Hardcore - sXe - Metalcore

von monsy, 19.08.03.

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  1. monsy

    monsy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.03   #1
    Mich würde mal Interessiern, ob es hier Leute aus den genannten Fraktionen gibt, bzw ob ihr Leute kennt, die solche Musik hören...
     
  2. partisan

    partisan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.03   #2
    ich höre, mag und versuche auch solche musik zu machen ... wenn ich mucke mach.... bin aber kein sxe er... jedenfalls nich offiziell ;) iss ne modegeschichte in meinen augen
     
  3. monsy

    monsy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.03   #3
    Ja.. das kann ich schon verstehen. Ich halte persönlich auch nichts von sXe... in meinen Augen ist es eine durch die Gruppierung in der man sich befindet eingrenzende Konstitution, die einem die Individualität stark einschränkt. Das ist genau wie mit den religiösen Dogmen...
    Wer wirklich stark ist, der findet auch seinen 100% eigenen Weg. Aber mal weg davon...
    was hörste denn für Bands?
     
  4. partisan

    partisan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.03   #4
    nochmal zum sxe... also

    ich denke schon, dasses ne gude sache iss, ich richte mich selbst danach, nur ist mir diese abschottung inzwischen echt zu trendmäßig... inzwischen isses ja schon echt nen gängiges hc- klischee...

    hm bands?

    im mom gar nicht ma so viel metalcore als vielmehr emocore....

    naja egal was nu was iss... hauptsächlich hör ich

    heavenshallburn
    atreyu
    from autumn to ashes
    between the buried and me
    caliban
    dogma ivs
    poison the well ( MORGEN LIVE YEAH )
    und vieles mehr... ich denk ma die normale schiene....

    und du ?
     
  5. monsy

    monsy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #5
    Ich höre kein Hardcore.. ich höre ausschließlich Metal...
    Aber in meiner band ist nen Hardcore und wir spielen auch Sachen von Hatebreed und vielleicht werden wir mal Short Stories von From Autumn To Ashes versuchen...
     
  6. Dr. Oleg REcznski

    Dr. Oleg REcznski Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #6
    naja Hardcore höre ich weniger

    und wenn dann so ganz altes Zeug wie Minor Threat... das ist meine Welt^^
    an neuerem Zeug mag ich ich Raised Fist (jaja ich Kommerzkind :p) ganz gut.


    ansonsten stehe ich eher auf Sound à la Aus-Rotten, was man ja weniger dem HC unterordnen kann :-)

    von Straight Edge und den Leuten halte ich relativ viel (auch wenn ich es selber nicht konsequent, sondern ehe so Phasenweise, bin). Jedoch finde ich diese Etikettierung lächerlich "Hey schaut mal, ich habe 'n X auf der Hand!" <--- toll Back dir 'n Brot drauf...

    Ne so Zeug finde ich lächerlich, aber wenn man sXe lebt und das Herumgepose/Geprolle weglässt ist es ok
     
  7. partisan

    partisan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #7
    raised fist :twisted:
     
  8. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #8
    Sorry.aber was bedeutet sXe ?
     
  9. monsy

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    Erstellt: 20.08.03   #9
    Was genau bedeutet straight edge in der ursprünglichen Definition?

    - kein Alkoholkonsum, kein Tabakkonsum und der Verzicht auf jegliche
    sonstige Drogen
    - keine Promiskuität (=Sex mit häufig wechselnden Partnern)
    Der Grossteil aller straight edger begann im Laufe der Jahre sich zudem
    vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren. Heute trifft man insbesondere in
    Europa nur noch wenige Straight Edger die sich nicht zusätzlich vegetarisch
    / vegan ernähren, die Lebenseinstellung führt meist recht
    schnell zur Abkehr von einer Ernährung auf Fleischgrundlage...

    Woher kommt straight edge?

