Keyboard + Gitarre = Liebe ??? *kicher kicher*

von Dr.Watson, 16.02.08.

  1. Dr.Watson

    Dr.Watson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.08   #1
    Hallo leute!
    Diesmal geht es um die Kombinierung von Instrumenten :
    Synthie + Gitarre

    Ich habe schon oft gelesen wie z.B.: Keyboard muss in den höheren frequenzen spielen.

    gut.

    ne, schlecht, denn in meinem Keyboard sind alle sounds vom frequenzgang her anders, also kann ich nicht sagen " höhen immer auf +5 dB und gut is"

    Welche tipps und tricks gibt es um einen guten Sound in einer Metal - Band ( nicht nur keyboard + Gitarre ) hinzubekommen.. bei uns im Proberaum weiß ich nur was gespielt wird, weil ich die Lieder kenne.. ein außenstehender würde nur Lärm raushören.

    -Falls es wichtig ist: Der Gitarrist spielt ohne jedliche Art Effektgeräten, von der Gitarre direkt in den ENGL Fireball ( Röhrenamp).

    Danke Schonmal

    Niklas
     
  2. Distance

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    Erstellt: 16.02.08   #2
    Absprechen.

    Das ist in meinen Augen das A und O.
    Keyboard und Gitarre müssen sich eben weitestgehend den gleichen Frequenzbereich teilen, und das kann man auf 3 Weisen tun:
    - einfach spielen was man denkt -> Matschsound
    - sich selbst lauter drehen als der andere -> Hörsturz
    - drüber nachdenken, was man jeweils spielt, sich gegenseitig Raum geben und sich ergänzen -> gute Idee ;)

    Die Sache mit dem Frequenzbereich ist schon nicht ganz falsch: Wenn du in deinem Metalsong so eine wummernde, Akkorde bratende Gitarre hast, wäre es nicht sinnvoll, da mit einem Sound zu zu spielen, der sich eher im unteren Teil des Spektrums befindet. Benutzt man da einen brillianteren Sound, kommt man besser durch, wobei natürlich auch da zu beachten ist, dass man nicht die Gitarre übertönt, sondern parallel zu ihr spielt.
    Zusätzlich sollte man sich Gedanken machen, WAS man eigentlich spielt.
    Wenn z.B. die Gitarre gerade irgendein schnelles Riff spielt, wäre es nicht sinnvoll, da auch irgendwelche Frickeleien zu veranstalten. Dann dort lieber nur mal einen schönen Akkordteppich ausbreiten und dem Gitarristen dort den Vortritt lassen.
    Wenn man das einigermaßen beachtet, bekommt man einen ziemlich transparenten Gesamtklang, statt des typischen Gematsches, wenn keiner auf den Anderen hört.

    Aber jetzt kommt das große Problem: Der Gitarrist muss mitspielen.
    Das heißt im Klartext: Auch er muss sich einschränken, kann nicht sein volles Brett spielen und muss dir entsprechend Teile im Klangspektrum einräumen.
    Genauso sollte er auch bereit sein, z.B. wenn du mal eine Melodielinie spielst, nur Akkorde zu spielen.
    Und das ist in meinen Augen das Hauptproblem, denn von allen Gitarristen mit denen ich bisher zusammen gespielt habe gibt es nur zwei, die dazu bereit waren. (Und von denen war einer studierter Cellist und Drummer, hauptberuflicher Keyboarder und spasseshalber Gitarrist...) :rolleyes:
     
  3. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #3
    Was ist denn mit "volles Brett gemeint" ? Powerchords auf 4,5, und 6 . Saite?
     
  4. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.02.08   #4
    Dicke Akkorde, sämtliche EQ-Potis auf oberen Anschlag usw.
    Soll ja Gitarristen geben, die das machen... :rolleyes:

    Das Problem ist einfach folgendes: Die Gitarre kann sehr große Teile des Klangspektrums überdecken, in denen ein Keyboard normalerweise spielt.
    Macht der Gitarrist das, kann der Keyboarder nach Hause gehen, denn Gitarristen sind sowieso immer lauter - und wenn sies im Proberaum nicht sind, dann spätestens beim nächsten Gig, weil die Keys leiser gemischt werden.
    Also muss sich der Gitarrist genauso bei der "Belegung" des Spektrums einschränken wie du. Dazu muss man da nicht mit nem Messgerät dran, sondern einfach mal ein bisschen hinhören.
    Salopp gesagt: Wenn der eine sehr tief spielt, sollte der andere vielleicht eher die höheren Lagen bedienen - und umgekehrt.
    Natürlich ist es nich ganz so einfach, aber vielleicht kann man es sich so vorstellen...
     
