Frage: Samples auf externe SSD auslagern?

  • Ersteller jaykeys
  • Erstellt am
jaykeys
jaykeys
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
08.11.14
Registriert
02.01.06
Beiträge
36
Kekse
0
Ort
Würzburg
Moin zusammen.

Puh, lange nicht hier gewesen. Wie geht's Euch?

Ich hab' ne Frage zum Live Keyboard Setup. Wie haltet Ihr das mit Euren (teilweise gigantischen) Sample Libraries? Macht es mehr Sinn in den Ausbau der internen SSD's zu investieren, oder den ganzen Content auf externe Laufwerke auszulagern?

Merci für die Anteilnahme. ;)
 
Eigenschaft
 
Moin!

Ich nutze eine interne 256GB SSD. Die reicht locker für alles aus!
50GB große Pianos braucht es meiner Einschätzung nach Live nicht.

Externe Laufwerke sind immer Fehlerquellen und ein Mehraufwand beim Aufbau. Sehe also keinen Vorteil darin. Außerdem müsstest du, um die Geschwindigkeitsvorteile auch nutzen zu können, die Festplatte per Thunderbolt oder USB 3.0 anbinden.

Der Keyboarder von Billy Joel hat in seinem Rack per Thunderbolt angebundene externe SSDs, auf denen die Librarys liegen... scheint also gut zu funktionieren ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
wenn die möglichkeit besteht, die internen SSDs auszutauschen oder weitere einzubauen, würd ich ebenfalls die "intern"-variante bevorzugen, aus den bereits genannten gründen.
externe platten können ausserdem - vor allem bei kleinen bühnen und vollem haus - entwendet werden, oder man lässt sie in der hitze des gefechts zuhause liegen etc.

frage:
ich überlege grad die anschaffung eines mac mini 2012 i7 quad, damit ich meinen grossen 7kg-schweren mac-clone nicht mitschleppen muss, und die macbooks finde ich doch etwas teuer...
würdet ihr einfach eine einzelne ausreichend grosse SSD einbauen, oder doch lieber
- eine kleine für OS und plug-ins, und
- eine zweite grössere für die sample-libraries?
in der "pre-SSD-ära" wurde ja unbedingt empfohlen, mit 2 HDs zu arbeiten... macht das mit SSDs und 16GB RAM noch sinn?
 
Ich würde sagen, im Zeitalter von SATA III brauchst du schon einen Intel Xeon, um soviel Klangpower zu fahren, daß du den Geschwindigkeitsvorteil einer separaten Sampleplatte nutzen kannst.

Live ist das für einen einzigen Keyboarder sowieso kaum nutzbar. Mit händischem Spiel wirst du nie solche Soundmengen gleichzeitig fahren, daß du SATA III an die Durchsatzgrenze treibst. Und wenn du Backings abfeuerst, dann stellt sich die Frage, ob man wirklich all diese Sounds in Echtzeit erzeugen muß (weil man sie separat individuell mixen können will oder die Band einen eigenen Toni hat, der 16 Keyboardkanäle kriegt, oder was auchimmer) oder nicht lieber einen fertigen Mixdown in 16/44,1 nehmen kann.


Martman
 
Der Vorteil von SSDs liegt ja vor allem in der schnelleren Zugriffszeit und nicht in der höheren Durchsatzrate. Ich wüsste allerdings auch nicht, wofür man für den Live-Einsatz mehr als 256 GB braucht. Und die sind ja heute bezahlbar. Ich würde also auch aus Gründen der Praxis eine interne SSD bevorzugen. Als Backup kann man ja immer noch eine größere externe USB3 HDD, ggf. mit SSD-Cache, mitnehmen. USB3 ist auch schnell genug für aktuelle SSDs, Thunderbolt würde ich aus Kompatibilitätsgründen nicht nehmen. Ein externes USB3-Laufwerk kann man fast überall dranhängen.
 
Moin zurück und herzlichen Dank für Eure Antworten.

Vielleicht macht es Sinn, mein Rig mal aufzudröseln:

Wir spielen "BestOfMusic" mit einem 5-6 Stunden Programm, ich brauche also soundwise am Besten alles auf einmal. Dazu kommt, dass wir OHNE Bassisten unterwegs sind, meine linke Hand ist also komplett geblockt, und ich brauche ein wirklich sehr hochwertiges Sample für die Bassgeschichten (hier: Scarbee M-Bass und Ilya Efimov Modern Bass, Trillian für das moderne Zeug).

Ich benutze einen S90XS als Masterkeyboard und einen Kronos oben. Mit dem S90 und dem Babyface/Octamic steuere ich mein MBPr mit MainStage3.
Dabei lege ich extrem viel Wert auf hochwertige Klaviersamples, weil ich eben klassisch ausgebildeter Pianist bin. IvoryII war mir zu wenig präsent, ich bin kürzlich auf den neuen Ravenscroft Flügel umgestiegen. Der ist wirklich richtig toll und klingt ohne große Schrauberei über die gesamte Tastatur je nach Spieltechnik genau so wie man es gerade braucht. Des Weiteren nutze ich das MK1 Stage Premier für Rhodes und das Gospelmusicians FM Tines bzw. MK Sensations für die E Pianos. Auf dem bisher genutzten externen Laufwerk liegen alle Specrasonics Libraries und die Kontakt Lib, die ich allerdings nicht benutze.

Übertrieben? Ich finde nicht, da ich als Profimusiker den Anspruch habe, das bestmögliche Material zu nutzen.

Achtung:
:great: Wer's hört, wird selig. Wer's nicht hört, bleibt unter meinem Niveau. :great:


Also, die Sache ist die: die interne SSD vom Mac Book ist tatsächlich nur eine 256er. Ich habe leider auch eine zweite Partition unter Bootcamp für Win7 in Gebrauch, da ich für's Recording darauf angewiesen bin.

So, nach der ganzen Laberei über tolle Dinge, die man so braucht, stelle ich meine Frage erneut zur Disposition. Ich kann mich vor lauter Kabelgedöns fast nicht mehr bewegen, die externe Festplatte steht auf dem Boden rum und mir blutet jedesmal das Herz, wenn sich einer meiner Kollegen an meinem sündteuren Equipment vorbeidrückt, weil auf seinem beknackten Monitorweg angeblich die HiHat zu "zischich" ist (mhm, is klar!:rolleyes:)

Jedenfalls war ich zuletzt soweit, zumindest mal eine Racklösung für die externen Festplatten anzustreben. Die bezahlbare Auswahl an Rackfestplatten ist - sagen wir mal - überschaubar. Die Alternative wäre eben, die interne HD des MacBooks etwas zu "pimpen". Ich will nur nicht im Nachhinein feststellen, dass - egal wie ich mich entscheide - das Geld zum Fenster rausgeschmissen war. :ugly:

So schaut's gerade aus.
 
Zum Thema bezahlbare SSDs...
hab mal gehört, dass günstige SSDs bei leichten Defekt-Erscheinungen innerhalb der 3jährigen Garantiezeit ihr Tempo selbständig runterregeln, damit sie die Garantiezeit überleben. Stimmt das?
Das wär ja verhehrend...
Es würde zumindest in die leider immer häufiger anzutreffende industrielle Vorgehensweise passen, Geräte mit einer genau kalkulierten Lebensdauer herzustellen (damit das Zeug nach Ablauf der Garantie auch schön kaputt geht).

Welche SSDs sind denn empfehlenswert? Angelbird, Intel, Samsung 840, oder komplett was anderes? Bei Samsung müsste man ja dann auf die Pro-Version zurückgreifen, sofern obiges Gerücht stimmt... die hat dann auch längere Garantie.
 
Kann ich so nicht bestätigen oder nachvollziehen.