    Ende der siebziger Jahre, USA - Washington D.C. Die lokale Punk Szene ist
    grösser denn je. Jedoch werden im Laufe der Zeit aus immer mehr Punks
    einfach nur bunt angezogene Junkies. Normale Konzerte sind wegen Schutz von
    Minderjährigen vor Alkohol erst ab 21 Jahren freigegeben, einzige Ausnahme
    sind sog. "All Ages" Veranstaltungen. Bei diesen All Ages Konzerten bekamen
    Minderjährige mit permanenten Filzstift ein grosses X auf die Handrucken
    gemalt um sie vom Alkoholausschank auszuschliessen (durch dass X waren sie
    an jeder Theke schnell zu identifizieren).
    Einige wenige Jugendliche waren unzufrieden mit der Art wie die Szene sich
    entwickelte, mit Drogenkonsum und Parolen wie "no future" konnten und
    wollten sie nichts anfangen. Sie ergriffen die Initiative und gründeten
    eigene Bands, schrieben Texte gegen Drogenkonsum und der damit verbundenen
    Lethargie, propagierten andere, konstruktivere Ideen als die damaligen
    Punkbands. In dieser Zeit spaltete sich, resultierend aus den Grundpfosten
    der Punkbewegung die Hardcore Szene ab.
    Hardcore übernahm Grundideale vom Punk, wie z.B. die DIY Ethik (Do It Yourself), politische Ideale und Unabhängigkeit, ersetzte jedoch die zynischen und destruktiven Elemente durch positive Botschaften.
    Einer dieser Songtexte von damals sollte namensgebend für eine ganze
    Jugendsubkultur werden:


    "Straight Edge" , 1981
    I'm a person just like you
    But I've got better things to do
    Than sit around and fuck my head
    Hang out with the living dead
    Snort white shit up my nose
    Pass out at the shows
    I don't even think about speed
    That's something I just don't need
    I've got the straight edge

    I'm a person just like you
    But I've got better things to do
    Than sit around and smoke dope
    'Cause I know I can cope
    Laugh at the thought of eating ludes
    Laugh at the thought of sniffing glue
    Always gonna keep in touch
    Never want to use a crutch
    I've got the straight edge

    Wahrend Minor Threat populärer wurden begannen Punks sich das X das sie von
    All Ages shows her kannten aus Solidarität zu jüngeren Konzertbesuchern auf
    den Handrucken zu malen und mit ihnen auf Alkohol und Drogen zu verzichten
    - die Bewegung hatte ihr Markenzeichen weg. (Exkurs: Auch wenn Minor Threat
    vielerorts als die Begründer des Straight Edge Gedanken gelten gibt es
    viele Leute die meinen dass die Band Teen Idles, eine Art Minor Threat
    Vorläufer als erste den Straight Edge Gedanken hatten, ohne so grosse
    Kreise ziehen zu können...).
    Im Laufe der Folgejahre sprossen in den gesamten USA Straight edge Bands
    aus dem Boden, kurz darauf fand die Idee auch in Europa die ersten Anhänger
    und fasste in den ersten Ländern Fuss (Benelux-Länder, Deutschland,
    Süd-Europa).

    Woher stammt die Bezeichnung "Straight Edge" (oft auch abgekürzt: sXe, SE,
    XXX) ?

    Eine gesicherte Antwort zu dieser Frage vermag kaum jemand zu geben, also
    nur kurz: Angeblich hat der Drummer der schon oben angesprochenen Band
    Minor Threat (der einer der ersten Leute waren die das drogenfreie Leben
    propagierten) für ein Konzert ein Plakat entworfen auf dem er im Zuge des
    Zeichnens ein Lineal benutzte und nach dem Zeichnen eines rechten Winkels
    (straight edge) eben diesen als Symbol für die neu entdeckte Lebensweise
    erklärte. Daraufhin entstand angeblich der Text zu Straight Edge. Wie
    gesagt, angeblich, denn eine andere Version dieser Geschichte besagt
    wiederum dass lediglich eine gerade Linie gezeichnet wurde (Straight Edge
    kann auch geradlinig, makellos bedeuten) und diese als Aufhänger der
    Bezeichnung diente...

    Woher kommen diese "Regeln"?

    Die Grundprinzipien wurden durch einen Songtext definiert, der Rest dessen
    was heute die vielen Facetten des Straight Edge ausmacht ist eine
    Entwicklung aus vielen Jahren in vielen Szenen in allen Teilen der Welt:





    "Out of Step (with the world)", 1981

    Don't smoke
    Don't drink
    Don't fuck
    At least I can fucking think
    I can't keep up
    Can't keep up
    Can't keep up
    Out of step with the world

    Diese Grundsätze zeugen zunächst einfach nur von Respekt vor dem eigenen Körper und Geist sowie dem anderen Geschlecht.
    Der Songschreiber Ian McKaye erdachte keinen starren Regelsatz um gesundere Menschen zu produzieren, die sich als etwas besseres vorkommen, die Grundsätze sollten nicht als die "heiligen drei Gebote" zum Selbstzweck
    verkommen (Ausserdem: Das diese Zeilen einmal so grosse Kreise ziehen hat der Verfasser damals wahrscheinlich nicht einmal im Traum gedacht, denn wer rechnet schon damit mit einer persönlichen Meinung eine Jugendkultur zu
    begründen). Ganz im Gegenteil - ein klarer Verstand sollte die Menschen dazu befähigen ihre Umwelt besser wahrzunehmen und Missstände in ihrem sozialen Umfeld zu erkennen und bekämpfen. Dies kann ethisch-moralische, ökologische, politische, oder einfach nur Probleme im Freundeskreis / Familie mit einschliessen.

    Seine eigenen Regeln zu erweitern und den daraus resultierenden klaren Kopf
    auch sinnvoll zu nutzen obliegt jedem einzelnen straight edger selbst. Es
    gibt keine sXe-Legislative die Regeln aufsetzt, jeder macht die Regeln
    selbst, selbstverständlich immer unter Berücksichtigung der Grundsätze
    (siehe auch unten: Persönliche Erweiterungen).

    Die häufigsten Missverstandnisse rund um straight edge:

    - obwohl die Mehrheit aller straight edger sich mittlerweile zumindest
    vegetarisch ernähren durfte, ist Vegetarismus zwar ein wünschenswerter,
    aber kein zwingender Bestandteil. Der ursprüngliche Bedeutung des Begriffes
    SE, wie sie Anfang / Mitte der Achtziger in den USA geprägt wurde bezog sich
    allein auf das Leben ohne Drogen bzw. den Verzicht auf ständig wechselnden
    Geschlechtspartnern. Aber:
    - Straight edger verzichten nicht auf Sex. Das einzige was abgelehnt wird,
    ist Promiskuität (=Sex mit häufig wechselnden Partnern, "follow your dick
    around", das typische College Gehabe der damaligen Zeit (wer bekommt die
    meisten Frauen?...) sollte nicht akzeptiert werden)
    - straight edge an sich hat nichts mit Intoleranz oder Gewalt gegenüber
    Andersdenkenden zu tun

    Ist Straight Edge = Drug free?

    Ja und nein! Wie der oben gegebenen Definition zu entnehmen ist beinhaltet
    Straight Edge natürlich ein drogenfreies Leben (eben das "drug free life"),
    aber: In den USA ist der Begriff "drug free" anders behaftet, dort nennen
    sich auch Leute die rauchen oder Bier zu sich nehmen "drug free", und das
    nur weil sie neben den erwähnten Dingen auf harte Drogen wie Kokain, Speed
    oder Heroin verzichten. Tabak und Bier fallt nach dieser Definition nicht
    unter Drogen sondern eher unter Genussmittel. Natürlich ist diese
    Auffassung des Begriffes recht halbherzig und regelrecht falsch. Jeder
    Straight Edger lebt wirklich drug free, aber nicht jeder der drug free lebt
    meint es so ernst und ist straight edge. Drug free Aufnäher deuten aber
    zumindest hier in Europa auf den richtigen Weg hin, hier ist der
    Unterschied äusserst selten zu finden, und das sollte auch so bleiben...

    Wie populär ist Straight Edge?

    - Die Popularitat der Straight edge Idee schwankt ständig, genauso wie die
    Aktivität der HC Szene an sich (auf die sich die Straight edge Idee
    (leider) immer noch grösstenteils beschränkt). Wahrend ein eindeutiges Hoch
    sowohl der Bewegung in der HC Szene als auch der Popularität des Straight
    Edge im New York des Jahres 1988 zu verzeichnen ist teilen sich heute die
    Meinungen ob global gesehen die Straight edge Idee an Popularität gewinnt,
    verliert oder seit 20 Jahren annähernd stagniert. Oft sind sogar regional
    ablaufende Phasen zu erkennen:
    - Während Straight edge z.B. in den USA Mitte der Neunziger enorm populär
    war (Earth Crisis gaben Interviews auf MTV, viele Lifestyle-Magazine
    druckten (oft schlechte) Berichte usw.) ist eine ähnliche Entwicklung in
    Europa in den letzten 2 Jahren zu erkennen. Die Szene wurde wieder aktiver
    und auch hier begannen die Medien Ihr Interesse an Straight edge zu
    entdecken. Die Ergebnisse waren jedoch auch hier oft eher traurig...
    - In den USA erlangte vor allen Dingen die Szene in und um SALT LAKE CITY
    (eine Stadt nahe dem aktivsten Mormonen Gebiet der USA (Zufall?)) traurige
    Berühmtheit, die Kids dort pervertierten den Gedanken des Straight edge und
    machten durch mit abgebrochenen Flaschen in den Rucken geritzte Xe,
    Gangmentalität und die daraus resultierende in den USA von sich reden
    (selbstverständlich war genau das ein grosses Fressen für die Medien...).
    Auswüchse dieser Art blieben jedoch glücklicherweise eher Einzelfalle, nach
    vielen Hochs und Tiefs reguliert sich die Popularität und die Aktivität
    innerhalb und ausserhalb der Szene immer wieder von selbst.

    Wie und warum komme ich zum Straight Edge und wie lange bleibe ich Straight
    Edge?

    - Wie: Es geht hier um keinen Club oder Partei der man beitritt, die
    einfache Entscheidung sich an die oben gegebenen Ideale anzupassen reicht
    aus um sich als Straight Edge zu bezeichnen. Natürlich sollte man nicht am
    nächsten Tag mit Drug Free Aufnähern zugepflastert den Propheten vor allen
    Unwissenden mimen, das wirkt oft wenig überzeugend, man sollte sich
    langsamer an die Sache herantasten. Oft sind nämlich genau diese Leute umso
    schneller wieder verschwunden...
    - Die Grunde warum man sich für Straight Edge entscheidet sind oben schon
    recht ausführlich dargelegt: Selbstkontrolle, mehr Rücksicht auf die Welt
    in der wir leben, Ausbruch aus dem normalen Lauf der Dinge, Menschen im
    persönlichen / familiären Umfeld von denen man sich distanzieren mochte
    usw. sind nur einige Grunde. Die Liste wäre beliebig zu erweitern, viele
    Ideal innerhalb des Straight Edge Szene sind erstrebenswert. Jeder kann das
    für sich selbst entdecken...
    - Wie lange? Die Entscheidung zum Straight Edge sollte eigentlich ein Leben
    lang andauern, so zumindest sähe der Idealfall aus. Vielerorts wenden sich
    die Leute jedoch nach einiger Zeit wieder ab wahrend immer neue Gesichter
    dazukommen, wenige bleiben so standfest wie man es sich wünscht (siehe auch
    unten: Auffälligkeiten der Szene). Es ist nicht unbedingt ausgeschlossen
    dass man nach einer Abkehr vom Straight Edge erneut dahin findet, auch wenn
    dies selten passiert und nicht gern gesehen wird, vielleicht ist man dann
    umso gefestigter, aber: Idealerweise lässt man es erst gar nicht so weit
    kommen...


    Was fällt unter die "Persönlichen Erweiterungen" der ursprünglichen Straight
    Edge Idee?

