Tremar
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Bis jetzt hat man mich jedenfalls leben lassen - Danke allerseits dafür! 
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Das "h" im ersten Takt wird meines Erachtens aber nicht als harmonierelevanter Ton gespielt, sondern als Teil der Melodie bzw. eines Motivs, das in Takt 5 auf Fmaj7 mit einem "gis" wiederholt wird.Solar von Miles ist in Cm, aber mit maj7, bei vielen anderen Stücken würde ich eher eine große Sexte bevorzugen
Genau deswegen finde ich gehört unter so ein Statement:sehe ich sie in der Musizierpraxis einer auf Dur/Moll-Tonalität ausgerichteten Stilistik als eine statthafte Eselsbrücke an.
„C-Dur IST A-Moll!“
Das ist FALSCH!
Aber das griechische Zeug – sind das nicht die Kirchentonarten..? Jein. Man ist versucht, das zu behaupten, weil "heute" eigentlich kein wirklich entscheidender Unterschied mehr offensichtlich ist. Aber die KTA sind ursprünglich melodisch (sozusagen "einstimmig") definiert gewesen. Die Modi, wie sie heute verstanden und genutzt werden, sind harmonisch ("mehrstimmig") definiert. Tonvorrat und Intervalle sind aber tatsächlich identisch - für DIESEN Anwendungszweck hier sagen wir daher: KTA "=" Modus.
„A‑Moll? Das ist doch dasselbe wie C‑Dur!“. Wenn auch (wörtlich genommen) die Antwort klar ist (Nein)
Der Tonvorrat ist beispielsweise gleich. Auch A‑Moll besteht aus den Tönen C-D-E-F-G-A-B.
Weil sie aus den Skalentönen gebildet werden, sind auch die Dreiklänge von C‑Dur und A‑Moll die gleichen: C (CEG), d (DFA), e (EGB), F (FAC), G (GBD), a (ACE), b (BDF), bzw. vom Grundton A aus a, b, C, d, e, F, G. Der b‑Akkord ist dabei vermindert ('diminished'); d. h., er besteht aus zwei kleinen Terzen: B-->D=3S, D-->F=3S. Das macht das „Gelbe“ dieses Akkords aus.
„Gefährlich“ wird es bei der Aussage, was GENAU es denn IST, das „gleich“ ist, zwischen C‑Ionisch und A‑Äolisch, D‑Dorisch, E‑Phrygisch, etc.. Auf jeden Fall DAZU gehört das „Setup“; quasi die Voreinstellung, die „Kalibrierung“ des Griffbretts mit den „erlaubten“ Tönen, die Dreiklänge, all das. Weit mehr jedenfalls, als nur sieben Murmeln mit den Namen A, B, C, D, E, F und G!
Gegenüber Ionisch sind in den Modi einzelne Stufen entweder erhöht (Lydian, mit der charakteristischen, übermäßigen („lydischen“) Quarte (#4)), oder abgesenkt (b7/3/6/2/5).
Zu „Dur“ und „Moll“: Sie bezeichnen zum einen das Geschlecht; in diesem Sinne sind Dorian, Phrygian und Aeolian sämtlich Moll-Tonarten. Ionian, Lydian und Mixolydian sind entsprechend Dur‑Tonarten. Die Diskussion um Locrian will ich nicht führen, in meinen Augen ist Locrian eine Moll-Tonart.
usw.Alles, was sich tonal abspielt, spielt sich in RELATION zu ihm ab. Mit anderen Worten, entscheidend ist die FUNKTION der Töne und der für den jeweiligen Modus charakteristischen Intervalle.
Genau das denke ich eben nicht.Hhmmhh - also Vieles von alldem steht da eigentlich, dachte ich...![]()
So empfinde ich das auch.Heißt, da sind 4 "Lücken", das lässt sich mit Skalen F-Lydisch, F-Ionisch und F-Mixolydisch "auffüllen". Alles davon hat Durcharakter, aber es sind eben verschiedene Farben.
Das bringt es auf den Punkt, finde ich.Modi aka Kirchen>tonarten< sind in unserem heutigen modernen Gitarristengebrauch primär KEINE Tonarten, sondern eher Beschreibungen melodischer Elemente (also Melodielienien, Tonarten hingegen beschreiben einen Kosmos aus vor allem >harmonischen< Zusammenhängen) - also lass dich nicht davon verwirren, wenn du wo liest "Da spiele ich mixo" - damit ist eine konkrete "Sammlung" an Tönen an einer konkreten Stelle gemeint, nicht mehr und nicht weniger.
Auch das gehört zur Erklärung. Und ich denke, da hat jeder einige von diesen Eselsbrücken.statthafte Eselsbrücke
Ja, das würde ich. Aber ich entwickle nicht den Ehrgeiz, dich da überzeugen zu wollen. Wenn mir das bisher nicht gelungen ist, habe ich da wohl eher keine Chance.oder würdest du dieser Aussage widersprechen?
