshot 2026-08-21 at 17-08-54 big_IMG_4361.jpeg (JPEG-Grafik 600 × 547 Pixel).webp
 
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  • #51
der Sound vielleicht ein Bisschen brav.
...worüber hast du die gehört?
...und was meinst Du mit brav?

Die PUs sind ja hochwertige PAF Typen, wahrscheinlich ein bisschen auf der Low Wind Seite. Aber mir ist lieber, PUs haben das volle Spektrum und man muss bei Bedarf mit einem Booster nachhelfen, als zu overwound und Mittenhupen.

Ich würde aber wetten, dass sich das mit einem Schraubendreher lösen lässt. 2mm näher an die Saiten und schon wird's anders
 
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  • #52
...hey,
leider wirst du festststellen, dass die Kent Armstrongs in der T386 nicht gut zu dem Konzept der Gitarre passen...und zwar dann wenn du die T486 anspielst...das sind Welten😉
Dennoch ist die 386 eine sehr gute Wahl...an sich schon gut, besser als die meisten Semis in der Preisklasse bietet sie doch ne exzellente Basis um mit Pickuptausch später ne richtig gute Semi zu erhalten...wie gesagt baute ich mal eine für nen Kunden mit Düsenberg P90 vorn und Grand Vintage am Steg um...die war dann auch richtig lecker...😉
 
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  • Ersteller
  • #53
wie schwer ist die etwa? Sieht ja recht nett aus ... (habe nur eine schwarze gefunden ...)

...worüber hast du die gehört?
Wie gesagt, schätze ich das Gewicht auf 3,6-3,7Kg. Leider hatte ich meine Kofferwaage nicht dabei.
Gehört habe ich sie über einen Blackstar, weil der Marshall Raum belegt war. Idealerweise versuche ich immer einen JVM zu nehmen, weil ich da im Clean bzw. Crunch Kanal konsistente Ergebnisse habe. Mehr Gain interessiert mich nicht.
...und was meinst Du mit brav?
Damit meinte ich nicht den Output sondern das mir irgendwie ein eigenständiger Charakter fehlte. Ich gebe aber zu, das das auch User Error sein könnte. Ein paar Minuten spielen, an einem unbekannten Amp reichen sicher nicht aus. Daher ist die Gitarre auch noch nicht aus dem Rennen für mich.

Mit der Eastman am JVM hatte ich allerdings schnell ein paar schöne Sounds: Mit dem Neck Pickup, einen cleanen Jazz Sound und sehr gut gefiel mir vor allem die Mittelposition mit leicht zugedrehtem Neck Pickup im Crunch/Edge of Breakup. Ich werde aber keine Gitarre kaufen, bevor ich nicht die T486 in der Hand hatte.
Als nächstes werde ich meinen Bandkollegen belabern, das der mir seine Gibson für ein paar Tage leiht. Als Referenz so zu sagen. I’ll Keep you posted.
 
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  • #54
In Wiesbaden gibt's eine für 1200€
 
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