genau das meine ich, du hast einen fairen Preis bekommen - die meisten versuchen direkt sich am aktuellen Neupreis zu orientieren - wenn ich dann Inserate lese mit.. "sind auch frische Röhren drin".. dann weiß ich doch sofort, das das Teil
nicht grad aktuell gekauft wurde sondern schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat - also das ärgert mich nicht, es verwundert mich nur und reizt mich auch weniger.
1. An was als dem aktuellen Neupreis sollte sich der Verkäufer denn sonst orientieren ? Er wäre ja blöd wenn er etwas verschenkt. Und wenn ich als Käufer gegenüber dem aktuellen NP ca. 30-40% spare, dann ist es für mich als Käufer ok - es geht mich ja auch nichts an, was der Verkäufer dafür bezahlt hat.
2. Modifikationen an Geräten werden i.d.R. nur vom Verkäufer bei (Neu)Anschaffung bezahlt. Beim Verkauf bekommt man es nicht wieder.
Deswegen würde ich z.B. Original Pickups immer behalten, wenn ich eine Gitarre mit neuen PUs ausstatte. Denn sollte ich die Gitarre verkaufen wollen, bekomme ich den Aufpreis für die neuen PUs niemals wieder rein. Da bin ich besser dran, alles separat zu verkaufen.
Ich glaube auch, dass es durchaus Sinn macht alle Teile separat zu verkaufen. Könnte sein, dass man dafür mehr bekommt. mmmh - mal rechnen:
Eine Fender Am. Special Strat sollte man gebraucht für 600 € bekommen.
Einzeln würde ich folgendes tippen:
250 Body
250 Hals
75 für PUs
30 für Mechaniken
mmmh - ne, bringt nicht wirklich was, es sei denn, man bekäme mehr für die einzelnen Teile
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Gestern mal eine Erfahrung zum Thema verhandeln gemacht:
Ich habe ein Artec Par. EQ für 30€ VB bei Ebay Kleinanzeigen reingesetzt. Unter anderem.
Interessent schreibt: 30€ inkl. Versand?
5 minuten später: Oh, das kostet neu bei Thomann 33€. Ich kaufe es da...
Ich: Viel Spaß. Der Preis ist VB, ich wäre auf 15 inkl. Versand runter gegangen. Vielen können scheinbar echt nix mit VB anfangen...
naja. hier muss ich sagen, dass dein angesetzter Preis gegenüber dem NP so weit weg von der Realität war, dass ich dem Interessent keinen Vorwurf machen kann. Wenn Du sowieso auf 15 € gehen würdest, warum gehst du nicht mit weniger rein ? Selbst wenn dort VB steht ... Ich kann der Interessenten in diesem Fall gut verstehen, zumal bei so kleinen Preises es eigentlich egal ist, ob man 15 oder 20 € zahlt. Interessant wird es erst ab anderen Preisen - dann lohnt es u.a. auf die Garantie zu verzichten. Hängt auch vom Gerät ab. Manches ist anfälliger als anderes
Auf einem Bazar kann man locker von 1/4 des Anfangspreises ausgehen. Man muss nur ordentlich verhandeln. Aber dazu lassen es nur wenige kommen. Schade, denn gerade das macht Spaß.
Tja, im Orient vielleicht ;-) Mir sind realistische Preise lieber. Ich frage prinzipiell 1 x nach wie es mit dem Preis aussieht. Wenn dann kein Preis zurückkommt, der mir zusagt, lasse ich es sein.
Ein Schuss - und der muss sitzen. Es gibt sooo viele Angebote - da müssen sich verkäufer schon gut überlegen ob sie Mondpreise oder Verkaufen wollen. Als Käufer hat man es oft nicht nötig sich mit Hampelmännern und extremen Forderungen zu beschäftigen. Gilt übrigens auch für anfragen a la "ey Alter, machst du billig"
Es ist wie bei anderen Dingen: Gehe ich in den Laden und sehe einen Artikel, egal was, und frage nach einem besseren Preis ( weil z.B. ein anderer Händler diesen anbietet ) und am Ende bekomme ich es 20% billiger, dann finde ich die Seriösität des Verkäufers generell fragwürdig. Denn dann macht das Gefühl bei mir breit, dass er von Anfang an darauf bedacht war mich abzuzocken.
Anderes Beispiel:
Einkäufer Firma A wird von Verkäufer Firma B kontaktiert, weil B ein Angebot unterbreiten will.
B gibt das erste Angebot ab. A sagt, dass Lieferant C die Ware um 15% billiger anbietet. Plötzlich bietet B die Ware auch 15% oder gar 15%+ billiger an.
Sollte Einkäufer A dem Verkäufer B vertrauen, dass er nicht auch in Zukunft versucht überteuerte Preise unterzubringen, wenn es irgendwo möglich ist ?
Gerade im Geschäftsleben finde ich für eine Zusammenarbeit eine vertrauensvolle Basis wichtig. Ich bin bereit bestimmte Summen für Ware und Leistungen zu zahlen. Mir ist klar, dass der Verkäufer Geld verdienen will. Der Verkäufer wiederum sollte nicht unterschätzen, dass zufriedene Kunden, die sich nicht abgezogen fühlen eine langjährige Sache sein können. Er darf mich als Kunde gewinnen, ich räume ihm auch eine gewisse Marge ein - und beide haben etwas davon. Profitiert eine Seite mehr als die andere hat es für mich einen schalen Beigeschmack und ich wechsle den Lieferanten. Eine "Open Book" Methode halte ich für sinnvoll und fair. Leider gibt es immer öfter Abzock und Bazarmentalität - eine Sache die mir persönlich gar nicht zusagt. Es ist mir auch zu blöd und meine Zeit mir zu kostbar um wegen 0,x% ewig zu verhandeln. Genauso geht es mir mit der Friss oder stirb Variante von Käufern gegenüber Lieferanten. Fair soll schon sein