Den einen Versuch mache ich noch (das zuletzt Zitierte war ja anscheinend nicht hinreichend):Wo hast du was in der Art geschrieben?
Als Solisten nehmen wir uns zu wichtig, wenn wir glauben, wir ändern gleich die ganze Tonart des Stücks, indem wir ein paar As über Cs solieren. Die Akkordfolge, die der Komponist wählt, spielt mit dem Aufbau und der Auflösung von harmonischen Spannungen. DARAUS ergibt sich der Modus und damit der „Charakter“ des Stücks („Phrygisch klingt irgendwie spanisch…“, u. ä.).
Spätestens nach dieser Aussage: Definitiv.Ja, das würde ich. Aber ich entwickle nicht den Ehrgeiz, dich da überzeugen zu wollen. Wenn mir das bisher nicht gelungen ist, habe ich da wohl eher keine Chance.
Warum stellst du das dann nicht ins Git-Forum?Wer zu denjenigen Gitarristinnen und Gitarristen gehört, die begonnen haben,....
Was ist denn "das Thema"?Ich finde es ist ein schöner (und auch gelungener) Versuch das Thema kompakt und verständlich aufzubereiten.
Dann klingts wie @B.B. bereits angemerkt hat nach einer großen Sexte zu einem >Dur<Akkord und ist von der Klangfarbe aeolisch (einer >Mollfarbe<) ziemlich weit entfernt. Wiezumhenkersollohneeinemmollakkorddairendwieirgendwasaeolischklingen???Betone ich z. B. relativ konsequent den Ton A über einem C‑Akkord, habe ich größere Chancen, dass sich zumindest dieser Abschnitt des Stücks äolisch anhört.

Das würde ich anders sehen.Betone ich z. B. relativ konsequent den Ton A über einem C‑Akkord, habe ich größere Chancen, dass sich zumindest dieser Abschnitt des Stücks äolisch anhört. GRUNDSÄTZLICH ist es aber so, dass der „Hintergrund“ den Modus vorgibt. Als Solisten nehmen wir uns zu wichtig, wenn wir glauben, wir ändern gleich die ganze Tonart des Stücks, indem wir ein paar As über Cs solieren.
Der Vermittlung der Grundlagen widmen sich mehrere Websites, vermutlich alle Sachverhalte zu musiktheoretischen Grundlagen sind aber auch über Stichworte bei Wikipedia und die Suchfunktion im Board auffindbar.Wenn Dir ein "Grundlagenwerk" im Forum fehlt, müsste man vielleicht eine Art Struktur aka Inhaltsverzeichnis machen und die Themen dann abarbeiten.
Oder aber mit Youtube, ein Rat von mir, der bei einigen- wahrscheinlich den meisten hier mitlesenden- auf Ablehnung stößt.Wer geordnete Darstellungen sucht, ist mit der einführenden Fachliteratur besser beraten
Bei mir nicht, ich habe schon etliche (subjektiv) interessante wie lehrreiche YT Videos gesehen.ein Rat von mir, der bei einigen- wahrscheinlich den meisten hier mitlesenden- auf Ablehnung stößt.

Was ist daran falsch?"By staying in C (!) but treating the third tone as our tonal center, we should achieve a phrygian sound"
"Tonal center" ist im Englischen der Begriff für den Grundtonbezug, Beispiel:Was ist ein "Tonal Center" ... die Mitte?
Tonality refers to an organized system of tones (e.g., the tones of a major or minor scale) in which one tone (the tonic) becomes the central point to which the remaining tones are related. In tonality, the tonic (tonal center) is the tone of complete relaxation, the target toward which other tones lead.
Bruce Benward & Marilyn Saker: Music in Theory And Practice Vol. 1, p. 39. Boston 2008 (8th ed.).
Ist mir schon klar, nur war dieses Video von @abolesco als gutes Beispiel für Einsteiger ins Thema hier im Forum genannt. Für englische Muttersprachler passt das mit dem tonal center natürlich besser,"Tonal center" ist im Englischen der Begriff für den Grundtonbezug, Beispiel:
...
Im Video ist offenbar gemeint, das Tonmaterial von C-Dur mit Bezug auf den Grundton "e" zu spielen.
Nichts gegen das Video an sich, das kam vielleicht falsch rüber.Das in Post #33 verlinkte Video finde ich durchaus unterhaltsam, es bringt auch einige verwertbare Informationen.
Ja, das ist richtig so.Die Klimper-Töne der C-Dur/a-Moll- Tonleiter über e als Grundton (das e meint er mit tonal center, am Ende dieses Abschnitts wird ja das e auch stakkatoartig darunter abgespielt) ergibt doch die (e-) phrygische Tonalität, oder etwa nicht?
Ich hab es dank ihm verstanden. Das schrieb ich nun schon mehrmals. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht wieso du dich über das "Staying in C" mokkierst, denn es ist zu sehen und zu hören was er meint.Nur denke ich nicht, dass ein Anfänger daraus versteht, was es mit den Modi auf sich hat und vor allem wofür und wie man sie verwenden kann.