Ideen für die musikalische Weiterentwicklung eines 11-Jährigen (Klavier, Keyboard)

  • Ersteller new_Principle
  • Erstellt am
N
new_Principle
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
09.04.14
Registriert
17.01.11
Beiträge
136
Kekse
0
Hallo,
mein Sohn bekommt seit 6 Jahren klassischen Klavierunterricht und ist 11 Jahre alt. Nach guten Fortschritten in den ersten vier Jahren wird es jetzt immer zäher. Seine Klavierlehrerin ist gut/klassisch ausgebildet und veranstaltet auch Auftritte, die ihm in den ersten Jahren viel Spass und Motivation mit auf den Weg gegeben haben.

Auch ein Wechsel von klassischen Stücken zu mehr Jazz- und Pop-orientierten Stücken hat nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Dazu muss man sagen, dass der Unterrischt auch weiter auf dem klassischen Ansatz beruht - Noten lesen, Fingesatz einhalten, Zählen. Es wird nicht primär aus dem Gefühl heraus gespielt, sondern das, was auf den Noten steht.

Ich fände es sehr schade, wenn er jetzt einfach aufhören würde. Seine technischen Fertigkeiten gerade seiner linken Hand sind wahrscheinlich besser als meine eigenen.

Einen Teil seiner Übungseinheiten absolviert er jetzt an einem Keyboard. Nachdem er anfangs brav den Klaviersound verwendet hat, spilet er nun mit anderen Sounds rum, ändert seine Spielweise aber nicht (er spielt, als ob es ein Klaviersound wäre).

Ich hatte schon die Idee, dass wir mal ab und zu zusammen spielen, sozusagen als Keyboad-Duo. Dazu müssten wir dann Noten haben und er könnte Melodie und Begleitung spielen und ich Bass und ? Ich bin da aber gerade etwas vorsichtig, weil nicht auszuschliessen ist, dass er eben nicht das machen möchte, was sein Papa macht. Das könnte sein Interesse nochmal reduzieren.

Einen Drang, eigene Musik zu machen oder gar mit ein paar Gleichaltrigen eine Band zu gründen ist nicht zu erkennen, dafür ist es wohl viel zu früh.

Hat jemand von Euch Ideen dazu?

Gruß
Uli
 
Eigenschaft
 
Bei mir war es damals so, dass ich mir einen zweiten Lehrer zusätzlich gesucht habe als meine Lust am Klavier nachgelassen hat, da war ich 12 oder 13. Bei dem 'Neuen' habe ich dann Jazz- und Rockpiano gelernt, gleich ohne Noten und mit Akkordsymbolen und Skalen. Allerdings nicht mit Trockenübungen und Theoriebüffeln, sondern einerseits anhand von Stücken, die ich kannte und gut fand und andererseits an einfachsten Jazz- und Bluesstandards. Es ging dann mehr so: welche Töne gefallen dir dazu? Warum klingt das gut? und DANN kam erst die theoretische Erklärung. Didaktisch ein guter Ansatzpunkt und sehr zielführend ... zumindest bei mir. Die Mischung beider Unterrichtsstile hat mich letztendlich vor dem Aufhören bewahrt.

Grüße vom HammondToby
 
Hmmm schwierige Frage. Gerade aufgrund des relativ geringen Alters. Die Richtung vom Tobi würde ich jedenfalls auch gehen (zweiter Lehrer) aber das ist natürlich auch eine Kostenfrage.
Spontan hätte ich gesagt, ein Piano-Part in einer Bigband o.Ä. wäre bestimmt auch eine gute Zwischenstation, da dort ja die Sachen meist sehr deutlich ausnotiert sind, es aber trotzdem keine klassik ist. Nur könnte ich mir vorstellen, dass man da beim Anblick eines 11-jährigen nicht gerade begeistert sein wird. (zwecks Abendproben/Auftritte usw.)
Gibt es evtl. eine Schul(big)-Band in der er seine ersten Erfahrungen in diese Richtung machen könnte ? Das wäre bestimmt kein schlechter Anfang.
Meine Tochter ist 10 und lernt seit 2 Jahren Klavier. Sie wechselt jetzt die Schule und beginnt dort in einer Bläserklasse, d.h. jedes Kind lernt da ein Blasintrument.
Bin mal gespannt was dabei rauskommt....

ciao

bluebox
 
Hallo HammondToby und bluebox,
danke für Eure Antworten.

@HammondToby:
-Warum findest Du es hilfreich, zwei Lehrer zu haben? Ein "Neuer" sollte doch den gewünschten Effekt haben, oder?
- Wie hast Du denn so einen Lehrer gefunden?

@bluebox: Ja, irgendeine Formation könnte es sein, muss mich an der Schule mal umhören.

Gruß
Uli
 
Hallo Uli, sinnvoll ist es deshalb, weil sie diese Lehrer ideal ergänzt haben. Der eine konnte mir Klassik unterrichten, gab aber zu, dass er Jazz und Rock nicht unterrichten kann, so lange keine Noten involviert sind und der andere konnte mir klassische Interpretationsmöglichkeiten nicht so gut unterrichten. Toll ist, dass ich dadurch beide Arten Musik zu machen, parallel betreiben konnte. Das habe ich 5 Jahre praktiziert und ab dem dritten Jahr hab ich das dann vom selbst verdienten Geld zahlen müssen, das war's mir aber wert!

Gefunden hatte ich den eigentlich durch ein einfaches Manöver: ich war an einer öffentlichen Musikschule (klassisch) und hatte den anderen Unterricht an einer privaten. Bei der Privaten habe ich erst mal Probestunden genommen und mich dann für einen der Lehrer entschieden, das war aber auch ein Glücksgriff, weil der Junge gut war, immer noch gut ist und super unterrichten konnte. Er war aber auch nicht der einzige Keyboarder an der Schule, fand ihn aber auf Anhieb sympathisch und bin bei ihm geblieben.

Grüße vom HammondToby
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben