Naja, kann man machen. Ist mir zu umständlich und habe auch in den ca. 30 Jahren noch kein Problem damit gehabt, dass ich alle auf einmal runter genommen habe.
Wichtiger finde ich bei den klassischen Pin-Löchern, dass das letzte Stück Saite vor den Ball-Ends leicht vorgebogen werden.
Damit passen sie genau in ihre vorgegebenen Kerben und es gibt keine unangenehmen bis schädlichen Verklemmungen, Nachrutschen oder Verrutschen beim Saitenspannen.
Hab mir da einen kleinen Holzstab mit einem entsprechend gebogenen Haken gemacht. Da wird das Ball-End aufgesteckt und durch leichtes Aufwickeln auf dem Holzstab in Form gebracht.
Für äußerst wichtig halte ich auch gerade bei jüngeren Gitarren, immer ein Auge auf die Raumfeuchte zu haben. Speziell im Winterhalbjahr ist bei uns zuhause die Luft (durch viel Holz) recht trocken.
Das kann ein wirkliches Problem für die Gitarre werden. Man spricht so in etwa von den ersten 3 Jahren, wo sie besonders anfällig für zu trockene Raumluft sind.
Mir ist in diesem Winter aufgefallen, dass der Klang je nach Luftfeuchtigkeit auch sehr variiert. Ganz krass festzustellen, wenn ich mit der Gitarre in den Proberaum komme, wo naturgemäß immer eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht.
Um meine Hummingbird vernünftig zu lagern, habe ich mir mal so einen Luftbefeuchter für das Schallloch geholt. Der wird immer neu angefeuchtet und ab in die Gitarre, die mit ihm im Koffer ruht.