Zu deiner Frage kann ich nicht direkt etwas beitragen, da ich noch keine "alte" Haar in der Hand hatte.
Ich habe allerdings zwei Haar aus 2022, eine Trad S und eine Trad T. Beides tolle Gitarren, bei denen von Verarbeitung über Gewicht, Haptik, Ansprechverhalten, Resonanz, Dynamik bis hin zum Ton absolut alles passt. Insbesondere von der Trad S (mit Kloppmann 54 Pickups) ist auch einer meiner Kumpel (Studiomusiker und Produzent) total begeistert und versucht regelmäßig erfolglos, mir diese abzuschwatzen. Diese beiden Haar werden definitiv einmal in meine Erbmasse fallen, anders als so manche
Fender* CS, die ich wieder weiterziehen ließ...
Ich schaue seither regelmäßig bei Session in Walldorf vorbei, die vor Ort i.d.R. einige Haar im Laden verfügbar haben. Allerdings hatte ich dort seit einiger Zeit kaum noch eine Haar in der Hand, die mich beim Anspielen wirklich überzeugt hat. Insbesondere seit ca. 1,5 bis 2 Jahren habe ich den Eindruck, dass die Qualität tatsächlich nachgelassen hat. Da waren etliche Gitarren dabei, die sich beim Anpspielen eher "tot" anfühlten und/oder offenkundige Verarbeitungsmängel (schlecht abgerichtete Bünde, Bundscheppern, schleifende Potis, schief eingedrehte Schrauben am Pickguard) aufwiesen. Zudem sind die Haar inzwischen nach meineim Eindruck teilweise deutich schwerer geworden. Selbst die Gitarren aus der aktuell bei Session erhältlichen "Haar Session Select Serie Ultra Light" mit Paulownia-Body sind meist deutlich schwerer als eine beixen Haar mit Swamp Ash-Body.
Ob die aktuellen Haar deshalb "schlechter" als ältere sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Meine beiden aus 2022 gebe ich jedenfalls nicht mehr her...