1. Wer will denn HEUTE schon irgendwelche belastbaren Aussagen, resp. Langzeitstudien über SSD's treffen bzw. vorlegen?
2. Es war schon immer so, wer billig kauft, kauft zweimal.
Samsung gibt mittlerweile offizielle Entwarnung hinsichtlich verbreiteter Stimmungsmache bzgl. Lebensdauer von SSDs. Wer seine Marktführerposition in einem begrenzten Segment halten möchte, würde erstens keine erweiterten Garantien anbieten, noch würde er bewusst irgendwelche Soll-Fehlerquellen zum integralen Bestandteil eines Gerätes machen, noch würde er o.a. Aussagen treffen.

Die Leute lassen sich heutzutage nicht mehr so leicht an der Nase und am Geldbeutel herumführen. Das Internet ist eine sehr mächtige Waffe, sowohl für die Herstellerseite als auch für die Consumer.

Samsung baut sehr gute SSD's, mit dem Kauf der 840/850 Pro machst Du keinen Fehler.
 
hey jaykeys, vielen dank für die "entwarnung".
hab in deine aufgezählten plug-ins reingehört... sehr gut ausgesucht, sind wirklich 1A!
ravenscroft kannte ich noch gar nicht, und von gospelmusicicans kannte ich bisher nur die neo soul epianos. letztere scheinen ja sehr viel plug-ins anzubieten, die man schon fast als alternative zu yamaha-hardware ansehen könnte.

darf man fragen, was fürn MBP und audio-interface du verwendest?
 
Oh, natürlich Du darfst. Für's Livespiel benutze ich - wie oben schon geschrieben - ein MacBookPro Retina Mitte 2012 mit 16GB RAM und das RME Babyface. Ich muss allerdings zugeben, dass mich das Breakout Kabel extrem nervt, und ich mir deshalb aktuell eine Racklösung zusammenbasteln lasse. D.h. ich möchte das Babyface mit lediglich einem 15 pin d-sub Kabel (verschraubbar) anschliessen und die Stecker im 19'' Format fest verbaut haben.

Zu den Plug-Ins von Gospelmusicians. Eine "ökonomisch" relevante Alternative stellen sie insofern dar, als sie im Livebetrieb ohne größere Bastelei schnell verfügbar sind. Nur darauf kommt es an.
Sie stellen DANN keine Alternative dar, wenn es darum geht, eine möglichst authentische Simulation der alten Generatoren darzustellen, weil eben Sample basierend. Hier kommt wiederum der FM7 oder FM8 ins Spiel - ohne den Anspruch selbstverständlich, die 'Quasi-Analogie' eines DX-7 oder TX-X16 zu sein.
Ich sprach in dem anderen Thread (https://www.musiker-board.de/threads/live-setup-workstation-vs-software.588026/) von den alten sysex Dateien, welche vom FM7/8 gelesen und konvertiert werden können. Auf diese Weise habe ich mir z.B. den TX-816 zusammengebaut. Mit MainStage geht das ganz leicht. Wenn man sich ein bisschen mit FM Synthese auseinandergesetzt hat, kann man unglaublich komplexe und dynamische Sounds programmieren. Ich schwör, sowas hat noch keiner gehört. :rolleyes:

Man muss sich nur mal überlegen: ein TX-X16 ist ein modulares System, welches aus X DX-7 besteht. Maximal 8 TF Module konnten darin verbaut werden. In MainStage kann man - lediglich begrenzt durch RAM und Prozessor - theoretisch unendlich viele solcher TF Module generieren und ansteuern. Plus: man kann sich unendlich viele Layer erzeugen, welche auch noch rein durch die Vergabe verschiedener Velocity Kurven unterschiedlich ansprechen.

So, nun mach das mal mit Hardware nach. :D

P.S.: Ja, ich habe einen DX-7 original zuhause. Ja, ich hatte einmal das zweifelhafte Vergnügen, einen TX-816 ausprobieren zu dürfen. Alter Schwede, so ein Monster ohne unterstützende Software zu programmieren, ist nahezu ausgeschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, nun mach das mal mit Hardware nach. :D

Die Frage ist, ob das irgendwer will... :nix:

Auf dem bisher genutzten externen Laufwerk liegen alle Specrasonics Libraries und die Kontakt Lib, die ich allerdings nicht benutze.