  5. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #5
    Ja doch. ich habs vorhin getestet .. folgendes Experiment :

    Gitarre annen Amp und .. Schrammel, ausklingen lassen

    Ufm Keyboard herumgedrückt --> naja

    Schrammel , ausklinge(l)n lassen

    "Bright" Poti reingedreht --> Man hörts :-)

    Nur das problem is dann das, dass bei uns der Gitarrist kein Effektgerät hat.. d.h. er muss Immer mit "höhen raus" spielen.. und wenn ich dann mal nicht mitspiele fehlt dann was :-( ... obwohl.. die Gitarre hat doch auch sonen Poti für die höhen oder ?
     
  6. Distance

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    Erstellt: 17.02.08   #6
    Warum? Man könnte ja auch mal andersrum spielen...

    Außerdem muss "Höhen raus" ja nicht zwingend nur am EQ passieren, sondern zum Beispiel einfach durch sinnvolles Verteilen der Tonbereiche. Wenn der Gitarrist am EQ die Höhen rausdreht und dann trotzdem in den höchsten Lagen rumfrickelt, wird das Ergebnis auch nicht so toll...

    Ähm, ja. ;) Du willst, dass du gehört wirst, aber du willst nicht, das was fehlt, wenn du nicht mitspielst? Das wird wohl nicht klappen ;)


    Wie gesagt, das muss nicht alles auf der technischen Seite passieren. Aber soweit ich unterrichtet bin haben Gitarren auf verschiedene Weisen die Möglichkeit, ihre Höhenanteile zu kontrollieren...
     
  7. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #7
    Achso .. okay

    Ne was ich dachte wäre vielleicht : Wenn ich mal nicht mitspiele, kann der GItarrist mit seinem Effektgerät einfach auf den andere Sound gehen, wo mehr höhen drinne sind ( Deswegen hab ich ja auch da Effektgerät erwähnt) oder wird so etwas in der Regel nicht gemacht ?
     
  8. Cheldar

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    Erstellt: 20.02.08   #8
    Also ich hab damals zu Bandzeiten meine Erfahrungen mit Metalgitarristen gemacht, die ziemlich stur waren was die eigenen Sounds anging.

    Mein "Problemgitarrist" hatte sich einen Sound zusammengeschustert, der (wenn er allein gespielt hat) nicht schlecht klang, aber sobald Bass, 2. Git und Keys dazukommen sollten nur noch gematscht hat. Das Problem war an seinem Sound folgendes: der war über alle Frequenzen seiner Gitarre verteilt sprich zuviele tiefen und zuviele höhen und in den Mitten fehlte was. Das ganze führte dazu, dass der Bass überstimmt wurde, und ich mit melodieläufen auf den Keys verloren war, sobald ich mich mit ihm überschnitt *g* (Dazu kam noch die Sache, dass er einfach immer lauter wurde, was aber irgendwann damit behoben wurde, dass ich einfach viel viel viel lauter konnte als er, und das auch demonstrativ gemacht habe, wenn er mal wieder am Lautstärkepoti ausgerutscht ist)
     
  9. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.08   #9
    :D:D hab ich auch schon paar mal gemacht... so wird man schnell zur Bandzicke :D:D

    Okay , danke schonmal...
    Wir sind eine Metalband ( 1 Gesang/schrei ^^ , bass. gitarre , keys und drums). Woher weiß ich denn wann der sound gut ist . oder woher weiß ich , dass ich ihn nicht mehr verbessern kann...?
     
  10. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 20.02.08   #10
    Der Sound ist dann gut, wenn alle damit zufrieden sind ;)

    Wenn du alle Möglichkeiten ausprobiert hast. Also nie ;)
    Es ist eben auch ne Übungssache... Das Einzige, was du machen kannst: Immer schön die Ohren offenhalten und hinhören. Was du selbst machst, was die einzelnen Bandmitglieder machen und wie der Gesamtkontext klingt...
     
  11. Dr.Watson

    Dr.Watson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.08   #11
    Alles klar.. ich versuchs einfach mal.. ich denke wir proben nächste woche im neuen PR, dann erstatte ich nochmal Bericht
     
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