dass alle Schrauben beschriftet werden sollten, wo welche eingeschraubt war?
Auch wenn du dich jetzt hier eher lustig machen willst, es gibt durchaus auch an Instrumenten unterschiedliche Schraubentypen, z.B. für's Pickguard und für andere Arten der Befestigung. Und dummerweise können die - wenn es Holzschrauben sind - durchaus unterschiedliche Gewinde mit leicht unterschiedlichem Durchmesser und Steigung haben. Wenn man die dann ein paarmal wechselweise in die verschiedenen Löcher schraubt, sind alle ausgefranst.
Bei gleichartigen Schrauben (außer mit unterschiedlicher Länge) kann man davon ausgehen, dass die Gewinde gleich sind (und da war früher die Fertigungsgenauigkeit nicht so dolle, so dass man sogar die Schrauben beschriftet hat- wenn man's richtig macht).
Aber das mit dem richtigen Ansetzen (von Hand nach Gefühl bis die Schraube erkennbar den Gewindegang richtig getroffen hat) ist durchaus wichtig. Ich habe schon etliche ausgerissene Schraubgewinde erlebt, nicht bei Gitarren (da habe ich noch nicht an so vielen herumgeschraubt) aber bei Möbeln, vor allem nach Umzügen. Die Gewinde im Holz waren teils komplett unbrauchbar geworden und haben nichts mehr gehalten, nur weil da immer wieder jemand die Schrauben einfach wieder ohne Rücksicht auf Verluste reingebolzt hat. Alles zuerst ansetzen, solange alles noch etwas Spiel hat und dann der Reihe nach fester ziehen.
und dann Schrauben mit durchgehenden Gewinden eingedreht.
Da waren die Bohrungen im Korpus hoffentlich so groß, dass dort das Gewinde nicht gegriffen hat, sondern nur im Halsfuß. Sonst kannst du das Gegenstück nämlich nicht richtig ranziehen, wie es im Idealfall sein sollte. Wenn das Gewinde auf beiden Seiten greift, bleibt prinzipbedingt eine Lücke zwischen den Teilen bestehen.
Mit der größeren Bohrung und dem dort frei drehenden Gewinde muss man das auch nicht mit einer riesigen Schraubzwinge zusammen pressen, damit es fest zusammen gezogen wird. Das erledigen dann die Schrauben alleine, wenn man sie fest zieht.