Ich such DIE Jazz tonleiter!!!

von Rickman, 16.03.08.

  1. Rickman

    Rickman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #1
    leute ich bin relativ neu im music bussines und hab ne bescheuerte frage aber ich weis einfach nicht wie ich sie besser formulieren soll!!!

    Ich weis net ob mich jemand versteht aber ich suche einfach DIE Jazz tonleiter. Jedes mal wenn ich die in einem Song höre komm ich mir so vor als würde ich im America der 30ger stehen, in ner schlecht beleuchteten straße oder in nem ranzigen Speak Easy und des einfach nur geil... ich will diese tonleitern rauf und runter ballern können.

    Beispiele:

    Jimi Hendrix: Rainy Day, Dream Away (Des Battle zwischen Saxophon und JazzGitarre am anfang, des triffts schonmal gut)

    würde mich freuen wenn mich jemand versteht auch wenns aweng blöd is
    :D
     
  2. jballestrem

    jballestrem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #2
    du scheinst die blues-tonleiter zu meinen! zumindest ist es die, die in rainy day dream away am anfang kommt und sie ist auch die skala für jazzeinsteiger.
    hier steht alles über die verschiedenen bluestonleitern ;) viel spaß beim üben!

    mfg
    johannes
     
  3. Neomadra

    Neomadra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #3
    Dazu hätte ich eine Frage:

    Wie muss ich das denn auf der Gitarre spielen? :confused:
     
  4. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.03.08   #4
  5. jballestrem

    jballestrem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #5
    geh mal z.B. auf http://www.blackbeltguitar.com/Generator.php , dann stellst du eine Tonart ein, meinetwegen C, und dann rechts "Blues" bei der Skala. Dann werden dir angezeigt, wo du auf dem Griffbrett die passenden Töne greifen kannst, versuch dir einfach Fingersätze zurechtzulegen und mit der Skala so rumzuspielen.
    Gruß Johannes

    edit: oh, da war jemand schneller als ich ;)
     
  6. BassMax_der_I.

    BassMax_der_I. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #6
  7. Dab-J

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    Erstellt: 17.03.08   #7
    Und wenn ich noch hinzufügen dürfte : Beim Jazz gibt es meines Wissen nachs nich DIE Jazztonleiter wie zb. im Blues mit Pentatonic, im Jazz wird relativ viel zerlegt und den jeweiligen Akkorden angebpasst, es hat schon nen Grund das es keine grottenschlechten Jazzer gibt.... Langweilig vielleivht, aber schlecht, never..
     
  8. Rickman

    Rickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #8
    Also zunächst natürlich erstmal vielen dank für die vielen antworten... aber hab ich des jetzt richtig verstanden. Jimi... Rainy Day... = Blues Pentatonic?
    Wenn ja was isn dann bitte der unterschied zwischen der normalen Blues Skala und der Blues Pentatonic?
    Ist Pentatonic denn nun Moll oder Dur? oder ein zwischending?? wie geht dann die moll oder dur?
    Weiterhin stell ich mir dann oft die frage wieso hat dann die blues pentatonic nur 6 töne... also 7 mit zweitem c?
    Und was ist bitte (c) in Katzendarm
    mfg
     
  9. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #9
    Also die Blues-Pentatonik ist in Moll. Oft wird eben auf der improvisiert, auch wenn der Song bzw. die Akkorde in Dur sind. Eigentlich ist Improvisieren nur Feeling...die ganzen Tonleitern und so sollen dir nur Anhaltspunkte liefern, wie du es machen kannst, aber im Grunde musst du es nur fühlen. Der Rest kommt ;)
    Einfach ein bisschen rumprobieren...ich hab mal nen Video mit einer wahsinnig guten Organistin gesehen, die hat echt so eine Sch**** gebaut...aber es war Jazz :D
    Irgendwo hier gabs auch ma ne richtig gute Anleitung zum Improvisieren...ich guck gleich ma :)

    edit: Also hier ist das Video...unbedingt ansehen!!! Ist von Barbara Dennerlein und Rhoda Scott (falls euch das was sagt ;)) (so ab 4:00 gehts damit los....;))
    Und eine kleine Verbesserung: Die Blues-Pentatonik ist anscheinend doch nicht immer Moll sondern beides :D Du musst dann einfach gucken, was gerade gut passt ;)
    Steht beim Link von jballestrem...
    Und die Anleitung hab ich nicht mehr gefunden, hab sie mir aber mal kopiert :D
    Sie ist übrigens von irgendeinem netten User dieses Boards ;)
    Bitteschön:
    Improvisation

    Improvisieren setzt voraus

    1. Es ist ein Metrum/Tempo vorhanden. Metronom anstellen oder mit dem Fuß 1,2,3,4 klopfen oder beides gleichzeitig.

    2. Es ist eine rhythmische Vorstellung vorhanden, z.B. Ballade, Blues, Funk oder was Anderes. Das muss in Deinem Kopf schon mal als Vorstellung drin sein.

