@Don Leslie
Dein Einwand in allen Ehren ........ nur
Phasenstarr rein elektronisch bei Teilerstufen bedeutet das Triggern der nachfolgenden Stufe entweder bei fallender bzw ansteigender Flanke des Ausgangssignals der vorhergehenden Stufe. Der Ausgang ist mit dem Triggereingang der Folgestufe verbunden
Bestehen die Teilerstufen aus Flip Flops was meist der Fall ist folgen alle Signale einer zb 8 stufigen Teilerkette diesem Muster.
Bei dem Tonwheel ist das alles anders.
Je Kammer sind zwei Tonewheels mechanisch fest auf einer Achse gekoppelt. Das Antriebszahnrad dieser Nebenwelle sitz, wie richtig bemerkt, in einer Rutschkupplung. Die beiden Tonwheels auf der gemeinsamen Achse haben einen Abstand von 4 Oktaven. Bei einigen Nebenwellen ist anstelle des zweiten Tonewheels ein sog Blanc Wheel ( ohne Profil) aus dynamischen Gründen montiert..
Auch die Zusammenhänge mit dem Drehmoment beim Start sind richtig dargestellt.
Jetzt kommt es aber was ich mit fehlender Phasenstarrheit bezeichne:
Bedingt durch die Rutschkupplungen hat jede Tonwheelwelle einen anderen Zeitpunkt an dem sie ihre volle Drehzahl erreicht.
Die ist genaugenommen auch bei jedem Start anders und nicht vorhersagbar ( Schlupf ).
Betrachtet man nun einmal ein einzelnes Tonwheel mit seinem Profil vor einem Pickup. Dieses Profil bestimmt den Phasenverlauf des erzeugten Tones.
Entweder beginnt er mit Wellenberg oder Wellental oder irgendwo dazwischen
Zeichnet man sich jetzt alle erzeugten Tonfrequenzen auf ein Zeitraster so liegen die Nulldurchgänge jeden einzelnen Tones bei jedem Start auf einem anderen Punkt der X Achse, dh bei jedem Start hat jeder Ton eine Phasenverschiebung gegenüber dem vorhergehenden.
Nimmst Du Dir dabei zb nur zwei Töne im Oktavabstand vor wirst Du schnell erkennen, daß dies im Gegensatz zum elektronischen Generator völlig anders aussieht. Der Startpunkt des Tones f/2 wird nie zum gleichen Zeitpunkt erfolgen wie der des Tones f
Zwei Rechteckfrequenzen im Abstand f zu f/2 kannst Du noch mit 2 kanal Oszi triggern , eben weil hier eben die Phase stimmt
Versuch dies einmal mit zwei Frequenzen des Tonwheel
UND teste dies auch bei mehreren Startvorgängen. Um dies zu erreichen mußt Du schon das eine Tonwheel etwas bremsen damit es zum anderen
syncron läuft auf die Phase bezogen.
Die einizge Phasenstarrheit eines Tonwheel bezieht sich auf zwei montierte Tonwheels innerhalb einer Kammer und auch hier wirst Du feststellen, daß hier nicht in regelmäßigem Abstand Wellenberg auf Wellental des Profils folgt, sie sind versetzt montiert.
So, nun betrachte und multipliziere einmal das an zwei im Oktavabstand geschilderte auf alle Töne eine Tonwheelgenerators.
Immer noch der Meinung phasenstarr ???
Wenn dem wirklich so wäre, so müßte doch eigentlich ein elektronischer Generator mit Frequenzteilerketten und anschließender Sinusformung ( exakt nach dem Vorbild
Hammond ) GENAUSO KLINGEN .......... tut er aber nicht !
Nimm die Wersi Orgeln mit ihrem Zugriegelsystem ( Helios bis Galaxis )
Das was Du da hörst ist Wersisound kein Hammond Sound - und das auch ohne Vibrato oder Leslie !