Kontakt kann ich live gar nicht empfehlen. Macht immer wieder zicken und das Patchsystem ist total mühsam.

Achtung:
:great: Wer's hört, wird selig. Wer's nicht hört, bleibt unter meinem Niveau. :great:

Sehr sympathisch...
 
So ist das, wenn man Zitate aus dem Zusammenhang reißt. Auf diese Weise wurden schon Doktortitel aberkannt.

Audio ergo sum. ;) Ich habe hier nur zum Thema "Yamaha - Hardware - Alternative" hinsichtlich der Plugs von "Gospelmusicians" Stellung bezogen.

Du solltest wissen, dass sich hier themenbedingt gewisse Parallelen zu dem anderen Thread (https://www.musiker-board.de/threads/live-setup-workstation-vs-software.588026/) ziehen lassen.

Also ich find's klasse, wenn die Hardware überschaubar bleibt. Willkommen im 21. Jahrhundert.
Selbstverständlich hast Du Recht, wenn Du mir durch die Blume einen gewissen Klang-Narzissmus unterstellst.

Kontakt empfinde ich weder als frickelig, noch ist er JEMALS abgestürzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus dem zusammenhang, das klassische Argument. ;)

Egal. Zu Kontakt: im Studio ist es mir in wahrscheinlich zigtausenden Stunden nicht einmal abgestürzt. Perfekt geeignet. In Zusammenarbeit mit einem Host für den Liveeinsatz ist es allerdings ein Krampf und das haben hier schon viele unabhängig festgestellt. Auch ist das Patch Management wirklich schlecht. Wenn, dann gehts noch mit einer Instrumenten Bank, dann kann man allerdings nicht mehr mit der normalen UI editieren, muss also zweigleisig fahren. Mir kommt Kontakt nicht mehr auf die Bühne.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ist ja gut. ;)

Erkläre Dich mal bitte, worin der substanzielle Unterschied zwischen einem Host für den Live Einsatz und einer DAW hinsichtlich der Integration und Einbindung von VSTi bzw. AU im Allgemeinen besteht. Ich meine das übrigens gar nicht polemisch.

Konkret: warum sollte sich Kontakt in Verbindung mit MainStage (v3) anders verhalten als in Logic (X)? Bist Du dem Problem mal auf den Grund gegangen?

Coole Musik, übrigens.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil du da ständig Patches wechselst und da macht Kontakt Probleme. Grundsätzlich mit Abstürzen und auch vom Patchsystem her. Bei den NI Synths gibt es wunderbare Bänke zum selbst Erstellen. Bei Kontakt nur die Instrumentenbank und dann hast du kein UI mehr. Wenn du für jeden Patch eine Instanz machst, gibt es weniger Probleme, aber das ist ja nicht Sinn eines Live Hosts, dass man dann 100 Kontakt Instanzen offen hat...

Live lieber Omnisphere, da hab ich noch kaum von Problemen gelesen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ok, verstehe. In diese Art von Verlegenheit bin ich insofern noch nicht gekommen, als ich für jeden Sound jeweils nur eine Instanz nutze.

Omnisphere is hard to beat.
 
Aha, wieviele Instanzen fährst du da?
 
Weiss ich ehrlich gesagt nicht auswendig, ich rechne gleich mal zusammen, wenn ich nicht mehr hier an der Kiste sitze.
 
Moin

+1 für Duplobaustein

Ich hab mein Setup auch soweit es geht von Kontakt befreit. Ich hol momentan nur noch die Strings und einen Klaviersound aus Kontakt. Der Rest kommt aus anderen Librarys. Mir hat das Programm auch zuviele Probleme bereitet. Seitdem ich Alternativen nutze: Läuft!

Aber um diese Diskussion geht es in diesem Thread eigentlich nicht. Vielleicht führt ihr das besser im anderen weiter ;)
 
Die SSD Diskussion ist eh schon beendet mehr oder weniger. :)
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben