Keyboard für Melodic Death Metall

von SuperSkunk, 09.02.08.

  1. SuperSkunk

    SuperSkunk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #1
    Hi Leute,

    meine Band und ich spielen Metallcore/Melodic Death Metal. Unsere Musik hat starke Einflüsse von "Children of Bodom". Zurzeit suchen wir einen Keyboarder. Ein guter Freund von mir würde gern bei uns mitspielen, ist sich aber noch nicht sicher, ob er sich für uns entscheiden soll, da er bezüglich Keyboard auch nicht so die Ahnung hat :) Es soll hauptsächlich live gespielt werden. Wir wollten wissen was man außer das Instrument man noch benötigt?? (Verstärker, Boxen???)
    Er wollte außerdem wissen was dabei besser ist, ein Keyboard oder Synthi? Wo bekommt man die passenden Samples her. Und könnt ihr ein gutes "Keyboard" empfehlen(200-300 Okken)???

    Ich danke euch für eure Tipps.
    Grüße
     
  2. WeepingElf

    WeepingElf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.08   #2
    Hier ist definitiv ein Synthesizer angesagt. Warum? Weil er fürs gleiche Geld mehr an Klangmöglichkeiten bietet als ein Portable Keyboard. Letzteres hat dafür Dinge, die ein Rockmusiker ohnehin nicht braucht. Zum einen sind das Lautsprecher im Keyboard selbst - in einer Rockband spielt man über die Gesangsanlage oder sonstwie über einen externen Verstärker, also sind die Lautsprecher eigentlich nur totes Gewicht. Zum anderen die Begleitautomatik, dafür gibt es in der genannten Musikrichtung keinerlei Verwendung, die ist überflüssig wie ein Kropf.
     
  3. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.08   #3
    Hey,

    super! Danke dir für deine Antwort.
    Jetzt hat sich eine Frage schon geklärt :) hab jetzt schon mal nach synthis geschaut .
    Da haben sich gleich die nächsten Fragen aufgetan :) Bin auf einige Begriffe gestoßen mit denen ich nicht so richtig was anzufangen weiss :) Bin halt echt neu auf diesem Gebiet :(
    Wo liegen die Unterschiede zwischen einem analogen und einem digitalem Synthi?
    Und welcher ist besser für die oben genannte Musikrichtung?
    Desweiteren bin ich über die Begriffe Hardware- und Audiosynthi gestolpert ?
    Worin besteht da wieder der Unterschied, wenn ich mir die Synthis verscheidener Hersteller anschau, dann steht dort alles nur im Fachchinesisch ...

    Danke dir nochmal, wäre cool wenn du mir nochmal helfen köntest
    Gruß
     
  4. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.08   #4
    und was eignet sich besser workstation oder synth???
    wenn ichs richtig verstanden habe wird bei einer workstation nur ein "sample" abgespielt, welchen man dan nur "modifizieren" kann. Wobei hingegebn ein richtiger synth den Ton selbst erzeugt???
    Wusste ja nicht das dieses Gebiet so weitreichend ist ;)

    Danke nochmal für eure Tipps
     
  5. WeepingElf

    WeepingElf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.08   #5
    Nun, ich will mal versuchen, das zu erklären. Es gibt sicher Leute hier, die besser Bescheid wissen.

    Der Unterschied zwischen analogem und digitalem Synthesizer liegt in der Art der Signalverarbeitung (analog = kontinuierlich veränderliche elektrische Spannungen, digital = binär codierte Größen; vergleiche Vinyl vs. CD). Beides hat sein Für und Wider, aber für einen Rock- oder Metal-Keyboarder ist ein Digitalsynth besser geeignet. Digitalsynthesizer arbeiten meistens mit Samples als Grundlage, die man aber noch beeinflussen kann (u. a. mit diversen Effekten), bieten bei vergleichbarer Preiskategorie mehr Polyphonie (mehr Töne gleichzeitig spielbar) und mehr von den gängigen Keyboardsounds. Da bekommt man schon für 500 Euro was Brauchbares (wie zum Beispiel den Roland Juno-D). Analogsynths sind eher was für Spezialisten, man kann mehr an Klangparametern wie z. B. Filtern drehen, aber weniger gut etwa Klavier- oder Hammondsounds nachbilden, und sie sind auch zumeist ziemlich teuer. Eine Workstation ist ein Synthesizer (in der Regel digital) mit Zusatzfunktionen wie Sequencer und diversen Speicherungsmöglichkeiten, was alles seinen Preis hat und ein Einsteiger, der in einer Rockband spielen will, auch nicht unbedingt braucht.
     
  6. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.02.08   #6
    Dann schreib ich wohl auch nochmal ein paar Dinge dazu :)

    Grundsätzlich ist der Unterschied zwischen Analog- und Digitalsynthesizer erstmal nur, dass der eine den Klang eben aus verschiedenen verschalteten analogen Bausteinen erzeugt, während ein Digitalsynthesizer normalerweise die gesamte Klangerzeugung "virtuell" über einen Prozessor laufen lässt.
    Heutige Synthesizer sind fast alle digital, analoge werden kaum noch gebaut und sind in der Regel Intrumente für Liebhaber und/oder Puristen. Warum? Weil sie beim heutigen Stand der Technik nicht mehr viel schlechter klingen als bestimmte Digitalsynthesizer (die sogenannten "virtuell analogen" - das sind technisch gesehen Digitalsynths, die aber versuchen, den Klang und die Bedienung eines analogen zu simulieren), aber dafür sehr viel weniger können. Wie WeepingElf schon sagte: Pianos u.ä. sind mit einem analogen kaum machbar.
    Das können dann die digitalen besser, da sie eben Samples benutzen können (was sie nicht zwingend müssen, aber die meisten nicht-virtuell analogen tun das).

    Workstation hat WeepingElf auch schon ganz gut erklärt, aber um es nochmal etwas zu vervollständigen: Der Sinn der Aktion ist es, in einem einzigen Gerät Musik produzieren zu können. Deshalb ist ein Digitalsynth drin, der mit einer möglichst großen Auswahl an Samples gefüttert wird (also vom Piano über Epianos und Orgeln bis zum Symphonieorchester ist normalerweise alles drin), aber eben auch große Bearbeitungsmöglichkeiten bietet. Damit kann man alle erdenklichen Sounds erzeugen.
    Die kann man dann im Sequencer aufnehmen und so einen ganzen Song zusammenschneiden (wenn man das nicht lieber am Computer macht).
    Außerdem ist es häufig so, dass Workstations einen Sampler bieten (mit dem du selbst Samples erstellen und einbinden kannst) und dazu eine große Effekt-Sektion, um die Sounds angemessen zu verfeinern.
    Leider ist es so, dass die meisten Hersteller ihre Top-Sounds nur in Workstations verbauen, aber keine reinen Synthesizer anbieten, die die Produktionsmerkmale (Sequencer) nicht haben. Das ist der Grund, warum man als Live-/Bandkeyboarder immer einige überflüssige Features bezahlen muss.
    Umgehen lässt sich das aber leider nicht, denn wenn man eine gewisse Qualität haben möchte, gibt es eben nur noch Workstations auf dem Markt - oder Spezialisten, die nur einen sehr kleinen Bereich von Sounds abdecken.

    Zum Thema Hardware- oder NichtHardware-Synth: Es gibt sowas mittlerweile auch als Software, die man eben am Computer einsetzen kann. Viel billiger ist das aber nicht, denn man benötigt zusätzlich auch noch entsprechende Hardware, also schneller Rechner, sehr gute Soundkarte usw., und wenn man auf die Bühne will, noch die ensprechenden Schutzteile, Case usw.
    Ob man Software oder Hardware benutzt ist im Endeffekt Geschmackssache.

    Naja, und bei den Unterschieden zwischen den Herstellern hast du ein gutes Thema angesprochen: Wo liegen die eigentlich? Überall und nirgendwo, irgendwie.
    Die meisten Sounds kann man aus jedem Synthesizer rausholen, egal von welcher Marke.
    Wenns allerdings um nicht-synthetische Sounds geht, kommts unter Umständen auf das Grundsample an, auf dem man aufbaut. Und die Unterscheiden sich zwischen den Herstellern schon teilweise. Aber auch das ist Geschmackssache, da muss man einfach das Gerät finden, was einem am Besten gefällt.
    Aber auch die Bedienung z.B. kann ein großer Faktor sein, denn die unterscheidet sich meist sogar stark. Es gibt da bei jeder Firma ein gewisses Konzept, und auch da muss man eben das finden, mit dem man am Besten klar kommt.
    Was die Features angeht gibt es meist kaum Unterschiede - aber das sollte man natürlich trotzdem prüfen, wenn man irgendwas bestimmtes haben will ;)


    Aber nochmal was grundsätzliches zu deiner Frage:
    Du schreibst, dass ein Kumpel mitspielen will, aber keine Ahnung von Keyboards hat. Ich weiß natürlich nicht, welches Niveau ihr so spielt und auch nicht, ob er zumindest schon Klavier spielt, aber gebt euch nicht dem (speziell unter Gitarristen - sorry!) weit verbreiteten Irrglauben hin, man könnte "mal eben so" Keyboard spielen - auch das ist ein Instrument, was erstmal gespielt werden will. Und wenn es zu allem Überfluss auch noch ein Synthesizer ist (den ihr für eure Zwecke auf jeden Fall braucht), dann will er sogar noch bedient, nicht bloß gespielt werden.
    Das solltet ihr nicht unterschätzen...
     
  7. dunkelelf

    dunkelelf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.08   #7
    Hi..

    für Meldoic Deaht ala Bodom möchte ich euch einfach mal ein gebrauchtes KORG M1 ans Herz legen. Sounds dafür sind massenweise im netz. Editoren auch. Und das ding ist Druckvoll und für die art der Musik hat es genau den richtigen Sound...

    Allerdings bin ich auch etwas verwirrt. Bodom ist technisch extrem anspruchsvoll. Euer Keyboarder sollte also schon ne weile spielen und fingerfertig sein.

    Grüße
    Christian

    P.s: Wo kommt ihr denn her? Vllt hab ich ja noch ein bissl zeit im Kalender. Ist ne PA vorhanden?
     
  8. waldorfer

    waldorfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.08   #8
    Also die Erklärungen waren schon super.
    Man kann das Ganze noch mal so zusammenfassen / ergänzen.

    Analog Synth = Analog Synth. Komplette analoge Klangerzeugung.

    Hybrid Synth - analoge Klangerzeugung + digitale. Waldorf PPG gehört z. B. dazu. Also man hat sowohl digitale als auch analoge Bestandteile im einem Synth.
    Ein Synth der digitale Speicherfunktionen hat oder Hüllkurven bzw. Modulationen die digital erzeugt werden, gilt trotzdem als Analog. Hybrid ist er nur, wenn digitale Bestandteile im Audiosignal sind. Was beim PPG aufgrund der digitalen Wavetables ( in dem Fall Osc. ) die ausgelesen werden, der Fall ist. Während der Rest, Filter usw. analoger Natur sind.

    Digital sind erst mal alle anderen.

    VA = digitale Nachbildung der Analogen Synth
    FM und Additive = digitaler Synth. Z.B. DX7 und K 5000. Da werden eben nicht versucht analoge Vorbilder zu simulieren, sondern digitale Techniken eingesetzt, um spezielle Synthesen zu erzeugen, die in der Analogtechnik fast nicht machbar, oder nur mit erheblichen Aufwand zu realisieren wären, den keiner bezahlen könnte.
    Sampler = digitales Abbild ( Fotografie ) eines Klangmoments, welches man selber aufnehmen kann.
    Rompler = das gleiche nur mit fest eingebrannten Wellenformen.

