Holzgewinde der Halsschraube ausgenudelt, wie reparieren?

  • Ersteller Uhu Stick
  • Erstellt am
Spritzen gibt's für 20ct in der Apotheke.
Wobei Augenmaß ausreichen sollte.
Und ich habe eher das Problem bei der Verarbeitungszeit, rührt und fummelt man zu lange dran rum , wird's bröckelig.
Ein bekannter baut Schwimmbäder aus dem Zeug.
Aber für Holz reicht Ponal , und ist dafür optimal
 
An die Experten: Wie oft muss man den Hals abnehmen, damit die Holzschrauben bei einer neuen, unmodizifierten Gitarre nicht mehr halten?
Ich frage, weil ich bald eine Gitarre im Flieger mitnehmen muss. Will aber kein extra Flugticket und Reservierung dafür kaufen. Daher wollte ich den Hals abschrauben und alles in den Koffer tun.
 
Wenn Du beim montieren darauf achtest, nicht zuviel Kraft aufzuwenden, geht das schon ne ganze Weile gut. Schraubst Du die Schrauben zu feste ein und sie drehen durch, hast Du ein Problem (Lösungen, siehe oben).

Solltest Du jedoch mit dem Gedanken spielen, das regelmäßig zu machen, bietet sich die Option mit den Rampa Muffen an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Wenn man beim Ansetzen und Eindrehen vorsichtig ist, kann man auch Gewinde in Holz mehrfach lösen und verschrauben. Wichtig ist, die Schraube beim Ansetzen vorsichtig (nur von Hand) so einzudrehen, dass sie den alten. vorhandenen Gewindegang findet. Und dann mit Gefühl wieder fest ziehen.
Sobald man mal durch falsches Ansetzen einen 2. Gwindegang anlegt, hat man verloren.
Das heißt, bei den (meist) 4 Halsschrauben alle vorsichtig von Hand reindrehen, bis alle ihren Gewindegang gefunden haben, erst dann festziehen.

Mit Gefühl hält manches deutlich länger.
Ich hatte beruflich mit Hochfrequenz Steckverbindern zu tun, für die offiziell 20 - 50 Steckzyklen angegeben waren. Die habe ich deutlich über 100x gesteckt, während der Entwicklungszeit und die waren immer noch gut.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Falls die Gitarre wirklich öfter mal demontiert werden sollte, würde ich auf jeden Fall solche Rampa-Muffen nehmen.
Dann natürlich auch metrische Schrauben nehmen. Und Unterlegscheiben würde ich auch verwenden bei Inbusschrauben.
Ich habe M5x40 genommen. Da muss man aufpassen wg. Drehmoment, weil mit Inbus-Schlüssel hast du mehr wumms als von Hand zugedreht.
Es gibt aber auch Linsenkopfschrauben mit Kreuzschlitz. Dann kannst du auch mit nem Schraubendreher von Hand zudrehen.

Oder M5 x 35 (muss man genau messen wg. Stärke Hals/Korpus)

Ich denke, bei den Linsenkopfschrauben brauchst du auch keine U-Scheiben, da die Köpfe groß genug sind. Inbusschrauben sind kleiner im Durchmesser.

Das ist zwar Hartholz, der Hals, aber all zu oft auf- und zugedreht leiert das irgendwann bestimmt aus.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Wichtig ist, die Schraube beim Ansetzen vorsichtig (nur von Hand) so einzudrehen, dass sie den alten. vorhandenen Gewindegang findet. Und dann mit Gefühl wieder fest ziehen
An das hätte ich nicht gedacht.
Danke für die ausführliche Beschreibung!
Werde ich so machen.

Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🎆🎊
 
Wurde schon erwähnt, dass alle Schrauben beschriftet werden sollten, wo welche eingeschraubt war? Und nicht vergessen, den richtigen Schraubenzieher mitzunehmen. ;-)
 
  • Haha
Reaktionen: 2 Benutzer
Moin Schrauben-und Streichholz-Könige.

Hier noch mal was anderes:

Ein Gitarrenbauer hat mir mal vorgeführt, wie die Verschraubung das Soustain verändert. Wir reden von einer einfachen Squire-Telecaster. Also Aschenbecher und Saiten durch den Korpus.

Die hatte ich angespielt. Dann hat er den Hals abgenommen, die Auflagefläche im Korpus geglättet, dann die Auflage am Hals mit Kopierpapier ( Durchschlag-Papier >>> gibt es so was noch?) sauber tuschiert. Dann den Hals eingepasst, die seitlichen Spalte mit passenden Fournierstreifen gefüllt. Dann hat er den Hals und den Korpus mit einer gewaltigen Schraubzwinge zusammen gedrückt ( Natürlich mit Zwischenlagen) und dann Schrauben mit durchgehenden Gewinden eingedreht.

Hat ca. 1/2 h gedauert. Was soll ich sagen: es war ein anderes Instrument. Ich selber würde mir das nicht zutrauen, vor allem den letzten Schritt fand ich sehr überraschend.

Aber wenn ich mir ansehe, wie bei meiner Panthera oder meiner stop-Tail-Strat die Fläche zwischen Hals und Korpus aussehen, erscheint mir die Reparaturmethode für ausgenudelte Schrauben ziemlich egal. Hauptsache fest.

Müsste ich heute noch mal an einen Schraubhals dran, würde ich als erstes eine super Passform herstellen, und dann Rampamuffen verwenden.

Olaf
 
  • Interessant
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben