Es gibt ja den Spruch "a little goes a long way", und gerade im Mixing Prozess passt der sehr gut.
Viele Kleine Schritten, zusammengezählt können einen Riesen Unterschied machen
Automation ist ein unfassbar mächtiges Werkzeug, du kannst ja nicht nur die Lautstärke automatisieren, sondern JEDEN! Plugin Parameter, damit stehen dir sehr viele Möglichkeiten offen
Zb:
Ich habe eine Instrumentenspur, mit deren Klang usw ich sehr zufrieden bin, aber, es gibt einige wenige Stellen im Song, wo mir etwas nicht ganz so gut gefällt.
Zuerst muß ich identifizieren was das ist, es bennenen können, was mich stört. damit ich dann auch eine Lösung dafür anwenden kann.
Zb das Instrument, weil es bei diesen Stellen etwas härter gespielt wird, hat einige Resonanzen die mir nicht so gut gefallen.
Dh. ich kann nun ein EQ Plugin nehmen, ich such mir die störenden Resonanzen aus, und senke sie ab, aber ich mache das natürlich nicht für die ganze Spur, sondern ich automatisiere den EQ das er nur bei den entsprechenden Stellen das macht.
Oder ein Instrument wie ein Klavier, du haust zu fest rein, ich habe einige Möglichkeiten diese Stellen im Mix zu entschärfen:
1) dezente Lautstärkenautomation
2) ich kann einen EQ aktivieren der mir hier bestimmte Frequenzen an diesen stellen ebenfalls dezent absenkt
3) und ich kann auch zb einen Transient Designer (auch genannt Envelope Shaper, Transient Shaper, etc) verwenden, um die Anschläge etwas zu reduzieren, und das natürlich auch per Automation so das es nur bei bestimmten Stellen aktiv ist.
Ich kann das aber auch genau gegenteilig verwenden, ich habe einen Song der schon ziemlich voll ist, die Instrumente geben alles, der Pianist haut rein in die Tasten, zu 95% zufrieden, aber ein bisschen mehr könnte es noch sein, dann kann ich genauso mit einen Transient Designer genau an diesen Stellen seine Tastenanschläge noch etwas mehr rausholen und betonen, und vielleicht auch mit einem EQ oder einem Exciter noch dazu für noch mehr Obertöne.
mache ich auch gerne am Schlagzeug bei den Drumfills am Ende einer Sektion das ich da mit solchen Methoden einfach noch ein wenig mehr Power und Excitement reinbekomme
🙂
Ich hab also damit richtig viele Möglichkeiten mit Automation zu arbeiten
mein Lieblingsclippingtool ist das kostenlose GClip, hab mal vor vielen Jahren einen Text dazugeschrieben, weiss aber nicht ob es das auch für Mac OS mittlerweile gibt:
Clipping: Einfache Anwendung, Grosse Wirking Liebe Musiker Board Leser, heute möchte ich euch ein kleines aber feines Freeware Plugin vorstellen, das Gclip Plugin: https://www.gvst.co.uk/gclip.htm Ich verwende das Plugin Gclip mittlerweile seit einigen Jahren und könnte es mir in meinem...
www.musiker-board.de
Aber ich hab Clipper glaub ich noch nie für Klavier eingesetzt, eher für Schlagzeug und jegliche Percussionsinstrumente.
Klavier wäre mein Griff eher zum Transient Shaper, auch gerne Tape Saturation (aber die Tape Saturation halt auch in einem Rock und Pop Kontext wie es sich im epischen orchestralen filmmusikstil einsetzen lässt, fehlt es mir an Erfahrung).