Der Unterschied zwischen einem 12 Ton Tonwheelgenerator und einem mit 91 ( B3,A100,C 3 etc ) oder gar 96 Tönen ( H 100 )
ist halt der, daß beim großen Generator ALLE Tonräder unabhängig voneinander ihre Töne erzeugen - was mehr " Leben" bedeutet, weil nicht phasenstarr ( abgesehen von der mechanischen Kopplung von je zwei Tonewheels [Tonewheel - blanc Wheel ] in einer Kammer )
Beim 12 Ton Generator erfolgt die Tonerzeugung der darunter liegenden Töne durch elektronische Oktavteiler, was mit einer Phasenstarrheit verbunden ist. Dann kann man aber auch gleich einen elektronischen Generator für die obersten 12 Töne verwenden und nach diesem Prinzip arbeiten so gut wie alle elektronischne Orgeln der 70er Jahre. Die sogenannten TOS IC´s ( Top Octave Synthesizer) sind ja nichts weiter wie der Ersatz des 12 Ton
Hammond* Generators.
Das Hauptproblem eines Nachbaus des Tonewheels sind einmal die Zahnräder mit den verschiedenen Übersetzungen bei
vorgegebenem konstanten Achsabstand, was unterschiedlicher Zahn - Modul - Größen bedarf sowie ein exaktes "shaping" der eigentlichen Tonewheels.
Jede Ungenauigkeit hier würde sich als hörbarer
MISSTON äußern. Vom Auswuchten des Ganzen wollen wir hier garnicht reden ...........
Zudem befürchte ich fast, daß es heute schon nicht mehr möglich ist mit den genauen CNC Maschinen diese unbeabsichtigten " Ungenauigkeiten" der damaligen Fertigung nachzuahmen. Der Tonwheelgenerator der damaligen Zeit ist halt ein Kompromiß was damals technisch machbar war.
Heute sind wir einen Schritt weiter mit unserer Präzision.
Wenn man sich heute die verfügbaren Videos der
Hammond* Produktion anschaut kann man nur erahnen welch Glück L.
Hammond* gehabt hat solche Mitarbeiter beschäftigt zu haben, allesamt Spezialisten mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail an der richtigen Stelle.
Man kann nur den Hut davor ziehen ..........