    3. Beginne mit dem Improvisieren mit einer Pentatonik, z.B. (G) A C D E G (A C)

    4. LAss ein (eher langsames) Metrum laufen und spiele erstmal nur mit dem Grundton A herum. Versuche, damit rhytmische Motive zu erzeugen, die Du empfindest. z.B. 1 x Viertel, 1 x Triole, 2 Achtel, 2 Achtel oder jede beliebige Kombination, mit der Du 1 Takt füllst.

    5. Nach einigen Minuten nimmst Du das unter dem A liegende G hinzu. Spiele Deine Ryhtmiken zwischen A und G hin und her. Da Du Dich auf den Grundton A mittlerweile eingehört hast, ist klar, dass Dein G die kleine Septime ist, die zur Auflösung nach --> A drängt. Versuche diesen Vorgang (Spannung G , Auflösung nach A) innerlich zu spüren.

    6. Nimm dann die kleine Terz C hinzu. Spiele mit A und C, empfinde das Intervall. Wie klingt es im Verhältnis zum Grundton? Wo will es hin? Kombiniere mit der unteren Sept. G. Behalte dabei das A als Grundton im Ohr. Probiere alle zig Variationen, die Dir mit diesen 3 Tönen einfallen. Rhythmik nicht vergessen!

    7. Nimm nun die Quart D dazu und kombiniere.

    8. Nimm nach und nach Quinte E und die obere Septime G dazu. Spiel die Sachen aber nicht stur tonleitermäßig aufwärts und abwärts sondern versuche, kleine Themen zu entwickeln. Aus 1 Ton , aus 2 Tönen, aus 3 Tönen, mit Intervallsprüngen usw.

    9. LAss Dir Zeit. Wenn Du mit Grundton und Septime keine Mini-Themen hinbekommst, bekommst Du es mit 20 weiteren Tönen auch nicht.

    10. Siehe 1. Du musst eine innere Vorstellung entwickeln, von dem was Du tun willst. Du musst Rhytmik empfinden, Töne und dessen Spannungen und Gefühle hören und empfinden.
     
  10. foxy-s

    foxy-s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #10
    Gut erklärt Kubi

    aber wer braucht das improvisieren ? Das im Video sind ja von weltrang , da kann man erst mal nur träumen , wie spiele ich wie Jimi Hendricks usw....da hängt der Hammer viel zu hoch.

    Was hier ein Musiker gebrauchen kann, das sind bekannte Musikstücke fehlerfrei nachspielen mit einem entsprechenden Songvorrat .

    Will man selbst improvisieren so geht es am besten mit einer Jamsammlung und setzt vorraus die Scalen zu kennen usw.

    Will man in einer Band spielen so setzt es vorraus Musiker zu finden die auch improvisieren wollen bzw. können .Der gro der Musiker sag ich mal macht Coover , das improvisieren ist kaum gefragt.

    mfg
     
  11. Rickman

    Rickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #11
    wirklich gut kubi... keine frage

    haha!!! jetzt gehts weiter meine herren^^

    kennt jemand eine seite oder kann mir nur schnell erklären wie ich mir am besten die fingersätze lege damit es professionel ist und damit ich den rest meines lebens damit klar kommen!!!

    und zu dir foxy! es ist tatsächlich sehr schwer gute musiker zu finden die auch den selben tick für jazz etc. haben. allerdings finde ich sollte man auch nicht verallgemeinern das die meisten bands nur covers spielen. lokal kenn ich selber 2 bands die beide beim erlanger-newcomerfestival gewonnen haben und von dennen war auch kein song gecovert.
     
  12. Hans_3

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  13. MaBa

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    Erstellt: 17.03.08   #13
    Blues Pentatonik ist ein irreführender bzw. falscher Begriff. Meistens wird er mit der typischen Blues-Tonleiter gleichgesetzt, nur ist es dann eben keine Pentatonik mehr, wie du auch schon festgestellt hast.