    Weiter gibt's es dann noch.
    Wavetable Synthese - aktueller Virus und neuere Waldorfprodukte z.B.
    Die gelten dann nicht mehr als Hybrid, weil auch alles andere inzwischen digitalisiert wurde.
    Hier werden Tabellen ausgelesen.

    Wavesequencing - Korg Wavestation - mehrere Sample Schnipsel werden aneinandergehängt. Ensoniq Fizmo oder ASR können das auch. Hier nennt sich das dann Transwave - ist nichts Anstößiges :) - die Technik ist etwas anders, aber mit gleichem klanglichen Effekt.

    PM - Physical Modeling - sagt man wenn digital versucht wird Naturinstrumente nachzuahmen. Also so wie VA nur mit anderem Ziel.

    Graintable - Samples werden in kleine Stücke zerhackt und lassen sich so dehnen, stauchen oder einfrieren.

    Und noch einige andere.......

    Digitale Klangerzeugung die keinen Vorbilder simulieren will, nimmt man den Klang am wenigsten übel. Die klingen Digital und spielen diese technischen Stärken aus.
    VAs sind immer noch nicht ganz am Original, weswegen es immer noch Analoge Synth gibt.
    Für Puristen oder Leute mit sehr feinem Gehör oder Sammler immer noch eine Daseinsberichtigung

    Synth sind heute wie gesagt fast alle digital. Entweder VA, FM oder andere Synthesen.
    Workstation vereinigt meist Sampler oder feste Fotographien welche im ROM schlummern ( Rompler ), mit Produktionseigenschaften ( Sequ. Effekte, usw.)
    Selten eben Spezialisten wie VA, oder FM, usw.

    So genug der Krümelkackerei :)
    Wichtig wäre auf jeden Fall - möglichst schnelle Hüllkurven. Je knackiger der Sound kommt desto besser. Wenn er etwas nach Plastik klingt, macht das weniger. Rompler wie M1 gehen da sehr gut. Der Sound setzt sich durch und durch Attacksamples kann man sehr gut eine gewisse Geschwindigkeit vortäuschen. Bei 200-300 Euro wäre das für jemand Unerfahrenen wirklich eine gute Wahl. Die ist nicht schwer zu bedienen.
     
  9. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.08   #9
    Hey Leute,

    ich danke euch für diesen ganzen Tipps !!!! Hat mir bzw. uns sehr viel geholfen :)
    Was das Niveau unserer Band angeht :) also ich find die Musik die wir machen gut.
    Wir suchen jetzt nicht den Profi ;) Deswegen finden wir die Idee mit meinem Kumpel gut.
    Er hat früher Bass gespielt und ist jetzt nicht das musikalische "Embryo", also wird das schon klappen ! Ist jetzt auch nicht so das wir gleich einen wollen der alles kann!
    Das soll sich erst alles mal einspielen. Mal schauen ;)

    Danke euch nochmal !!!
    Grüße
     
  10. perfectblend

    perfectblend Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.08   #10
    Moin,

    ich spiel' ein Korg X5. Sehr viele Möglichkeiten, mittlerweile moderat im Preis, und Größe / Gewicht eignen sich hervorragend für den Bühneneinsatz.
     
  11. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.08   #11
    Hi nochmal ich.

    @mroehrich ist das nen Korg X5 oder nen Korg X5D???

    Ich hab mit nem Korg M1 geliebäugelt! Soll sehr umfangreich sein. Aber das einzige was mich abschreckt ist das Alter. Ist ja nun doch schon etwas in die Jahre gekommen der M1. Ist dieser trotzdem zu empfehlen?
    Auch der Korg X5D ist mit einer Favoriten. Welchen würdet ihr einem Anfänger eher empfehlen???