    Wie schon weiter oben erwähnt unterscheidet sich die exakte Definition des
    Begriffes Straight Edge von Individuum zu Individuum. Wahrend die
    Grundlagen dieselben bleiben entwickelt fast jeder Straight Edger im Laufe
    der Zeit Eigenheiten die er zu Straight Edge zahlt. Hardline (siehe oben)
    ist nur ein kleiner Teil davon und kann schon wieder eher zu den weiter
    verbreiteten Abwandlungen gezahlt werden. In den USA z.B. gehört für einige
    Edger als letzte Konsequenz des Straight Edge das enthaltsame Leben bis zur
    Ehe, es handelt sich hier um eine klare Minderheit, trotzdem hat dieser
    Gedanke Anhänger gefunden. Oft sorgen diese "Spielarten" des Straight Edge
    innerhalb der Szene für Aufruhr, die einen stehen dafür ein, andere
    tolerieren und wieder andere prangern an. Man kann auch Straight Edger
    treffen die Ihre durch Straight Edge veränderte Lebenssituation so
    ausgelegt haben dass sie angaben durch Straight Edge in allen Lebenslagen
    anders zu handeln, jemand erzählte z.B. einmal dass er durch mehr erlernte
    Rücksicht und Respekt auch im Strassenverkehr ein anderes Verhalten zeigte.
    Mit Sicherheit beeinflusst Straight Edge bei den meisten Anhängern den
    Umgang mit anderen Menschen, einige gehen soweit dass sie denken dass sich
    durch die Straight Edge Mentalität auch in Schule / Beruf viel zum Guten
    gewandelt hat. Wie gesagt, wo diese Erweiterungen anfangen und wieder
    aufhören bleibt jedem selbst überlassen, hier über Sinn und Unsinn zu
    diskutieren wäre falsch und fast schon philosophisch, jeder sollte selbst
    entscheiden wie weit Straight Edge für ihn geht. Nur die Grundlagen sollten
    dieselben sein.

    Einige Einzelheiten aus der Geschichte des straight edge:

    Im Laufe der Jahre tauchen immer wieder Spielarten des STRAIGHT EDGE auf,
    die teilweise erheblich vom ursprünglichen Gedanken der Straight Edge Idee
    abwichen.

    HARDLINE:

    Einer der meistdiskutierten und kontroversesten Splitterideen des
    Straight edge ist wohl der HARDLINE-Gedanke, der sich neben der teilweise
    militanten Anti-Drogen Haltung und dem meist ebenso militanten Tierschutz
    zusätzlich dem Schutz des ungeborenen Lebens (also gegen Abtreibung)
    verschrieben hatte und durch viele Aktionen, besonders in Nordamerika für
    Schlagzeilen gesorgt hat. Neben der mancherorts begrüssten Haltung zu
    Tieren / Drogen gehört der Abtreibungs-Aspekt zu den wohl meistdiskutierten
    innerhalb der Hardcore Szene und sorgte immer wieder für eine Spaltung von
    pro-lifern (gegen Abtreibung) und pro-choicern (für das Recht der Frau
    selbst zu entscheiden). Dieses komplexe Thema hier naher zu erläutern wurde
    jedoch den gegebenen Rahmen um ein vielfaches sprengen.

    KRISHNA:

    Anfang der Neunziger schwappte zudem eine Welle von Krshna-HC Bands von
    Amerika über Europa die damals eine beachtliche Anhängerschaft gewann. Im
    Mittelpunkt dieser Idee stand ein Label (Equal Vision) und die Band einer
    frühen Straight edge Ikone, Shelter mit Ihrem Frontmann Ray Cappo (vormalig
    Youth of Today), die neben dem Straight edge Gedanken plötzlich die Hingabe
    zur Krishna Religion verbreiteten. Es war ziemlich einfach die Grundzuge
    dieser Religion (z.B. ist die vegetarische Ernährung ein Hauptbestandteil)
    mit den Drogen- und Promiskuität freien Idealen des Straight edge zu
    vereinbaren, es zeigte sich jedoch dass dieser Trend eher mittel- bis
    kurzlebig war und man scheinbar gemerkt hat dass sich Straight edge /
    Hardcore / Punk nur schwer mit den Bedingungen eines Lebens unter den
    Regeln einer Religion vereinbaren lässt.

    CHRISTENTUM:

    Jedoch hat man dies nur scheinbar begriffen, denn Mitte der Neunziger kam
    eine weitere Spielart des Straight edge in Verbindung mit Religion auf,
    diesmal hatten sich auffällig viele Christen dem HC und dem straighten
    Leben verpflichtet. Auch hier stand wieder ein Label im Mittelpunkt (Tooth
    & Nail), wieder kam diese Idee aus den USA und wieder ist sie (zumindest
    als auffällige Szene) schneller wieder verschwunden als man erwartet hatte.
    Aussenstehende sind des öfteren der Meinung dass Straight Edge an sich Zuge
    einer organisierten Religion hat. Dem kann man aber leicht widersprechen,
    es mag sein dass einige Edger religiös sind und einige Werte verschiedener
    Religionen wiederzufinden sind (s.o.), der Straight Edge Idee selber fehlen
    jedoch die Strukturen die eine organisierte Religion ausmachen, es gibt
    keine Kirche, keine festgelegten Schriften auf die man sich stutzen konnte
    (vgl. Bibel) usw. (Den Gedanken auszuführen ob Liedtexte = Regelwerke /
    Schriften oder Konzerte = heilige Messen ist schon des öfteren versucht
    worden, wurde hier aber erneut den Rahmen sprengen). Ausserdem sollte man
    nicht vergessen dass die Hardcore Szene die eher atheistischen Ideale der
    Punkszene übernommen hat, however, Ausnahmen gibt es immer!

    Wo kann ich mehr über Straight Edge erfahren?

    Neben den in der Hardcore Szene weit verbreiteten und überall auf der Welt
    erscheinenden Fanzines ist das Internet eine gute Ressource um sich
    tiefergehend zum Thema Straight Edge zu informieren. Jede Suchmaschine, ob
    national oder international spuckt zum Suchbegriff Straight Edge eine
    Unzahl von relevanten Seiten aus (Onlinezine, Labels, Bands, persönliche
    Seiten usw...) von denen man sich wiederum weiterlinken lassen kann.
    Ausserdem ist das Usenet manchmal hilfreich, als Beispiele kann man z.B.
    alt.punk.straight-edge, alt.music.hardcore oder auch alt.lifestyle.subst
    ance-free heranziehen um nur einige Gruppen zu nennen in denen das Thema
    zur Sprache kommt. Eine gut sortierte Plattensammlung bleibt jedoch auch
    weiterhin die Grundlage alles Wissens...










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  10. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #10
    danke
     
  11. partisan

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    Erstellt: 21.08.03   #11
    :up

    klasse!

    btw war gestern bei poison the well yeah
     
  12. monsy

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    Erstellt: 21.08.03   #12
    Wurde viel Violent Dancing betrieben?
     
  13. Asphaloth

    Asphaloth Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #13
    ich hör auch hardcore
    Raised fist, refused etc.
     
  14. partisan

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    Erstellt: 22.08.03   #14
    kA es war ne moshpit da und es rotierten auch arme und beine...aber handstand, kicks, luftsprünge etc. hab ich nicht beobachten können... war extrem eng im logo in hamburg... hat aber spass gemacht war halt mehr ne "prügel"pit...
     
  15. Blubb

    Blubb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.03   #15
    Ich hör Hatebreed, Sick Of It all, Caliban, Cro Mags und und und ...

    mit den straight edgelern da kann ich mich aber net identifiziern, kein Bier ^.^
     
  16. yogi

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    Erstellt: 22.08.03   #16
    ich finds ironisch, dass fast alle straight edge leute die ich kennen gelernt hab jetzt trockene alkoholiker sind ...

    hör nur caliban und sick of it all öfters
     
  17. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.03   #17
    Seltsame Menschen... :rolleyes:
     
  18. partisan

    partisan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.03   #18
    jedem das seine k? ;)
     
  19. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.03   #19
    Ja klar,ich bin ja sehr tolerant.
    Aber ich probiere es,auch immer
    verstehen zu können und DAS
    verstehe ich noch nicht so...

    Matkra
     
  20. monsy

    monsy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.03   #20
    Was verstehst du denn nicht?
     
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