    Eine weitere Möglichkeit der Deutung wäre, daß der Begriff "Blues Pentatonik" sich nur auf das Einsatzgebiet der Moll-Pentatonik im Blues bezieht. Aber warum sollte man eine Moll-Pentatonik im Blues anders bezeichnen?

    Ich habe auch schon "moll blues pentatonik" gelesen, was noch korioser ist.


    @Kubi
    Die Anleitung ist wirklich treffend. Insbesondere das angepeilte Ziel, der Punkt 10...
    ... eine spontane Idee sofort auf's Instrument übertragen. Falls man sich selber testen will, wie weit man ist, einfach das eigene Solo versuchen mitzusingen :).

    Im Video konnte man das an einigen Stellen gut beobachten, daß das, was die beiden gespielt haben, wirklich das war, was sie in dem Moment auch spielen wollten.

    Gruß
     
  14. Rickman

    Rickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #14
    des verwirrt mich immer öfter sowas...
    manchmal steht auch da, also wenn jetzt die Tonleitern aufgelistet sind:

    1. Majo (is ja Dur ne?)
    2. Harmonic Minor

    was soll des dann jetzt heißen ist jetzt des zweite eine andere Moll Skala als sonst oder ... ich komm net klar^^. die Dur is ja klar soweit bin ich ja allemal nur wo is dann der unterschied zwischen harmonic und icht harmonic??? des mit dem pentatonic hab ich ja mittlerweile gerafft des heißt ja soweit ich weis nun das vom grundton (c) nur 5 töne weiter folgen und dann wieder der grundton oktaviert kommt?? richitg??^^

    und ist jetzt pentatonic moll oder dur?? oder eine linienlose skala die einfach so klingt wie man sie eben einsetzt und auf welchen akkorden sie aufbaut????

    thx lg
     
  15. Kubi

    Kubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.08   #15
    richtiiiig...;)
     
  16. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 17.03.08   #16
    Maj wird für "Dur" oder für die "große" 7 (Septime) verwendet.

    Richtig. Zu deutsch "harmonisch Moll". Das ist eine Molltonleiter mit erhöhter Septime.

    Richtig. Die Note heißt ja auch wieder gleich

    Pentatonik ist ein allgemeiner Begriff für eine eine 5-Ton-Skale.

    Zwei bestimmte Pentatoniken werden bei uns recht häufig eingesetzt, die Dur-Pentatonik und die Moll-Pentatonik. Charakteristisch sind die fehlenden Halbtonschritte. Die Moll-Pentatonik ist eigentlich nur ein anderer Modus der Dur-Pentatonik.
    C-Dur-Pentatonik = c d e g a .= 1 . 2 . 3 . 5 . 6
    A-Moll-Pentatonik = a c d e g = 1 . b3 . 4 . 5 . b7​
    Der Grundton macht den Klangunterschied. Alle Töne werden immer in Relation zum Grundton gehört. Je nach Grundton klingt es nach A-moll oder C-Dur.

    Wählt man einen der anderen Töne als Grundton (d, e oder g), erhält man Pentatoniken, die weder nach Dur noch nach Moll klingen, da ihnen die Terz bzw. die Quinte fehlt.

    Es gibt übrigens noch weitere Pentatoniken, wie z.B. Kumoi: Intervalle 1 2 b3 5 6. Diese ließe sich auch gut über einen Blues einsetzen... Sie enthält aber einen Halbtonschritt.

    Gruß
     
  17. Rickman

    Rickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.08   #17
    und was ist jetzt dann mit den harmonic zeug?? ändert des irgentwas!!!

    p.s. danke fürs verständlich machen von dem pentatonic zeugs!! ;-)
     
  18. Rickman

    Rickman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.08   #18
    also zunächst mal... kannste glaub ich den 17 beitrag von mir löschen bin noch net so fitt in dem forum!!
    naja also soweit ich jetzt verstanden hab ist dann

    * Major der begriff für eine (deutsche) Dur Skala oder eine Skala mit großer septime?!?!

    * Harmonic ist dann eine (deutsche) Moll Skala mit erhöhter Septime!!
    aber wieso heißt es dann nicht nicht Minor (für Moll) und dann +7 oder sowas?