    Und was ist nun genau die Grundlage des Synthi spielens???
    Da ich mir das Synthi spielen im Selbststudium beibringen möchte(ein Musiklehrer ist einfach zu teuer)
    habe ich nach guter Literatur gesucht. Hab auch schon einiges gefunden. Bin jetzt aber ein bisschen verwirrt...
    Es gibt sowohl Literatur für Synthis, aber auch Literatur für Keyboards???
    Was ist jetzt die genaue Grundlage um Synthi zu spielen? Das Keyboard/Klavier ???
    Wenn ihr mir gute Literatur empfehlen könnt, immer her mit Tipps.

    Danke euch noma!!
     
  12. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.08   #12
    Hier mal der Fragebogen zur Kaufberatung.

    Grüße
     

    Anhänge:

  13. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.08   #13
    Hallo!
    Vergiss die M1 - sie ist weder besonders "fett", noch "umfangreich" noch sonst irgendwie beeindruckend aus heutiger Sicht (schnelle Hüllkurven, warmen oder ausgewogenen Grundsound sowie hochwertige Grundsamples findest du dort nicht).
    Da sie damals (1988) ein Meilenstein war, gilt sie bis heute für eine bestimmte Klientel als Kultgerät, vor allem für die, die sie nur vom Hörensagen kennen - daher ist das Teil vergleichsweise überteuert. Nicht daß das Gerät schlecht wäre (war damals zuerst mein Traumteil, dann mein erster Synth), aber für das Geld kriegst du definitiv besseres.
    Da wären z.B.:

    - Korg T3 (im Prinzip eine M1, bloß doppeltes WaveRom und Klangspeicher, damals ca. 6000 Mark schwer, heute in der Regel gleichbillig wie M1 oder weniger.. ist halt weniger bekannt)

    - Korg 01/W: nächste Generation, wesentlich mehr und bessere Sounds. Auch heute noch brauchbar
    - Korg X3 / X2 / X5 / N364 / N264: alles 01/W-Ableger, gleiche Klangqualität, etwas weniger Synthese-Features
    - Korg Trinity: Urahn der nachfolgenden Triton-Generationen: wieder qualitativ ein ganz anderer Schnack, und heut schon günstig zu haben, da von 1997.

    - Roland JV80 / JV 90 /JV1000: Urahn aller JVs, XPs und Fantoms - damals der mit der saubersten Klangqualität, auf jedenfall brauchbar

    - Roland JV1080 (Rack) oder XP50 (Key), XP 60, XP 80: absolut gute universal-klangerzeuger, waren Mitte der 90er der Studiostandard schlechthin. Soundmäßig enorm erweiterbar über Expansion-Boards.

    - Alesis Quadrasynth S5, QS6/7/8: solide Rompler aus der 2. Hälfte der 90er Jahre.

    ...das wären so die gängigen Maschinen, mit denen man nichts falsch machen kann - und die alle gebraucht im Bereich der M1 liegen.
     
  14. dunkelelf

    dunkelelf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.08   #14
    @Boogie,

    ich denke hier entscheidet doch sehr der Persönliche geschmack. Ich besitze ein M1, ein X3R und ein Yamaha MO8 und habe also den direkten vergleich was knapp 20 Jahre entwicklung ausmachen.

    Natürliche Sounds kann das M1 nicht. Im vergleich zum Yahama klingen Piano, Gitarren etc. immer scheiße.

    Jetzt aber das große A B E R:

    Für Melodic Death ist meiner meinung nach der Character des M1 IDEAL... warum? Weil wenn 2 Gitarren am Braten sind und die Double Bass sowieso am Rühren ist, wirste von nem "real" klingenden Keyboard nix mehr hören.

    Besonders die PAD Sounds, Chor und vor allem eben Synthie Sounds sind aus dem M1 ideal um bei dem Brei noch etwas rauszuholen.

    Alleine gespielt klingt das M1 schwach. Im Zusammenhang umso stärker.
     
  15. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.08   #15
    Naja... Es ging mir gar nicht um die natürlichen Sounds. Die M1 kenne ich wirklich in- und auswendig, ebenso die Artverwandten 01/W, Wavestation und Trinity - alle schon gehabt und vor allem auch eingesetzt und programmiert.
    Ganz abseits vom persönlichen Geschmack (ich find' die Korg-Klassiker auch eigenständig und mag die typischen Sounds - aber eher aus nostalgischen Gründen) gibt es ein paar Eigenschaften, die man nach objektiven tontechnischen Kriterien beurteilen kann und sollte:
    Druck, Frequenzgang, Ansprechen der Hüllkurven, Flexibilität anhand Auswahl der Wellenformen. Und da verliert die M1 eben gnadenlos gegenüber fast allen genannten Alternativen.

    M1-Choir? M1 Universe? und sonst? .....gääähn. Bässe kann sie nicht, expressive Solosounds kann sie nicht. House-piano und Perc-Organ sind auch irgendwie durch, oder nicht?

    Und überhaupt - ohne jetzt irgendwie Ahnung von Metal zu haben: in der genannten Situation mit Gitarrenmatsch und Drumgewitter wären effekttriefende Digitalpads das hinterletzte, was ich da noch drunterrühren würde ;)
    Wenn die Aufgabenstellung ist, gegen konkurrierende Instrumente anzuspielen, würde ich eh' ein Instrument nehmen, das "Eier" hat - und in Frequenzbereichen spielen, die nicht schon von anderen Instrumenten belegt sind - dummerweise lassen Bratgitarren da eher wenig raum.
     
  16. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.08   #16
    Danke für eure Tipps!
    Echt cool soviel von erfahrenen Leuten als feedback zu bekommen :)
    Was die Musik betrifft... So ein Matsch ist es nicht!!!
    Es ist also noch genug Spielraum um mit einem Synthi noch den fehlenden Schneid in die Musik zu bringen...also habe mich denk ich schon entschieden ;)
    Wird entweder ein:
    Roland Juno D
    nen Korg 01/W
    oder zu guter letzt nen Korg X5D

    Aber eine Frage ist noch ungeklärt...
    Zitat ;)
    Und was ist nun genau die Grundlage des Synthi spielens???
    Da ich mir das Synthi spielen im Selbststudium beibringen möchte(ein Musiklehrer ist einfach zu teuer)
    habe ich nach guter Literatur gesucht. Hab auch schon einiges gefunden. Bin jetzt aber ein bisschen verwirrt...
    Es gibt sowohl Literatur für Synthis, aber auch Literatur für Keyboards???
    Was ist jetzt die genaue Grundlage um Synthi zu spielen? Das Keyboard/Klavier ???
    Wenn ihr mir gute Literatur empfehlen könnt, immer her mit Tipps.
     
  17. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 15.02.08   #17
    Die Grundlage zum Spielen auf dem Manual (der Tastatur) ist das Klavier.
    Die Grundlage zum Bedienen des Gerätes, ist die Bedienungsanleitung.
    Die Grundlage zum Programmieren der Voices, sind Kenntnisse in der vom Synthesizer verwendeten Syntheseform.
     
  18. SuperSkunk

    SuperSkunk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.08   #18
    Die Grundlage zum Programmieren der Voices, sind Kenntnisse in der vom Synthesizer verwendeten Syntheseform???
    -------------------------
    Ich denke welche Syntheseform das dann ist , wird denk ich auch im Handbuch stehen?
    Bei vielen Synthis wird ja die passende Sofware gleich mit geliefert.
     
  19. Tastendilettant

    Tastendilettant Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.08   #19
    You got it! ;)
     
  20. Narsil

    Narsil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.08   #20
    Als Metalkeyboarder braucht man für die ganz einfachen Sachen (=Streicher-/Pad-Teppiche) eigantlich nur 6 Finger an 2 Händen. ;)
    Wenn er aber alles rausholen will, braucht er definitiv Unterricht (ich bin für jede Sekunde Klavierunterricht dankbar, die ich damals genommen hab), Spaß am Lesen (Bedienungsanleitung, Tutorials....) und Lust, viel zu Rumzuprobieren mit den Klängen. :D
     
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