    * gibts dann auch ne Harmonic Major oder ist Major dann immer der einzige Begriff??
    also wie seh ich denn den unterschied (am namen) ob es eine normale dur ist oder eine mit großer septime??

    * Ich glaub bei den Pentatonicen steig ich langsam durch also es gibt schon Dur und Moll pentatonicen die haben ja dann geschlecht!! aber es gibt dann auch die Blue-Pentatonic die dann soweit ich von den anderen leuten mitbekommen hab Geschlechtlos ist und auf dem rest aufbauen muss?? Nur gibt es dann Auch eine Blues Dur/Moll
    also eine normale mit 7 folgenden Intervallen???


    lg. rick

    p.s. danke fürs ausführen oben!!
     
  19. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.03.08   #19
    Hallöle!

    Na, die Fragen werden ja immer mehr ... da kann ich Dir empfehlen:
    1) Schau (mal wieder) under den "sticky threads" ganz oben nach. Erster Eintrag: Harmonielehre. Da gibt's Links und viel zu lesen.

    2) Wenn Du soviele Fragen hast und neugierig bist, kann ich Dir den Erwerb einer Jazz-Harmonielehre sehr ans herz legen. Ich bin mit der vom Sikora gut gefehren, YMMV.

    Zu Deinen letzten konkreten Fragen:
    Major: Der begriff ist im Englischen überladen. "C Major" meint "C Dur" und "major 7" ist die große Septime. Ob "major" jetzt ein Tongeschlecht bezeichnet oder Intervall näher bestimmt ergibt sich aus dem Kontext.

    Harmonic:
    Der begriff "harmonisch" heisst aus historischen Gründen so. Im Prinzip ist das wohl so: Bei der konstruktion der Moll-Kadenz ergibt sich das problem, daß man die vierte Stufe in Moll haben möchte, die fünfte Stufe aber in Dur, damit man den Leitton hat. Das führt dann in A moll zu:
    A H C D E F Gis A
    Damit hat man harmonisch korrekt I. Stufe in Moll (A C E), IV. Stufe in Moll (D F A) und V. Stufe in Dur (E Gis H, Gis ist der leitton) untergebracht. So trommelt denn und jubiliert!

    Aber: Melodisch gesehen wurde der 1 1/2-Ton Sprung vom f zum Gis als unschön empfunden. Lösung eine weitere Moll-Skala, das Melodisch-Moll. Man macht den Akkord zur vierten Stufe zu Dur und hat dann:
    A H C D E Fis Gis A
    Abwärts nehmen die Klassiker dann F und G statt Fis und Gis. jazzer meinen mit melodisch Moll grundsätzlich die Skala, die in der Klassik melodisch moll aufwärts entspricht.

    (Dann gibt's noch dorisch (IV. Stufenakkord Dur, V. Stufenakkord Moll)
    A H C D E Fis G A
    und aeolisch
    A H C D E F G A)


    "Harmonic Major": Den Begriff gibbet nich. Bei Dur hat man diese "Kontruktionsprobleme" nicht. Die herkömmliche Durskala hat im Sinne von Harmonie (alle Kadenzakkorde in Dur, Leitton vorhanden) und Melodie (keine 1 1/2-Tonsprünge) keinen Überarbeitungsbedarf. Moll ist einfach komplizierter als Dur.


    Aber - wie gesagt: schau mal in die Links, kauf Dir ein gutes Buch, ich werde bestimmt nicht den nach und nach die Essenz des Sikora als Postings hier in diesem Thread verfassen ... :-)

    Grüße
    Roland
     
  20. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 18.03.08   #20
    Ich würde nicht so streng unterscheiden. Dur-Pentatonik enthält einfach vom Grundton aus den Dur-Dreiklang, Moll-Pentatonik den Moll-Dreiklang. Wie du die Pentatonik einsetzt, ist dir überlassen.
    Im Blues spielt man einfach Moll-Pentatonik über Dur oder Dominant-Septakkorde. Die beiden von Dur abweichenden Töne (b3 und b7) werden dann blue notes genannt. Wird jetzt noch die blue note b5 hinzugefügt, erhält man die typische Blues-Skala.

    Der typische Blues-Klang entsteht durch das Zusammentreffen von Moll-Terz (Melodie) und Dur-Terz (Akkord). Dur-Pentatonik wird deshalb weniger spannend klingen, da hier diese Reibung fehlt.

    Gruß
     
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